Wir alle sind mal STRUWWELPETER (-petra)
17.12.2006
Pro:
Zurück zu alten Tugenden - mit Hilfe eines Buches
Kontra:
Streng - teilweise gruselig - auch spannend
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Lerngehalt
Aufmachung
Illustration / Fotos
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 gabrie-elchen
Über sich:
Für BH´s möchte ich allein entscheiden und nicht auf Zuruf. Bitte lest bei gaensebert den Leukämi...
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Zurück zu alten Tugenden... In nahezu jedes Kinderzimmer ist ein Fernseher eingezogen und wann greifen wir schon mal zu einem Buch. Ich nehme mich da nicht aus. Meine Enkelin ist oft bei mir zu Besuch und auch ich lasse ihr öfter mal den Willen und sie kann sich ihre Sendungen ansehen. Mein Vater hatte mir immer gesagt:"Bücher sind unsere Freunde" und ich solle sie gut behandeln. Ein viel gelesenes Buch ist auch der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann. Es sind schon einige Berichte darüber hier verfasst, doch ich möchte auch gern meinen Kommentar dazu schreiben. Meine Enkelin wird im April ´07 4 Jahre alt und ich habe irgendwann den alten Struwwel in unserer Garage gefunden. Einige Kinderbücher haben sich dann in unserem Regal nach und nach angesammelt. Zuerst mochte sie natürlich nur die einfachen Bilderbücher, wo sie Gegenstände erkennen und Farben unterscheiden konnte. Irgendwann kommt aber doch das Interesse auf, dass ein Buch vorgelesen wird. Erst nur 1 Seite, dann ein paar mehr. Der Struwwelpeter regt doch im gewissen Maße zum Nachdenken an auch schon bei den ganz Kleinen. Immer wieder griff sie nach diesem Buch:"Kannst Du mir das vorlesen, Oma?!" Ich habe das Struwwelpeterbuch in verschiedenen Varianten, in der Ost- und Westausgabe, wenn man das so beschreiben möchte. Aber es gab beide Ausführungen zu kaufen, und zwar eines war der Pestalozzi-Ausführung ziemlich ähnlich, hatte nur einen anderen Einband. Dann haben wir eines zum Ausmalen und auch beide Ausführungen zum Anhören. Im Grunde könnte sich meine Enkelin Tag und Nacht damit beschäftigen - aber wir wollen es doch nicht übertreiben.Ausführung 1 (Ost) Übrigens nicht von Heinrich Hoffmann, sondern von Hansgeorg Stengel und Karl Schrader Die Einleitung etwas anders gestaltet, doch vom Sinn her gleich: "Seht mal her, hier steht er, so ein Struwwelpeter! Haarschopf wüst und speckig, Hemd und Hose fleckig. Finger, Ohren und Gesicht wusch er sich seit Wochen nicht. Socken trägt er keine, putzte niemals seine schiefgelatschten Treter. Schäm dich, Struwwelpeter!"Hier mal der Vergleich der beiden Bücher Ost (West) Inhalt: Die Geschichte vom bockigen Martin, vom Tierquäler Matthias(Geschichte vom bitterbösen Friederich), von der faulen Angelika, von der eigensinnigen Ulrike, vom fernsehverrücktem Frank, vom Kaputtmacher Siegfried, vom verbranntem Spielzeug (Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug), vom Mäkelfritzen (Die Geschichte vom Suppen-Kaspar), von der Daumenlutscherin Sibylle (Die Geschichte vom Daumenlutscher), vom Faxenmacher Franz, von der ungezogenen Luise, vom Stromer Johannes (Die Geschichte vom Hans Guck-in-die-Luft), von der alten Oma Enzenbach (Die Geschichte von den schwarzen Buben), Zu beiden Fassungen gibt es ein Hörspiel. Zu der Fassung von Stengel und Schrader habe ich meiner Enkelin ein Kassette gekauft, damit sie im Buch blättern und gleichzeitig hören kann,wenn