Slowenien, Allgemeines

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Slowenien, Allgemeines

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Erfahrungsbericht über "Slowenien, Allgemeines"

veröffentlicht 11.03.2011 | esp1
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Ich würde mich freuen, wenn es wieder mehr Kommentare geben würde zu den Berichten und bedanke mich auf diesem Weg für die vielen bh´s und sh´s. Danke an alle Leser.
Ausgezeichnet
Pro nettes Land, abwechslungsreiche Landschaft
Kontra nichts
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Herrenausflug nach Slowenien"

Slowenien – eine Rundfahrt beim kleinen Nachbarn

Unser heuriger Herrenausflug hat uns von 03.06.2010 – 06.06.2010 nach Slowenien geführt.

Dieses Mal war es eine kleine Premiere, denn zum ersten Mal waren alle Herrenausflugsmitglieder mit dabei, so dass wir 6 Mann hoch Slowenien unsicher machten.

Anreise:

Um 07Uhr30 war für die 5 Wiener Teilnehmer bereits Treffpunkt in Wien Meidling, da ja der Westbahnhof derzeit umgebaut wird und auch der Südbahnhof in Trümmern liegt, weil der neue Wiener Hauptbahnhof gebaut wird. Nachdem wir uns alle vor der U-Bahnstation getroffen, beschlossen wir, mangels Alternativen, einen Kebab Stand in der Unterführung aufzusuchen, um ein Start Bier zu trinken. Ich hatte wieder Proviant dabei, da es in meiner Heimat in OÖ spezielle Würste zu kaufen gibt, die Krainer heißen und das sehr passend für Slowenien ist, ließ ich mir von meinen Eltern 12 Stück schicken. Mit etwas Käse, Capry Sonne und Milky Way war ich mir sicher, dass wir während der fast 6-stündigen Zugfahrt nicht verhungern würden. Markus hatte Bier eingekauft und so ging es schließlich um 08Uhr03 los. Zuerst Richtung Graz, wo Christian unser diesjähriger Reiseleiter zusteigen würde. Schon bald darauf wurden die Würste ausgepackt und wir begannen mit dem deftigen Frühstück. Erste Blödheiten wurden gequatscht und schnell war die Zeit bis Graz vergangen. Dort stieg wie geplant Christian zu, der eine prall gefüllte Kühltasche mit Bier, Wurst, Gebäck und anderen Dinge dabei hatte. Die weitere Zugfahrt verlief ereignislos und wir hatten viel Spaß dabei, so dass die Zeit schnell verging und wir relativ pünktlich den Hauptbahnhof Laibach erreichten.

Dort gab es Probleme mit dem Mietwagen, da er nicht wie vereinbart am Bahnhof auf uns wartete und es dauerte fast 2 Stunden, bis wir endlich einsteigen konnten. Leider war das Auto ziemlich klein, so dass alle wenig Platz hatten im Wagen, aber so lange Fahrten würden wir ohnehin nicht machen. Wir brausten zuerst auf der Autobahn Richtung Postoijna, wo unsere erste Unterkunft gebucht war. Der Organisator hatte sich ein wenig dem Spargedanken gewidmet und nicht das teure 4 Sterne Hotel gebucht, sondern Zimmer in der örtlichen Jugendherberge reserviert. Ostblockcharme vom Feinsten verströmte das alte und hässliche Betongebäude. Die hellen leuchtenden Farben konnten nur teilweise über den Zustand des Hauses hinwegtäuschen. Nach Besichtigung des Sanitärbereichs war mir klar, hier wird morgen sicher nicht geduscht.

Da es mittlerweile schon 18 Uhr war, ging sich gerade noch ein Rundgang durch die relativ kleine Stadt aus. Wir hielten Ausschau nach einem Restaurant fürs Abendessen, aber wurden nicht so richtig fündig, so dass wir erst einmal auf ein Bier in die Bar beim Busbahnhof einkehrten. Nach weiterer Suche fanden wir dann doch ein Lokal zum Abendessen. Natürlich haben wir gleich das teuerste Restaurant der Stadt gefunden, das Essen war lecker und in einem netten Rahmen. Wir bestellten Vorspeisen und Hauptspeisen und als Abschluss wurden noch 4 Flaschen Schnaps auf den Tisch gestellt, die wir verkosten durften. Derart gestärkt wollten wir uns ins Postoijner Nachtleben stürzen, aber das war ein sinnloses Unterfangen, denn in Slowenien sperren alle Lokale um 22 Uhr, also ging es relativ zeitlich ins Bett.

