Soldat James Ryan, Der

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Der Anti-Kriegsfilm!

5 5. Jun 2002

Pro:
realistische kriegszenen

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor:

Spannung:

Anspruch:

Action:

Romantik:

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mutenhashi

Über sich: Wie ihr seht bin ich hier noch sehr neu, bin aber keiner der Schleimer die jeden Bericht mit s.h. be...

Mitglied seit:05.06.2002

Erfahrungsberichte:3

Vertrauende:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Bei meinem ersten Bericht will ich mich gleich einem ernsterem Thema widmen: dem Krieg. Naja hier wohl eher um den Kriegsfilm und da hat sich in den letzten Jahren besonders einer hervorgehoben: "Der Soldat James Ryan", im Original: "Saving Private Ryan". Und von diesem will ich euch nun berichten:


Story:
Am Anfang läuft ein alter Mann an einem Kriegsfriedhof entlang, so schnell, dass seine eigene Familie nicht mithalten kann. In einem Meer weisser Kreuze bricht er dann vor einem zusammen und man sieht seine leeren, hellblauen Augen, die sich an schlimme Zeiten erinnern:

6. Juni 1944, an dem Tag, der in den Geschichtsbüchern als D-Day bekannt ist, landen die Amerikaner an der Normandie, genauer gesagt an Omaha Beach. Nach einer langen und blutigen Schlacht müssen sich die Deutschen geschlagen geben, doch die Verluste sind, vor allem auf amerikanischer Seite, rießig.

Unter all den Opfern ist auch Thomas Ryan, einer von vier Söhnen einer Familie aus Iowa. Genauer gesagt der dritte Sohn, die alle nahe zur gleichen Zeit ihr Leben im Gefecht gelassen haben. Aus diesem Grund schickt das Ministerium eine Gruppe GI's los, den letzten Ryan zu suchen und nach Hause zu bringen um den Schmerz der Mutter zu lindern.

Captain John H. Miller, ein erfahrener Offizier, wird zu dieser Mission ausgewählt und kann sich sieben Leute aus seiner Abteilung aussuchen, mit der er durch das von Deutschen besetzte Frankreich ziehen muss, bis weit hinter die feindlichen Linien.

Diese Gruppe besteht überwiegend aus sehr jungen Männern, von denen bis zum Ende fast alle ihr Leben lassen müssen um dieses eine zu retten. Oftmals fragen sie sich warum dieser eine Soldat so wichtig ist, dass die Regierung gleich acht Leben aufs Spiel setzt um diesen zu retten.


Schauspieler:
Captain John H. Miller wird von einem überragenden Tom Hanks gespielt, der deutlich vom Krieg gezeichnet ist. Er ist ein eher ruhiger, geheimnisvoller Typ, der aber immer weiss was er macht und seine Männer machen lässt.

Sergeant Michael Horvath ist mit Miller der Älteste und Erfahrenste. Er war bereits in Afrika, Italien und Norwegen was seine Sammlung von Sand vom jeweiligen Schlachtplatz beweist. Der Krieg hat aus ihm einen etwas ruppigen Mann gemacht, der seine Befehle aber immer genau befolgt. Gespielt wird er von Tom Sizemore.

Corporal Edward Wade, der Militärarzt des Bataillons, wirkt jünger als er ist und es nimmt ihn auch immer sehr mit, wenn er einen Verletzten nicht mehr retten kann. Manchmal wirkt er etwas unbeholfen, versteht aber sein Handwerk.

Corporal Tim Upham (Jeremy Davies) , ein Schreibtischhengst, hatte seit der Grundausbildung keine Waffe mehr in der Hand und wirkt in Gefächten eingeschüchtert und unbeholfen. Miller hat ihn nur mitgenommen, da er ein guter Übersetzer für deutsch und französisch ist.

Private Anthony Carpazo (Vin Nisel) , der beste Freund von Mellish, ist immer abweisend, zeigt aber seine gute Seele, wofür er büsen muss.

Private Daniel Boone Jackson (Barry Pepper) ist der Scharfschütze der Truppe. Um sich bei den Schüssen zu beruhigen betet er immer vor sich hin.

