Fehlt nur noch der Drehzahlmesser
12.05.2005
Pro:
Schickes Design, viele Funktionen, einfache Montage
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Häufigkeit der Nutzung
mehr
 SchroederX
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:150
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 43 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mein mindestens 10 Jahre altes Fahrrad ist mir schon lange zu klein, also musste endlich ein neues her. Mit meinem alten Fahrrad habe ich auch schon zwei verschiedene Sigma-Fahrradcomputer benutzt, von denen mir einer vom Auto überfahren wurde und mir der andere geklaut wurde. Nichts desto trotz gefielen mir die Sigma-BCs immer ganz gut und hielten auch eine Menge aus (von einer S-Klasse überrollt zu werden ist sicherlich keine Anforderung, der ein Fahrradcomputer gewachsen sein muss). Also habe ich mich umgesehen, welche Computer momentan aktuell sind und welche es gibt. Zuerst gefielen mir die von Trelock ziemlich gut mit der zusätzlichen analogen Anzeige, allerdings hätte ich mir diesen dann für teures Geld im Versandhandel bestellen müssen. Also griff ich wieder zu einem Sigma-Modell, diesmal wiederum ein noch größeres, als ich bisher kannte (bisher habe ich nur BC400 und BC800 benutzt). Allerdings gefiel mir der BC1200 der aktuellen Modellreihe um einiges besser als die kleineren Modelle, passte besser auf mein neues Fahrrad, und er hat auch einige Funktionen, die ich interessant finde. So gab ich der freundlich lächelnden Verkäuferin, die mir Sigma als Marktführer angepriesen hat, 20,95€ - der auch von Sigma selbst empfohlene Verkaufspreis. Auf eine Funkverbindung legte ich keinen Wert, das wäre nur noch eine Batterie gewesen, die ich irgendwann hätte austauschen müssen und ein nicht gerade schicker Empfänger.
Wieder zu Hause angekommen öffnete ich die durchsichtige Plastikbox und mir strömten alle wichtigen Teile in einer Tüte entgegen - die gleichen, wie sie in allen anderen und auch den älteren Modellen verwendet werden, die sich zumeist nur durchs Design unterscheiden. Der Magnet zur Geschwindigkeitsmessung wird nur auf eine Speiche geklipts, der Sensor wird mit einem der drei Gummibänder an der Vordergabel befestigt, für den Sockel des Computers gibt es zwei Gummis in verschiedenen Größen.
Der Sockel kann nun auch an der Halterung für die Lenkstange (auch Vorbau genannt) befestigt werden, denn die Wölbung auf der Unterseite lässt sich durch Lösen von 4 Schrauben einfach um 90° drehen. Für noch besseren Halt gibt's hier auch noch ein dickes, doppelseitiges Klebeband (was sich bei Umbauten leider nur schwer entfernen lässt). Das Kabel ist ausreichend dimensioniert und wird am besten (so steht es in der Bedienungsanleitung) um das Bremskabel für die vordere Bremse gewickelt. Bei der Montage hatte ich das Bedenken, dass eines der Gummis reißen könnte, weil diese doch ziemlich stark gedehnt werden. Aber anscheinend sind diese stabiler, als sie aussehen.
Inzwischen werden die Sigma-BCs nicht mehr von unten oder oben auf den Sockel geschoben, sondern es gibt ein neues Verriegelungssystem, welches sich TwistLockSystem (TLS) schimpft und dafür sorgt, dass der BC1200 mit nur einer viertel Drehung sicher auf den Sockel geschraubt wird. Das spart auch den Verriegelungshebel. Bevor man nun loslegen kann sollte man noch die Uhrzeit einstellen und vor allem die Radgröße. Dazu hat es Sigma-Sport endlich geschafft, für die gängisten Radgrößen eine Tabelle in die Bedienungsanleitung zu drucken, so dass man in den Meisten fällen nur die Angaben auf dem Mantel ablesen muss und den entsprechenden Umfang in den Computer eingeben kann. Alternativ wird natürlich auch beschrieben, wie man das für weniger verbreitete Radgrößen hinbekommt.
