Skechers U.S.A

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Super, dieses Al Bundy Dasein!

4 23. Jun 2006

Pro:
gute Verdienstmöglichkeiten, lockeres Betriebsklima

Kontra:
nicht sehr anspruchsvoll  -  - >Image? kann körperlich belastend sein

Empfehlenswert: Ja 

Thonii

Über sich: Nein! Doch! Ooh! Es gibt einen neuen Bericht :)

Mitglied seit:16.08.2004

Erfahrungsberichte:25

Vertrauende:25

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 165 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich über den Betrieb sprechen, in dem ich 1 1/2 Jahre lang gearbeitet habe:

**Skechers U.S.A. in Frankfurt am Main**

Der Bericht ist folgendermaßen aufgeteilt:

1. Der Betrieb
2. Der Einstieg
3. Als Aushilfstätiger
4. Als Fest- oder Teilzeitangestelle
5. Verdienst
6. Arbeitszeit
7. Urlaub/Sonstige Leistungen
8. Aufstieg/Weiterbildung
9. Allgemeines

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1. Der Betrieb
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Skechers ist eine Marke, die (zumindest in Deutschland) ausschließlich Schuhe verkauft. Die Filiale, in der ich gearbeitet habe, befindet sich auf der Zeil im Herzen Frankfurts und hat 4 Etagen: Zwei Verkaufsebenen (EG und 1. OG) sowie jeweils ein Lager im Keller und im 2. OG.

Durchschnittlich sind dort um die 15 Mitarbeiter im Alter von 16 - 35 Jahren beschäftigt; davon sind dann ca 3 im Management, 4 Fest-/Teilzeitangestellte, 2 Auszubildende und diverse Aushilfen und Praktikanten.

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2. Der Einstieg
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Es ist relativ einfach, dort beschäftigt zu werden, da man kaum Qualifikationen vorweisen muss. Ein paar Englischkenntnisse sind sicherlich von Vorteil, aber es geht auch ohne. Einfach eine Bewerbung abgeben und warten, bis sie jemanden brauchen - dann gehts zu einem kurzen Vorstellungsgespräch, in dem man sich nur ein wenig locker, freundlich und interessiert geben sollte und schon hat man den Job. Am ersten Tag wird man dann einmal kurz durch den Laden geführt, bekommt alles erklärt und kann dann gleich loslegen - was auch wirklich einfach ist.

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3. Als Aushilfstätiger
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Die Arbeit ist ganz simpel: Schuhe verkaufen! Eigentlich sind alle in dem Laden damit beschäftigt, Kunden zu bedienen, d.h. dann außer sie zu begrüßen ihnen natürlich die Schuhe zu geben, die sie haben möchten. Da im Verkaufsraum immer nur ein bis zwei Ausstellungsstücke stehen, ist man quasi den ganzen Tag am Treppen hoch und runter rennen. "Kann ich den in 38 haben?" - "Ja klar, kleinen Moment" --- also ein Stockwerk runterlaufen, Schuh suchen, wieder hochlaufen. Dass man pro Kunden mehr als einmal läuft, ist keine Seltenheit, also stellt euch in den ersten Tagen auf Muskelkater ein! Es gibt zwar Funkgeräte, über die man auch mal etwas ordern kann, wenn schon jemand im Lager ist, aber nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass die Figur tatsächlich vom Treppensteigen profitiert und so bin ich dann immer selbst gelaufen ;-) Den richtigen Schuh im Lager findet man übrigens anhand der 4-6stelligen Zahlen- und Buchstabencodes die im Schuh stehen - man tut also nicht nur was für den Körper, sondern auch für den Kopf, wenn man sich 3 verschiedene Codes in verschiedenen Farben und Größen merkt! Da soll nochmal einer sagen, dass Schuverkäufer blöde sind... Da Aushilfen meist für die späten Schichten genommen werden, fällt das Putzen der Verkaufsräume (Staubsaugen/-wischen und normales Wischen) auch in deren Aufgabengebiet. Außerdem wird Samstag morgens immer eine Stunde früher angefangen, um alle Schuhe im Lager zu zählen. Aber keine Sorge, die Addition fällt einem auch noch mit Schnapsfahne leicht ;-)

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4. Als Fest-/Teilzeitangestellter
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Die Tätigkeiten sind hier eigentlich die gleichen wie bei der Aushilfe, nur kommt hier noch hinzu, dass man kassieren kann, wenn man möchte. Außerdem sind alle, die etwas mehr Zeit dort verbringen (zumindest die männlichen unter ihnen) mit der Ware an sich beschäftigt, also Kartons mit der Ware auspacken, einpacken oder die Regale im Lager ordnen, wenn das ganze Nummern-Code-System mal wieder geändert wird. Neue Ware kommt übrigens jede Woche, so hat man immer was zu tun.

Und das Management macht eigentlich auch das Gleiche, nur hat es ca 60% mehr Pausen :-)))

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5. Vedienst
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So, jetzt kommt das Wichtigste: Eine Aushilfe hat ein Basisgehalt von 7€, Fest-/Teilzeitleute bekommen 8€. Hinzu kommt Provision je verkauftes Paar Schuhe (2%), was bei einer Aushilfe ungefähr 50-100€ im Monat ausmacht, bei Fest-/Teilzeit können es 200€ bis sogar 500€ werden, wenn man mal ein paar wirklich gute Tage hatte. Ab und zu gibt es dann auch das Bonussystem: 2€ extra, wenn man 2 Paar an einen Kunden verkauft und 5€, wenn man 3 Paar an einen Kunden verkauft. Aber das gibts auch nur, wenns grade mal gut läuft, also nicht zu oft erwarten :-)
Letztendlich bin ich vertraglich von Aushilfe auf Teilzeit umgestiegen, habe aber wie Vollzeit gearbeitet und bin am Monatsende auf ca. 1200-1300€ netto gekommen.

