Sixth Sense, The - Der 6. Sinn

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Sixth Sense, The - Der 6. Sinn

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... Es handelt sich hierbei um den Film "The Sixth Sense", der im Jahr 1999 in den USA entstand. All denen, die jetzt auf die obige Filmkategorie schauen und sich denken "Jetzt schreibt der Hann schon wieder über nen Horrorfilm", all denen sei gesagt, dass die Einteilung in eben diese Kategorie ... Bericht lesen





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Ich hatte hier einfach noch was zu erledigen...
Erfahrungsbericht von derklaaHann über Sixth Sense, The - Der 6. Sinn
05.09.2003


Produktbewertung des Autors:   

Humor wenig humorvoll 
Spannung sehr spannend 
Anspruch sehr anspruchsvoll 
Action: viel 
Romantik: viel 

Pro: Darsteller, Spannung, Dramatik, das Ende, Musik .  .  . alles eben !  !  !
Kontra: Nix !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Grüßt euch Leudla!


Bereits seit einer geschlagenen Woche verspreche ich euch jetzt schon, einen neuen Filmbericht zu schreiben - und ständig kam irgendwas dazwischen:

Erst hatte ich das Gefühl, dass mir die Muse des Schreibens abhanden gekommen war, dann hatte der Ciao-Server (mal zur Abwechslung *lol*) nen Totalabsturz, so dass ich zwei weitere Tage investieren musste, meine Lesungen, Bewertungen, Kommentare, CIS & NdV zu aktualisieren. Aber es sollen ja heutzutage doch noch Wunder geschehen und so habe ich es geschafft, meinen neuesten Bericht fertigzustellen.

Es handelt sich hierbei um den Film "The Sixth Sense", der im Jahr 1999 in den USA entstand. All denen, die jetzt auf die obige Filmkategorie schauen und sich denken "Jetzt schreibt der Hann schon wieder über nen Horrorfilm", all denen sei gesagt, dass die Einteilung in eben diese Kategorie absolut schwachsinnig ist; vielmehr stellt dieser Streifen eine geniale Verknüpfung aus einem spannenden Thriller und einem klassischen Drama dar.

Damit ihr euch selbst ein konkretes Bild davon machen könnt, möchte ich euch zunächst die Handlung von "The Sixth Sense" vorstellen:

==Story
==

Dr. Malcolm Crowe ist einer der erfolgreichsten Kinderpsychologen in Philadelphia. Für seine aufopferungsvolle und äußerst erfolgreiche Arbeit mit den Kindern hat ihm die Stadt sogar eine Auszeichnung verliehen, die er eines Abends mit seiner Frau Anna ausgelassen feiert.

Doch plötzlich entdeckt das Pärchen eine eingeschlagene Fensterscheibe und im häuslichen Bad steht ein fremder, offensichtlich verängstigter und nackter (!) Mann; dieser entpuppt sich als Vincent Gray und ist jener ehemalige Patient, dem Dr. Crowe seiner Zeit nicht helfen konnte. Völlig verstört verpasst Vinenct erst dem Psychologen einen Bauchschuss, anschließend begeht er Selbstmord...

Nach einem zeitlichen Sprung befinden wir uns im nächsten Herbst:

Dr. Crowe hat gerade die Arbeit zu seinem neuen Fall aufgenommen; hierbei handelt es sich um den neunjährigen Cole Sear. Dieser lebt bei seiner allein erziehenden Mutter Lynn und leidet unter akuten Angstzuständen mit Verdacht auf eine emotionale Störung.

Weil Coles Symptome denen von Vincent Gray sehr ähnlich sind, sieht Malcolm in dem neuen Fall eine zweite Chance, seinen Fehler von damals wieder gut zu machen, indem er dem Jungen hilft, seine Angst zu überwinden und ein geordnetes Leben zu führen.

