Erfahrungsbericht über

Smart MX 83

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Smart MX 83

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Günstiges Empfangshilfsmittel für das Glotzophon

3  04.12.2010

Pro:
klein und platzsparrend, gutes Upscaling, gute Menüführung, Preis

Kontra:
seitliche Anschlüsse, LED - Display zu grell, Betriebsanleitung, Menülayout, diverse Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Handhabung/Komfort:

Installation

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RoneryWulf

Über sich: Derzeit einfach keinen Bock auf Ciao. Also lass ich's erstmal. Ich denke es wird eine längere Pause,...

Mitglied seit:27.02.2010

Erfahrungsberichte:46

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 135 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seit mein betagter Comag Receiver im Einsatz war sind schon einige Jahre ins Land gegangen. Währenddessen durfte der Receiver in den kalten, feuchten Kellerverlies meiner Eltern sein Dasein fristen. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass das gebrauchte Fundstück von eBay, komplett den Dienst verweigerte, als ich es gute vier Jahre später mal wieder aus dem Kellerloch gezogen habe. Klare Sache, ein neuer Receiver muss her. Einer HD-Receiver mit digitalen Audiobuchsen und vernünftigen Upscaling sollte es sein. Kurzum, eine kleine smarte Box und die habe ich hier gefunden. Es sei übrigens erwähnt, dass der Smart MX83 kein Satellitenreceiver ist, sondern ein Kabelreceiver.


Das Datenblatt zum Receiver
Damit wir auch wissen, worüber wir reden ein kleiner Blick auf die Herstellerangaben des Smart MX83 (entnommen von der Homepage smart-electronics.de):
  • HDMI-Ausgang 720p / 1080i sowie SCART-Anschluss
  • CA-Schnittstelle (Conax)
  • Timer-/Alarm, EPG-Funktion sowie Videotext
  • PVR-Ready (Aufnahmefunktion)
  • 4000 Programmspeicherplätze und Favoritenlisten
  • Modulation QAM 16/32/64/128/256
  • Update über RJ11-Update möglich
  • Abmessungen: 320 x 50 x 135 mm bei 500 Gramm

Zugegebener Maßen war bei mir vor allem neben genannten Kriterien der Preis das ausschlaggebende Argument. Es ist einfach so, dass der Smart bei mir eine Art Übergangslösung ist. Ganz einfach, da ich in sechs Monate eh einen eigenen Haushalt in Deutschland haben werde und einen neuen Fernseher benötige. Fast alle neuen Geräte haben einen DVB-C Receiver integriert. Daher habe ich mir auch für etwas über 50 Euro bei eBay ein gebrauchtes Gerät ersteigert. Diese gibt es in Hülle und Fülle, da viele sich nicht darüber bewusst sind, dass das Kartenmodul für keines der Pay-TV-Pakete (egal ob vom Kabelanbieter oder Sky) geeignet ist. Tatsächlich wird CONNAX kaum noch irgendwo zur Verschlüsselung eingesetzt, ist aber bei den Herstellern sehr beliebt, da es lizenzfrei ist. Sprich, der Hersteller muss nicht dafür zahlen, kann aber in die Produktbeschreibung herein schreiben, er kann es. Es wäre ja auch ein wenig blöd zu sagen: "_Wir haben einen CA-Kartenslot, aber Sie können eigentlich gar nichts damit anfangen._". Also Vorsicht beim Kauf! Wenn codierte Programme im Spiel sind, sollte man sich unbedingt informieren, welcher Receiver die auch beherrscht. Wichtig war mir neben den HDMI-Anschluss (klar!) auch die PVR-Funktion mit deren Hilfe man auf externen USB-Festplatten und USB-Sticks aufnehmen kann. Durch die breite Modulation ist der Smart praktisch bei jedem Kabelanbieter einsetzbar. Ein wenig Schade finde ich, dass der Receiver leider Full HD Material (1080i) leider nur per Upscaling an den Fernseher übertragen kann. Dies ist eine kleine Mogelpackung, da die technischen Daten auf den ersten Blick sagen, er kann 1080i Bildmaterial verarbeiten. Auf dem technischen Datenblatt steht dies aber ganz anders. Im Prinzip ist dies jedoch egal, da es kaum Full HD Sender im Kabelnetz gibt - Ausnahmen wie Arte HD bestätigen die Regel. Zukunftsweisend ist dies jedoch nicht. Der Neupreis des Smart MX83 liegt bei durchaus fairen 99 Euro (gefunden bei redcoon.de; 03.12.2010).


