...
>> Skin Privilege - Karin Slaughter <<
∙∙∙∙ Bezugsquelle & Preis ∙∙∙∙
Gekauft habe ich den Roman bei Thalia. Dort habe ich für das Taschenbuch 9,89 € bezahlt. Damals war es noch schwer, das Buch zu diesem Preis bzw. überhaupt zu bekommen. ... Bericht lesen
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten; Preise und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von BulmaZ über Skin Privilege / Slaughter, Karin 23. Juli 2008
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
durchschnittlich
Unterhaltungswert:
sehr hoch
Spannung:
sehr spannend
Humor:
wenig humorvoll
Aufmachung:
schön
Pro:
Story ~ Hochspannung ~ Figuren ~ Schreibstil
Kontra:
-
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nach meinem letzten Desaster mit einem bekannten und von vielen auch sicher hoch geschätzten Autor, habe ich nun wieder mal mit Altbekanntem versucht. Dies sollte eine Autorin sein, die ich in der letzten Zeit schätzen gelernt habe und auf deren neue Bücher ich mich immer regelrecht stürze. Allerdings stelle ich heute keinen deutschen Roman von ihr vor, sondern einen in Originalsprache - also auf Englisch.
>> Skin Privilege - Karin Slaughter <<
∙∙∙∙ Bezugsquelle & Preis ∙∙∙∙
Gekauft habe ich den Roman bei Thalia. Dort habe ich für das Taschenbuch 9,89 € bezahlt. Damals war es noch schwer, das Buch zu diesem Preis bzw. überhaupt zu bekommen. Inzwischen kostet es bei amazon irgendwas um die 6,00 €.
∙∙∙∙ Kaufgrund ∙∙∙∙
Seit "Belladonna" bin ich ein absoluter Fan von Karin Slaughter. Inzwischen habe ich alle Romane aus der so genannten ,Grand County' Reihe gelesen und wollte stets wissen, wie es weitergeht. Als ich dann sah, dass ein neues Buch draußen ist, wollte ich irgendwie nicht mehr warten, bis es auf Deutsch kommen würde. Die Inhaltsangabe klang einfach zu spannend. Außerdem kann ich ja nun mal recht gut Englisch und wieso nicht mal ein ganzes Buch lesen?
∙∙∙∙ Eckdaten zum Roman ∙∙∙∙
Titel: Skin Privilege Weitere Titel: Beyond Reach Autorin: Karin Slaughter Verlag: arrow books Erscheinungsjahr: 2008 Genre: Thriller Seitenanzahl: 560 Seiten
∙∙∙∙ Die Autorin ∙∙∙∙
Sie wuchs in einer kleinen Stadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta. Ihr erster Roman Belladonna erschien 2002 und war sowohl in den USA als auch in vielen anderen Ländern sehr erfolgreich. Seither gehört Karin Slaughter zur ersten Garde der Thrillerspezialisten. Mit ihrem zweiten Roman Vergiss mein nicht eroberte sie erneut die internationalen Bestsellerlisten. Ihr dritter Roman Dreh dich nicht um schaffte es ebenfalls in die Weltbestsellerlisten. Der vierte Roman der Autorin, Schattenblume, erschien im März 2006. Ihr fünfter Roman Gottlos ist seit Mai 2007 verfügbar. Karin Slaughter lieferte neben diesen fünf Büchern, die Eingang- und Abschlussstory in dem Roman Das Armband (Sechzehn tödliche Geschichten). Ihre Bücher wurden in 15 Sprachen übersetzt.
Quelle: www.wikipedia.de
∙∙∙∙ Die Story ∙∙∙∙
Die Polizistin Lena Adams hat bisher ein eher verkorkstes Leben geführt. Als Jugendliche war sie stets in Ärger verwickelt und auch als gestandene Frau macht sie vor Schwierigkeiten keinen Halt. So gerät sie z.B. an den Nazi Ethan Green, mit dem sie eine höchst bizarre Beziehung geführt hat. Seit dem Tod ihrer Schwester ist aus Lena eben eine extrem introvertierte Frau geworden, die einen gehörigen psychischen Knacks hat.
