spiel, spaß und alkoho(h)l...
02.01.2005
Pro:
spiel, spaß und alkohol . . .
Kontra:
gefahr
Empfehlenswert:
Ja
 Mohnkuchen
Über sich:
Es besteht eine tiefligende moralische Perversion in dieser Welt, die wesentlich auf dem Nichtvorha...
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Lange ist es her, dass ich etwas für ciao geschrieben habe, doch nun wird es endlich mal wieder Zeit. Ein guter Vorsatz für das neue Jahr. DAS LETZTE JAHR DER ERSTEN HÄLFTE DES ERSTEN JAHRZEHNTS IM DRITTEN JAHRTAUSEND! Ich möchte euch also in meinem ersten bericht dieses Jahres schildern, wie mein Silvester ausgesehen hat, wie ich ins neue Jahr geschlittert bin und was sich mir für Fragen aufgeworfen haben, die ich zu beantworten versuchen werde. Viel Spaß beim Lesen und ein frohes neues Jahr.
1. Einleitung 2. Silvester 2oo4 3. Neujahr 2oo5 4. Jahreswende? 5. Zwischen den Jahren? 6. Wirklich schon das Jahr 2oo5? 1. Einleitung Jedes Jahr das gleiche... Das Weihnachtsfest ist gerade vorüber, da steht auch schon das nächste, zu feiernde Fest vor der Tür - Silvester. Und wie man es feiert. Ausgelassen und freudig gehe ich am Silvesterabend durch die Stadt, werde von allem und jedem (mir durchaus auch unbekannten) super-duper freundlich gegrüßt und erhalte vollkommen übertriebene Neujahrsgrüße, die ich aus Höflichkeit genauso übertrieben und von Schleim triefend zurückwerfe. Ich sehe gut gelaunt einem gezündeten, auf mich zufliegenden Böller entgegen, dem ich gerade noch ausweichen kann, so dass er knapp hinter mir, immer noch in Höhe meines Kopfes in der Luft detoniert. Schon Stunden vor dem eigentlichen Ereignis Betrunkene torkeln an mir vorüber und kommen mir mit einer angesteckten Wunderkerze fast so nahe, dass meine Jacke in Flammen aufgehen möchte. Gerade so kann ich noch ausweichen und gerate zwischen etliche, sich drehende Feuerkreisel, die sogar eine erheblich größere Gefahr für meine Jacke und mich darstellen, als sie sich plötzlich zischend in die Luft erheben. Endlich komme ich an den Ort meiner Bestimmung, das Haus, in welches ich zur ‘Silvesterfeier’ eines Freundes eingeladen worden bin.2. Silvester 2oo4 Ich trete ein, lege meine, stellenweise angesengte Jacke ab und begebe mich ins Wohnzimmer, wo Öl in einem Fonduetopf langsam vor sich hin brodelt und nicht weit davon Käse in einem weiteren Fonduetopf zum Schmelzen gebracht wird. Ich setze mich und zu meiner großen Freude wird vor mir sogleich ein Tischfeuerwerk aufgestellt und natürlich sofort gezündet. Unter einem gewaltigen Knall entleert sich der Inhalt dieser kleinen Rohrbombe und fliegt in Form von Konfetti durch die Luft und in den Käse. Ein paar andere Kleinteile, wie zum Beispiel ein kleines PVC-Glücksschweinchen und ein Kleeblatt aus gleichem Material finden den Weg über die Luft auch in das siedende Öl und die zahlreichen Soßen, die zur Verfeinerung des Fleisches gedacht waren, welches ja in dem Fonduetopf über das Fett erhitzt werden sollte. Das Glücksschweinchen bevorzugte die Currysoße und das Kleeblatt segelte mit seinen vier Blättern in das, scheinbar überaus heiße Öl, in dem se sogleich seine Blätter einrollte und zu einem, nun nicht mehr so sehr ansehnlichen grünen Klumpen verschmolz. Der besagte Freund, bei dem wir feierten holte alsbald ein paar Spiele aus einer Kammer, die er uns dann in recht langatmigen Reden, zu erklären versuchte. Die Aufmerksamkeit der Umstehenden/-sitzenden