Kleine Wunderkiste mit Pferdefuß bei den Anschlüssen
Wenn man sich diese kleine, schwarze Schachtel so ansieht, ist man schon ein wenig in Sorge. Kann dieses kleine Etwas wirklich die gleiche Leistung bringen wie die große Konkurrenz? Gerade einmal 23 cm misst der MX83, also gerade mal etwas mehr wie ein übliches Taschenbuch. Dennoch hat es Smart irgendwie geschafft, in diesem kleinen Gehäuse alles, was der Mensch zum Fernsehgucken und Musikhören benötigt, unterzubringen. Sehr praktisch, da man den kleinen Smart wesentlich besser im Wohnzimmer verstecken und verstauen kann. Allerdings ist man dabei einen Kompromiss eingegangen, der nicht Jedermanns Sache ist. So befinden sich der SPDIF-Ausgang (optisch) sowie der LAN-Ausgang für die Update (RJ11) auf der linken Seite des Gehäuses, also nicht hinten, und damit zumindest bei mir voll im Sichtfeld. Gut, das Netzwerkkabel ist in der Regel nicht ständig angeschlossen, dass optische Kabel allerdings bei mir schon. Ich muss ehrlich sagen, wenn dies keine vorrübergehende Lösung, wäre dies vielleicht ein echter Grund den Smart nicht zu kaufen. Aber das hängt ja auch davon ab, wie man sich häuslich einrichtet und ob die Anschlüsse überhaupt benötigt werden.
Wehren kann man sich aber gegen das aufdringliche Front-LED-Display leider nicht. Die roten LEDs zeigen mit einer nahezu unerbittlichen Helligkeit das eingestellte Programm an. Viel zu grell und auch nicht über das Menü zu dimmen. Das Stört beim Fernsehen dann schon etwas. Die Stand-By-Leuchte ist genauso grell, nimmt sich aber nur unter 1 Watt Leistung. Dennoch wäre es mir lieber gewesen, wenn das Gerät abschaltbar wäre.


Anschlussmöglichkeiten
Für einen Receiver in dieser Preisklasse hat der Smart eigentlich alles, was das Herz begeht. Es kann sowohl analog über SCART oder Antennenkabel, wie auch über HDMI das Bild auf den Fernseher gebracht werden. Alles kein Problem. Zusätzlich verfügt der MX83 wie angesprochen über die optische Schnittstelle an der Seite, mit der es wirklich ein Genuss ist die digitalen Radiosender über das Boxensystem zu hören. Wie das Update per LAN-Kabel funktioniert, kann ich euch mangels Praxiserfahrung leider nicht sagen. Ich empfehle allerdings dringend ein regelmäßiges Update. Das wird bei mir mittels USB-Stick durchgeführt. Der USB-Slot befindet sich auf der Rückseite des Geräts und ist wohl in erster Linie für das Aufnehmen gedacht. Auch dies funktioniert grandios mit meiner externen 160 GB Platte. Allerdings muss jeder Datenträger vor der Nutzung speziell durch das Gerät formatiert werden und ist danach leider nicht mehr am PC lesbar. Dies wird wohl so gemacht, damit die Aufnahme nur auf dem Gerät wiedergegeben werden kann. So werden Raubkopien vorgebeugt. Aber wer auch nur ein wenig im Netz sucht, findet schnell Möglichkeiten, diesen "Kopierschutz" zu umgehen. Etwas mehr Probleme habe ich mit meinem SanDisk Cruzer 8 GB USB Stick. Dieser wird leider vom Gerät nicht erkannt. Der 16 GB Corsair Stick meines Vaters funktioniert allerdings problemlos, genauso wie mein alter 256 MB TakeMS Stick (es darf gelacht werden!). Mir scheint, dass der Smart in dieser Beziehung leider eine kleine wählerische Diva ist. Das Kartenslot habe ich nie benötigt, da Kabel BW beim Free-TV auf eine Grundverschlüsselung verzichtet.


