Siemens HHB 750

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Siemens HHB 750

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Ohne Anschlusskabel klein und fein, Pt. III

4  25.10.2006

Pro:
Preis, Design, Kopfhörer auswechselbar

Kontra:
Lieferumfang, Tragekomfort

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

froes

Über sich: ♪ ♫ ♪ ♫ ♪ Mein Musiktip: „The Black Halo“ von Kamelot, anspruchsvoller...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 124 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

1. Intention
2. Auswahl und Beschaffung
3. Auspacken
4. Inbetriebnahme
5. B etrieb
6. Stromversorgung
7. Handbuch
8. Der Hersteller
9. Zusammenfassung und Allgemeines


1. Intention

Zum Musikhören und Telefonieren n mit meinem MDA Pro, einem PDA mit Telefonfunktionalität, suchte ich ein Bluetooth-Stereo-Headset.
Mit dem Headset sollte es möglich sein, Musik in Stereo in guter Qualität zu hören, das Wiedergabeprogramm für MP3-Dateien (z.B. MortPlayer oder Windows Media Player) auf meinem MDA fernzusteuern und zu telefonieren ohne den MDA aus der Tasche holen zu müssen. Ein Kabel-Headset hätte dann doch eine endliche Kabellänge und wäre es lang genug, dann würde dieses lange Kabel doch mehr stören.
Der Bluetooth-Standard unterstützt mehrere Profile, die in Kombination meine Anforderungen erfüllen. Mit dem A2DP (advanced audio distribution profile) werden Tonsignale in Stereo-Qualität übertragen, mit den AVRCP (audio video remote control profile) lässt sich Wiedergabesoftware steuern und HSP (headset profile) und HFP (hands free profile) liefern die nötige Unterstützung beim Telefonieren.


2. Auswahl und Beschaffung

Am liebsten wäre mir ja ein Headset ganz ohne Kabel gewesen, aber Kabel gibt es auch bei Bluetooth-Stereo-Headsets. Entweder verbinden sie die rechte mit der linken Hörmuschel oder die Ohrstecker mit dem Empfangsteil.
Die erste Version war mir ursprünglich lieber, aber ein Empfangsteil, das man beim Bedienen auch sehen kann hat schon seine Vorteile. Einige der Geräte dieser Bauart besitzen zusätzlich noch ein Display, in dem Bedienstatus und andere Informationen angezeigt werden können.
Eines dieser Wunderwerke der Technik ist das Siemens HHB-750. Auf den Produktfotos sah es sehr ansprechend aus und der Preis betrug in den günstigen Fällen deutlich unter 50 Euro. So war dieses Gerät ein willkommener Kandidat für meine Zwecke.
Den günstigsten Preis inklusive Versandkosten bot dhs-mediafox.de mit knapp 49 Euro an und so bestellte ich dort online. Sechs Tage nach der Bestellung, die Banklaufzeit der Vorkasse mit eingerechnet, erhielt ich in einem Bubble-Umschlag das erwartete Headset.


3. Auspacken

In einem Vorwiegen gelb gehaltenen Pappkarton mit Sichtfenster befanden sich gehalten duch ein Formteil aus gefalteter Pappe
• das Headset
• eine AAA-Micro-Batterie
• ein Handbuch
• ein Garantie-Heftchen
• ein Umhängeband.
Der Lieferumfang war schon einmal nicht sehr üppig. Nachdem ich das in das Formteil eingepasste Headset von diesem befreit hatte, konnte ich es näher betrachten. Es sah aus der Nähe nicht mehr ganz so schick aus wie auf den Fotos. Die mattsilberne Plaste lässt kein Metall-Feeling aufkommen. Die Symbole auf den Knöpfen wirken irgendwie grobschlächtig. Die Spaltmaße sind mit ca. einem Millimeter für so ein kleines Gerät zu reichlich.
Etwas hat mich die Tatsache überrascht, dass das Headset mit einer normalen Batterie gespeist wird. Alle anderen Geräte hatten einen Akku.
Das Empfangsteil hat die Form eines abgeflachten Quaders mit stark abgerundeten Ecken. An der linken (beim Halten und Bedienen) Seitenkante nimmt die Dicke etwas zu und hier befinden sich zwei Aussparungen, in die die Ohrstecker eingeklemmt werden können.
Auf