Doch nun hat sie sich in eine richtige Katastrophe hinein manövriert. Denn im kleinen Ort Reece wird ein ausgebranntes Auto gefunden mit einer Frauenleiche darin. In der Nähe des Wagens findet man Lena - übersät mit Verletzungen. Hat sie etwas mit dem brennenden Auto zutun? Bevor Jeffrey Tolliver und seine Frau Sara Linton das herausfinden können, türmt Lena allerdings schon aus dem Krankenhaus.
Von nun an wird die Geschichte zeitversetzt weiter erzählt. Einmal aus der Perspektive von Lena wenige Tage vor dem Vorfall mit der toten Frau im Auto und einmal aus aktueller Perspektive von Jeffrey und Sara. Ganz offenbar hat der Vorfall etwas zutun mit einer hiesigen Nazigruppierung, die Drogen vertickt, mit Lenas eigentlich clean gewordenem Onkel Hank und mit der Geschichte des Ortes Reece. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt - denn eines Abends landet ein toter Mann im Hotelzimmer von Jeffrey und Sara. Er wurde durch das Fenster hinein geworfen…
∙∙∙∙ Eigene Eindrücke ∙∙∙∙
Die Inhaltsangabe klingt für viele, die die bisherigen Romane vielleicht nicht kennen, sicher erstmal nicht so unheimlich spannend. In Anbetracht der Tatsache, dass es in der ,Grand County' Reihe bisher allerdings eher um Serienmordfälle ging und die persönlichen Geschichten der Figuren eher ein Nebenprodukt waren, gewinnt die eigentliche Story allerdings an Spannung. Denn eigentlich kann man sagen, dass es sich bei "Skin Privilege" nicht um einen konventionellen Thriller handelt, in dem ein tougher Cop mit schrecklicher Vergangenheit hinter einem perversen Serienmörder her hetzt. Vielmehr hat Karin Slaughter ihren Fokus nun ausschließlich auf die Protagonisten gesetzt. Im vorliegenden Fall also auf das Sorgenkind Lena Adams. Dabei hat sie die Fakten, die man bisher kannte, aufgegriffen und neu verarbeitet. So bleibt es natürlich nicht aus, dass den Leser einige Überraschungen erwarten. Denn bisher dachte man ja, die bekannten Details über Lenas Leben seien so gegeben und es würde sich nichts mehr dran ändern. Gelungen finde ich in diesem Zusammenhang die Art und Weise wie Karin Slaughter dem Ganzen einen ganz neuen Hintergrund gibt. Sie strickt nicht plötzlich eine vollkommen abgehobene und unglaubwürdige Geschichte. Vielmehr erweitert sie die Lebensgeschichte Lenas um die Beantwortung bisher offener Fragen und vager Fakten. All das trägt natürlich zu einer immensen Spannung bei, die nicht zuletzt aber auch durch die aktuelle Geschichte in diesem Band unterstützt wird. Alles scheint miteinander verknüpft. Es sieht so aus, als gäbe es keinen Ausweg für alle Beteiligten. Sie scheinen sich in einem Sog zu befinden, der alle zu verschlingen droht. Dies trägt zu einer extrem düsteren Atmosphäre beim Lesen bei, sodass man "Skin Privilege" nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Hinzu kommt natürlich der tolle und meiner Ansicht nach vollkommen ausgereifte Schreibstil der Autorin. Sie schreibt so fesselnd, dass man alles um sich herum vergisst. Diese Tatsache kommt natürlich weit mehr zum tragen, wenn man das Buch im englischen Original liest. Ich habe bisher noch nie Romane auf Englisch gelesen, weil ich mir nicht so sicher war, ob mir das wirklich gefallen würde. Zwar liebe ich diese Sprache und kann wohl auch behaupten, sie gut zu beherrschen, dennoch hat der gewisse Kick immer gefehlt. Nachdem ich aber einen zaghaften Versuch mit dem Prolog gewagt hatte, musste ich unbedingt weiterlesen. Es ist tatsächlich so, wie es mir so oft gesagt wurde: Ein Roman im Original geht noch einmal weit tiefer als in der Übersetzung. Teilweise sind es zwar wirklich nur Nuancen, manchmal allerdings gibt es Dinge, die man