Soldat James Ryan, Der

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*F*U*B*A*R*

5  15.02.2000 (01.05.2002)

Pro:
realistisch, angemessen Dargestellt

Kontra:
amerikansiches Hollywood Kino

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


DarnID

Über sich: Ich bin zur Zeit Auszubildener zum Mediengestalter in einer kleinen aber feinen Internetagentur in W...

Mitglied seit:06.02.2000

Erfahrungsberichte:58

Vertrauende:11

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 82 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

-=)|(=- Vorwort -=)|(=-

Bis ins kleinste makaber kranke Detail auf technisch höchstem Stand hat Steven Spielberg den Film "Der Soldat James Ryan" inszeniert. Der Film gewann 1999 fünf Oscars und zählt auch heute zu den großen Hollywood Filmen. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren und wer während der ersten Viertelstunde noch Popcorn oder ähnliches Naschwerk wie üblich in Unmengen vertilgen kann, der ist einer der wenigen, der sich von dem Film nicht mitreißen lässt oder so eiskalt ist wie ein Hobby-Pathologe. Aber mit 163 Minuten, also knapp drei Stunden hat man ja auch genug Zeit seinen Cholesterin und Blutzuckerspiegel zu neuen höchstwerten anzutreiben.
Ich werde hier die Story nur grob skizzieren, alle spannenden, interessanten oder unerwarteten Stellen habe ich weggelassen und ich gebe auch keinen einzigen Hinweis. Vielleicht habt ihr den Film ja noch nicht gesehen oder habt auch einfach nur vieles vergessen. Ihr könnt ruhig weiter lesen, ich verrate hier nichts. Auf jeden Fall will ich euch doch nicht den Spaß verderben euch den Film anzusehen. Das soll auch nicht heißen, dass der folgende Text uninteressant wäre, er soll einfach nur Appetit auf einen großartigen Film machen.

-=)|(=- Der Film -=)|(=-

Prolog
Ein alter Mann geht über einen riesigen Friedhof. Tausende und aber Tausende weiße Kreuze markieren ein Meer von Gräbern. Vor einem der Kreuze bleibt er stehen und versinkt in Gedanken.

Hauptakt die Erste
Kugeln hageln über Omaha Beach und durchsieben die ersten Reihen von Soldaten, noch bevor sich hinter der spärlichen Deckung verkriechen konnten. Aus beängstigend mitreißender Perspektive wird ein Gemetzel sondergleichen auf die Kinoleinwand gebracht und der Zuschauer ist mitten im Geschehen, sofern er nicht mit der Hand vor dem Mund aus dem Kino stürmt bevor ihm sein Popcorn ein zweites mal zuwinkt. Blutrot gefärbte Wellen spülen über den mit Leichen übersäten Strand und noch immer wurden die deutschen Stellungen nicht erreicht. Es ist der 6. Juni 1944 oder auch D-Day genannt und die Alliierten Streitkräfte versuchen in der Normandie (Frankreich) Fuß zu fassen. Mit diesem Brückenkopf erhofft man sich Hitlers Armee zu schlagen ohne, dass die Russen ganz Europa kontrollieren.
Hier lernt man die Hauptcharaktere des Filmes kennen:
Captain John Miller gespielt von Tom Hanks der auch hier, wie gewohnt, perfekt in seine Rolle schlüpft und mit dieser durch dick und dünn geht. Er hat den harten Job die ihm zugeteilten Männer lebendig über Omaha Beach zu bringen und als ob das nicht schwer genug ist erhält er danach einen ungewöhnlichen Auftrag. Drei der vier Ryan Brüder sind im Kampf gefallen und der vierte ist irgendwo in der Normandie abgesprungen. Doch keiner weiß wo die Fallschirmspringer überall verstreut sind und genau das wird zum Problem, denn um der armen Mutter ein wenig Leid zu ersparen soll Captain Miller den letzen der Brüder Private James F. Ryan gespielt von Matt Damon unversehrt nach Hause bringen.
Des weiteren spielen Tom Sizemore (Sergeant Horvath), Edward Burns (Private Reiben), Barry Pepper (Private Jackson), Adam Goldberg (Private Mellish), Vin Diesel (Private Caparzo), Giovanni Ribisi (T/4 Medic Wade), Jeremy Davies (Corporal Upham) und
Ted Danson (Captain Hamill) mit.

Hauptakt die Zweite
Die Wort wörtlich in alle Winde verstreuten Fallschirmspringer haben sich anderen verstreuten Truppen angeschlossen und eigentlich weiß niemand wer wo gelandet ist und wer sich wem angeschlossen hat. Es gibt nur spärlichste Informationen, die Suche scheint hoffnungslos zu sein. Ein Soldat, der sich neben den zahlreichen meist verletzen Soldaten bis zu einem Sammelplatz durchkämpfen konnte hat James Ryan gesehen und weiß wem er sich angeschlossen hat. Und die Gruppe macht sich auf die Suche… doch so nah wie sie sich ihren Ziel fühlten waren sie natürlich nicht und die ganze Sache gerät langsam außer Kontrolle einfach Fubar eben ( Für diejenigen die nicht wissen was es heißt ich sagte doch ich verrate nichts ;-) ). Die Männer geraten an Ihre Grenzen und je weiter sie suchen, je tiefer sie hinter den eigentlichen Frontlinien vordringen, in desto mehr Kämpfe werden sie verwickelt und die verstreuten Soldaten die sie treffen befinden sich in einem immer schlechteren Zustand. Die erhoffte Verstärkung sind sie nicht, sie sind außerdem zu wenige und langsam geht die Munition zur neige.