Bilder von Siemens HHB 750
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Siemens HHB 750 Bild 23233649 tb
Produktbild
der Oberseite befindet sich leicht nach oben versetzt in einem Rahmen aus dunkelgrauer Plaste leicht versenkt das einzeilige blau beleuchtete LC-Display und darunter das Siemens- und Bluetooth-Logo. Die Kopfhörer sind zu meiner Freude mit einem Klinkenstecker verbunden.
Links daneben liegt der Schalter zum Ein- und Ausschalten und die Tastensperre.
An der oberen Seitenkante sind zwei Wippschalter für vor und zurück und Stop und Start/Pause. An der rechten Seiten kante liegt etwas versenkt der Wippschalter für laut und leise.
Ein großer Teil der Rückseite wird durch einem Clip aus Edelstahl eingenommen, der zum Teil das Batteriefach verdeckt, dessen Deckel von der unteren Seitenkante bis auf die Rückseite reicht.
Der Knopf zur Ruf-Annahme befindet sich am Kabel gemeinsam mit dem Mikrofon.
Das Nackenband ist relativ aufwändig. Es besteht aus schwarzem Perlonband und hat einen Verschluss. Das Teil, dass am Headset befestigt wird kann abgehängt werden. Mit einer silbernen Perle kann die Weite des Bandes eingestellt werden.


4. Inbetriebnahme

Durch den Batteriebetrieb erübrigt sich das initiale Aufladen. Das Einlegen der Batterie ist etwas schwierig. Das Batteriefach lässt sich recht schwer öffnen und auch nicht viel leichter schließen.
Wo nun das Gerät anschalten. Der Anschalter trägt nicht wie im Handbuch die Beschriftung "On" und das Handbuch hatte ich noch nicht gelesen. Es war aber der vermutete Knopf neben dem Display, da alle anderen eindeutige Symbole trugen. Ein mehrsekundiges Drücken erweckte das Headset zum Leben. Ein spezielles Sichtbarschalten war nicht notwendig.
Das Pairing mit meinem MDA erfolgte wie üblich über die Bluetooth-Einstellungen. Der einzige Unterschied war hier, dass nicht ein einfacher fester Code verwendet wurde, sondern der zu verwendende Zugangscode auf dem Display des Headsets angezeigt wurde. Originell, das hatten wir noch nicht. Das erhöht die Sicherheit.
Nach dem Pairing und bei jeder neuen Verbindungsaufnahme zeigt das Headset, genauso wie das Nokia HS-12W, den kurz Namen des verbundenen Gerätes an.
Bei verfügbarem A2DP wird anschließend das Symbol für verfügbare Musikwiedergabe dargestellt.
Ohne Probleme wurde die Tonausgabe auf das Headset umgeleitet. Die Steuerung von Windows Media Player und MortPlayer funktionierte, so schien es zumindest.
Ich hörte mir einige Titel an und wechselte zwischendurch auch mal das Headset zum Vergleich mit dem Nokia HS-12W. Mein erster Eindruck hatte mich nicht getäuscht. Das HBB-750 klingt etwas dumpfer, aber immer noch besser als das Bluetake BT450Rx, das eher leicht verzerrt klingt.


5. Betrieb

Die Empfangsreichweite ist ganz ordentlich, auch wenn hier wie bei allen Geräten die zehn Meter Wunschtraum des Herstellers bleiben.
Die etwas größere Grundfläche verhindert, dass das HHB-750 sich nicht so leicht wie das Nokia HS-12W verdreht und die Übertragung darunter leiden könnte.

Auch das erneute Verbinden bei Wiederbenutzung erfolgt ohne größere Probleme. Der Status des Pairings wird durch drei Symbole verdeutlicht. Eine Unschönheit gibt es aber beim Zusammenspiel mit meinem Lieblings-Abspielprogramm, dem MortPlayer. Wird die Verbindung wegen zu großer Entfernung unterbrochen, muss der MortPlayer neu gestartet werden, damit die Wiedergabe wieder über das Headset erfolgt. Gleiches gilt seltsamerweise auch, wenn am Headset die Wiedergabe pausiert wurde. Beim Windows Media Player funktioniert es mit dem HHB-750. Das Nokia HS-12W kommt aber auch mit dem MortPlayer zurecht.
Insgesamt ist das aber ein Nichts im Vergleich zu den Problemen anderer bereits getesteter Headsets bei erneuter Verbindung.
Beim Wiedergeben von Musik wird auf dem Display des Headsets ein Minuten-Zähler angezeigt. Dieser hält an wenn die Wiedergabe pausiert und wird bei Stop auf Null gestellt, hat aber nichts mit der Abspielzeitanzeige der Player-Software zu tun.