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6. Arbeitszeit
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Aushilfe: Nachmittags meistens von 15-21 Uhr; wenn es mal durch Schule oder sonstige Dinge nicht so früh möglich ist, kann man auch mal um 17 Uhr anfangen. Samstags von 9-18 Uhr oder 10-19 Uhr (Denjenigen, die erst um 10 anfangen, wird das Zählen nicht zugetraut *g*). wenn man weniger als 6 Std. arbeitet, hat man auch nur eine halbe Stunde Pause.

Vollzeit: Eigentlich immer 9 Stunden inklusive 1 Stunde Pause; von 8-17 Uhr, 9-18 Uhr .... 12-21 Uhr; je nachdem, wieviel Personal da ist und wer für was gebraucht wird. Einen Tag in der Woche gibts frei, es ist dann eine 40 Stunden Woche.

Schichten können beliebig getauscht werden, sofern irgendjemand da ist, der sie übernimmt. Man kann auch mal früher gehen oder später kommen, solang es begründet und in Maßen ist. Raucherpausen kann man auch während der Arbeitszeit machen, wenn nicht allzu viel los ist!

In der Oberen Etage gibt es eine/n Küche/Pausenraum mit Mikrowelle, Kühlschrank etc.; der McDonalds ist 2 Häuser weiter :-)

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7. Urlaub/Sonstige Leistungen
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Urlaub gibt es glaube ich 27 Tage im Jahr, aber ich muss zugeben, dass ich während meiner ganzen Zeit dort keinen Urlaub genommen hab (warum eigentlich, bin ich blöd??)!
Es gibt ein 13. Monatsgehalt, das jeweils zur Hälfte im Dezember und Juni ausgezahlt wird (gilt nicht für Aushilfen). Ansonsten könnte man vielleicht noch erwähnen, dass man pro Monat jeweils 2 Paar Schuhe mit 50% Rabatt und 2 Paar mit 25% Rabatt erwerben kann. Da die meisten Leute die Schuhe aber eh hässlich finden und man alle paar Monate neue Schuhe gestellt bekommt, nutzt man diese Option erfahrungsgemäß eher selten - irgendwann hab ich die Rabatte einfach meinen Kunden angeboten :-)

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8. Aufstieg/Weiterbildung
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Tja, da gibt es eher wenig zu sagen. Da es ein kleiner Betrieb ist, sind die Chancen, ins Management zu kommen, eher gering. Wer im Verkauf eine gute Figur macht und zudem weiß, wie man mit Menschen um sich herum umzugehen hat, kann allerdings seine Chancen erhöhen. Da viele dort die Arbeit eher als Übergang sehen, besteht kaum Interesse an höheren Positionen.

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9. Allgmeines
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Klima:
Es herrscht ein sehr lockeres Betriebsklima, jeder duzt jeden und viele verbringen auch die Freizeit gemeinsam - manchmal geht der ganze Laden zusammen in clubs feiern, da ja der Altersunterschied nicht sehr groß ist..

Arbeitstechniken:
Dann gibt es noch die Liste der 'seven steps', die man bei den Kunden zu beachten hatte - aber abgesehen davon, dass jeweils die ersten Buchstaben der Steps das Wort 'Skechers' ergeben haben und das erste Gebot 'smile' war, kann ich mich an rein gar nichts mehr erinnern, da wir eh nie darauf geachtet haben :-)

Arbeitskleidung:
Ja, auch die gibt es offiziell und wird auch ganz sicher getragen, wenn die Chefs aus Amerika oder England kommen ;-) Spaß beiseite, eigentlich sind alle mit schlichten Shirts oder Pullis ausgestattet und Schuhe sollte man eigentlich auch von dort tragen, nur variiert der Druck von oben von Zeit zu Zeit, sodass manchmal penibel auf die richtige Kleidung geachtet wird und manchmal eben nicht!

Die Filialen:
Außer in Frankfurt gibt es in Deutschland noch Filialen in Düsseldorf, Oberhausen und Dietzenbach.

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MEIN FAZIT:
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Es ist definitiv ein guter Job, solange man nicht vorhat, sein ganzes Leben dort zu verbringen. Die Bezahlung ist gut, durch die Prämien ist man motiviert, etwas mehr zu leisten. Das Klima ist unter normalen Umständen klasse, kann aber auch mal umschlagen, da es ja eine kleine Gemeinschaft ist, in der sich alle nicht nur oberflächlich kennen, sondern schon fast wie Freunde aneinandergeraten können - ich denke, dass da einfach die Distanz fehlt, wie sie in so vielen Betrieben üblich ist.. Meinen Punktabzug gebe ich nur, weil ich denke, dass es nicht der anspruchsvollste Job ist und es auch nicht als langfristige Beschäftigung genutzt werden kann/sollte.

Für weitere Fragen einfach bei mir melden!

LG, Thonii

 



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
manuelmama

manuelmama

21.08.2008 12:58

Das hört sich doch gar nicht schlecht an. Kannte ich bisher nicht. LG Sabine

templerthomas

templerthomas

07.06.2008 01:43

aha die deutschen Al bundys haben also Spaß mit/bei der Arbeit, Image...nun ja George Clooney war ja auch mal Schuhverkäufer

Dryad

Dryad

04.01.2008 16:46

Ein sehr informativer Einblick! LG, Dryad

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