Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Gedichte,Preis |
| Kontra: |
Nichts |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Siehst du den Mond?
Dieser Berich ist im Rahmen des Bücherfrühlings entstanden. Für weitere Informationen lest ihr am besten in den Mitglieder News.
Im folgenden möchte ich euch etwas über das Buch "Siehst du den Mond" erzählen. Gefunden hab eich dieses kleine nette Büchlein nur per Zufall n einer Grabbelkiste. Da mich das Cover und ach der Titel sehr ansprachen, habe ich es direkt gekauft. In diesem Buch sind ausschließlich Gedichte für und über den Mond zu finden.
Es handelt sich hierbei um eine Reclam Ausgabe. So, nun aber zum eigentlichen Bericht.
01 Die Autoren
02 Das Buch an sich
03 Auszug aus dem Buch
04 Weitere Informationen
05 Mein Fazit
01 Die Autoren
Man findet eine große Anzahl an bekannten und weniger bekannte Dichtern in diesem Buch. Vertreten sind unter anderem Bertolt Brecht, Wolfgang Borchert, Matthias Claudius, Joseph von Eichendorff und viele mehr.
Leider gibt es keine weiteren Angaben zu den jeweiligen Dichtern. Sie sind nur mit Namen vertreten, mehr aber auch nicht. Wer also einen Dichter gut findet, muss sich da noch weiter informieren anhand von anderer Literatur.
02 Das Buch an sich
~Cover~
Das Cover war ein Grund, weswegen ich mir das Buch angesehen habe. Zu sehen ist der Mond, über einer Landschaft. Das Gemälde ist von Adam Elsheimer und trägt den Namen "Die Flucht nach Ägypten".
Anfänglich wirkt das Cover sehr düster auf mich, doch betrachtet ma es genauer, kann man sehen, dass der Mond das einzige Licht i der Dunkelheit ist, was ja durchaus, ein positives Zeichen sein kann.
Adam Elsheimer benutzt für dieses Gemälde viel blau und weiß.
~Beginn~
Die erste Seite des Buches enthält folgende Zitate zur Einleitung:
"O Fortuna, velut luna
statu variabilis,
semper crescis aut decresis;
vita detestablis..."
Carmina Burana
"Eile nicht, bleibe, Gedankenfreund!"
Friedrich Gottlieb Klopstock
"Alt ist er wie ein Rabe"
Matthias Claudius
" Ein fremdes, aber o ein mildes Licht"
Anette von Droste-Hülshoff
"Marie: Was der Mond rot aufgeht"
Woyzeck: Wie ein blutig Eisen."
Georg Büchner
Danach folgen dann die ganzen Gedichte, ohne weitere Abgrenzungen.
Das finde ich persönlich sehr Schade. Man hätte dort sicherlich einige Unterteilungen machen können.
03 Auszüge aus dem Buch
Hier möchte ich euch gerne ein bis zwei Gedichte vorstellen, die in diesem Buch stehen.
Nummer 1:
Du bist mein Mond
D bist mein Mond und ich deine Erde,
Du sagst, du drehest dich um mich.
Ich weiß es nicht, ich weiß nur, daß ich werde
in meinen Nächten hell durch dich.
Du bist mein Mond und ich bin deine Erde,
Sie sagen, du veränderst dich.
Allein, du änderst nur die Lichtgebärde
und liebst mich unveränderlich.
Du ist mein Mond und ich bin deine Erde.
Nur mein Erdschatten hindert dich,
Die Liebesfackel stets am Sonnenherde
Zu zünden in der Nacht für mich.
Friedrich Rückert
Abschied vom Mond
Im Fensterfrost, im weißen Farn
steigt auf der Mond, so gelb wie Harn.
Ich hasse ihn. Er wandelt still,
verschönt, was nicht verschönt sein will,
verfälscht mit seinem sanften Licht
den Kot der Erde zum Gedicht,
zur schwärmerischen Poesie
Blut, Eiter, Typhus, Agonie,
zerlumpte Tote zum Pastell,
den Hungerbauch zum Aquarell,
das Kinderschrein, Das Kinderstöhnen
zu schmelzenden Sonatentönen.
Mit dem ich einst verbunden war, ein selig blindes Freundespaar,
leb wohl, oh Mond, fahr nun allein,
dein Bruder kann ich nimmer sein.
Günter Eich
Das waren nur 2 von 150 Gedichten.
04 Weitere Informationen
Genauer Titel: Siehst du den Mond? - Gedichte aus der deutschen Literatur
ISBN: 3-15-018197-b
Verlag: Reclam
Herausgeber: Dietrich Bode
Erscheinungsjahr: 2002
Seiten: 160
Ausgabeformat: Taschenbuch
Länge x Breite x Höhe 150 x 96 x 14
Preis: ca. 4,10 Euro
05 Mein Fazit
Jetzt muss ich wirklich mein Fazit schreiben? Okay..Also zuerst nochmal zum Kaufgrund.
Schon als Kind hat mich der Mond fasziniert. Sein Licht und sein schimmern. Meine Versuche diese Anziehung in Worte zu fassen ist stets fehlgeschlagen. Somit war ich hoch erfreut, als ich das Buch in einer Kramkiste gefunden habe. Wenn ich es schon selber nicht schaffe Gedichte oder Geschichten über den Mond zu schreiben, dann will ich doch wenigstens andere Werke bewundern und meine Zustimmung finden.
Wie schon erwähnt war ich von Cover und Titel so fasziniert, dass ich gar nicht lange nachgesehen habe, was für Gedichte darin zu finden sind. Erst als ich zu hause war, hab eich mir das Buch genaustens vorgenommen.
Anfangs war es sehr schwierig sich in manche Gedichte und Ballade einzulesen, aber da ich ja auch schon Faust und Shakespeare gelesen habe, habe ich mich nach 2 Gedichten schnell in die Sprache eingefunden. Es sind aber auch viele Gedichte im Neuzeitlichen Stil drin, die mir persönlich oft besser gefallen.
Das Buch hat mich sehr inspiriert, da ich danach selber angefangen habe, über den Mond zu schreiben, also genau das, was mir vorher nicht gelungen ist. Einige Gedichte haben mir gar nicht gefalle, insbesondere jene, die eine Abneigung gegen den Mond aussprechen. Zwar von Vers und Reimschema sehr interessant, aber eben von der Sprache her schlecht.
Was mich gestört hat ist, dass man nichts über die Autoren erfährt. Für jemanden, der sich also keineswegs mit Lyrik auskennt, wird viele dieser Namen gar nicht kennen. Da kann ich mich wahrlich glücklich schätzen, dass ich Deutsch Leistungskurs hatte und mein Lieblingsthema immer Gedichte waren.
Für einen Preis von 4,10 Euro kann man wirklich nicht meckern. Eine kleine Anthologie zum Thema Mond, die wirklich viele schöne Gedichte und Balladen enthält.
Das Buch ist sehr handlich, wegen seiner kleinen Ausgabe und trotz mehrfachem durchblättern, sieht man bei mir noch keine Gebrauchtspuren.
Ich werde diesem Buch 5 Sterne geben, da es für mich zu einem der besten Gedichtsbände zählt.
P.S. Ich schreibe auch bei yopi.