Fotomagazintest: Sigma SD9 Test SET
15.09.2003 (16.09.2003)
Pro:
sehr gute Bildqualität und Verarbeitung, einzigartige Bildsensortechnik
Kontra:
sehr schwer, schlechter AF, zu teuer und dafür geringer Funktionsumfang
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 mabihome
Über sich:
Mitglied seit:15.12.2002
Erfahrungsberichte:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Auszug Bericht zur Sigma SD) Fotomagazin: Sehr geehrte Damen und Herren,
zuerst möchte ich mich bei Ihnen für die Möglichkeit bedanken die Sigma SD 9 kennen zu lernen. Für mich die erste Gelegenheit eine Digitale Spiegelreflexkamera zu testen. Bis dato besitze ich eine Canon EOS 300 und war gespannt wie sich eine DSLR Kamera im Alltag verhält. Die SD9 besitzt als einzige Kamera den Foveon X3 Bildsensor welcher drei unterschiedliche Pixelebenen mit je 3,5 Megapixel hat und in jeder Schicht eine RGB Farbe erfasst. Das ergebe rechnerisch ein 10 Megapixelsensor. Effektive nimmt die Kamera Bilder mit bis zu 2.268 x 1.512 Pixel auf (3,5 Megapixel). Das Set, das ich mir bei Saturn am Alexanderplatz (Berlin) auslieh, umfasste neben einem großen und schweren Aluminiumkoffer drei Objektive, ein Blitzlichtgerät sowie alle notwendigen Kabel und Software. Das Akkupack konnte ich allerdings nicht verwenden da es leer zurückgegeben wurde. Ich konnte aber meine eigenen Akkus einsetzten.
Meine Frau und ich hatten uns vorgenommen die Kamera ausführlich zu testen. Wir fuhren auf den nahe gelegenen Berliner Fernsehturm um uns Berlin von oben anzuschauen. Dies war eine gute Gelegenheit mit dem 100-300 mm Objektive Berlin nahe ranzuholen. Allerdings ist das 100-300 ein sehr schweres O. Ruhige Aufnahmen aus der Hand sind unmöglich. So musste ich das O. abstützen und dabei die Funktionstasten der Kamera bedienen. Eine kleine Anmerkung nebenbei. Ich betrat den Fernsehturm trotz mehrerer Hinweise auf nicht gestattete Koffer und große Tasche unbehelligt. Sowohl an der Kasse als auch am Aufzug und bei Empfang am Telekaffee interessierte sich keiner für meinen riesigen Aluminiumkoffer.
Sigma 100-300 mm Das O. ist äußerst schwer (1,5 kg) für ein 100-300 mm mit durchgehenden Lichtstärke 4. Ich hatte bereits Gelegenheit ein Canon zu verwenden welches leichter war. Das Sigma ist sehr gut verarbeitet. Die Zoom- und Fokussier-Ringe sind sehr gut zu bedienen und das ganze O. ist aus einem Grifffesten sehr gut verarbeitetem Material. Es hat eine Stativebefestigung welche von mir leider nicht verwendet wurde. Alles in allem ein gutes wenn auch zu schweres O. das und das muss erwähnt werden sehr langsam und laut fokussiert.
Sigma EX 15-30 mm
Das 15-30 mm O. ist in Verbindung mit der SD9 ein so genanntes Normalobjektiv. Denn durch den Brennweitenverlängerungsfaktor von 1,7 ergibt sich ein etwa 28-60 mm O. Der dadurch nutzbare Brennweitenbereich ist sehr gering. Ich hätte mir ein Zoom vorgestellt das etwa von 15-60 geht (z.B. Sigma EX 20-40). Dann hätten man(n) etwa 28-90 mm gehabt. Das O. ist wie das 100-300 hervorragend verarbeitet. Alle Ringe sind gut greifbar und sehr rutschfest. Allerdings ist das O. sehr schwer, aber Aufnahmen aus der Hand sind noch möglich. Auch hier viel mir der im Vergleich zu meiner EOS 300er sehr laute und langsame Autofokus auf. Die AF Funktion habe ich teilweise nicht nutzen können. Stattdessen nutzte ich die Manuelle Fokussierung mit Hilfe des gut zu handhabenden Fokussierringes. Da die Lichtstärke von 3,5-4,5 geht, kann ich das O. nur empfehlen. Allerdings nur für alle Analog Sigma SLR Besitzer. Sigma EX 105 Macro Mein Traumobjektive.
