This is SKA!
25.06.2001
Pro:
gute Musik bis spät in die Nacht
Kontra:
vieeeel Müll, da Einwegbecher
Empfehlenswert:
Ja
 BettyPage77
Über sich:
Bin wieder da....mittlerweile mama eines 6monate alten sohnes .. deshalb und wegen vielen anderen di...
Mitglied seit:19.03.2001
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Als ich vor zwei oder drei Wochen im Kesselhaus war, stach mir ein Poster mit der Aufschrift "This is Ska" ins Auge, worauf ich gleich direkten Kurs nahm. Nachdem ich wußte, wer spielen würde (Skaminister, Pandeon Rococo, The Amphetamieanies, The Ventilators, The Hotknives und Skatalites) beschloß ich sofort: da gehe ich hin. Mit gehen war aber nicht soviel, es hieß ab ins Auto und das Gaspedal drücken, da die Party in Rosslau auf der Burg Rosslau stattfand. Gesagt getan, diesen Samstag (23.06.2001) ging es relativ hektisch los in Richtung Rosslau, denn immerhin war seit 14 Uhr Einlaß gewesen und meinereiner kam aufgrund des vorangegangenen Freitags (die beste Band der Welt spielte in Berlin ;o)) mal wieder nicht zu Potte. ABER Gott sei Dank ist Berlin nun nicht unbedingt die große Entfernung und nach knapp 1 1/2h Fahrzeit kam ich gegen 19.00 Uhr in dem kleinen Ort Rosslau an. Nun muß ich hinzufügen, daß ich noch nie auf diesem Festival gewesen bin, bis dahin aber stets nur positives hörte. Und auch meine Befürchtungen, erst noch Ewigkeiten herumzusuchen, wurden nicht war, da ich gleich vom Ortseingang mittels selbstgemalter einfacher aber großer Papptafeln direkt zum Eingang gelotst wurde. Dort hieß es nur noch Parkplatz suchen, was auch kein sonderlich großes Problem darstellte und dann nichts wie hin zum Eingang und zahlen.Als Eintritt verlangte man 30 DM, was eigentlich nicht zuviel für die Anzahl der Bands war. Bei meiner Ankunft waren mittlerweile schon einige hundert Leute da und leider hatte ich eine Band schon verpaßt. Von "Amphetameanies" bekam ich nicht so viel mit, da ich erstaunlicherweise eine Anzahl mir bekannter Leute dort traf und erstmal grüßen ging. Das Publikum auf dem Festival war sehr gemischt, viele Punks, dann natürlich Bewohner der anliegenden Dörfer (weil so ein Festival auch ein kleines Highligt ist), einige Hippies (kein Witz, Haschkekse wurden auch eifrig verkauft) und natürlich viele Skinheads (und für die Leute, die jetzt empört den Kopf schütteln, sei u.a. folgende Seite empfohlen: http://www.skinpride.de/ - und bei Bedarf noch mehr). Da das ganze Festival über die Sonne schien bzw. kein einziger Tropfen vom Himmel fiel, war die Stimmung untereinander extrem gut. Von Beginn an war die Tanzfläche extrem voll und auch in Pausen zwischen den Bandauftritten waren einige Leute auf der Tanzflächen anzufinden. Natürlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt - an dieser Stelle mal ein großes Lob an die Veranstalter, denn man zog den Leuten das Geld nicht aus der Tasche sondern bot alles zu guten Preisen an: Bier 0,5l für drei Mark, Kaffee für 1,-DM (dünn, aber ich brauchte ihn für die Heimfahrt ;o)), Cola etc. für 2,- DM. Damit man nicht Ewigkeiten anstehen mußte, war der Bierstand separat, sodaß man nicht länger als 5 Minuten (wenn überhaupt) warten mußte. Zum Futtern gabs belegte Brote, Bratwurst, Buletten u.ä., auch zu fairen Preisen und bis open end.Als sanitäre Anlage entdeckte ich ein Toilettenhaus mit ca 5 Toiletten - und das war sogar nach 8h Aufenthalt noch zu benutzen, eine Tatsache, die nicht so selbstverständlich ist. Und natürlich gabs auch hier wie bei jedem Konzert/ Festival die Möglichkeit, sich mit CD´s, Platten oder Klamotten einzudecken, das Angebot war reichlich, gut und preiswert.Doch kommen wir nun zu den Bands an sich: The Ventilators sind eine Band aus der Schweiz, die in Deutschland nicht sonderlich oft zu Gast sind. Von den Liedern her wechselten sie zwischen älteren schnellen Skanummern und neueren langsameren