Solysombra Matanzas, Varadero

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Solysombra Matanzas, Varadero

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Erfahrungsbericht über "Solysombra Matanzas, Varadero"

veröffentlicht 29.03.2017 | Simo1301
Mitglied seit : 16.05.2014
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Sparziel: Zwei Wochen Indien mit Mutti zu Ihrem 60. Geburtstag. Wer mit einer Leserunde helfen mag, gerne übers PGB.
Gut
Pro Sauber, bequemes Bett, fairer Preis
Kontra Falsche Leute, schwierig zu finden, kein Handtuch, teurers Frühstück
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Saubere Unterkunft zwischen Varadero und Havanna"

Solysombra Matanzas, Varadero

Solysombra Matanzas, Varadero

Liebe Leserinnen und Leser,
Liebe Community,

heute ist es endlich so weit. Mein Produktvorschlag für meine Unterkunft in meinem Urlaub auf Kuba vom 15. -23.03. ist endlich freigegeben und somit kann ich berichten.

Es geht genau genommen um die Unterkunft

Sol y Sombra

nahe der Stadt Matanzas, zwischen Varadero und Havanna in Kuba.

Gebucht habe ich die Unterkunft über die Seite www.airBnB.de und hatte dort als Standort Varadero angegeben. Bezahlt habe ich für 7 Übernachtungen umgerechnet 226 Euro. Bei einer Buchung von einer Woche gibt es 10% Rabatt auf den eigentlichen Preis. Die 226 Euro sind inklusive aller anfallenden Gebühren, sprich Reinigungskosten und dergleichen. Auch gibt es keine Touristenpauschale oder ähnliches, was man dann vor Ort bezahlen muss. Beim Buchen selbst ging alles recht schnell, also derjenige, der das Inserat aufgegeben hat, Alain, hat prompt geantwortet und die Reservierung bestätigt. Auch hat er auf meine Fragen
  • Gibt es die Möglichkeit, dass mich jemand am Flughafen abholt und wenn ja, wie teuer ist das?
  • Kann ich einen Roller oder ähnliches ausleihen?
  • Organisieren Sie mir im Zweifel Ausflüge oder können dabei behilflich sein?

immer recht schnell geantwortet und auch in gutem Englisch, sagte sogar, man wäre dort Mehrsprachig. Allerdings hat er oft nur die Hälfte beantwortet, also mir zwar bestätigt, dass man mich am Flughafen abholen kommt, nicht aber gesagt, was die Fahrt kostet. Auch sagte er, man könne Roller ausleihen, aber auch hier nur, dass es für einzelne Stunden teurer ist, als Tageweise.

Da die Bewertungen durchweg positiv waren, allerdings der ein oder andere sagte, dass man die Anschrift schwer findet alleine, habe ich mich dafür entschieden, mich am Flughafen abholen zu lassen. Die Fahrt zur Unterkunft hat in etwas 20 Minuten gedauert und mich 20 CUC, was umgerechnet auch in etwa 20 Euro sind, gekostet.

Umgebung und Anschrift

Die genaue Anschrift lautet

Sol y Sombra (Machin)
Avenida Playa, Calle A
Boca de Camarioca
Varadero, Matanzas
Kuba

Im Prinzip befindet sich das Ganze ca. 15 km von Varadero entfernt und 100 km von Havanna weg. Zum Flughafen ist es von dieser Unterkunft aus näher, als wenn man direkt nach Varadero geht. Allerdings ist die Unterkunft auch nicht direkt in Matanzas, sondern in einer Art Vorort namens Boca de Camarioca. Ziemlich beschaulich, ruhig und in jedem Falle sicher. Man kann ohne Probleme abends über die Straßen gehen, auch als Frau. In der unmittelbaren Nähe gibt es eine Bushaltestelle und eine eher schlechte Busverbindung nach Varadero, denn der Bus fährt nur 3 oder 4 Mal am Tag und vor allem fährt der letzte Bus zurück um 16.30 Uhr von Varadero zurück. Diese Linie 224 kostet zwar nur 0,05 CUC, also ungefähr 5 Cent, aber fährt eben ziemlich bescheiden, vor allem zurück. Wenn man sich an die Bushaltestelle stellt, kommen auch öfters Camioncitos - eine Art Simpsons Schulbus, wo alle einsteigen und mitfahren - vorbei und diese kosten in etwa 1-2 CUC, alternativ stellt man sich an die Straße und wartet auf ein Taxi Collectivo, sprich man steigt einfach zu anderen, die schon im Auto sitzen oder ebenfalls einsteigen und teilt dann quasi den Fahrpreis. Diese Variante der Fortbewegung ist insbesondere lokal sehr verbreitet, allerdings kaum eine Möglichkeit, um zum Beispiel bis Havanna zu kommen.

