Sommerflieder

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Endlich Sommer - der Flieder blüht!

5  29.07.2002 (01.06.2003)

Pro:
Blüht und duftet wunderschön, ein wahres Schmetterlingsparadies

Kontra:
ist nicht immer gegen Schmetterlinge jagende Katzen gewappnet

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Pflegeaufwand:

Schnellwüchsigkeit:

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LeaofRafiki

Über sich: Neues unter leamom.blogspot.de - Füchschen ist am 08.03.11 morgens um 4:30 Uhr bei meiner Tierärztin...

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Heiß war es. Kein Wölkchen am tiefblauen Himmel. Zu heiß, um auf der Terrasse zu sitzen, womöglich noch unter einem Sonnenschirm. Den Tag in den kühleren bald hundert Jahre alten Wänden zu verbringen wäre unfair der Sonne gegenüber, auf die sie doch so lange gewartet hatte. Nein, diesen Tag wollte sie auf besondere Art genießen, wie sie es schon lange nicht mehr gemacht hatte. Gut eingecremt mit einer Decke unter dem Arm begab sie sich auf die Wiese, denn Rasen konnte man das, was da grünte, nur mit großem Wohlwollen nennen.
Halbschatten, ein wunderbares Wechselspiel von Licht und Schatten. Auf dem Rücken liegend schaute sie in den Himmel. Hoch über sich, so in gut 2 Meter Höhe, sah sie die scharfen Konturen einer tief dunkel violetten Rispe, die nun im Gegenlicht fast schwarz aussah, und einen Schmetterling, der sich auf ihr niederließ.
Drehte sie den Kopf etwas zur Seite, konnte sie ein ähnliches Schauspiel aus nächster Nähe betrachten. Nur daß es nun um eine weiße Rispe war, auf der sich eine Hummel niedergelassen hatte, um aus den winzig kleinen Blüten, die dicht an dicht standen, den Nektar auszusaugen. Sie steckte ihre Nase tief in die vielen winzigen weißen Blüten und sog den Duft nach Honig in sich auf. Einmal Hummel oder Bienchen sein und den süßen Nektar schlürfen dürfen...
Die schwarze Katze neben ihr blinzelte nur träge. Selbst ihr war es zu heiß, um wie sonst den bunten Faltern und anderen Insekten, die zu hunderten durch die drei riesigen Büsche schwärmten, nachzujagen. Sie tanzten förmlich, spielten miteinander, jagten sich, begatteten sich, flogen von Rispe zu Rispe, jeweils einen kurzen Moment innehaltend, um dann zur nächsten zu wandern.
Sie war fasziniert von diesem Gewimmel über ihr, dicht neben ihr und um sie herum. Ihr Blick schärfte sich und sie entdeckte mehr und mehr der verschiedensten Insekten, Schmetterlinge mit je zwei Augen auf den bunten Flügeln und weiße mit schwarzen Flecken darauf, kleine gestreifte Flugtierchen, Wespen ähnlich, aber viel kleiner, Hummeln, aber auch eine Hornisse? Für eine Wespe jedenfalls war sie viel zu klein, für eine Hummel zu schlank.
Träge strich der große rote Kater umher, ließ sich mit einem Plumps gegen den nun schon bald 5 -6 cm dicken Stamm fallen. Direkt auf eine der weißen Rispen, die an den bogenförmigen Stengeln bis auf den Boden reichten. Am Ansatz waren sie schon verblüht, am anderen Ende noch in geschlossenen, hellgrünen Knospen, flankiert von zwei weiteren, kleineren Rispen, die schräg abstanden.
Nächstes Frühjahr muß ich sie in Form schneiden, dachte sie und schloß ein Auge, das vom grellen Sonnenlicht, das durch die Blätter des violetten Strauches blitzte, zu tränen begann. Katzenaugen müßte man haben... Warum kann ich nicht beide Augen offen halten, die Pupillen zu schmalen Schlitzen verengt wie sie?, ging es ihr durch den Sinn. Bis zum nächsten Frühjahr ist noch lange hin. Sie hätte nicht gedacht, daß diese kümmerlichen Stengelchen, die sie vor Jahren als Sichtschutz für die damals dort befindliche Terrasse geplant, zu solch großen, ihre Stengel ineinander verwuselnden Büschen entwickeln würden. Und insgeheim war sie froh, daß der Frost zweie von ihnen dahingerafft hatte, hatte sie sie doch im ersten Eifer viel zu dicht nebeneinander gepflanzt. Nun umschmeicheln und beschatten sie den kleinenTeich mit der Seerose darin, die unermüdlich blüht und ihre Blätter über den Rand zuschieben beginnt, sowie ein Fleckchen Rasen, gerade groß genug, um sich dort lang ausstrecken zu können.
Im Laufe der nächsten Stunde flanierte eine samtpfötige Schönheit nach der anderen an ihr vorbei, erstaunt, ihren Menschen auf gleichem Niveau wie sie selber zu finden. Ließ sich neben ihr nieder, stubste mal mit der Pfote, ob es sich nicht um ein Trugbild handele, allein die silbergraue, die frechste von allen, weckte sie aus ihrem sonnenträumerischen Genuß, indem sie ihr die Achsel ausleckte. Ihhhh, was kitzelt das! Hmmmmm lecker, Frauchengeruch, lautete ihre Antwort...