Nach dem Anschalten des Headsets ist die Wiedergabelautstärke automatisch im unteren Viertel eingestellt. Das ist sicher im Interesse des Gehörs, nicht gleich "volle Pulle" zu starten. Beim Versuch des Lauterdrehens fällt dann gleich auf, dass die Knöpfe dafür mit zwei Pfeilen anstelle von "+" und "-" gekennzeichnet sind, was auf die Schnelle zu Verwechselungen führt. Hilfreich ist hier aber der auf dem Display eingeblendete Lautstärkebalken.
Ein Kurzes Drücken des Ein-Ausschalters bei eingeschaltetem Headset aktiviert die Tastensperre, dis auch durch ein Symbol im Display angezeigt wird, ein längeres Drücken deaktiviert sie wieder.

Das Telefonieren ohne das Display und die Bedienelemente des mobilen Endgerätes (MDA oder Telefon) ist prinzipiell möglich, bereitet aber an einigen Stellen Probleme.
Durch einfaches Drücken des Telefonknopfes wird bei zuvor zu unterbrechender Musik die Sprachwahl gestartet und auf dem Display symbolisiert. Ist das Telefon beim Rufen, kann über das Headset z.B. bei falscher Rufnummererkennung der Anruf nicht mit dem Headset unterbrochen werden, sondern erst, wenn die Verbindung bereits hergestellt wurde. Eine Unterbrechung während des Rufens ist aber ebenso wie das Wählen per Hand am MDA selbst möglich.
Ein eingehender Anruf kann mit durch kurzes Drücken der Telefontaste angenommen oder durch langes Drücken abgelehnt werden. Die Nummer des Anrufers wird im Display angezeigt.
Es gibt auch Symbole für eingehender/abgehender Anruf, besetzt und GSM verfügbar/nicht verfügbar. Eingehender Anruf ist wohl nur bei unterdrückter Rufnummer des Anrufers zu sehen. Besetzt wurde nicht erkannt, was aber sicher an meinem MDA liegt.
Gerade laufende Musik wird nicht immer bei eingehendem Anruf angehalten und manchmal ertönte in dieser Situation auch kein Rufton. Das Verhalten ist hier sehr diffizil.
Prinzipiell werden vom Headset auch Makeln und Konferenz unterstützt, wofür es auch eine Reihe von Symbolen auf dem Display gibt, aber wenn einfache Gespräche manchmal unerwartete Verhaltensweisen erzeugen, was soll es dann bei komplizierteren Vorgängen werden?

Die Ohrstecker in sich sind symmetrisch und die Kabel gleich lang, was rechts und links ohne das Lesen der Aufschrift kaum unterscheidbar macht.
Die Ohrstecker der Kopfhörer haben einen Rand aus sehr dünnem Gummi, sind recht hart und drücken demzufolge. Dieser Gummirand löste sich bei einem Ohrstecker schon nach kurzer Benutzung, konnte aber wieder in der Haltenut befestigt werden. Ein Schaumgummipolster wie beim HS-12W wurde nicht mitgeliefert.
Das Kopfhörerkabel ist recht kurz und hat genau die optimale Länge, um das Headset mit dem Nackenband zu tragen. Für ein Tragen in der Hemdtasche oder Aufliegen auf dem Schreibtisch ist es zu kurz. Mir hätten fünf bis zehn Zentimeter mehr besser gefallen.
Ein Vorteil gegenüber dem Nokia HS-12W ist, dass beim HHB-750 ein gleichgeschalteter Kopfhörer an den vierpoligen Miniklinkenstecker angeschlossen werden kann.

Beim Speicher zum "Merken" der bereits gepairten Geräte hat man etwas gespart. Das Headset speichert nur die Daten zweier mobiler Endgeräte. Beim dritten wird das erste überschrieben.