Überhaupt ist die Bedienungsanleitung sehr übersichtlich, so dass man keine Probleme mit dem BC1200, der Montage, den Einstellungen und den alltäglichen Funktionen bekommen sollte. An Funktionen mangelt es dem BC1200 nicht:
Neben der (fast) selbsterklärenden Textzeile im Matrixdisplay zeigt der BC1200 ständig die aktuelle Geschwindigkeit an und eine weitere Zeile zeigt den Wert der aktuellen Funktion an. Die Fahrzeit wird automatisch gestartet und gestoppt. Neben den Grundfunktionen Geschwindigkeit, Tagesstrecke, Gesamtzeit, Fahrzeit und Uhrzeit, die auch der BC500 schon kann, bietet der 1200er zusätzlich die Messung der Höchstgeschwindigkeit, die Möglichkeit, die Sprache einzustellen, die Messung der Durchschnittsgeschwindigkeit und eine ständige Anzeige im Display, ob man momentan schneller oder langsamer als die Durchschnittsgeschwindigkeit fährt. Darüberhinaus kann dieser BC (ich kann nicht ganz eindeutig herausfinden, ob die kleineren BCs das auch haben) per Knopfdruck (OK, es sind drei Knopfdrücke) zwischen Hin- und Rückfahrt unterscheiden. So kann man z.B. überprüfen, ob man auf Hin- oder Rückweg eine längere Strecke zurückgelegt hat oder einen Umweg gefahren ist.
Außerdem lässt sich der BC1200 für zwei verschiedene Radgrößen (oder auch zwei verschiedene Fahrräder, sofern man noch ein Set aus Sensor, Magnet und Sockel hat) einstellen. Diese Funktion benutze ich garnicht. Das kann man z.B.dafür nutzen, wenn man den BC1200 für seine Inline-Skates benutzen will (dafür ist spezielles Zubehör notwendig). Ebenso kann man für den BC1200 die Funkverbindung zum Sensor nachrüsten. Auch die Bedienung ist kinderleicht. Mit der Taste auf der Unterseite schaltet man sich durch die Funktionen, die obere Taste ist zum Resetten der Messungen da. Auf der Unterseite sind kleinere Knöpfe, die mit einem spitzen Gegenstand gedrückt werden müssen, z.B. mit einem Kugelschreiber. Der eine Knopf dient für die o.g. ersten Einstellungen, der andere wählt zwischen den beiden möglichen Radgrößen aus.
Die Verarbeitung ist sehr robust. Das anthrazitfarbene Gehäuse ist relativ kratzfest (irgendwo ist natürlich die Grenze), die Bedienknöpfe sind gut zu erreichen und haben einen vernünftigen Druckpunkt (nicht so wie mein alter BC800, bei dem alle Knöpfe noch in Gummi verpackt waren). Allerdings ist das Diplay nicht im Gehäuse versenkt, so dass die Plastikscheibe relativ schnell zerkratzen dürfte, solange man nicht auf dem Computer acht gibt und er in vollen Taschen umherrutscht. Wird der BC1200 gerade nicht gebraucht, zeigt er die Uhrzeit an und in der Textzeile ganz selbstsicher "BC 1200". Die Stromversorgung übernimmt eine 3V-Knopfzelle (CR2032). Zur Laufzeit der Batterie kann ich zwar noch nichts sagen, aber erfahrungsgemäß sollte diese nicht wesentlich kürzer sein, als bei den älteren Modellen, und bei denen habe ich etwa alle anderthalb Jahre die Batterie wechseln müssen.
Die Funktionen, die der BC1600 bietet, das sind Teilstreckenzähler und Messung der Trittfrequenz, sind für mich unwichtig und hätten zu zusätzlich erforderlichen 8€ geführt. Allerdings ließe sich bei dem Modell auch die Gesamtstrecke der beiden Fahrräder zusammen berechnen. Wer's braucht... ...ich nicht. Ich bin mit dem neuen BC1200 vollauf zufrieden.
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27.05.2005 11:31
ICh stand vor der Überlegung mir den BC1200 oder den BC1600 zu kaufen. Nur wusste ich nicht welche funktionen der BC1600 mehr besitzt. Aber vor allem wollte ich wissen wie der BC1200 anderen Benutzern gefallen hat. WErde mir nachher den BC1200 im Fahrrad geschäft kaufen und anbauen. meidon
23.05.2005 11:39
Sehr hilfreicher Bericht für mich. Ich suche zur Zeit einen guten Fahrradcomputer, so dass Dein Bericht genau meinen Nerv getroffen hat. Ich konnte mir ein gutes Bild von dem Gerät machen. Viele Grüße aus München, Uwe
17.05.2005 09:21
das brauch mein fahrrad jetzt auch!