Doch erste Annäherungsversuche der beiden verlaufen eher schlecht als recht: Cole, der von seinen Klassenkameraden gehänselt und sogar als "Psycho" bezeichnet wird, ist tief in sich verschlossen und lässt niemanden an sich heran. Auch Lynn kann sich das merkwürdige Verhalten ihres Sohnes nicht erklären und zerbricht langsam aber sicher an ihrem Kummer und ihren Sorgen.

Dr. Crowe jedoch gibt nicht so schnell auf und bemüht sich unaufhörlich, das Vertrauen des Jungen für sich zu gewinnen; dabei stürzt er sich so intensiv in seine Arbeit, dass er zunächst nicht mitbekommt, dass er sich von seiner eigenen Frau Anna scheinbar immer mehr distanziert; die beiden reden an ihrem Hochzeitstag kein Wort miteinander und Anna trifft sich sogar mit einem andere Mann. Auch als Malcolm die prekäre Situation bewusst wird, schafft er es nicht, sich seiner geliebten Anna zu nähern.

Als er Cole, zu dem er inzwischen ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut hat, verzweifelt von seinen privaten Problemen berichtet, sieht es auch der Junge an der Zeit, dem Psychologen sein Geheimnis anzuvertrauen:

Cole sieht tote Menschen. Die ganze Zeit. Überall. Sie könnten sich gegenseitig nicht sehen, denn sie sehen nur was sie sehen wollen; sie wüssten auch gar nicht, dass sie tot sind.

Zunächst glaubt Malcolm, dass es sich bei den Geistererscheinungen um visuelle Halluzinationen handelt, die einen Klinikaufenthalt und medikamentöse Behandlungen erfordern. Doch als er auf einem alten Audiotape zum Fall Vincent Gray tatsächlich unerklärbare Stimmen wahrnimmt ("Ich will nicht sterben"), schenkt Dr. Crowe dem Jungen Glauben und versucht der Sache auf den Grund zu gehen; dabei gelangt er zu der Überzeugung, dass die Geister keineswegs böse Absichten haben, sondern lediglich die Hilfe von Cole benötigen.

Und tatsächlich findet die Seele eines toten Mädchens ihren Frieden, als Cole es schafft, deren Mord aufzuklären, denn sie wurde - zunächst unbemerkt - von ihrer eigenen Mutter vergiftet.

Jetzt denkt sich ein jeder "Problem gelöst = Happy End"; doch noch ist die Geschichte nicht aus - denn einer bedarf noch Coles Hilfe...
==Kritik
==

Obwohl ich schon im Vorfeld viel Gutes über den Film gehört hatte, bin ich zunächst mit gemischten Gefühlen an "The Sixth Sense" herangegangen, vor allem weil ich Bruce Willis größtenteils bisher nur aus Actionfilmen a lá "Stirb Langsam" kannte. Erst ein paar Terroristen kompromisslos abballern und dann Kinderpsychologe sein? Das geht doch nicht, oder??? Doch, es geht - und wie es geht!!!

"The Sixth Sense" ist ein qualitativ hochwertiger und absolut anspruchsvoller Streifen, der seinesgleichen sucht!

Dabei fällt die Einteilung in ein bestimmtes Genre zunächst schwierig:

Der Film beginnt als psychologisches Drama, nämlich wenn es zum einen um den misslungenen Fall von Vincent Gray geht, zum anderen um den aussichtslos scheinenden Fall von Cole Sear; bereits hierbei wird dadurch eine gewisse Spannung erzeugt, dass man mit Dr. Crowe mitfiebert und unbedingt herausbekommen möchte, was es mit dem merkwürdigen Verhalten Coles auf sich hat: Einfache, aber subtil gestrickte Muster, wie z.B. "von Geisterhand" geöffnete Schubladen oder unerklärliche "hellseherische Gaben" Coles sorgen zusätzlich (schon vor der Auflösung des Geheimnisses) für eine gruselige Atmosphäre.