In der gleichen Straße gab es ansonsten für abends eine Art Bar im freien, wo es ziemlich gutes und günstiges Essen gab, ein etwas gehobenes Restaurant und noch ein anderes Imbiss. Alles war gut und innerhalb von 2 Minuten Fußweg einfach zu erreichen. Auch der Strand ist in wenigen Minuten erreichbar. Der Strand ist ziemlich klein, aber dennoch schön, denn eine Art kleine Bucht und es gibt sogar ein paar Plätze im Schatten. Allerdings ist es natürlich kein sehr gepflegter Hotelanlagenstrand, sondern ein lokaler Strand, wo man auch auf Einheimische treffen kann. Ansonsten gibt es abends eine Bar auf der anderen Seite des Flusses, ca. 10 Minuten zu Fuß entfernt, allerdings ist das ein Etablissement, wo eben nette und blutjunge, leichtgekleidete kubanische Mädchen mit Einheimischen, aber auch gelegentlich mit Touristen hingehen. Abseits dieser Bar gibt es abends keinerlei Aktivitäten und es ist echt ziemlich öde und langweilig. Ich hatte mir davon in jedem Falle mehr versprochen.

Die Unterkunft

Angekommen gegen ca. 19.30 Uhr abends in der Unterkunft, hat mich eine junge Dame empfangen, die sich als Änni, vorstellte. Von dem eigentlichen Typ, Alain, der mir zuvor auf die E-Mails geantwortet hatte, keine Spur. Nun gut. Änni hat mir dann meine Unterkunft gezeigt und sprach zumindest recht gut Englisch und natürlich Spanisch. Sie wohnte quasi ein Mal spucken entfernt und sagte, ich könne einfach rufen, wenn ich irgendetwas brauche.

Um in die Unterkunft zu gelangen, muss man zunächst eine kleine, sehr schmale Treppe hoch. Dann steht man quasi auf einer Anhebe, wo man wiederum an der rechten Seite erneut eine schmale Treppe, die im Übrigen nicht durch ein Geländer gesichert ist, herauf muss. Oben geht man dann eine Art kleinen Korridor entlang und biegt am Ende links ab, um auf der recht großen und überdachten Terrasse zu stehen. Dort gibt es dann die Türe, die zur Bleibe führt. Die Eingangstüre ist aus Glas, allerdings von innen abgedunkelt. Das Zimmer als solches ist recht klein, hat einen großen Kleiderschrank und zwei Betten, eins mit 140*200 m und eins mit 90*200 m. Außerdem gibt es einen Plastikstuhl, einen Fernseher und natürlich ein eigenes Badezimmer mit europäischem Standard in Bezug auf Dusche und Toilette, allerdings mit eher zähfließendem Wasser ohne jeglichen Wasserdruck aus dem Waschbecken und eine kleine Küche, mit den notwendigsten Dingen ausgestattet. Zudem gibt es einen Kühlschrank und für den, der braucht eine Klimaanlage. Aus dem Kühlschrank kann man Getränke nehmen, die Preise sind aufgeführt und genannt. Allerdings gab es in meinem Falle nur Bier und ich trinke keinen Alkohol.

Ich hatte, weil wohl am Vortag alle 3 Buden, die es insgesamt gibt, die Bewohner gewechselt haben, irgendwie kein Handtuch, was eigentlich im Preis mit inbegriffen ist, hatte aber mein eigenes mit, also war es nicht weiter schlimm. Insgesamt war alles sehr sauber, akzeptabel eingerichtet, wenn auch vollkommen nicht mein Geschmack und das Bett war ziemlich bequem. Die Matratze war zwar recht dünn, aber dennoch hart, was mir viel besser bekommt für einen erholsamen Schlaf, als eine labbelige und ausgeleierte Matratze, die fast wie eine Hängematte ist.