in Deutsch nie so ausdrücken könnte, dass sie genauso wirken wie im Original. Hinzu kommt noch, dass Slaughter das meiner Ansicht nach einmalige Talent besitzt, Sätze so zu formulieren, dass sie allein durch ihre bloße grammatikalische Struktur schon fesseln [ja, ich bin ein Grammtikfreak]. Sie konstruiert ihre Sätze nicht nach dem althergebrachten Schema, sie reiht teilweise mehrere Nebensätze aneinander, sodass eine ganz besondere Stimmung in der jeweiligen Situation entsteht. Es ist einfach toll und trägt unheimlich zur Atmosphäre und Stimmung bei. Denjenigen, die nun zwar interessiert, sich aber nicht sicher sind, ob es eine so gute Idee ist, einen Roman im Original zu lesen, sei gesagt, dass das Leseverständnis meistens immer um ein Vielfaches besser ist als man meint. Ich schätze, wer im Englisch Grundkurs eine gute Zwei hatte oder hat, wird problemlos mit diesem Roman fertig. Sicher gibt es immer mal Stellen, die man nicht versteht. Dabei handelt es sich aber meistens nur um Redewendungen, die nicht zum Verständnis der Geschichte nötig sind. Hin und wieder wird man auch stutzig, wenn die Figuren in den Dialogen nicht grade die richtige Grammatik benutzen, dennoch ist aber alles wirklich verständlich. Außerdem ergibt sich vieles auch aus dem Kontext.
Da es sich bei "Skin Privilege" ja, wie ich bereits erwähnt habe, um einen Roman aus einer Reihe handelt, der nun im Endeffekt auch eigentlich nur noch rund um die bekannten Figuren konstruiert wurde, ist es natürlich obligatorisch, auch ein Wort zu eben jenen Figuren zu verlieren. In der Regel entwickeln sie sich ja in die ein oder andere Richtung weiter. Bei der Polizistin Lena Adams ist dem auf jeden Fall so. Sie hat im ersten Roman der Reihe "Belladonna" ja ihre geliebte Schwester Sybill verloren. Das hat ihr Leben grundlegend verändert. Irgendwann hat sie sogar angefangen zu trinken und sich auf einen aggressiven Nazi einzulassen, der durchaus auf härtere Bandagen gestanden hat. Auch hatte Lena nie das beste Verhältnis zu ihrem Onkel Hank, der die Geschwister nach dem Tod der Eltern groß gezogen hat. Letzteres ändert sich hier ein wenig. Nachdem Hank hier nun spurlos verschwunden ist, macht sie sich große Sorgen. Auch aufgrund der Tatsache, dass der eigentlich inzwischen clean gewordene Hank wieder an der Nadel hängt. Das kannte man bisher von Lena nicht. Auch die Tatsache, dass sie sich auf Leute aus ihrem früheren Leben einlässt, ist neu. Lena scheint also zu merken, dass sie eigentlich völlig kaputt ist und alleine nie etwas aus ihrem Leben wird. Für mich ist sie der Inbegriff eines psychischen Wracks, das außerdem aber immer noch alles auf eigene Faust regeln will. Sie scheint nichts und niemanden zu brauchen, sorgt sich dennoch aber um das Wohl ihres Chefs Jeffrey Tolliver, den sie unbedingt aus Reece los werden will, weil sie fürchtet, ihm könnte es etwas passieren. Jeffrey lässt sich aber natürlich nicht abwimmeln. Schon lange arbeitet der mit Lena zusammen und hat so einiges mit ihr erlebt. Dennoch ist sie für ihn wie eine Schwester. Nicht zuletzt auch wegen seiner wilden Vergangenheit und seines Alkoholikervaters. Jeffrey Tolliver ist inzwischen wieder mit Sara Linton, seiner Exfrau, verheiratet und beide wollen ein Kind adoptieren, da Sara aufgrund ihrer Vergewaltigung keine Kinder bekomme kann. Es ist auch hier wieder irgendwie süß zu sehen, wie die beiden es trotz Jeffreys Seitensprung geschafft haben, sich zusammenzuraufen. Sara kann mit Lena nach wie vor übrigens nicht, zögert aber auch nicht, ihr zu helfen. Ob um Jeffreys Willen, dem Lena sehr am Herzen liegt, oder doch, weil sie Lena beschützen will - man weiß es nicht.
