Keine Offenbarung für Sonicare-Benutzer
22.02.2010
Pro:
Gute Verarbeitung, hygienische Verpackung
Kontra:
Reinigungseffekt nicht spürbar besser, Markierungsringe fehlen
Empfehlenswert:
Nein
 DiffusesDenken
Über sich:
Familienvater, Mitte 30, 'vernunftbegabter Mittelstand', interessiert an allem, vom Schaukelgerüst b...
Mitglied seit:04.02.2008
Erfahrungsberichte:10
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Seit fünf Jahren nutze ich nun schon die Sonicare-Zahnbürsten, seit einem guten Jahr die Sonicare FlexCare. Bislang habe ich immer die Standard-Bürstenaufsätze benutzt und war damit äußerst zufrieden. Meiner Meinung nach gibt es kein anderes elektrisches Zahnbürstensystem, das derart effizient reinigt und ein solch glattes, blitzblankes Gefühl auf den Zähnen hinterlässt.
Nun war mal wieder eine neue Bestellung Ersatzköpfe fällig, und wie ich so im Internet stöbere, fällt mein Blick auf eine neue Sorte Ersatzbürsten: Die HydroClean-Köpfe. Zitat Philips: ‚Speziell entwickelte Finnen leiten die Flüssigkeit aus Speichel und Zahnpasta in die Zwischenräume zur Unterstützung der Reinigungsleistung.’ Auch wenn der Teil mit dem Speichel etwas unappetitlich klingt, stellte ich mir so eine Art Mundduscheneffekt vor und habe einfach mal ein Päckchen bestellt (Artikel HX6300, enthält drei Stück, Preis etwas über 20 Euro).
Kurze Zeit später erhielt ich die Köpfe in der typischen Blisterverpackung. Beim Auspacken die erste Enttäuschung: Die gewohnten kleinen Farbringe, mit denen man die Bürstenköpfe markieren kann, gibt es bei den HydroClean-Köpfen nicht. Wer nicht allein lebt und seinen Bürstenkopf von denen der Familienmitglieder unterscheiden will, muss also selbst eine Markierung anbringen. Nun gut. Die rechte Augenbraue kurz hochgezogen, und die Köpfe genauer angeschaut.
Im Vergleich zu den Standardköpfen wurden bei den HydroClean-Köpfen in der Mitte einige Borstenbüschel weggelassen. Der dadurch gewonnene Platz wird von zwei hellblauen Gummilippen ausgefüllt, die offenbar für den HydroClean-Effekt sorgen sollen. Und nun, auf zum Putztest. In Erwartung der Wasserfontäne, die den Zahnbelag aus meinen Zahnzwischenräumen sprengt, drücke ich auf den Knopf, und es passiert – nichts, was ich von den anderen Köpfen nicht auch gewohnt wäre.
Einen zusätzlichen Reinigungseffekt durch die ‚Finnen’ verspüre ich nicht. Im Gegenteil – dadurch, dass der Kopf weniger Borsten hat, muss man eher länger putzen, um die gleiche Wirkung wie bei den Standard-Köpfen zu erreichen. Wenn die Gummilippen die Zähne berühren, entsteht ein unangenehmes Druckgefühl, insbesondere dort an den (bei mir leider vorhandenen) Zahnfüllungen. Ernüchtert beschließe ich, die drei Bürstenköpfe nach Möglichkeit aufzubrauchen und beim nächsten Mal wieder die normalen zu nehmen.
Fazit: Ich persönlich kann in diesen Bürstenköpfen keinerlei Vorteil gegenüber den normalen erkennen. Im Gegenteil, sie reinigen meiner Meinung nach etwas schlechter und fühlen sich eher unangenehm an. Die Zahnseide wird davon bestimmt nicht arbeitslos. Dafür gibt’s von mir keine Klasse-Wertung.
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