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Wieder mal ein Kriegsfilm, wieder mal über den zweiten Weltkrieg. Ob sich "Der Soldat James Ryan" zu seinen Gefallenen Kameraden gesellen oder als Kriegsheld glänzen kann, erfahren sie im folgenden Bericht.
Allgemeines: Regie: Steven Spielberg Darsteller: Tom Hanks, Edward Burns,Matt Damon Länge: 163 Minuten Erscheinungsjahr: 1998 Drehbuch: Robert Rodat Musik: John Williams Kamera: Janusz Kaminski
Inhalt: Am 6 Juli 1944 landeten Alliierte Soldaten in der Normandie. Unter ihnen Captain John Miller, der unter prasselndem Mg-Feuer versucht, mit seinem Trupp die Landung in Omaha Beach zu überleben. Danach erhält Miller den Auftrag Private James Ryan zu finden, da dieser seine drei Brüder im Krieg verlor und nun nach Hause geschickt werden soll. Doch leichter gesagt als getan. Ryan sprang als Fallschirmjäger in der Nacht zum 6 Juli in der Normandie ab und ist auf Grund von Absetzschwierigkeiten irgendwo in der Normandie gelandet. Doch Miller begibt sich trotz alledem mit seinem acht Mann starken Trupp auf die gefährliche Reise.
Kritik: Der Soldat James Ryan ist einer der wenigen Kriegsfilme die wirklich klasse sind. Es findet kein reines Geballer statt, sondern es wird auf die Gefühle und Gedanken der Soldaten eingegangen. Kleidung, Waffen usw. sind historisch korrekt und die Schlachten, vor allem die Landung in Omaha Beach, werden eindrucksvoll und nachvollziehbar dargestellt. Untermalt wird das ganze von einer hervorragenden Soundkulisse und der fantastischen Musik des Boston Symphonie Orchesters. (Soundtrack für ca.10€ im Handel erhältlich) Die Kameraführung ist perfekt in Szene gesetzt und kleine Zeitlupensequenzen unterstreichen die dichte Athmosphäre. Die Kritik, das die deutschen Soldaten als dümmlich dargestellt werden und die Alliirten als superschlau, kann ich nicht verstehen. Da laufen mal ein paar Deutsche mitten ins Gewehrfeuer und hier weint mal ein alliirter Soldat, anstatt seinen Kameraden zu retten. Sicherlich gibt es ein paar kleine Logikfehler, aber mal ehrlich, welcher Film hat die nicht. Die Gefechte im Film sind nicht selten recht brutal, also zart besaitete Gemüter sollten dann lieber mal wegschauen. Die Leistungen der Schauspieler sind herausragend gut, vor allem Tom Hanks hat sich einmal wieder selbst übertroffen. Es gibt meiner Meinung nach keine Szene, in denen die Schauspieler ihre Rolle nicht glaubwürdig rüberbringen. Man kann ohne schlechten Gewissens behaupten, das wir es hier nicht nur mit einem der besten Kriegsfilme, sondern mit einem der besten Filme überhaupt zu tun haben.
Wer sich für diesen Film interessiert sollte sich auch mal diese anschauen: Schindlers Liste Band of Brothers Der schmale Grat Der längste Tag Letters from Iwo Jima Der Untergang
10.08.2007 01:17
Wirklich ein erstklassiger Film, keine Frage.