Das möchte ich mir gerne für meine Canon kaufen. Es ist wie die anderen Beiden sehr gut verarbeitet. Leider fand sich in meinem Testset keine Beschreibung des Objektives, denn ich hätte gerne gewusst was der „Full“ Schalter am O. macht. Die Verkäufer bei Saturn konnten mir allerdings auch nicht helfen. Ich habe mit dem O. sehr schöne Makroaufnahmen gemacht. Äußerst hilfreich war dabei der Naheinstellbereich von unter 30 cm. Wie gesagt mein Traumobjektive. Mit einer Lichtstärke von 2,8 lassen sich damit wunderbare Porträt- und Stilllebenaufnahmen machen. Aber auch hier muss der langsame und laute AF erwähnt werden. Blitzgerät Sigma EF-500
Leider konnte ich es nicht ausprobieren da keinerlei Akkus oder Batterien dem Set beilagen und ich nicht aushelfen konnte. Sigma SD9
Die Sigma SD9 ist eine digitale SLR Kamera. Das Bild wird erst durch das Umklappen des Spiegels im Auslösemoment auf den Bildsensor gegeben. Deshalb kann während der Motivsuche auch nicht der TFT Monitor verwendet werden. Sie hat etwa den Funktionsumfang meiner EOS 300. Zu den Funktionen gehören: Der große hochauflösende (130.000 Pixel) TFT Monitor auf der Rückseite der Kamera. Die Abblendtaste, die allerdings im Vergleich zu meiner 300er keine eindeutige Einschätzung der Tiefenschärfe bietet. Noch zu erwähnen wäre die kurze Belichtungszeit von einer 6000 Sekunde. Das ist sehr gut. Nun zu den Dingen die mich störten. Die ISO Einstellung ist nur in drei Stufen von 100 bis 400 möglich. Der Autofokus ist sehr langsam und schlecht. Ich habe das 105er Macro an meiner EOS 300 probiert und hier arbeitet es deutlich schneller. Es muss also an der Kamera liegen. Meine Testkamera hatte bereits Staub im Prisma und zwischen Spiegel und Sucher. Zum Glück hatte dies keinerlei Auswirkungen auf die Bilder. Für mich als Canon Benutzer war der Einstellscheibe Slow-Fast etwas verwirrend. Mit diesem kann sowohl die Blende als auch die Belichtungszeit verändert werden. Die Programmautomatik P ist wie sich herausstellte nicht so gut wie bei meiner 300er. Desöfteren muss ich auf bzw. abblenden. Dies ist allerdings ja kein Problem denn man(n) sieht ja sofort sein Bild (einstellbar für die Dauer von z.B. 30 sek.) auf dem TFT Display auf der Kamerarückseite. Das allerdings nur dann eindeutig, wenn der Displayschutz entfernt wird. Eine umständliche und dann auch dank Lichteinfall nicht eindeutige Sache. Das Display ist mit 1,8 Zoll recht Groß doch mit der reflektierenden Oberfläche bei Tageslicht oft schlecht ablesbar. Gut haben mir die Funktionstasten für das Belichtungsprogramm (Intergral- Selektivmessung) die Filmempfindlichkeit (ISO 100-400) sowie das griffige Einstellkreuz auf der Kamerarückseite gefallen. Die SD9 wiegt ohne Akkus und Objektive ca. 800 g. Das geht sicherlich Aufgrund der Verarbeiteten Materialen in Ordnung erwies sich aber als sehr schwer. Zumal ja Objektive zur Verwendung kommen die auch sehr schwer waren. Die Bilder Wie bereits erwähnt habe ich auf dem Berliner Fernsehturm Bilder machen können. Im Park von Sancessouci (Potsdam) haben wir am zweiten Tag Bilder mit der Sigma gemacht. Ausgerüstet mit einem kleinerem Fotokoffer und allen Objektiven konnte ich die Sigma im Alltag testen. Wie bereits erwähnt sind die Objektive im Bezug auf die analoge Verwendung sehr gut. An der SD9 haben Sie durch die Brennweitenverlängerung an Besonderheit verloren. Trotzdem sind mir einige wunderbare Aufnahmen gelungen. Sicherlich spielt auch eine große Rolle dass die Kamera Bilder im Rohformat RAW abspeichert. Allerdings sind die Bilder am PC nur mit der Sigma eigenen Software anzuschauen und zu bearbeiten. Ein einfacher Vergleich zwischen RAW und Jpeg ist folgender. RAW Bilder sind gegenüber Jpeg wie CD zu Schallplatte. Es tut schon weh was aus den Bildern wird. Aber die Sigmasoftware (Photo Pro) lässt bei der Umwandlung genügend Spielraum nicht all zuviel Qualität einzubüßen. So wird aber aus den 8 MB großen RAW Bild (Sigma X3F Format) ein etwa 10 MB großes Jpeg.
Fazit Die DSLR Kamera Sigma SD9 ist ohne Objektive bereits für 1600 € im Handel erhältlich. Man erhält mit Ihr eine sehr gut ausgestattete SLR Kamera mit schwächen im AF Bereich und ohne eingebauten Blitz Der Brennweitenverlängerungsfaktor zwingt zum Kauf von teuren weitwinkligen Objektiven. Das 15-35 EX z.B. kostet etwa 800 €, aber man kauft ein effektives 28-70 mm welches für Analoge SLR Sigma mit Lichtstärke 2,8 etwa die hälfte kostet. An einigen Einstellpositionen wurde gespart. So hätte ich mir mehr Empfindlichkeitsstufen gewünscht. Etwa zwischen 50 und 600. Im Vergleich zur gerade erschienenden Canon EOS 300D kann sicherlich nicht zur Sigma SD9 geraten werden. Doch ist die raffinierte Technik des Foveon X3 Bildsensor schon beeindruckend. Mit den 3,5 Megapixel können sehr detailreiche und sehr scharfe Bilder gelingen. Allerdings ist jedem Käufer die Anschaffung von möglichst großen CF Speicherkarten ans Herz zu legen. Anmerkung 16.09.03 Die Sigma SD9 hat ein Sigma spezifischen Bajonettanschluss. Das an meiner Canon EOS 300 getestete 105 mm Macro hatte einen Canon Bajonettanschluss (Saturn konnte beratend helfen).
Ich musste 500 € Kaution bei Saturn hinterlegen. Das gesamte Set aus Koffer Objektiven sowie Sigma Blitz hat einen Ladenpreis von 4700 €.
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15.09.2003 20:04
Das Sigam Blitzgerät ist ganz nett hab ich auch an meiner EOS 30. Du bist ein wenig vom eigentlichen Thema abgewichen oder? Was hast du denn als Sicherheit bei der Aktion hinterlegen müssen? Was mich nur wundert, dass das 105 mm Objektiov an deiner Canon Kamera funktioniert, hatte eigentlich gedacht das Sigam ein eigenes Bajonett hat. Und was sind in der Sigma den für Akkus drinne? Gruß Heiko2001
15.09.2003 19:50
Toller Bericht! Ich fand allerdings die Abkürzungen etwas verwirrend, anfangs kamm ich mit der Geschichte des O. nicht gut zurecht. Lg, Schini
15.09.2003 18:52
Für 1600EUR? borr ey! Ich glaub, da bleib ich bei meiner zwar einfachen, aber guten Samsung für 300EUR! Trotz dessen ein sehr guter Bericht, gefäält mir gut mfg januschka