Es ist also sicher gut zu erkennen, dass die Protagonisten sehr gut weitergeführt werden. Man kann sie sich nach wie vor sehr gut vorstellen und sie erscheinen authentisch. Man kann sich durchaus auf die ein oder andere Weise mit ihnen identifizieren. Übrigens, um noch einmal auf die englische Originalsprache zurück zu kommen: Auch hinsichtlich der Figuren bewirkt diese, dass man sie noch genauer vor sich sehen kann. Es ist halt eben die Art, wie sie in Dialogen sprechen und sich ausdrücken. So kommt alles deutlich dichter rüber als es bei einer Übersetzung möglich sein kann.
Alles in allem hat mich "Skin Privilege" wirklich mehr als begeistert. Der Roman ist extrem spannend, düster und bedrückend, die Figuren sind vorstellbar und sympathisch, sodass man regelrecht mit leidet. Außerdem habe ich festgestellt, dass ein Roman im englischen Original viel spannender ist und besser rüber kommt als in der Übersetzung. So werde ich mir demnächst noch so einige dieser Sorte holen. An dieser Stelle gibt es also volle fünf Sterne und eine Empfehlung. "Skin Privilege" muss man definitiv gelesen haben. Ob man alles so gut versteht, ohne die Romane davor zu kennen, kann ich nur schwer einschätzen, aber ich denke mal, dass es geht. Denn die wichtigsten Fakten werden stets kurz wiederholt, sodass eigentlich kein Vorwissen nötig ist.
Pro: Story ~ Schreibstil ~ Figuren ~ zwei Zeitebenen ~ fundiert Kontra: das vereinzelte medizinische Blabla
...entsprechend teurer sind. Die deutsche Ausgabe ["Leichenraub"], die seit kurzem draußen ist, ist bisher nur als Hardcover käuflich zu erwerben und kostet 19,95 ?.
Kaufgrund
--------------
Seit "SkinPrivilege" von KarinSlaughter bin ich auf den Geschmack gekommen was Romane in Originalsprache anbelangt. Ich war so beeindruckt davon, wie anders und intensiver die Atmosphäre herüber kommt, dass ich mir gleich mehrere Romane auf Englisch zulegt habe. Zu "The bone garden" habe ich gegriffen, weil es zum einen von einer meiner Lieblingsautorinnen ist und zum anderen natürlich auch, weil ich die Inhaltsangabe spannend fand.
Eckdaten zum Roman
----------------------------
Titel: The bone garden
Deutscher Titel: Leichenraub
Autorin: Tess Gerritsen
Verlag: Ballantine Books
Erscheinungsjahr: 2007
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 487 Seiten...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Schreibstil ~ durchgeknallte Figuren ~ irrwitziges Ende Kontra: vielleicht etwas zu abgedreht ~ nicht mehr die gewohnte Karin Slaughter
...Ende von "SkinPrivilege"/ "Beyond Reach" nicht klar ist, ob es jemals einen weiteren Roman der Reihe geben wird [in einem Brief der Autorin schreibt sie allerdings, dass wohl ein weiterer Teil geplant ist], stürze ich mich daher auf alles andere, was die Autorin so zu Werke bringt. Da kam ich natürlich auch nicht umhin, mir "Martin Misunderstood" zu holen. Die Story klang einerseits sympathisch, andererseits aber auch nach der altbekannten Spannung. Außerdem ist Slaughter im englischen Original einfach ein Genuss.
-= Eckdaten zum Roman =-
Titel: Martin Misunderstood
Autorin: KarinSlaughter
Erscheinungsjahr: 2008
Verlag: arrow books
Seitenanzahl: 147 Seiten
Genre: Krimi [Komödie]
-= Die Autorin =-
Sie wuchs in einer kleinen Stadt in Georgia auf und lebt heute in Atlanta.
Ihr erster Roman Belladonna erschien 2002...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich 13.10.2008
Vergleichen Sie ähnliche Produkte mit Skin Privilege / Slaughter, Karin