Schlussakt
Ab hier wird es echt schwer euch etwas zu schreiben ohne etwas zu verraten. Nur so viel sei gesagt: die Gruppe um Captain Miller trifft in einen völlig zerstörten Ort auf weitere Truppenteile die eine der letzen Brücken entweder in hoffnungsloser Unterzahl verteidigen oder mit den ausreichendem Sprengstoff, den sie wenigstens haben in die Luft jagen sollen. So sollen dann die alliierten Streitkräfte auf den Landweg vorschreiten können, oder wenigstens der deutsche Nachschub gestoppt werden. Und der kommt nicht nur zahlreich sondern auch bestens ausgerüstet. Es wird sehr schnell deutlich was schon jeder wusste: Man kann keinen Panzer mit den bloßen Händen aufhalten. Pistolen und Gewehre helfen da auch nicht weiter und so müssen sie sich etwas einfallen lassen um wenigstens eine kleine Chance gegen den übermächtigen Feind zu haben. Die lang erwartete Verstärkung, die natürlich mit entsprechender Ausrüstung noch ausgestattet wäre, würde jetzt Wunder bewirken aber wie überall anders auch so weis auch hier niemand wann diese kommen soll und eigentlich weis auch keiner so wirklich dass sie überhaupt kommt. Man hat nur die Hoffnung, dass die restliche Armee schnellstens nachrückt, denn der Feind sorgt für ordentliche Verstärkung.

Epilog
Der alte Mann steht immer noch trauernd vor dem Kreuz, stark überwältigt von der Vergangenheit, und fragt sich ob sich der ganze Wahnsinn gelohnt hat.

-=)|(=- Meinung -=)|(=-

Unschwer aus der Story zu erkennen ist dieser Film ein weiterer Kriegsfilm und spielt im Zweiten Weltkrieg. Wie in den meisten anderen Filmen auch so wird hier der Krieg sicher nicht verherrlicht aber wie man es mittlerweile gewohnt ist wird der Amerikanische Held glorifiziert. Und als einen Dokumentarfilm kann man den Soldaten James Ryan nun wirklich nicht bezeichnen. Er beruht auf vielen wahren Begebenheiten und gibt einen Eindruck von dem Krieg weiter, allerdings einen nach Hollywoods Geschmack gefärbten. Viele kritisieren das und ich möchte es nicht gut heißen, dass die Vergangenheit verzerrt dargestellt wird, aber ich finde dieser Film gibt trotzdem einen vergleichsweise realistischen Eindruck. Steven Spielberg schafft es, diesen Eindruck sicher den meisten der unzähligen Zuschauer zu vermitteln, aber wie viele Leute schauen sich schon Dokumentarfilme an? Genau fast niemand, und so finde ich diesen Film halt doch lehrreich und auch in der Hinsicht wesendlich erfolgreicher als ein Dokumentarfilm. Mal von dem Aspekt abgesehen wurde hier ein Bildgewaltiges Filmwerk auf die Leinwand und mittlerweile natürlich auch auf VHS/DVD gebracht.
Die Schauspieler von den zahlreichen Stars bis hin zum kleinsten Statisten verkörpern ihre Rolle, als wäre sie ihnen auf den Leib geschnitten. Höchst glaubwürdig bringen sie ihre Rollen und somit ein Teil der bewegten Gefühle, die einen Menschen in einer solch extremen Ausnahmesituation ausmachen. Alles natürlich wieder in den Grenzen von Hollywood und nicht in der noch viel entsetzlicheren Realität.
Die zahlreichen Effekte, vom Schusswechsel bis zur Explosion zwischen den Ruinen zerbombter Häuserfronten oder dem imposanten Panorama vor den Befestigungsanlagen um Omaha Beach, sind auf technisch höchsten Niveau gemacht und was die Hauptsache ist werden nicht in den Vordergrund gestellt sondern sind realistisch in den Film eingepasst, so dass ein Leihe sie nicht als Effekt erkennen kann. Auch wenn ich medizinisch nicht sonderlich bewandert bin, so denke ich, dass auch die Verletzungen ebenso realitätsnah umgesetzt wurden. Anders als bei anderen Filmen wird bei großen Explosionen/Verletzungen nicht immer direkt in Großbild gezeigt um mit den teueren Effekten anzugeben, oder noch mehr Kunstblut vor der Kamera zu verteilen als der letzte Kriegsfilm. Hier geschieht dies auch abseits des Hauptaugenmerks und trägt so zum grafisch Detailverliebten Gesamteindruck bei.
Alles in allem ein Film den sich jeder nicht hollywoodhassender Zuschauer ansehen sollte. Die etwas nervenschwachen unter uns müssen vielleicht ab und zu die Augen zukneifen oder zum Taschentuch greifen. Auch ist dieser Film aufgrund der Geschichte sicher nicht zu jeder Situation passend. Auch ein wiederholtes Sehen lohnt sich bei dem Film ganz bestimmt, sofern man ihn nicht gerade eben erst gesehen hat oder schon auswendig kennt.

-=)|(=- Post Scriptum -=)|(=-
Wer von euch jetzt unbedingt wissen will was Fubar heißt kann sich gerne bei mir melden =)

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten, einen noch größeren Dank fürs sinnvolle Kommentieren
mfg DarnID
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dennis_engfer

dennis_engfer

19.02.2007 20:19

Wirklich gelungener Bericht ;)

mutenhashi

mutenhashi

07.06.2002 22:19

und foobar ist ein wort dass die amis von den deutschen aufgeschnappt haben , furchtbar

mutenhashi

mutenhashi

07.06.2002 22:18

des schreibt man foobar

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