Sigma EX - Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 12 mm - 24 mm - f/4.5-5.6 DG HSM - Nikon F

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Sigma EX - Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 12 mm - 24 mm - f/4.5-5.6 DG HSM - Nikon F

Der Digitalfotograf kennt das Problem: Aufgrund der kleineren Sensorgröße wird das angesetzte Objektiv um den Verlängerungsfaktor des jeweiligen Syste...

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Erfahrungsbericht über "Sigma EX - Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 12 mm - 24 mm - f/4.5-5.6 DG HSM - Nikon F"

veröffentlicht 05.09.2008 | Moti2
Mitglied seit : 01.09.2008
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Vertrauende : 0
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Ausgezeichnet
Pro Optische Leistung, Handlichkeit, Preis
Kontra Variable Lichtstärke, Zoomring etwas schwergängig
sehr hilfreich
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"Ein Ultrazoom in Augenhöhe mit Nikon's 14-24"

Nikon D700 mit Sigma 12-24  auf 12mm. 1/640 bei Blende 13
Korrektur: -0.3 Matrix

Nikon D700 mit Sigma 12-24 auf 12mm. 1/640 bei Blende 13 Korrektur: -0.3 Matrix

Warum gerade das SIGMA 12-24 ?

Als ich meine brave Nikon D200 verkaufte und mir mit der D700er eine "Vollformat" (FX-Format) Kamera zulegte, war bei den Objektiven auch der Weitwinkelbereich neu zu beurteilen, den ich bislang mit einem Tokina Fischauge 10-17 und einem Tokina 12-24 abgedeckt hatte. Diese beiden DX- Objektive wären zwar mit Einschränkungen weiterhin einsetzbar gewesen, aber doch nur als Notlösung. Als vollwertiger Ersatz bot sich natürlich zuerst einmal die neue Spitzen-Nikon-Profilinse 14-24 an, die eine konstante Lichtstärke von 2,8 aufweist und in allen Brennweiten- und Blendenbereichen sehr gute bis ausgezeichnete Leistungen liefert. Nachteile ? Sie ist einen satten Kilogramm schwer und der Preis von ca. € 1500.- für ein Spezialobjektiv schlägt sich sowohl schwer auf der Schulter, als auch auf die Geldbörse. Darüber hinaus verträgt es keinerlei Filter. Alternativen ? Außer dem Sigma gibt es nichts auch annähernd Vergleichbares. Nach einem ausführlichen Test mit einem Exemplar meines freundlichen Fotohändlers und der Auswertung der Bilddausbeute am PC war mein Entschluss gefasst und das Sigma 12-24 in meine Objektivsammlung eingereiht.

Ausstattung, Handhabung

Das in Japan hergestellte Objektiv macht optisch einen wertigen Eindruck, wenn auch das typische, seidenartige EX-Finish der SIGMA's nicht jedermanns Sache ist, weil es nicht nur leichter verschmutzt (Fett), sondern -wie bei meinem Sigma 30mm/1.4- auch recht rasch an den Kanten abwetzt. Allerdings sind solche Kanten beim 12-24 durch Gummiauflagen besser geschützt. Der Distanzring ist eine Spur zu leichtgängig, dafür ist der Kraftaufwand bei der Brennweitenverstellung etwas zu hoch, was sich allerdings durch häufigen Gebrauch schon etwas gebessert hat. Auf jeden Fall lässt sich dabei nachvollziehen, dass es hier 16 Elemente mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewegen gilt. Das Nikonobjektiv mit seinen seidenweich laufenden Ringen hat hier die Nase zumindest ein kleines Stück vorne. Dafür kann das Sigma beim niedrigen Gewicht (600g) gegenüber dem Kilobrocken Nikon Pluspunkte sammeln. Weitere Pluspunkte gibt es bei der Brennweite, wobei niemand sagen soll, dass 2 mm im Ultraweitwinkelbereich keine Rolle spielen. Die größere Länge (+3cm ) und größere Breite der Nikonlinse macht sich in der Fototasche ebenfalls negativ bemerkbar, wodurch das Sigma in Summe deutlich handlicher wirkt. Wer viel mit Filtern arbeitet wird auch eher vom Sigma angetan sein, da es sowohl im Bajonettbereich über eine Filteraufnahmemöglichkeit (Gelatinefilter) verfügt, als auch im Frontbereich ein mitgelieferter Filteradapter (82mm) angebracht werden kann, der den Filtereinsatz zumindest im Brennweitenbereich von 14 bis 24 mm ohne Vignettierung (Eckenabdunklung) ermöglicht.
Umstellen von Autofokus- auf manuellen Betrieb ? Die Nikonausführung verfügt über keinen diesbezüglichen Schalter, wie bei den modernen, wertigen Nikonlinsen übersteuert man den Autofokus durch das Drehen des Distanzringes. Übrigens verdreht sich dabei die Frontlinse aufgrund der Innenfokussierung nicht, was jedoch angesichts des von der Linsenbewegung unabhängigen Adapterringes keine Rolle spielen würde. Auffallend noch die halbkugelförmige Frontlinse, die aber durch die fixe Sonnenblende recht gut geschützt ist. Vorteilhaft auch der leise und schnelle Ultraschallmotor, der in seiner Leistung den Motoren von Nikon ebenbürtig ist und den Einsatzbereich der Linse auf die Kamerareihe D40, D40x, und D60 erweitert.