6. Stromversorgung

Die Art der Stromversorgung ist Geschmackssache. Ein eingebauter Litium-Ionen-Akku spart Batterie-Kosten, ist aber teuerer und kann nicht einfach gewechselt werden. Standardbatterien sparen dem Hersteller Kosten, die dann der Anwender hat, und ermöglichen schnell die verbrauchte Spannungsquelle zu wechseln. Bei der Verwendung von RAM-Zellen (rechargable alcali mangan) hat man zumindest die Möglichkeit des Wiederaufladens, bräuchte aber ein zusätzliches Akkuladegerät.
Der Betrieb mit einem 1,2 Volt Akku mit einer Kapazität von mindestens 600 mAh ist möglich.
Die Gesprächs-/Spielzeit laut Hersteller beträgt acht und die Standby-Zeit bis zu 450 Stunden, was ganz ordentlich ist. In der Praxis lassen sich solche Angabe schwer nachprüfen.
Theoretisch müsste das Headset, wenn es eingeschaltet herumlag, nach knapp drei Wochen immer noch funktionieren.


7. Handbuch

Das Handbuch ist ein gut DIN A6 großes Heftchen mit 104 Seiten, das in neun Sprachen schwarz/weiß gedruckt ist. In deutscher Sprache umfasst es zehn Seiten. An einen Sprachindex hat man nicht gedacht.
Anhand einer größeren Grafik werden den einzelnen Bedienelementen Symbole zugeordnet, auf die bei der Beschreibung der einzelnen Funktionen zurückgegriffen wird.
Obwohl als Kapitelüberschrift vorhanden ist der Lieferumfang nicht gelistet.
Die einzelnen Funktionen des Headsets werden erklärt. Bei verschiedenen Endgeräten macht man sich nicht die Mühe darauf einzugehen, sondern verweist auf das Handbuch des betreffenden Gerätes. Das erhöht zumindest die Übersicht, lässt einen aber bei einem Problemfall, den ich nicht hatte, im Regen stehen.


8. Der Hersteller

Nach dem Verschenken seiner Mobiltelefonsparte einschließlich aller zugehörigen Patente durch Siemens an den ostasiatischen Hersteller BenQ laufen derzeit alle Geräte noch unter dem Namen BenQ-Siemens. Da Siemens nur noch dem Namen nach dazugehört, zeichnet BenQ eigentlich allein für die entsprechende Qualität der Produkte.
BenQ zählt in meinen Augen nicht zu den absoluten Billigproduzenten, aber auch nicht zu den Top-Marken. Genau diesen Eindruck erweckt auch das Headset.
Auf der WEB-Seite lässt sich das Headset nach dem Einstieg über benq-siemens.com in der Rubrik Zubehör/Freisprechen finden. Die eigentliche Beschreibung ist etwas dürftig. Aber als Service wird das Handbuch im PDF-Format zum Download angeboten, das auch die technischen Daten enthält.


9. Zusammenfassung und Allgemeines

Legt man nicht den absoluten Schwerpunkt auf das Telefonieren ohne das Telefon in der Hand zu haben und eine Top-Wiedergabequalität, dann ist das HHB-750 ein ganz geeignetes Headset zum Musikhören und gelegentlichen Telefonieren.
In der subjektiven Klangqualität liegt es im Mittelfeld, genauso wie bei der Empfangsreichweite und der Einfachheit des Wiederverbindens.
Als einziges von mir getestetes Headset hat es eine AAA-Batterie anstelle eines Lithium-Ionen-Akkus.
Gegen das Nokia HS-12W kann es außer bei der Empfangsreichweite nicht mithalten, ist aber insgesamt besser als alle anderen von mir getesteten Geräte. Da auch der Preis mit Abstrichen wegen des Lieferumfangs stimmt, spreche ich meine Empfehlung aus.


© 2006 by froes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
esp1

esp1

27.12.2007 17:12

interessanter bericht. lg

Steinbock20

Steinbock20

25.10.2007 13:33

ich finde deinen Bericht gut strukturiert und verständlich geschrieben

rubio2000

rubio2000

30.05.2007 01:04

Klasse Bericht *BE-HI* LG Marita

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