Private Mellish (Adam Goldberg) ist der jüngste der Gruppe und Jude. Der Krieg nimmt ihn stark mit und nach der Landung an der Normandie übermannen ihn seine Tränen auch, ansonsten zeigt er sich aber kühl und witzig.

Private Robert Reiben, der Sunny-Boy, überlebt auch brenzligste Situationen und ist ausserdem stets bemüht seiner Ader für Sarkasmus freien Lauf zu lassen. Gespielt wird er von Edward Burns.

Private James Ryan wird gespielt von Matt Damon, allerdings will ich nichts näher über ihn erzählen, da das schon ziemlich viel über den Film verraten würde.

Die schauspielerische Leistung ist wirklich gut. Man denkt bei den Darstellern wirklich, sie hätten den Krieg hautnah miterlebt. Sie wirken deutlich gekennzeichnet. Dies könnte auch daran liegen, dass Spielberg die Schauspieler in ein Armee-Trainingslager gesteckt hat um ihnen den Krieg näherzubringen.


Regie:
Natürlich hatte bei diesem Film Steven Spielberg wieder seine Hände im Spiel und das merkt man auch an der Kameraführung und der perfekt geschaffenen Atmosphäre des Films.

Kameraführung:
Die Kameraführung ist sehr gelungen, was man vor allem an den Szenen in der Normandie sehen kann. Der Kameramann läuft mit den Soldaten mit und ruckelt teilweise sehr, so dass man fast den Eindruck hat, man wäre selbst einer der armen Hunde, die durch diese Hölle gehen mussten.


Meine Meinung:
Der Film ist ein gelungener, wenn auch erschrechender Blick zurück auf den zweiten Weltkrieg und zeigt unverherrlicht die gesamte Härte und Brutalität von diesem. Man ist erst nach dem Film in der Lage über die Handlung nachzudenken und richtig zu begreifen worum es eigentlich geht, da er einen so fesselt.

Hinterher stellt man sich jedes mal die Frage nach dem Sinn eines Krieges und in diesem speziellen Fall auch, warum die Regierung bereit ist acht junge Leben zu opfern um ein einziges zu retten. Zwar wollten sie der Mutter des Soldaten den Kummer verringern, doch haben die anderen "Männer" doch auch Mütter. Steven Spielberg selbst sagte, sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen um das eines anderen zu retten erfordert den meisten Mut. Nun, man sollte sich nicht weiter mit dem Sinn beschäftigen, da Krieg einfach sinnlos ist.

Der Film ist irgendwie in der Lage, den Zuschauer, wenn er auch noch so fröhlich ist, richtig aus seinem Hoch runterzuholen und nachdenklich zu machen.


Zum Schluss:

Oft wurde gesagt, die Handlung sei unrealistisch, da eine Regierung wohl kaum acht Männer losschicken würde um einen einzigen zu retten, der nichts höheres ist als ein Soldat. Ich muss aber anmerken, dass die wirklich geschah. Der Film basiert auf einer wirklichen Geschichte und der zu rettende Soldat hieß Fritz Niland.

Auch viele haben sich beschwert, es wäre eine Verherrlichung der alliierten Seite, doch dies muss ich auch verneinen, da das kleine Team auf keinen Fall aus unsterblichen Helden besteht, schließlich bleiben am Schluss nur zwei übrig. Ausserdem gibt es auch GI's, die grausame Taten vollbringen. Da wären zum Beispiel zwei Amerikaner, die nach dem Sieg in Omaha Beach völlig grundlos zwei Deutsche erschiessen, die sich ergeben haben.


Übt euch bitte ein wenig in Nachsicht, es ist mein erster Bericht. Und schreibt mir bitte Kommentare zur Verbesserung.


 

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
temujin

temujin

03.09.2006 22:20

fritz niland existierte zwar, aber für ihn wurde kein rettungskommando losgeschickt...

Fussballstar22

Fussballstar22

31.05.2004 13:01

klasse bericht. der film selbst ist der beste kriegsfilm, den ich je gesehen habe, man bekommt das grauen des krieges in diesem film sehr deutlich zu spühren

LS.thomas

LS.thomas

19.06.2002 07:34

Ein wirklich sehr guter Bericht. Grüße von LS.thomas

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