Ausflüge

Ursprünglich dachte ich, ich könne von diesem Standort aus die meisten Ausflüge als Tagesausflüge machen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich eben noch nicht, dass die Busverbindungen schlecht sind und vor allem eben zu total bescheidenen Uhrzeiten fahren. Nach Havanna habe ich einen Tagesausflug gemacht. Das war in sofern gut, weil es mir dort nicht sonderlich gut gefallen hat. Irgendwie auch dort leider überhaupt kein kubanisches und karibisches Flair, kaum Bars am Abend und das schlechteste Essen während der gesamten Reise. Außerdem hat es dort in den alten Straßen überall ziemlich gemuffelt, nach nicht funktionierender Toilettenanlage oder einfach moderig. Ich kann das gar nicht genau sagen. In jedem Falle war auch Havanna vieja für mich eine totale Enttäuschung. Durch die schlechten Verbindungen hat mich der Ausflug, denn ich war alleine unterwegs, knapp 130 Euro mit allem drum und dran gekostet, 100 Euro alleine für die Hin- und Rückfahrt. Hin war es ein sogenanntes Taxi collectivo, denn ich hatte ein Paar aus Tschechien in der Unterkunft in einer anderen Wohnung und bin mit denen gemeinsam gefahren. Zurück musste ich alleine ein Taxi nehmen, denn es wird einfach wenig organisiert und die Gemeinschaftstaxis fahren, anders als man mir sagte, eben nur lokal, aber nicht diese weiten Strecken. Normalerweise gibt es Viazul, eine Busgesellschaft, ähnlich wie Flixbus oder so etwas in Deutschland, allerdings waren dort alle Plätze ausgebucht und ich hätte eben immer nach Varadero gemusst, dann auf gut Glück warten müssen, ob jemand abspringt und hätte dann mitfahren können. Die Stationen waren aber meiner Ansicht nach auch immer ziemlich weit weg vom Schuss, also nicht wirklich zentral und zuerst nach Varadero, also in die komplett entgegengesetzte Richtung, erschien mir nun auch nicht sinnvoll. Der Bus hätte allerdings angeblich so was wie 10 CUC, also 10 Euro gekostet.

Die Leute der casa particular

Änni, diejenige, die sich um mich gekümmert hat und quasi meine Gastmutter war, schien eigentlich nett, allerdings muss ich sagen, dass sie leider, genau wie die meisten anderen Einheimischen auf der Reise, ziemlich link, unehrlich und falsch war. Ich gebe einfach ein paar Beispiele, damit klar wird, was genau ich meine.

Beispiel 1)
Frühstück konnte man bei der Unterkunft, einer sogenannten casa particular, was die meisten Touristen in Kuba als Unterkunft wählen während ihrer Rundreise, für 5 CUC dazu buchen. Am ersten Tag sagte ich Änni, dass ich keinen Kaffee mag, sondern lieber Tee hätte. Am ersten Tag war das auch kein Problem, um eben Eindruck zu schinden. Am zweiten Tag kommt Änni, fragt, ob ich Kaffee mag. Ich antworte ihr, dass ich gerne Tee möchte, weil ich - oh Wunder - immer noch keinen Kaffee mag und sie sagt: Oh, dann muss ich in meine eigene Wohnung, denn dafür habe ich nicht alle Zutaten hier. Irgendwie hatte ich den Eindruck, als wolle sie mir ein schlechtes Gewissen machen, damit ich dann doch Kaffee trinke. 5 Euro umgerechnet für ein Frühstück finde ich viel, denn ich bekam weder Wurst noch Käse, sondern lediglich etwas Brot, Honig und ein paar einheimische Früchte.

Beispiel 2)
Nachdem ich aus Varadero zurück kam und dann feststellte, dass ich keine Busverbindung nach Havanna bekomme, fragte ich Änni, ob sie Taxifahrer kennt, für uns, also das Paar aus Prag und mich, mal schauen könnte, ob uns eben jemand als Taxi collectivo fahren kann. Änni erwiderte, dass sie viele Leute kennt und mal schauen müsste, alle anrufen würde und so weiter. Ich bot ihr an, wenn ihr Kosten zum Telefonieren entstehen, dass sie mir das gerne auf meine Rechnung buchen kann. Abends hatte sie dann wen gefunden, der Preis war zwar höher, als wir mit dem Bus gezahlt hätten, aber dennoch irgendwie akzeptabel für uns alle, also haben wir ihr zugesagt. Am andern Morgen holt uns der Fahrer ab und die beiden aus Prag sagten mir, dass es Ännis Ehemann ist. Der hätte sie am Vortag am Flughafen abgeholt und es ihnen erzählt. Auch hier frage ich mich wieder, warum sie uns dann wieder so ein Gefühl von_IHR NERVT UND ICH HABE MIT EUCH JEDE MENGE AUFWAND_ gibt, wenn sie tatsächlich niemanden angerufen hat, sondern abends strahlend zu ihrem Ehemann gegangen ist und ihm berichtet hat: Schatz, morgen früh verdienst Du ordentlich Geld, wir haben hier Touristen, die Du nach Havanna kutschen kannst.