Inbetriebnahme und mögliche Einstellungen
Eigentlich ist alles sehr einfach und man kommt sehr schnell zu seinem Bild. Eben das Antennenkabel in die Buchse an den Receiver geschraubt und dann das HDMI-Kabel (im Normalfall) mit den Fernseher verbunden. Gibt man dem Smart dann seine 220 Volt und schaltet diesen das erste Mal ein, meldet dieser sich mit dem Bildschirm zum Sendersuchlauf. Wird dieser gestartet, durchforstet der Smart das gesamt Frequenzband von x - x auf allen möglichen Modulationen. Bei mir fand er dabei bei Kabel BW insgesamt 331 TV-Sender und 165 Radio-Sender. Natürlich größtenteils leider verschlüsselt. So dass ca. 60 bis 70 Fernsehsender übrig bleiben. Darunter solche spannenden Spartenkanäle wie 9Live oder Bibel TV.
Im Prinzip ist die Inbetriebnahme also recht narrensicher, da der Receiver im Prinzip alles von alleine macht und legendlich nachfragt, ob sein Tun in Ordnung ist. Absolut problemlos.

Auch sollte man sich vor der Nutzung durch die Einstellungsmenüs kämpfen. Diese sind mit dem Knopf "Menü" auf der Fernbedienung erreichbar. Hier kann dann alles möglich, gut strukturiert, eingestellt werden. Da verschiedene Sender immer noch nicht auf 16:9 umgeschwenkt sind, ist es sinnvoll das Format fix einzustellen. Ich hatte das Problem, dass mein Fernseher das Format automatisch bestimmt und sich dann mit dem Receiver ein wenig duelliert hat, welches Format nun angezeigt werden soll. Desweiteren kann man einstellen, welche Tonspur verwendet wird (Sender übertragen oft Stereo und Dolby 5.1 parallel) und ob Untertitel automatisch eingeblendet werden sollen. Auch eine Kindersicherung ist integriert. Hier können einzelne Sender oder gleich das ganze Gerät per PIN gesichert werden. Alles in Allem geht es einfach kaum noch einfacher und übersichtlicher.


Etwas für Augen und Ohren
Es ist natürlich etwas schwierig das Bild qualitativ dem Receiver zuzuordnen. Da hat der angeschlossene Fernseher und dessen Bild-Engine natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden. Aber ich bin sehr zufrieden, was der Smart MX83 und mein Toshiba TV so auf den Bildschirm zaubern. Insbesondere das Upscaling scheint bei Smart ein richtiger Knaller zu sein, so dass bei guten Bildmaterial das normale SD-Bild (576p) schon nahezu DVD-Qualität erreicht. Nicht umsonst sind auch in den einschlägigen Foren viele Smart-Besitzer von der Bildqualität angetan. Das 720p Bild von ARD oder ZDF HD wird trotz der bestimmt nicht unerheblichen Kompression flüssig und ohne Blockbildungen dargestellt. Was insbesondere bei Fußballspielen eine wahre Freude ist. Bildaussetzer habe ich in den drei Monate der Nutzung bisher nicht festgestellt. Der Ton ist eben digital, soll heißen entweder kristallklar, zerhackt oder nicht vorhanden. Ich kann sagen, dass ich da noch keine Probleme hatte. Hörgenuss pur ist angesagt.
Da der Receiver die Programme durchschaltet und nicht mehr der Fernseher, läuft logischerweise auch der Videotext über den Smart. Auch hier gibt es Positives zu berichten. Der Videotext nimmt in etwa 75% des Bildschirms ein, womit er auch auf Fernsehern mit kleinerer Diagonale sehr gut zu lesen ist. Von den Funktionen her ist der Smart wie alle Fernseher bestückt, spricht es gibt ebenso Spungfunktionen zum Vorblättern je Themengebiet wie auch ein einfach Vor -und Zurückblättern. Alles, wie es sein soll. Das Ergebnis des Smarts ist in jederlei Hinsicht Top!