kein anderer da ist, der ihr vorliest. Ich persönlich finde die Kassette anstrengend von der Aufmachung. Zwillinge sind bei Oma zu Besuch und möchten nicht ins Bett, keine Zähne putzen und und und. Die Oma soll nun dort in der Geschichte erzählen und vorlesen und so weiter und so werden eben nach und nach die bekannten Geschichten von den Sprechern herüber gebracht. Ich muss ehrlich sagen, ich kann der Kassette nicht ewig zuhören, weil es vom Gesang und von der Art sehr anstrengend, sogar nervig ist. Meine Enkelin findet das scheinbar nicht so, denn sie hat sie sich schon mehrfach angehört. Da gefällt mir die CD der "West"Fassung besser. Großen Anklang hat dieses Buch wahrscheinlich, weil wir meinen, dass wir uns und auch unsere Kinder darin wiederspiegeln. Wir sollen immer schön gehorsam sein, machen, was die Eltern sagen, brav am Tisch sitzen, nicht an den Fingernägeln knabbern, nicht das Spielzeug zerstören und vieles mehr. All diese Dinge werden uns im Struwwelpeter dargestellt. Sicher war es auch mein Beweggrund, meiner Enkelin zu zeigen, dass es immer schick ist, sich das Haar zu kämmen. Das es nicht schön ist, wenn sie mit dem Essen spielt und dass sie nicht mit dem Stuhl kippeln soll. Ihr Spielzeug ist traurig, wenn sie es durch die Gegend wirft und es tut Mama und Papa weh, wenn sie haut. So manches hat sie schon gelernt und es ist erstaunlich, wie schön sie schon die eine oder andere Geschichte fast wortwörtlich wiedergeben kann. Die Geschichte von der verbrannten Pauline finde ich immer wieder traurig und Gott sei Dank hat unsere Kleine noch kein Feuerzeug in der Hand gehabt. Aber davon liegen bei uns auch nicht all zu viele herum, da sowohl wir als auch die Eltern der Kleinen Raucher sind. (Das soll jetzt nicht heißen, dass Raucher überall ihre Feuerzeuge herumliegen lassen.) Letzlich ist es für sie aber eine spannende Geschichte. Ob sie einige Episoden als gruselig empfindet, kann sie uns später erzählen. Ich habe das Buch nicht vorgekramt, um sie zu erziehen, denn dafür sind die Eltern zuständig und einiges,was sich nicht gehört, erlernt sie ja auch im Kindergarten und bekommt dann dort erklärt, was sie zu lassen hat. Dennoch ist es sicher schöner, mal ein Buch vorgelesen zu bekommen als das viele Fernsehen und so schön sind die Trickfilme heute auch nicht mehr.FAZIT; Auch wenn jede dieser Geschichten etwas von meiner Enkelin wiederspiegelt, ist das nicht schlimm, denn so sind Kinder. Sie mäkelt gern, sie schaut gern fern, sie zappelt oder bockt. Sie nimmt die Finger in den Mund, sie isst nicht immer ganz gesund,am Liebsten Schokolade. Sie tritt den Papa auch mal an die Wade, sie schmeißt ihr Spielzeug hin und her und kaspert auch am Tische sehr. Das Kämmen der Haare geht nicht immer ganz geschwind und dennoch ist sie unser liebenswertiges und fröhliches Kind.Danke für das Lesen!
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20.01.2012 17:32
die ost-version würde mich auch einmal interessieren. ich habe sie in all den jahren, in denen idort zu besuch war, nie in die finger bekommen ... ansonsten mag ich die geschichten! nicht wegen des erhobenen zeigefingers, sondern eher weil hier klargemacht wird, dass alles was wir tun konsequenzen hat. dass uns die nicht immer gefallen ist dabei eine andere geschichte ... :-) lg detlef
16.07.2011 17:54
Da gebe ich dir Recht
15.07.2011 22:02
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