Shoot 'Em Up

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Shoot 'Em Up

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bang bang - my baby shot me down

3  17.02.2009 (18.02.2009)

Pro:
Schauspieler, Action, Witz, Karotte

Kontra:
Hintergrundgeschichte

Empfehlenswert: Ja 

Lady-Alexa

Über sich: Mal da.. mal nicht.

Mitglied seit:24.08.2003

Erfahrungsberichte:745

Vertrauende:287

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 258 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

++++++++
D A T E N
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Originaltitel: Shoot `Em Up
Produktionsland: USA
Produktionsjahr: 2007
Originalsprache: Englisch
Regie: Michael Davis
FSK: Keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Laufzeit: ca. 83 Minuten

++++++++
S T O R Y
++++++++

Als eine schwangere von einem Killerkommando verfolgt wird, greift Smith ein: Er entbindet in einem Lagerhaus das Kind, während er gleichzeitig die Angreifer reihum abschießt. Die Mutter wird erschossen und Smith rettet das Baby, das er nun am Hacken hat. Gemeinsam mit Donna, einer Prostituierten, versucht er herauszufinden, wer dem Baby schaden will. Dabei gerät der Held ständig von einer Schießerei in die nächste ...

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D A R S T E L L E R
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Clive Owen ... Smith
Paul Giamatti ... Hertz
Monica Bellucci ... Donna Quintano
Stephen McHattie ... Hammerson

++++++++
K R I T I K
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Shoot Em Up ist auf den ersten Blick der Inbegriff eines Actionfilmes. Es wird im Grunde ständig geballert, der coole Held Smith bleibt dabei selbstverständlich immer ganz gelassen. Er stellt atemberaubende Fähigkeiten zu Schau, beim Sex mit der Prostituierten schießt er ganz nebenher ein paar Gegner über den Haufen, und das geht natürlich auch beim Laufen, Autofahren, Fliegen, Fallen, Hüpfen und Rutschen. Der Streifen lässt wirklich kein Klischee aus und hebt mit einer fantastischen Leichtigkeit alle physikalischen Gesetzte auf. So überlebt der mutige Held nicht nur Folterung, sondern er fliegt durch Windschutzscheiben, springt von Brücken und hängt sich bei voller Fahrt aus dem Auto. Aber so etwas gehört selbstverständlich dazu, wenn man ein Held ist. Zumindest erweckt Regisseur Michael Davis genau diesen Eindruck, denn er gönnt Clive Owen keine Sekunde lang, Erschöpfung oder Emotionen zu zeigen. Der starke Held hat genau das zu sein: stark. Und cool. Etwas, das an Persönlichkeit erinnert, bekommt er lediglich durch einige kurze besonders ironische Sätzchen, die er zum besten geben darf. Obwohl die Dialoge nur kurz und sehr ironisch zielsicher vorgetragen werden, schaffen es Clive Owen und Paul Giamatti irgendwie, den Figuren einen gewissen Widererkennungswert zu verschaffen, wodurch der Film nicht vollkommen in Seelenlosigkeit versinkt.

Abgesehen von den beiden männlichen Hauptrollen, die eine recht solide Leistung zum Besten geben, gibt es nur noch Monica Bellucci, die als Prostituierte mit großem Herzen (und entsprechendem Vorbau) einen nennenswerten Part innehat. Sie agiert auch ganz gut, teilweise scheint sie nicht zu wissen, wohin mit den Emotionen, da sie offenbar nicht nur das weinerliche Weibchen neben dem Actionheld abgeben will. Ansonsten gibt es nur noch einen Haufen gesichtloser Killer, die in kürzester Zeit nach ihrem Auftritt abgeschossen werden ? und ebenso schnell vergessen werden. Irgendwie beeindruckt es mich, dass Clive Owen das Baby rettet, cooler Held ist, die Prostituierte auf den Pfad der Tugend führt, einen Charakter präsentiert und die Hintergrundgeschichte entwirrt. Und das alles nicht nur gleichzeitig, sondern auch mit nur einer Handvoll Mimiken. Diese Darstellung verdient schon Anerkennung. Mit einer ordentlichen Portion Selbstironie und Sarkasmus bringen die Hauptrollen den Film recht rasch zum Laufen und sorgen für die leichte Unterhaltung. Einige Gags bringen mich wirklich zum Lachen, eine Karotte als Dauerwitz ist auch beim zehntenmal noch immer lustig, und auch beim fünfzehnten. Der Film nimmt sich in dieser Hinsicht selbst aufs Korn, und einige Sprüche sind derartig übertrieben, dass sie schon wieder funktionieren. An Witz und Ironie fehlt es Shoot Em Up wirklich nicht.