Die Navigation und Menüführung per OSD und Fernbedienung
Ein bisschen fühlt man sich angesichts des leider recht spartanischen Menüs ja schon zurückversetzt. Pixlige Schrift in simpler Optik mit schlecht abgerundeten Ecken. Das Ganze in einem farblich recht monotonen Blau. Nein, schön ist das nicht. Dafür aber durchaus auch für nicht HD-fähige Fernseher geeignet. Ich vermute einmal, das war auch die Überlegung von Smart. Schließlich muss der Receiver über jeden Fernseher aus im OSD-Menü bedienbar sein. Dafür ist das Menü sehr logisch mit den Stichpunkten Einstellungen, Installation, Senderliste, Timer und Information aufgebaut. So muss man nicht groß überlegen, wo man beispielsweise seine Sender programmiert. Ein wenig Menschenverstand und/oder herum Probieren reichen völlig aus. Die Senderliste lässt sich einfach und intuitiv mittels Drag&Drop verschieben. Wobei im jeweiligen Menü unterhalb der Senderliste sogar eine kleine Anleitung steht. Analog dazu kann auch eine Favoritenliste mit bis zu 4000 Plätzen angelegt werden. Einfacher geht es nicht mehr. Klasse gelöst von Smart. Das normale Umschalten zwischen der Sendern geht erfreulich schnell. Das kenne ich sowohl von meinem alten Comag, wie auch von verschiedenen Modellen von Humax auch ganz anders. Es dauert ca. eine bis zwei Sekunden bis umgeschaltet wird. Das ist in Ordnung. Nicht so gut gefällt mir die Aufnahmefunktion (PVR) von Smart. Zwar findet man auf Fernbedienung den typischen roten Punkt ("Record"), der scheint aber irgendwie ohne Funktion zu sein. Man kann am Receiver sehen, dass er ein SIgnal bekommt. Aber passieren tut nichts. Ob ich da nur eine "Montags-Fernbedienung" habe oder ob das normal ist, kann ich leider nicht sagen. Tatsache ist, dass man sich zum Aufnehmen eines Programms über den Umweg der Sendeinfo (EPG) einen Timer programmieren muss. Ob man sofort aufnehmen will oder nicht spielt dabei keine Rolle. Prädikat: Ausbaufähig.

Die Erfahrungen beruhen hierbei auf Firmware-Version V.0174.


Zu Hülf! - die Bedienungsanleitung
Auch bei der Bedienungsanleitung merkt man dann schon, dass Smart eher am unteren Rand des Preisspiegels angesiedelt ist. Die Anleitung wird als einfach kopiertes weißes DIN-A 4 Heftchen mitgeliefert. Es steht noch nicht einmal eindeutig drauf, für welches Gerät das Heftchen eigentlich gedacht ist. Es umfasst 35 Seiten und ist interessanterweise ausschließlich in Deutsch gehalten. An dieser Stelle sei erwähnt: Smart ist ein Original "_Made in Germany_" Unternehmen. Angesiedelt in St. Georgen im Schwarzwald. Smart bezeichnet sich selbst als die "Black Forrest Company". Dennoch interessant, dass man sich scheinbar auf den deutschsprachigen Markt konzentriert. Die Beschreibung an sich ist leicht verständlich, jedoch fehlt mir ein wenig das üblicherweise letzte Kapital zur Problembehandlung. Wenn es bei der Installation abseits der üblichen Inbetriebnahme Schwierigkeiten gibt, wird der Käufer doch ganz schön alleine gelassen. Dafür ist die Anleitung sehr verständlich und wegen des übersichtlichen Umfangs wird man recht schnell fündig.


Daraus resultiert...
... ein ziemlich zweigespaltenes Bild. Eigentlich macht er alles, was er soll und das mit Bravour. Es ist eher das Drumherum, an dem man feilen müsste. Die Bild -und Tonqualität ist im Allgemeinen gut, besonders das Upscaling von SD-Material ist mustergültig. Da macht das Fernsehgucken im Alltag Spaß, besonders da auch die Umschaltzeiten zwischen den Sendern in Ordnung sind. Eine Fehlplanung sind meiner Ansicht nach die seitlichen Anschlüsse und die zu grelle LED-Beleuchtung. Auch der Lieferumfang ist etwas dürftig. Keinerlei Kabel und die Bedienungsanleitung lässt ein wenig zu wünschen übrig. Die Menüführung ist sehr simpel gestrickt, was so seine Vor -und Nachteile hat. Alles in Allem ist Smart eine gute Wahl im günstigen Preissegment (ab 99 Euro erhältlich), aber so richtig überzeugend ist das für den dauerhaften Einsatz nicht. Ich bewerte einmal mit 3,5 Sternen. Die ich auf drei abrunde.


Kontakt zur smart electronics GmbH, St. Georgen
Telefon: ++49 7724-9478-0
technischer Support: service@smart-electronics.de
Allgemeine Fragen: info@smart-electronics.de
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
RIESENFUSS

RIESENFUSS

01.12.2011 00:47

Glotzophon kligt gut. Danke für die panische Fragezeichenwäsche Ciao Thorsten

TwistedMind

TwistedMind

08.09.2011 18:50

bh

Quasseltante

Quasseltante

05.09.2011 05:40

BH & LG

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