Optische Leistungen

Wer immer das Sigma kritisiert, der sollte bedenken, dass es als "Vollformat" -Linse in seinem Brennweitenbereich keinen Konkurrenten hat, eine technische Leistung, die von der EISA 2004/5 mit einem "Best Lens Award" auch gewürdigt wurde. Ein Vergleich mit DX-Objektiven wie dem Tokina 12-24 an DX-Kameras ist nicht fair. Auf einer D200 oder D300 bleibt das leichtere und schärfere Tokina allemal die bessere Wahl. (Color Foto : 75,5 gegenüber 64,5 Punkte) Es bringt allerdings auch "nur" ehrliche 18mm über die Rampe, während das Sigma im FX-Format echte 12mm rüber bringt und mit 82 Color-Foto-Punkten sogar die Profioptik Nikon 17-35 (81,5 Punkte) überrundet.

Vignettierung (Randabschattung)

Voll aufgeblendet sind bei Brennweite 12mm die Ecken etwas abgedunkelt, was jedoch im Praxisbetrieb nur selten eine Rolle spielt, da dieser keineswegs dominante Effekt beim Abblenden rasch verschwindet und bei längeren Brennweiten gar nicht erst auftritt.

Randverzerrungen

Bei Ultraweitwinkelobjektiven waren solche Randverzerrungen bislang eher der Regelfall. Wie die folgenden Bilder zeigen werden, hat Sigma dieses Problem erstaunlich gut in den Griff bekommen. Die Linien bleiben bis in die Ecken gerade, eine Eigenschaft, die auch in Testberichten mehrfach als außergewöhnlich hervorgehoben wird.

Stürzende Linien

Sie sind bei diesem Brennweitenbereich immer ein Problem, dürfen allerdings nicht mit Verzerrungen verwechselt und dem Objektiv angelastet werden. Sie sind nur mit Shift-Objektiven exakt in den Griff zu bekommen. Viel hilft jedoch eine exakt waagrechte Kamerahaltung und -im Notfall- Photoshop

Auflösung /Schärfe

Wenn sich auch das Sigma in diesem Bereich von der Nikon-Linse auf Platz zwei verweisen lassen muss, so zeigt es dennoch bei allen Einstellungen und in allen Bildbereichen eine zumindest sehr gute Auflösung, was -wie ich hoffe- meinen Bildern ebenfalls entnommen werden kann

Chromatische Abweichungen (Farbschatten)

Die von verschiedenen Testern beanstandeten starken Farbschatten konnte ich schlichtweg nicht orten, auch nicht wenn ich die Sonne direkt ins Bild einbezog.

Die Sonne und das Sigma

Die wohl größte Überraschung bereitete mir das Sigma bei Aufnahmen direkt in die Sonne. Wo bei anderen Objektiven bunte Artefakte und Überstrahlungen die Regel sind, so tat sich -mit geringfügigen Ausnahmen - beim Sigma nichts !

Zusammenfassung

Ohne Zweifel wird -was den Ultraweitwinkelbereich betrifft- die Masse der Profis eher zum Nikon 14-24 greifen, das auch mit Festbrennweiten mithalten kann. Es lockt die höhere Lichtstärke, die seidenweiche Bedienung, die robuste Ausführung und die geringere Gefahr an ein schlechtes Exemplar zu geraten. Der Amateur, der seine Kamera nicht vorwiegend stationär (Studio, Hochzeiten, Veranstaltungen) einsetzt, sondern oft im Gelände unterwegs ist, der ist sicherlich mit dem Sigma besser beraten. Es ist leichter, handlicher, durch Filtereinsatzmöglichkeiten flexibler und bietet noch dazu 2mm mehr Brennweite als das Nikon, das lediglich in der Auflösung etwas bessere Werte abliefert. Für viele entscheidend mag auch der weit günstigere Preis sein, der mit € 650.- deutlich unter der Hälfte jenes des Nikon-Pendant liegt. Wiederverkaufswert ? Natürlich bekommt man für gebrauchte Originalobjektive mehr Geld, doch gemessen am Anschaffungspreis ist der zahlenmäßige Verlust bei einer billigere Optik selten größer.
Mein Rat: Zugreifen ! Es lassen sich Bilder realisieren, die mit keinem anderen Objektiv zu diesem Preis möglich sind. Man sollte sich aber in diesem Fall eher an den guten Fachhandel halten, wo man das gute Stück vorher testen und notfalls wieder problemlos retournieren kann. Auch wenn ich es selbst noch nicht erlebt habe, so soll doch die qualitative Serienstreuung bei den Sigmas höher sein als bei Nikon- Objektiven.
Bilder werden nachgereicht, wann mir dies möglich ist.