Als die Sonne so weit rumgewandert war, daß keine Beschattung mehr nötig war, stand sie auf, schüttelte all die vertrockneten, verblühten Teilchen, die die eine oder andere sanfte Brise hatte herunter rieseln lassen, aus der Decke aus, faltete sie zusammen und ging ins Haus.
Sie setzte sich an ihren Computer, um die dürren botanischen Angaben nachzureichen:

Die Buddleia davidii, oder auch Sommerflieder genannt,
kann bis zu drei, manchmal sogar 4 Meter hoch werden, wobei alte Triebe verholzen.
Im Frühjahr treibt die Buddleia stark aus und bildet später an diesen Trieben ca. 20 cm lange Blütenrispen, je eine an der Spitze, flankiert von zwei, manchmal auch mehr, aber immer paarig angeordneten kleineren.
Die Buddleia ist zwar frosthart, aber bei starken Wintereinbrüchen kann es sein, daß die älteren Triebe abfrieren. Ich schneide sie dann vor dem Blattaustrieb stark zurück (ggf. auch noch einmal nach den Eisheiligen, wenn sie zu vorwitzig zu früh ausgetrieben hat).
Aber auch von unten treibt sie ständig neu aus.
Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Ich entferne regelmäßig die abgeblühten Rispen, das schont ihre Kräfte und verlängert die Blütezeit.

An sich ist die Buddleia sehr pflegeleicht, allerdings sind jüngere, schon verholzte Triebe, nicht bruchsicher - d.h. meine in den Strauch springenden Schmetterlinge jagenden Katzen sorgen für einen "Rück-Bruch" während des ganzen Sommers, so daß ich ihn im darauffolgenden Frühjahr höchstens etwas in Form schneide. Größere Bruchstellen hab ich einfach wieder zusammengepreßt und mit Blumendraht fixiert, es hält noch immer.

Bei mir stehen zwei blauviolette (Black Knight) und eine weisse (Name unbekannt, mal wieder ein Supermarktasylant).
Eingegangen sind mir leider eine in violett (Purple Prince) und hellblau (Name weiß ich nicht mehr)
Es gibt sie aber auch noch in rosa und rotviolett.

© LeaofRafiki 28.07.2002

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ACHTUNG FAKERSCHUTZ: Ich poste meine Berichte lieber selber und unter gleichem Nick regelmäßig bei Ciao, häufig bei Yopi, nach dem Relaunch selten Dooyoo, und noch seltener auf irgendwelchen anderen Plattformen, aber dafür vielleicht auf meiner Homepage *grins*


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Crazynoodle

Crazynoodle

14.06.2003 19:21

Heeeeeeerrlich *träum*, ein wirklich wunderbarer Bericht!! :o) Ich liebe den Duft von Flieder auch so, das ist für mich neben Jasmin der schönste Strauch. Und diese Farben!!! *schwärm* Ich glaube, ich komme doch lieber zu dir und bringe meinen Kuchen mit ;o) - dann lerne ich wenigstens auch mal all die schönen Katzen kennen...

dieBerlins

dieBerlins

22.09.2002 16:41

Mal etwas brauchbares von uns: Der Sommerflieder ist hochgradig hagelempfindlich - schlecht für Bayern. Der Sommerfliede ist aber auch recht unempfindlich gegen Frost, die Triebe sterben zwar ab, jedoch erholt sich die ganze Pflanze im nächsten Frühjahr nach einem totalen Beschnitt - gut für Bayern. Knut

Rot-Tigerchen

Rot-Tigerchen

03.08.2002 13:29

äh.. also, bei mir hat der Flieder schon im Frühjahr geblüht... muß wohl am Rhein/Main liegen :-) Viele Grüße Rot-Tigerchen

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