Dann wiederum zeigt "The Sixth Sense" Züge eines gefühlvollen Dramas, nämlich wenn es um die Entwicklung von Malcolms Ehe geht. Hierbei erlebt der Zuschauer die Trauer und den Kummer des Psychologen, der scheinbar hilflos mit ansehen muss, wie die Beziehung zu seiner geliebten Frau Anna in die Brüche geht. Immer wieder versucht er mit ihr zu reden, aber entweder beachtet sie ihn nicht, schläft gerade oder trifft sich mit einem anderen Liebhaber. Als Dr. Crowe dann dem kleinen Cole die traurige Geschichte eines Mannes erzählt, der Malcolm heißt (also eben sein eigenes Leben mit den privaten Problemen), musste ich wie immer bei solchen Szenen gleich mal eine Träne vergießen.

Auch die "Familienkrise" von Cole und seiner Mama, deren wichtigster Lebensinhalt ihr Sohn darstellt, dessen Verhalten sie sich aber nicht erklären kann und sich deshalb als "versagende Mutter" vorkommt, fällt in diese Kategorie des Dramas.

Dann aber, nämlich nach der Auflösung von Coles Geheimnis, entwickelt sich "The Sixth Sense" zu einem spannenden Thriller, der einem phasenweise das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Geister, mit denen der junge konfrontiert wird, sind nämlich teilweise grässlich entstellt (aufgeschnittene Pulsadern, abgemagertes Mädchen, zerschossener Hinterkopf usw.) und scheinen zudem äußerst bösartig zu sein, was durch ihre gruselige Mimik verstärkt wird. Nebenbei sei noch erwähnt, dass die toten Menschen praktisch immer mit einem hübschen Schockeffekt auftreten, der einen gewaltig zusammenzucken lässt! ;o)

Auch zartbesaitete Gemüter sollten diese spannenden Momente "überbrücken", denn das Ende des Streifens sprengt alle Erwartungen; dazu möchte ich nicht zu viel verraten, nur, dass "The Sixth Sense" eines der überraschendsten und traurigsten Enden aufweisen kann, wie ich es nur selten von einem Film gewohnt bin; Taschentücher dürften hier zur Pflichtausrüstung gehören! *fg*

Den musikalischen Beitrag zum Film leistet übrigens James Newton Howard, der seine Arbeit wirklich hervorragend gemacht hat. So ist die Musik - je nach "Genre" - äußerst flexibel, sie kann also zur Spannung beitragen, aber auch die Dramatik gewaltig erhöhen, so dass man schon allein wegen den traurigen Klavierklängen losheulen könnte!

Auch die schauspielerischen Leistungen tragen zum grandiosen Gesamteindruck von "The Sixth Sense" bei:

So wurden meine Bedenken beispielsweise nicht bestätigt, denn die Rolle des Dr. Malcolm Crowe ist im Nachhinein von Bruce Willis nicht mehr wegzudenken! Dass Willis zu meinen Lieblingsschauspielern gehört, hat er hier wieder mal eindrucksvoll bewiesen. Er kann eben nicht nur "rumballern", sondern durchaus auch nachdenkliche, traurige und glückliche Rollen spielen. Seine schauspielerische Meisterleistung gipfelt meiner Meinung nach dann am Ende...wieso kann und will ich nicht verraten, aber was Bruce Willis da abliefert ist wirklich genial!

Mindestens ebenbürtig erfüllt Haley Joel Osment seine Rolle; dieser mimt den kleinen Cole Sear mit einer Kaltschnäuzigkeit und Brillanz, wie man es nur von den "alten Hasen" Hollywoods gewohnt ist. Er bringt den verängstigten und nachdenklichen Cole ebenso glaubhaft rüber wie den fröhlichen und zufriedenen Cole, wie man ihn gegen Ende des Filmes sieht. Seine Mimik und Gestik passen ebenfalls hundertprozentig, so dass Osment im Jahr 1999 zu Recht für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert war.

