Der Clou der Siemensmühle - für "Schlammkaffee"-Liebhaber
09.02.2011 (05.12.2011)
Pro:
sehr gutes Mahlergebnis für Schlammkaffeeliebhaber
Kontra:
eigentlich nix, aber eine mitgelieferte kleine Reinigungsbürste wäre angenehm
Empfehlenswert:
Ja
 homgg
Über sich:
Mitglied seit:11.12.2009
Erfahrungsberichte:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 4 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Nachdem nun meine vor mehr als einem Jahr gekaufte und täglich mindestens zweimal und gelegentlich auch härter eingesetzte Siemensmühle immer noch und zunehmend besser meine Wünsche an das Mahlgut erfüllt, will ich sie dieses Jahre an einige Freunde verschenken, die bei mir zum in der Tasse aufgebrühten „türkischen“ – oder „Schlammkaffee“ konvertiert sind, es mit ihrer eigenen und zum Teil aufwendigeren Gerätschaft aber nicht oder nur schlecht hin bekommen. Deshalb habe ich auch nochmal in meinen Kurzbericht von Anfang Februar geschaut und beschlossen, diesen noch etwas zu verdeutlichen. Die Blickrichtung soll beibehalten werden - sie entspricht eher der eines Users denn Schreibers, welcher letztere – wie man bei ciao sehen kann – nicht selten seinem Drang nach Vollständigkeit erliegt und mich als User mit dem x-ten Abdruck von Infos z.B. technischer Datenblätter und anderer Herstellerinfos traktiert, die zumindest ich schon längst gesehen habe, bevor ich mich zu ciao begeben habe. An Bewertungen interessieren mich die kurz und knackig auf den Punkt gebrachten Positiv-/Negativ-Gebrauchsseiten u. Qualitäten/Mängel eines Produkts, für das ich mich interessieren könnte. Meinem Kaffeegeschmack entsprechend benötige ich ein Mahlgut, das gleichmäßig feiner sein muss als bei allen anderen Arten der Kaffeezubereitung. Der Kaffeefilter, auch die Espressomaschine und selbst die Bistrokanne, zu der ich gelegentlich greife, wenn mehr als 4 Leute am Tisch sitzen, filtern gröberes Mahlgut und Partikel einfach weg. In der Tasse aber muss das allein die Schwerkraft besorgen und nach zwei-/ dreimaligem Umrühren sich der Kaffee auf dem Tassenboden absetzen.Ist das Mahlgut zu grob oder enthält es leicht größere Partikel, bleiben die an der Oberfläche und statt genüsslichem Kaffetrinken ist lästiges Fischen oder Kaffekauen angesagt. Deshalb taugen die meisten der aufwendigeren Mühlen zumindest im unteren und mittleren Preissegment nach meiner Erfahrung für diesen Kaffee auch dann nicht, wenn sie ein Mahlwerk statt Schlagwerk haben und man mit ihnen einen hervorragenden Espresso zubereiten kann. Schlimmer sieht‘s in der Regel noch bei den simpleren Allzweck-Mühlen mit Schlagwerken aus, weil das schnell rotierende Messer ab einem bestimmten Körnungsgrad das auf dem Boden der Mühle liegende Mahlgut nicht mehr erfasst und deshalb zu grob und/oder ungleichmäßig ausfällt. Zu diesem Typ Mühle gehört an sich ja im Prinzip auch die von Siemens. Im Unterschied zu allen, die ich kenne bzw. angeschaut habe, behilft sich die Siemens aber mit dem ebenso einfachen wie genialen Konstruktionstrick eines abgeschrägten Bodens und im gleichen Winkel angeordneter Schlagmesser, die für ein gleichmäßiges und – je nach Dauer des Mahlvorgangs – extrem feines Mahlgut sorgen.
Unsere Mühle ist bisher in punkto Ergebnis immer besser geworden, sie kommt schneller zum Ziel eines gleichmäßig feinen Kaffeepulvers. Vermutlich, so denke ich, liegt das an der abnehmenden Schärfe der Messer, die die Bohne nunmehr zertrümmern statt zerschneiden. Dabei habe ich bisher nicht den Eindruck, dass der Motor stärker belastet würde. Nicht auszuschließen ist freilich, dass sich diese erfreulich-ungewohnte Entwicklung eines Tages herumdrehen könnte. Die Messer gleich von vorneherein abzustumpfen, könnte deshalb doch eine weniger gute Idee sein, die Gesamtlaufzeit der Mühle könnte sich unnötig verkürzen. Abschließend noch 2 kleine Beobachtungen: Ein bisschen Kaffeepulver kommt bei dessen Transport in die Tasse immer auf die Arbeitsfläche und ist vermutlich bei diesem Typ Mühle auch nicht zu vermeiden. Eine angenehme Erleichterung wäre, wenn ein kleiner Messlöffel und vor allem eine kleine Stilbürste zum Reinigen mitgeliefert würden; je feiner das Kaffeepulver, desto hartnäckiger bleibt es an den Gehäuserändern und im Deckel kleben. Und schließlich: das Gehäuse ist ziemlich dünnwandig und nicht so robust, dass man mangels geeigneter Hilfsmittel versuchen könnte, den Kaffee durch Aufklopfen des Gehäuses auf den Tassenrand herauszubekommen – es klappt eh nicht und der Sprung im Gehäuse folgt so sicher wie das Amen in der Kirche – da hilft dann nur noch ein Klebeband oder halt eine neue Mühle.
P.S.: Das derzeit preisgünstigte Angebot habe ich heute bei emarkt24.com für 26,45 incl. Versand gefunden. i
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09.02.2011 19:41
Für mich leider nicht mehr als hilfreich. GLG
09.02.2011 19:20
Mensch Tommy..., das war doch hier nicht der point of matter! Oder meinst Du wirklich, dass hier die Debatte zwischen Schlagwerkusern und Mahlwerkanhängern repliziert hätte weerden müssen?
09.02.2011 19:09
Zertrümmern oder Zerschneiden der Bohnen verschlechtert das Aroma enorm - besser sind Mühlen mit Kegelmahlwerk! ;o) LG Thomas