Diese beiden Dinge sind mir wirklich negativ aufgeschlagen, auch, dass man - weil ich dann ab dem dritten Tag nicht mehr in der casa gefrühstückt habe - auf einmal abends immer mein Zimmer sauber gemacht hatte, aber all meine Sachen an einer komplett anderen Stelle wiedergefunden habe, als wo ich sie eigentlich abgelegt hatte. Es hat nie was gefehlt, aber warum zur Hölle werden meine Sachen hin und her geräumt? Auch hier hatte ich den Eindruck, dass aufgeräumt wurde, um mich ein wenig unter Druck zu setzen, damit ich doch bloß wieder dort frühstücke. Ich meine, ich bin kein schrecklicher Gast. Ich weiß mich zu benehmen, bin weder laut, noch mache ich viel Dreck oder Dinge kaputt. Ich hatte am ersten Abend Gummibären und Bonbons für Änni mitgebracht aus Deutschland, weil ich weiß, dass es dort Raritäten sind. Ich frage mich, warum man mich dann so komisch behandelt. Irgendwie mit Desinteresse.

Leider war das durch die Bank weg mit den Einheimischen so. Immer, wenn man eine Frage gestellt hat, die für einen Touristen durchaus normal und eine berechtigte Frage war, wurde man entweder weggeschickt oder die Einheimischen taten, als sprächen sie kein Wort Englisch und würden nichts verstehen. Das hat mich wirklich arg enttäuscht und sogar ein wenig schockiert, denn ich war das so noch nie gewohnt im Urlaub. Nirgendwo.

Übrigens hatte ich diesen Alain zwar ein paar Mal wohl gesehen, aber er hat mich nie angesprochen oder begrüßt. Ebenfalls nichts von Roller ausleihen oder Mehrsprachig... wobei Englisch und Spanisch... ist wohl dann Mehrsprachig.

Fazit

Für mich war Kuba insgesamt eine ziemliche Enttäuschung, obwohl ich mir echt viel von dem spontanen Urlaub versprochen hatte. Insgesamt war ich nun vier Mal in der Karibik und war nicht begeistert von Kuba und auch nicht von der Dominikanischen Republik. Curacao und Mexiko waren hingegen ok, aber auch nichts, was mich vollkommen umgehauen hat. Hinzu kommt, dass mir die Zeitverschiebung zurück kommend von westwärts irgendwie immer mehr zu schaffen macht, als wenn ich aus Asien zurück komme.

Die Unterkunft an sich war als Unterkunft vollkommen in Ordnung, die Terrasse hatte echt Charme und vor allem war das Bett bequem und alles sehr sauber, dennoch kann ich wegen der anderen Umstände nur 3 Sterne von möglichen 5 vergeben. Länger als 2 Nächte würde ich niemandem empfehlen, dort zu bleiben, denn dann wird es echt extrem langweilig und öde. Man hätte sich das Leben viel leichter machen können, indem man einfach die wichtigsten Dinge, wie zum Beispiel wann der Bus fährt und welche Linie es ist, eine kleine Karte mit Ortsplan, ein paar Ausflugstipps oder ähnliches zusammengefasst und in den Zimmern ausgelegt hätte. Leider hat man das alles nicht und war stattdessen irgendwie abweisend zu den Gästen. Schade eigentlich...

Nun wie immer, Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.

Liebe Grüße
Simo1301


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • KiVo veröffentlicht 10.04.2017
    Gut berichtet, da lass ich auch schnell mal ein Bh da. Gruß KiVo
  • Fredericke07 veröffentlicht 09.04.2017
    bh
  • Ciaochsi veröffentlicht 08.04.2017
    in BH-Warteliste aufgenommen
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