Die ganze passable Darbietung der Schauspieler und die Action machen sicher einen großen Teil des Filmes aus. Allein hätten sie sicher einen Film entstehen lassen, der zwar herzlich oberflächlich, dafür aber mit leichter Ironie auch unterhaltsam gewesen wäre. Leider hat Regisseur Michael Davis nicht widerstehen können, und versuchte, den Streifen aus der Masse der Actionfilme zu heben. Dazu hat er nicht nur dem Helden eine Vergangenheit verpasst, sondern er konstruiert die herrliche Ballerei um eine Geschichte herum, die Anfangs nur unnötig erscheint, mit der Zeit aber immer verwirrender und chaotischer wird. Die Geschichte löst sich schließlich in einer geradezu Lächerlichen Wahrheit auf, wobei ein Präsidentschaftskandidat, die Waffenlobby und der amerikanische Geheimdienst aufwarten. Wirklich alles, was auch nur im Entferntesten in einen Actionfilm passt, wird auch tatsächlich hineingequetscht, dabei wird das Geheimnis um das Baby so lange hinausgezögert und dann auch noch breitgetreten, bis es mir ganz einfach egal geworden ist. Irgendwann versucht man auch gar nicht mehr, der Geschichte zu folgen und die wirren Zusammenhänge zu verstehen, da die Geschichte sowieso nur Mittel zum Zweck ist. Leider hat der Regisseur das nicht ganz verstanden, und versucht immer wieder ? auf ziemlich nervtötende Art und Weise ? so etwas wie Tiefgang vorzutäuschen.

Insgesamt hat mir Shoot Em Up schon gut gefallen. Der Film ist als oberflächlicher Actionfilm gut gelungen, aber die Story stört dabei. Der Versuch, eine besonders geistreiche Geschichte einzubauen, um die hohe Leichenquote zu rechtfertigen geht voll daneben, da die Story uninteressant ist und an den falschen Stellen zuviel Gewicht darauf gelegt wird. Michael Davis hätte Shoot Em Up lieber als oberflächlichen, ironischen Actionkracher inszenieren sollen und die Rahmenhandlung auf genau das reduziert lassen sollen, was sie ist: ein schmückendes Beiwerk. Die Schauspieler retten zum Glück noch einiges, und auch wenn die Mischung aus verpatztem Tiefgang und rasanter Action nicht gelungen ist, so ist Shoot Em Up doch ein unterhaltsamer, zwar nicht besonders spannender, aber sehr schneller Film, der als kurzweilige Unterhaltung Actionfreunden zu empfehlen ist. Mir hat der Film trotz den Mankos gut gefallen, und der Gesamteindruck ist schon positiv, auch wenn mich der Film nicht vom Hocker haut. Daher vergebe ich gute 3 Sterne und eine Empfehlung für Actionfans.

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G E S A M T E I N S C H Ä T Z U N G
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3 Sterne und eine Empfehlung.

[6/10]


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
yesup

yesup

10.05.2010 00:53

Der Film läuft gerade auf Pro7 - eine echte Blei-Ballade. Ace of Spades - ein Hammerfilm. yepp ich finde, das ist gut gemachte unterhaltung

outsider777

outsider777

31.08.2009 12:30

Ist bestimmt eine Actionkracher-Parodie. Hab eben die Beschreibung auf Wiki gelesen und schier laut gelacht vor lauter Absurditäten.

logan

logan

19.03.2009 13:26

Ne übercoole Killermaschine gibt's auch im aktuell im Kino laufenden "Watchmen", nur ist die da recht psychopathisch drauf. "Watchmen" ist weder anspruchsvoll, noch ein reiner Actionfilm, dafür sind die (wirklich äußerst harten) Actionssequenzen gut in den Plot eingebettet: Unterhält mit durchweg kaputten Charakteren & abseitig schwarzem Humor.

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