Skasongs - obwohl es den Begriff langsam nicht direkt beim Ska gibt, also sagen wir, ich empfand die Songs relaxter.The Amphetameanies ist eine Band aus Schottland, die zur Abwechslung mal eine Sängerin (Jane), noch dazu ziemlich quirlig haben (ansonsten kenne ich da nur noch Selecters). Gemeinsam mit Stan, dem zweiten Sänger, gelang es ihr, die Stimmung unter den Besuchern weiter anzuheizen. Mir persönlich gefiel die Band neben den Hotknives an dem Abend am besten (auch wenn ich nicht mehr so viel von ihnen mitbekam). Skatalites (eine Band aus Jamaica)bewegten sich mit ihrer Mischung aus Reggae und Ska eher auf der ruhigeren Seite. Mittlerweile war es nach Mitternacht, was die Besucher aber nicht davon abhielt, weiter zu tanzen und zu feiern - und mit den Skatalites fand man damit die geeignete Band. Bei den Skatalites muß man hinzufügen, daß sie mit zu den Urgesteinen des Ska/ Reggae gehören (fast 30 Jahre im Geschäft) und so darf man auch nicht ob des Alters, das jedes Bandmitglied an den Tag legt, verwundert sein. Dies hielt sie aber nicht davon ab, die gute Stimmung beizubehalten und noch anzuheizen - allen voran Cedric Brooks, Lester Sterling und Lloyd Brevett.Als absolutes Highlight für mich persönlich kamen als letzte Band The Hotknives (GB), die auch zu später Stunde die Leute dazu brachten, zu tanzen - sei es nun auf der Tanzfläche oder am Rand oder auch auf den Bänken. Mit ihrer Musik erinnerten sie mich sehr stark an Madness und Specials, vielleicht ist es gerade diese Mischung mit noch ein wenig Pop, die die Band so beliebt macht. Bewunderswert finde ich, daß es diese Band seit bereits ca 16 Jahren gibt und sie noch immer mit viel Spaß vor dem Publikum auftreten. Und obwohl Sänger Richard extreme Probleme mit seiner Stimme (Heiserkeit) hatte, zog er den Auftritt bis zum Ende durch und legte mit seiner Band auch noch Zugaben hin. Das dabei einige Leute aus dem Publikum fast auf die Bühne gekommen waren und auch ein Bierbecher ihn beinah am Kopf traf, sei nebenbei erwähnt - er selbst nahm das alles mit einem netten Grinsen im Gesicht auf. Nachdem Hotknives die Bühne verließen, war es mittlerweile auch schon halb zwei und während ein Großteil der Besucher beschloß, da zu schlafen, ging es für mich und meine Begleiter wieder zum Auto zurück und unter Berieselung von The Hotknives (was für ein Zufall) wieder in Richtung Berlin.Das Festival wurde im übrigen von www.onlinezine.de und Beatclub veranstaltet, eventuelle Infowünsche oder Anfragen zwecks weiterer Konzerte sind auf der genannten Homepage zu finden. Und für alle, die jetzt neugierig auf die Musik geworden sind, dem empfehle ich zum reinhorchen folgende Scheiben:The Hotknives - "Screams, Dreams & Custard Creams" The Skatalites - "Return to the big guns". Und wer dann auch noch Live was erleben will, dem sei u.a. Summer Safari Anfang August in Halle empfohlen - u.a. mit Desmond Dekker, Laurel Aitken etc.
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17.07.2002 22:20
Wow das wäre auch was für mich gewesen... hey beim kesselhaus bringen se jetzt och manchmal sowas...ach nee ich glaub das soll jetzt geschlossen haben;(
21.06.2002 19:16
So klein ist Roßlau aber nicht (weiß ich, weil ich dort wohne) ;-) Liebe Grüße steffimaus083
06.09.2001 21:50
Ahhhhhhhhhhrrrrrrrrrrrrrrrr tränen in meinen AUgen. Panteón Rococo haben da gespielt, ich hatte an dem Abend noch mit einer Freundin aus Münster telefoniert die dort hingefahren ist und die meinte nur das irgendwas lateinamerikanisches da spielen würde. Shit, hätte ich das gewußt. Die Band wurde mir von einer mexikanischen Freundin empfohlen und die haben mich echt umgehauen vorallen die politischen Texte und der Mix aus Ska und Latino. Man jetzt beiss ich mir ein Ohr ab, Skatalites hätt ich auch gern gesehen. Okay, ich versuch mich jetzt zu beruhigen und schenk Dir mein vertrauen. Bye daniel