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Produktdaten : Sigma EX - Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 12 mm - 24 mm - f/4.5-5.6 DG HSM - Nikon F

Produktbeschreibung des Herstellers

Der Digitalfotograf kennt das Problem: Aufgrund der kleineren Sensorgröße wird das angesetzte Objektiv um den Verlängerungsfaktor des jeweiligen Systems in seiner Bildwirkung angehoben. Selbst gute Weitwinkel mutieren hierdurch allenfalls zum Standardobjektiv. Damit ist jetzt Schluss! Mit dem 12-24mm bleibt auch mit der Brennweitenverlängerung ein ordentliches Weitwinkel übrig, was Ihnen in Innenräumen oder in der Landschaftsfotografie den nötigen Spielraum verschafft. Der Analogfotograf -es gibt ihn noch- hat sogar den vollen Bildwinkel von 122° zur Verfügung. Die bei Superweitwinkelobjektiven häufig auftretenden Farbfehler werden durch die vier SLD Glaselemente (speziell niedrige Farbzerstreuung) effektiv korrigiert. Für die Beseitigung der restlichen Abbildungsfehler und der Verzeichnung sind zwei blankgepresste Glaslinsen sowie eine Hybridlinse verantwortlich. Durch den Einsatz hochmoderner Fertigungstechnologien konnten die SIGMA Konstrukteure neben der hervorragenden Abbildungsleistung auch äußerst kompakte Abmessungen verwirklichen; die Objektivlänge beträgt ganze 100mm bei einem maximalen Durchmesser von 87mm. Die Innenfokussierung sorgt für die konstante Baulänge während des Scharfstellens und verhindert das Rotieren der Frontlinse. Dadurch ist der Einsatz der speziellen, tulpenförmigen Gegenlichtblende möglich, die, fest eingebaut, Streulicht wirksam abhält. Die Modelle, die anschlussabhängig mit der HSM Technologie ausgestattet sind, bieten jederzeit die Möglichkeit, manuell in die Scharfeinstellung einzugreifen. Der Mindestabstand beträgt bei allen Brennweiten nur 28cm, gemessen ab der Filmebene.

Haupteigenschaften

Produktbeschreibung: Sigma EX Weitwinkel-Zoom-Objektiv - 12 mm - 24 mm

Objektivsystem: Weitwinkel-Zoom-Objektiv

Für: SLR, 35 mm, Digital-SRL

Befestigungstyp: Nikon F

Blendenöffnung: F/4.5-5.6

Brennweite: 12 mm - 24 mm

Optisches Zoom: 2 x

Min. Fokussierungsabstand: 28 cm

Fokuseinstellung: Automatisch, manuell

Objektivbau: 12 Gruppen / 16 Elemente

Besondere Funktionen: Weitwinkel, Zoom

Länge: 10 cm

Gewicht: 615 g

Hersteller: Sigma

Befestigungssystem für die Objektive / Befestigungstyp: Nikon D

Objektivsystem / Max. Brennweite: 24

Objektivsystem / Min Brennweite: 12

Objektivsystem / Blendenöffnung: F/4.5-5.6

Objektivsystem / Typ: Weitwinkel-Zoom-Objektiv

Long Name: 12-24mm F4.5-5.6 EX DG Aspherical HSM - Nikon D-type

Allgemein

MPN: 200955, 200-306

Länge: 10 cm

Durchmesser: 8.7 cm

Gewicht: 615 g

Objektivsystem

Typ: Weitwinkel-Zoom-Objektiv

Besondere Funktionen: Weitwinkel, Zoom

Für: SLR, 35 mm, Digital-SRL

Brennweite: 12 mm - 24 mm

Blendenöffnung: F/4.5-5.6

Optisches Zoom: 2 x

Vergrößerung: 1 / 7.1

Min. Fokussierungsabstand: 28 cm

Fokuseinstellung: Automatisch, manuell

Zoom-Einstellung: Manuell

Max. Sichtwinkel: 122 Grad

Min. Betrachtungswinkel: 84.1 Grad

Objektivbau: 12 Gruppen / 16 Elemente

Blendenlamellen: 6

Befestigungstyp: Nikon F

Merkmale: Internes Fokussystem, handbedienter Focus, eingebaute Objektivkappe, LD-Glas, Hyper Sonic Motor (HSM), Filtereinbau hinten, Aspherisches Objektiv

Verschiedenes

Zubehör im Lieferumfang: Staubhaube, Objektivdeckel

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 23/06/2004