Silent Hill 4 The room angenehmster Teil der Serie
19.09.2008
Pro:
Spannende Handlung, etwas mehr Ruhe, düstere Stimmung, nciht zu lang
Kontra:
Steuerung, doppelte Level,
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 mafiusu
Über sich:
Mitglied seit:11.09.2008
Erfahrungsberichte:29
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Fans von Horrorspielen kennen die Spielreihe Silent Hill. Für manche die beste Horrorserie, für manche nicht. Ich persönlich bevorzuge Resident Evil, aber die depressiv gruselige Stimmung in Silent Hill hat ihren ganz eigenen Charme und Charakter. Der 4. Teil der Reihe wird von den meisten als das schwächste betrachtet, was Story, Atmosphäre, Steuerung und und und angeht. Also habe ich es nachgeholt, noch einmal Silent Hill 2 und 3 zu zocken, um direkt zu vergleichen.
Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich hier wirklich um Geschmackssache handeln muss, denn der 4. Teil, Silent Hill 4 The Room, war mich persönlich der beste der Serie. Teil 1 bis 3 gleichen sich zu sehr, in Teil 4 wird hingegen das klassische Muster gebrochen. Da heisst es nicht mehr nur durch dunkle Wege und Räume zu hetzen, sondern auch mal in Ruhe kleinste Veränderungen in der eigenen (virtuellen) Wohnung im Spiel zu beobachten. Dabei ist das Game sehr zurückhaltend mit zu viel Action und plumper Ballerei. Ich erkläre mal kurz den Inhalt des Spiels:
Man schlüpft in die Rolle eines langweiligen Singles Namens Henry. Dieser hat sich wohl ein Apartment gemietet, um dort seine Ruhe zuhaben. Was er beruflich macht weiß ich nicht, (wahrscheinlich arbeitslos und Hartz 4 Empfänger;-) So startet man in der Ego Perspektive in dieser kleinen Wohnung, wo er aus einem Traum erwacht. Plötzlich muss man feststellen, dass die Wohnungstüt mit Ketten verriegelt ist, von Innen, und man weiss nicht, was das soll. Man kann durch den Türspion glotzen, oder aus dem Fenster, wo das Leben anscheinend seinen normalen Gang geht.
Doch in einer Wand befindet sich ein Loch in der Wand, dass zunächst einmal noch nicht ganz so groß ist. Dieses Loch soll wohl gruselig sein und Ängste aufkommen lassen, und man kann sogar durch gehen. Geht man durch dieses Loch also durch, befindet man sich plötzlich in einer alternativen Realität. Die Orte und Plätze sind Henry zwar bekannt, aber es scheint alles anders zusein, denn die Szenarien sind düster und furchterregend. So befindet man sich zum Beispiel beim ersten Durchqueren des Loches in der Wohnung in einer U-Bahn station, die Henry durchaus bekannt ist. Doch in der Finsternis lauern Kreaturen. Diese Gilt es dann mit einer Schlagwaffe den Schädel einzuschlagen. Man trifft im Verlauf des Spiels auch auf andere verwirrte Figuren, die im selben Alptraum gefangen sind. Diese haben alle eine Bedeutung für den Spielverlauf. Irgendwann erscheinen auch Geister, die aus den Wänden heraus kommen und auf einen zu schweben. Immerwieder kann man dann wieder durch diese merkwürdigen Wandlöcher gehen und erwacht dann auf dem Bett in der Wohnung. Wo man auch abspeichern kann. Sieht man sich dann die Wohnung genauer an, merkt man immer wider kleinste Veränderungen. So sollte man zum Beispiel öfters durch den Türspion schauen, wo man dann Hausmeisterin, Nachbarin oder sonstige Personen sieht, die sich unterhalten und anscheinend darüber rätseln, warum Henry sich seit Tagen nicht blicken lässt. So geht es die ganze Zeit weiter, und irgendwann, wenn man wieder das Loch durchquert, landet man in einem neuen Level. Dabei wird auch das Loch in der Wand jedesmal größer, es kommen unheimliche Geräusche aus dem Loch, die für schwache Gemüter echt gruselig sein können. So gibt es glaub ich, 4 oder 5 Level, die man durchspielt. Anschliessend spielt man diese Level noch einmal der Reihe nach durch, allerdings muss man dann neue Aufgaben erfüllen und und noch verschlossene Räume durchqueren.
Es gibt auch die einen oder anderen Rätsel im Spiel, die standartmässig schwer sind. Man kommt immer neuen Geheimnissen auf der Spurm und muss manchesmal auch ein wenig nachdenken, was man als nächstes tut. Auch als Spanner kann man sich in dem Spiel beweisen, in dem man die Nachbarin durch ein kleines Loch beobachten kann. Immerwieder fühlt man sich wohl, wenn man aus einer der gruseligen Welten in der eigenen Wohnung erwacht, man fühlt sich sicher dort. Doch irgendwann im Spiel fängt es auch da an zu spuken, mal mehr, mal weniger, so dass man das Gefühl der Sicherheit langsam verliert.
Insgesamt ein tolles Spiel, auch wenn das zweifache Wiederhohlen der Level etwas nervt und die Steuerung nicht ganz soooo gut ist. Viele meckern über das Inventarsystem, allerdings fand ich das recht gut und kam damit bestens zurecht. Es gibt nicht so viele verschiedene Monster und Kreaturen. Die fliegenden Geister nerven mit der Zeit, da sie nicht zu töten sind. Besonders gruselig fand ich die Doubleheads. so eine Missgeburt, die auf zwei großen Händen läuft und zwei Köpfe mit Babyfratzen hat. Wenn die plötzlich an der Ecke stehen und angerannt kommen, kann es schon sehr gruselig sein. Markenzeichen ist natürlich auch hier die Depristimmung, die die Silent Hill Reihe so an sich hat. Im Gegensatz zu dem rumlaufen in den ersten Teilen fand ich besonders das mit der Wohnung im Spiel sehr angenehm, so als ob man einen Horrorfilm sehen würde.
Insgesamt ein gutes Spiel, über die kleinen Fehler kann man hinweg sehen.
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13.03.2009 21:34
schöner bericht. weiß jemand ob das auch bei vista läuft? Mara
19.09.2008 11:57
An sich fand ich's auch ganz okay, aber ich muss zugeben, dass mir das begrenzte Inventar und die ständige Hin- Und Herlauferei doch etwas auf die Nerven ging. Teil 2 bleibt mein Favorit. Aber schöner Bericht, LG :)