schwand immer mehr und als es dann ans Spielen ging, machte das Ganze nicht gerade viel Spaß und führte natürlich zu dem erwarteten Ergebnis - der Gastgeber und zugleich Spielerklärer gewann und alle anderen murrten. Nach einiger Zeit einigte man sich darauf, das man diese Form der Unterhaltung aufgebe und sich nach draußen begebe und sich dort den Gefahren des Silvesterabends aussetze. Gesagt. Getan. Wieder musste ich gewahrt sein mein Leben zu verlieren in tosender Feuersbrunst oder durch die Druckwelle einer Detonation eines Riesenböllers, die mich über die Kante eines Felsens direkt in eine Schlucht schleudern, auf deren Grund ich wie ein rohes Ei zerschellen würde. So kam es glücklicher Weise nicht. Wir gelangten alle heil auf den Berg, von dem aus meine ganze Heimatstadt gut zu überschauen war. Jetzt dauerte es nur noch wenige Minuten, bis es endlich soweit war, das alte Jahr zu verabschieden.3. Neujahr 2oo5 Und die Kirchturmglocke schlug zwölfe. In diesem Moment schossen zahlreiche Raketen in die Höhe und erleuchteten den Himmel in grellen Farben. Es donnert und blitzt, es pfeift, kracht und funkt. Auch wir bleiben nicht untätig und holen unsere Feuerwerkskörper heraus, um sie zu zünden. Beim Aufstellen einiger Funkensprüher fällt einem weiteren Freund von mir ein Stab einer ausgebrannten Rakete auf den Kopf. Dieser Stab, so unangenehm er dem besagten Freund auch erschien, sollte uns aber einigen Spaß bescheren. Denn als unser Effektfeuerwerk zuende ging, nutzten wir ein paar Pfeifer, den Draht einiger ausgebrannter Wunderkerzen und den Stock, der vom Himmel fiel. Mit dem Draht banden wir die Pfeifer an den Stock, steckten diesen in eine Sektflasche und zündeten. Die selbstgebaute Rakete hebt ab. Erst zaghaft, doch dann immer beherzter, bis die ‘Triebraketen’ ausgebrannt waren und unser Flugobjekt den Gesetzen der Schwerkraft folgte, also abstürzte. Wir hatten einige Flaschen Sekt mitgenommen, die es nun zu leeren galt. Ich bin selbst kein großer Freund solcher sprudelnden, säuerlichen Getränke und bin somit auch nicht gewillt, diese Flüssigkeit in rauen Mengen in meinen Rachen fließen zu lassen. Da wir aber erst gehen würden, wenn die Flaschen leer getrunken sind und es mittlerweile sehr kalt zu werden begann, versuchten einige Freundinnen und ich der Situation durch die Vernichtung des sprudelnden Alkohols beizukommen. Es gelang und wir traten den Heimweg mit ein paar leicht angeheiterten Freundinnen an. Wieder in der Wohnung fiel dem Gastgeber ein neues Spiel - diesmal ein Würfelspiel - ein, welches wir, aufgrund unserer durch den Alkohol, aber eigentlich ‘selbst verschuldeten Unmündigkeit’ spielten. Es fing sogar an, Spaß zu machen, da man mit jeder Niederlage ein Glas eines ‘leckern’, alkoholischen Mixgetränkes zu sich nehmen musste. Dadurch stellte sich nach nicht all zu langer Zeit bei den zahlreichen Verlieren ein überwältigendes Gefühl der Müdigkeit ein, gegen welches diese, inklusive meiner Person nicht lange ankämpfen konnten. Also wurde das Bett, die Matratze oder auch einfach der Boden und ein paar Decken und Schlafsäcke die letzte Station des nächtlichen Treibens.4. Jahreswende? Warum eigentlich Jahreswende? Das Jahr lässt sich allein von der Abfolge der Tage und Wochen und Monate und Jahreszeiten in einen Kreis (den ‘Jahreskreis’) eingliedern. Das stimmt. Das Jahr wäre also ein Kreis, der - bestimmten Regeln unterworfen - rotiert. Was ist aber mit Schaltjahren? Diese würden entweder eine Delle in den so perfekten Jahreskreis bringen oder den Radius vergrößern. Also würde der Jahreskreis eiern oder einen anderen Radius erhalten, was dann die Vorstellung dieses einen Kreises zunichte macht. Des Weiteren läuft ein Jahr doch nicht immer gleich ab. Jedes Jahr geschehen andere Dinge. Immer unterschiedlich! Ich habe zwar jedes Jahr Geburtstag, aber das heißt nicht, dass ich jedes Jahr neu geboren würde. Ich altere, ich reife. Die Vorstellung eines geschlossenen, sich wendende Kreises ist in meinen Augen also vollkommen absurd. Es gäbe keine Entwicklung. Ich würde, wenn man den Abstrakten, einem bestimmten Zeitabschnitt entsprechenden Begriff des Jahres schon in eine Schablone pressen will, die Spirale bevorzugen. Sie vereint, den Gedanken des Kreises, der die immer wiederkehrenden regulären Abläufe darstellt und den Gedanken der Entwicklung (im Leben). 5. Zwischen den Jahren? Vor Kurzem habe ich im Fernsehen einen Sprecher sagen gehört: ‘Nun, zwischen Silvester und Neujahr befinden wir uns also zwischen den Jahren...’ So ein Unsinn. Wenn er schon die Wendung ‘zwischen den Jahren’ gebrauchen will, dann sollte er es auch richtig tun. Wenn man nur in einem Jahreskreis bleibt, dann gibt es ein ‘zwischen den Jahren’ höchstens, um einen Zeitraum zwischen einem Jahr und einem anderen, welches nicht das vorige oder das direkt folgende sein darf zu umschreiben. Andernfalls wäre diese Wendung vollkommen sinnfrei. Bedenkt man aber, dass das Kirchenjahr sein Ende mit dem Toten-Sonntag und seinen Anfang mit dem Folgetag hat, das Jahr nach dem allgemein gültigen Kalender (vom ersten Januar bis zum ersten Dezember) erst am ersten Januar neu beginnt, so gibt es schon eine Zeit zwischen den Jahren. Der Abstand zwischen den Jahren umfasst dann also den Zeitraum von der ersten Adventswoche bis einschließlich Silvester. Betrachtet man den julianischen Kalender, so wird der Zeitraum zwischen den Jahren noch größer, denn das Jahr nach diesem Kalender beginnt erst am ersten Mars (März). So gebraucht, gibt das ganze auch wieder Sinn.6. Wirklich schon das Jahr 2oo5? Ist es das den auch wirklich? Wir gehen ja in unserer Zählweise von der Geburt Jesu’ aus. Nach Meinung vieler Theologen ist Jesus ja schon vier bis sieben Jahre vor Christi geboren. Das hieße ja, dass wir uns erst in einem Jahr zwischen 1997 und 2oo2 befänden. Und was ist eigentlich mit dem Jahr Null? Das gibt es wohl gar nicht? Ich bin der Meinung, dass es nicht der Zeitraum zwischen Heilig Abend und Silvester des Jahres 1 vor Christus gewesen sein darf. Es gäbe dann zwei Jahre, die gänzlich aus der Norm fallen. Das Jahr, welches auf die Geburt von Jesus folgte hätte also das Jahr Null sein müssen. Damit befänden wir uns also, irgendwo zwischen 1998 und 2oo3. Wenn wir die Problematik der Ungenauigkeit der Datierung Jesu’ Geburtstag jedoch außer Acht lassen hätten wir schon das Jahr 2oo6, was bedeuten würde, dass wir die erste Hälfte des ersten Jahrzehnts des ersten Jahrhunderts des dritten Jahrtausends schon hinter uns gelassen hätten.
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11.02.2005 18:26
Nicht schlecht ;o) LG
01.02.2005 18:43
Meiern an Silvester ist ja ziemlich heftig (und vor allem unnötig)!
11.01.2005 21:23
Du scheinst Sylverster ungefähr so gerne zu mögen wie ich das Oktoberfest...Naja, jedem das seine ;)