2. Tag

Ohne Frühstück, das wäre nur zwischen 6 Uhr und 6 Uhr 30 möglich gewesen und ungewaschen (nur unser Reiseleiter wagte sich aufgrund seines hageren Körperbaus in die engen Duschen), verließen wir gegen 8 Uhr die Jugendherberge in Postoijna und brachen nach Koper, einer kleinen Stadt am Meer auf. Wir schlenderten durch die Stadt, tranken Kaffee, suchten eine Frühstücksgelegenheit und nahmen dann mit Börek, einem mit Fleisch gefüllten Blätterteig, vorlieb. Ein kleiner Hafenspaziergang, die Besichtigung des Bezirksmuseums von Koper, ein Blick in eine Tito Ausstellung und die Besteigung eines Turmes rundeten unser Koper Programm ab. Nun ging es auf der Autobahn zurück zum Unesco Weltkulturerbe Skocjanske Jame, einer beeindruckenden Karsthöhle in der Nähe von Postoijna. Wir machten eine Führung mit, die uns 90 Minuten durch eine riesige und wirklich sehenswerte Höhle führte. Im Anschluss wählten wir den anstrengenden, aber malerischen Rückweg über zahlreiche Stufen und an einem Wasserfall vorbei, um zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Dort wurden dann ein kaltes Bier geordert, um den Durst zu löschen und auch gleich Mittagessen bestellt, da es ja schon beinahe 15 Uhr 30 war. Das Essen schmeckte gut, dauerte aber ziemlich lange, bis es serviert wurde. Doch war es ein angenehmes Sitzen in der Sonne und mit einem weiteren Bier.

Dann ging es zurück zum Auto und wir fuhren nach Krsko, wo wir in den folgenden beiden Tagen unser Hauptquartier aufgeschlagen hatten. Schnell hatten wir das City Hotel gefunden, eingecheckt und schon machten wir uns auf den Weg, um die Stadt mit dem Atomkraftwerk zu erkunden. Viel gab es allerdings nicht zu sehen. Wie fast immer führte uns unser Weg zum Bahnhof, um dort das lokale Bahnhofsbeisl zu testen. Wir wurden am Busbahnhof fündig und kehrten erschöpft vom Tagesprogramm ein. Krsko schien auch lokalmäßig eher wenig zu bieten zu haben und so begaben wir uns in eine Pizzeria, wo wir ein spätes Abendessen zu uns nahmen. Auf dem Rückweg kehrten wir noch ein, aber auch hier, war nach 11 Uhr kein Bier mehr zu bekommen.


3. Tag

Um 8 Uhr finden wir uns zum Frühstück im renovierten Teil des City Hotels ein. Der Reiseleiter mahnt uns zur Eile, da wir ein straffes Besichtigungsprogramm vor uns haben. Zuerst fahren wir mal Richtung Atomkraftwerk, um es aus der Nähe zu fotografieren. Dann steht ein Besuch in Novo Mesto, das im Reiseführer als Perle beschrieben wird. Naja, ganz nett, aber jetzt nicht so ganz überwältigend. Im Anschluss steht das Wasserschloss von Otocec am Programm. Wirklich malerisch gelegen. Wir kehren im teuren Restaurant ein und trinken eine Kleinigkeit, bevor wir noch einen kurzen Spaziergang machen. Weiter geht’s zum Zisterzienserstift von Sticna, wo wir einer standesamtlichen Hochzeit beiwohnen und einige Ausstellungen slowenischer Künstler ansehen. Unerbittlich treibt uns der Reiseleiter an und wir besuchen einen weiteren Malerischen Ort, der auf einer kleinen Inselliegt. Dort kehren wir in den, laut Reiseführer, kulinarischen Tempel des Ortes ein, um zu Mittag zu essen. Es dauert ziemlich lange, bis unser Essen kommt und wir sind ob des Bieres und des lauen Nachmittages ziemlich ermattet, aber Christian kennt kein Pardon. Über Bresice geht es an die kroatische Grenze und über Selbige nach Kumrovec, zum Geburtstag des ehemaligen Diktators Jugoslawiens Marschall Tito. Ein klassisches Herrenausflugsziel. Am Geburtshaus ist eine kleine Gedenktafel angebracht, die an Tito erinnert, mehr nicht! Glücklicherweise befindet sich im Ort noch ein Freilichtmuseum, in dem man alte kroatische Bauernhöfe bzw. Werkstätten und deren Gerätschaften besichtigen kann. Wir sind müde, aber es steht uns noch ein Stück Autofahrt bevor. Da es am Weg liegt besuchen wir die Burg Wir erreichen sie gerade noch 10 Minuten vor 18 Uhr, denn dann schließt sie die Pforten. In 25 Minuten besichtigen wir die Burg, samt Ausstellungsräumen und wollen nun endlich wieder ins Hotel. Doch wir verfahren uns und sehen dann wie wir lange nach einer Tankstelle suchen müssen. 5 Liter befinden sich am Ende noch im Tank. Frisch Getankt bekommen wir sozusagen wieder Oberwasser und statten auch noch der Basilika Maria Lourdes in Brestanica einen Besuch ab. Aber jetzt geht’s endlich zurück, doch da fällt uns ein, dass wir noch eine Kirche ein Stück Hügel hoch neben Krsko besuchen wollen, um ein „schönes“ Stadtfoto schießen zu können bzw. um einen Blick von oben auf das Atomkraftwerk und die Papierfabrik werfen zu können. Also jagen wir unseren Opel noch zur Josefskirche hoch, bevor es nun endgültig zurück ins Hotel geht. Wohin sollen wir nur Abendessen gehen, lautet die Frage. Eine Nachfrage bei der Rezeption bringt uns einen Tipp in Alt-Krsko. Wir fahren mit dem Auto hin und finden ein Grilllokal. Nach der Vorspeise bestellen wir alle typische Balkan Grillgerichte, wie Cevapcici, Pljeskavica oder Racnici. Zurück geht’s zu Fuß, da auch der Fahrer mal ein Bier trinken wollte. Eine kurze Einkehr noch und müde fallen wir gegen Mitternacht ins Bett.

