Photovoltaik

1  14.04.2003 (15.05.2003)

Pro:
Umweltfreundlich

Kontra:
Leider noch viel zu teuer

Empfehlenswert: Nein 

Klaudia53227

Über sich:

Mitglied seit:31.01.2003

Erfahrungsberichte:33

Vertrauende:4

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Ich beobachte den Photovoltaik (PV)-Markt beruflich bedingt seit mehreren Jahren sehr intensiv.
Nachfolgend einige Schlüssilinformationen:

1) Rentabilität: Liegt trotz Zuschüsse (www.kfw.de) deutlich unter 2% - und eher bei 0,5 %.
Nach Stiftung Warentest ist "jede andere Strom- oder Energiesparinvestition rentabler".

2) Zur Anlagen-Auswahl: Stiftung Warentest hat vor vier (!) Jahren einmal die Anlagen getestet (Heft 9 /99).

Die Ergebnisse lagen zwischen Note 1,8 und 3,0 die Preise pro "Watt peak" jedoch zwischen 810 DM bis 3.230 DM (die beste,aber teuerste Anlage von ASE).
"Watt peak" ist eine Vergleichzahl, um PV-Anlagen hinsichtlich ihrer Leistung vergleichen zu können. Sie ist die Solareinstrahlung von 1000 Watt pro m3 bei 25 Celsius Zellentemperatur und 42 Grad Sonnenhöhe.

Aktuellere Langzeit- und Intensivtests sind mir nicht bekannt. Der Preis pro Watt peak ist ausschlaggebend, ist, die Anlagen bereits damals von der Bewertung eng beianander lagen: Wenn man die beiden schlechtesten Anlagen von Shell und IBC heraus nimmt, lagen sogar die anderen 11 getesten Anlagen zwischen der Note 1,8 und 2,5. Also alle äußerst eng zusammen.
400 Prozent Mehrpreis (!) einer Anlage, wie im TEST ermittelt, rechtfertigt dies schwerlich.

Zwar sind die Anlagenpreise seit 1999 um ca. 20-30 Prozent gefallen und die Effizienz um einige Prozent gestiegen. Nichtsdestotrotz sind PV-Anlagen unwirtschaftlich, wenn man als Betriebswirtin mit kalkulatorischen Zinsen rechnet.

Ich habe mehrere Bekannte, die PV-Anlagen auf Dach, Garage oder Gartenhäuschen stehen haben. Vom Betrieb her sind sie extrem wartungsfreundlich: Keiner hatte bislang selbst nach mehreren Jahren, außer Startschwierigkeiten, mehr Probleme.
Lediglich mit Wasser & Spiritus reinigen sollte man die Anlagen mehrmals im Jahr - auch zur Produktivitätssteigerung.


Nach Stiftung Warentest sollten "PV-Anlagen am ENDE ALLER EINSPARUNGEN STEHEN".
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, denn es gibt so viele andere Einsparmöglichkeiten (Dämmung, effizientere Heizung und Geräte, z.B. Gasherd, Gastrockner, energiesparende Heizungspumpe), das eine PV-Anlage überflüssig ist.


Aber: Wer UNBEDINGT eine Anlage kaufen will, der sollte längere Zeit Photon lesen. Ein Probeheft gibt´s unter
http://www.photon.de/shop/probeheft.htm
Dann sollte er mindestens ein dutzend (!) Angebote einholen.
Bei ca. 10.000 -20.000 Euro Investitionssumme und mehreren hundert Prozent Preis-/Leistungsunterschied ist dies mehr als gerechtfertigt.

So schnell kann man das Geld ansonsten nicht verdienen ....


Ich unterlasse es bewußt, weitere Infos zu geben, da es bislang keine größeren mit bekannten Mehrjahrestests gibt, also alles reine individuelle Meinung ist.

Mir ist z.B. bekannt, das es von der Beratung her extreme Unterschiede gibt, und zwar nicht nur von Hersteller zu Hersteller, sondern von Handwerker zu Handwerker. D.h. es kann passieren, das man vom Marktführer extrem schlecht beraten wird, weil der Handwerker vor Ort keine Ahnung hat - und möglicherweise von dem Vertreter einer kleinen Firma sehr gut beraten wird. Von daher kommt man kaum darum herum, sich via Photon selber sachkundig zu machen.

Meine persönliche Meinung ist: Die Anschaffung einer PV-Anlage ist wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen, da alle anderen Energiesparinvestitionen lohnender sind. Ich rate daher jedem davon ab.

Wer ansonsten noch Fragen hat, kann sich ja direkt an mich wenden.


Ich freue mich auf eure Bewertung !


Beste Grüsse von

Klaudia


Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
guenter.lissner

guenter.lissner

30.06.2006 16:18

Ein sehr guter Bericht, auch wenn ich der Überzeugung bin das eine Solaranlage auf dem Dach immer lohnt. Mindestens für die Umwelt, inzwischen aber dank garantierter Einspeisevergütung für 20 Jahr und gestiegener Ölpreise auch für den Geldbeutel.

soljanka

soljanka

29.04.2004 10:46

völlig inkompetent, dieser Beitrag: "Preise pro "Watt peak" jedoch zwischen 810 DM bis 3.230 DM", da würde eine 1kW-Anlage ja ab 810.000 DM kosten. Merkt ihr was? "Watt peak" ist eine Vergleichzahl, um PV-Anlagen hinsichtlich ihrer Leistung vergleichen zu können. Sie ist die Solareinstrahlung von 1000 Watt pro m3 bei 25 Celsius Zellentemperatur und 42 Grad Sonnenhöhe." Watt peak ist die max mögliche Leistung und keine Vergleichszahl. Standardtestbedingungen sind bei 1000 W/m² und nicht m³. Naja, einfach keine Beiträge schreiben, wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Die Leute werden ja meschugge bei solchem geistigen Dünnschiss.

wonurbistdu

wonurbistdu

18.09.2003 08:15

Das Ziel von Photovoltaikanlagen, ist es nicht so große Kraftwerke wie möglich zu bauen, sondern so viele kleine wie möglich. Daher gibt es auch keine breiten Großkraftwerketests. Wienstrom hat Breitentests über 5 Jahre hindurch durchgeführt. Ich kenne persönlich zirka 10 Anlagenbesitzer, welche eine Anlage seit zirka 10-15 Jahre haben.

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 8167 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (13%):
  1. roli-b
  2. Browser
  3. Eddy1998
und einem weiteren Mitglied

"hilfreich" von (71%):
  1. 806rider
  2. bert0302
  3. Germary
und weiteren 19 Mitgliedern

"weniger hilfreich" von (13%):
  1. wonurbistdu
  2. ackerbauer
  3. sputnik02
und einem weiteren Mitglied

"Thema verfehlt" von (3%):
  1. soljanka

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.