Auch Toni Collette (für ihre Rolle als Lynn Sear ebenfalls 1999 für den Oscar als beste Nebendarstellerin nominiert) und Olivia Williams als Anna Crowe spielen ihre Rollen souverän und glaubhaft, jedoch rücken beide Leistungen auf Grund von Bruce Willis und Haley Joel Osment ein wenig in den Hintergrund.

Die Regie zu "The Sixth Sense" übernahm M. Night Shyamalan, der auch für berühmte Filme wie "Signs" (mit Mel Gibson) und "Unbreakable" (mit Samuel L. Jackson) verantwortlich ist. Ähnlich wie Robert Zemeckis bei "Forrest Gump" schafft es Shyamalan, verschiedene Genres in einem Film gekonnt unterzubringen. In einem Moment noch hochspannend und gerade zu Tode erschrocken, könnte man bei der nächsten Szene vor Dramatik fast losheulen; einfach meisterhaft, was M. Night Shyamalan da abgeliefert hat! Auch er war übrigens 1999 gleich zweimal für den Oscar als bester Regisseur und Drehbuchautor nominiert.

Besonders hervorheben möchte ich noch die Spezialeffekte und den Schnitt, für den Andrew Mondshein 1999 ebenfalls für den Oscar nominiert war. Dies dürfte er wohl den genialen Schockeffekten zu verdanken, die er so gekonnt in den Film eingebaut hat, dass man auch beim dritten Mal Ansehen garantiert erschreckt. Einfach genial!

Tja, was will man dazu noch groß sagen, wenn einer der besten Filme überhaupt auch noch auf einer erstklassigen DVD erhältlich ist? Die Rede ist von der DVD von Mawa/VCL, welche nicht nur über ein scharfes Bild und einen räumlichen Dolby Digital Ton verfügt, sondern auch über eine zweite Bonus-DVD, die durch allerlei Extras, wie zahlreichen Interviews, geschnitten Szenen, den Kinotrailer usw. besticht! Wer da nicht zulangt, ist selber schuld!

==Technische Daten zum Film
==

Originaltitel: The Sixth Sense

Genre: Thriller

Darsteller: Bruce Willis, Haley Joel Osment, Toni Collette, Olivia Williams, Donnie Wahlberg, Glenn Fitzgerald, Mischa Barton, Trevor Morgan, Bruce Norris

Regie: M. Night Shyamalan

FSK: ab 16 Jahren

Drehland und Jahr: USA 1999

Filmlänge: ca. 103 Minuten

==Fazit
==

"The Sixth Sense" gehört uneingeschränkt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, was durch obigen Bericht einleuchten dürfte. Er hat mich wirklich auf der ganzen Linie überzeugen können und erhält somit volle fünf Sterne!

Ein Wort noch zur FSK:

Obwohl ich schon gelesen habe, dass manche die FSK 16 für "zu hoch gegriffen" halten, möchte ich mich für eben diese Altersfreigabe aussprechen, weil "The Sixth Sense" nicht nur über äußerst spannende Momente und Schockeffekte, sondern wie bereits erwähnt auch über einige blutige Szenen verfügt, vor allem wenn es um die Darstellung von einigen Geistern geht.

Ansonsten möchte ich den Film auf jeden Fall empfehlen! Selbst, wenn man ansonsten nicht so sehr spannende Streifen mag, sollte man sich "The Sixth Sense" auf jeden Fall ansehen, weil eben der ganze Film, vor allem aber das Ende weltklasse ist!

So, das wars nun von meiner Seite! Wie immer freue ich mich über Lesungen, Bewertungen, Kommentare, Lob und Kritik von eurerseits!

Welches mein nächster Testbericht sein wird, kann ich im Übrigen noch nicht genau sagen!

Ein harmonisches *Pröstla* wünscht

*derklaaHann*

==Update vom 04.09.03, 19:15 Uhr
==

Leider kann ich meinen Bericht erst später online stellen, weil der Ciao-Server "zur Abwechslung" wieder mal nicht funktioniert! *looooooooool*
   

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Bewertung für Sixth Sense, The - Der 6. Sinn von Chilly.Tom

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