4. Tag

Heimreisetag! Nach einem annehmbaren Frühstück brechen wir nach Lasko auf, wo schon Kaiser Franz Josef zur Kur und wo eine der beiden großen Biermarken Sloweniens, das Lasko Bier zuhause ist. Kurzer Rundgang im Ort, bevor es weiter geht nach Celje, wo wir der Fußgängerzone einen Besuch abstatten und auch so eine kleine Runde drehen, bevor wir zum Eisessen einkehren. Unser Besichtigungsprogramm kennt auch am Heimreisetag kaum Pausen und so eilen wir weiter nach Velenje, wo ein Braunkohlebergbaumuseum auf uns wartet. Wir absolvieren eine sehr informative und interessante 90-minütige Führung im Stollen. Nachdem wir beim Auffinden des Museums doch einige Schwierigkeiten hatten. Ein langes Verweilen ist nicht möglich, da um 16 Uhr 21 unser Zug in Marburg abfährt. Wir sind rechtzeitig vor Ort, doch auch bei der Auto Rückgabe müssen wir warten. Wir trinken Abschiedsbier am Bahnhof und bekommen dann noch ziemlichen Stress, um den Zug zu erwischen. Da wir rund 15 Minuten vor Abfahrt 6 Kebap bestellen und der Kerl ewig braucht bis sie fertig sind. Der Zug war bereits angerollt und kam wieder zum Stehen, weil ich noch nicht an Bord war und Klaus am Trittbrett stand und gerufen hat. Außer Atem hab ich dann im Abteil Platz genommen und der zug konnte losfahren. Wir ließen die letzten Tage Revue passieren und kamen schließlich kurz nach 20 Uhr in Wien an, wo wir uns wieder in alle Winde zerstreuten, schon in Erwartung des nächst jährigen Herrenausfluges.

Fazit:

Slowenien ist ganz nett, mit zahllosen Kirchen, Burgen, Schlössern und Klöstern. Durch die Rundreise wurde uns nicht langweilig. Die großen Highlights waren auf jeden Fall die Karsthöhle und das Schaubergwerk in Velenje. Kulinarisch waren wir großteils zufrieden, im Gegensatz zur Servicegeschwindigkeit. Preislich ist Slowenien natürlich im Vergleich zur Slowakei oder Tschechien doch um einiges teurer, aber immer noch unter dem Preisniveau von Österreich. Im Großen und Ganzen hat es uns gut gefallen.

Ich muss mich entschuldigen, dass keine Fotos dabei sind.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • underline77 veröffentlicht 31.05.2011
    sehr informativ lg undi77
  • bongilein veröffentlicht 17.04.2011
    Schöner Bericht ... :-))) LG bongilein
  • Katzimoto veröffentlicht 08.04.2011
    Na dann Prost !
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