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Bisher habe ich schon einige Romane aus der Feder von James Patterson gelesen, die mich mal mehr und mal weniger überzeugt haben. Wie mir nun dieses von ihm geschriebene Buch gefallen hat, werde ich nachfolgend darlegen.
Sonne, Mord und Sterne Dieser Kriminalroman vom amerikanischen Autoren James Patterson erschien erstmals 1996 in der original Sprache unter dem Titel „Jack & Jill“. Berühmt wurde der ursprüngliche Unternehmer Patterson mit seinen Geschichten um den Polizeipsychologen Dr. Alex Cross. Diese Krimirs wurden zum Teil bereits sehr erfolgreich auf die Kinoleinwand gebracht, z.B. „Denn zum Küssen sind sie da“, und machten auf diese Reihe aufmerksam. Um was dreht es sich in diesem Buch?
Story In diesem Krimi spielt Dr. Alex Cross mal wieder die Hauptrolle und muss sich gleich mit zwei Serienkillern , die in Washington ihr Unwesen treiben, auseinandersetzen. Auf der einen Seite ist da das mörderische Duo Jill & Jack, dass sich offensichtlich nur prominente Opfer aussucht und diese gezielt hinrichtet. Dabei hinterlassen sie Botschaften in Form von Reimen und geben dabei Aufschluss über ihr Endziel – den Präsidenten der Vereinigten Staaten! Auf der anderen Seite werden in der Nähe der Schule, die auch der Sohn von Alex Cross besucht, zwei kleine Kinder auf bestialische Weise ermordet. Der Polizeipsychologe muss nicht nur an zwei kniffligen Fällen gleichzeitig arbeiten, sondern auch auf seine eigene Familie aufpassen, die offensichtlich ins Visier eines der Killer gerät. Die Lage spitzt sich zu, als der angebliche Kindermörder im Internet Details über seine Taten veröffentlicht und sich Jack & Jill unter Umgehung aller Sicherheitskontrollen in direkten Kontakt mit dem Präsidenten begeben.
Ein gelungenes Buch? Der Schreibstil von James Patterson entspricht dem, was man von ihm gewohnt ist. Er hetzt den Leser durch sehr kurze Kapitel und vollführt ebenso schnelle Szenenwechsel. Um das Tempo auf den knapp 460 Seiten möglichst hoch zu halten, benutzt er meist kurze Sätze, die von einer klaren und einfachen Sprache getragen werden. Diese sorgt auf der einen Seite dafür, dass man dieses Buch schnell und ohne große Schwierigkeiten durchlesen kann. Auf der anderen Seite verhindert der Autor durch aber auch, dass die unterschiedlichen Charaktere schärfer gezeichnet werden und der Leser sich mit den unterschiedlichen Figuren näher befassen kann.
Was mir eigentlich immer an Patterson gefiel, kann mich in diesem Fall nicht begeistern. Mir fehlt die prickelnde Spannung, die einen Krimi eigentlich ausmachen sollten. Und da mich die Story nicht fesseln kann, fängt die Geschichte schnell an, langweilig zu sein. Man hat nichts zu erwarten, was einen wirklich interessiert. Es passiert eben das, was immer in Pattersons Cross-Geschichten passiert. Ein oder zwei psychopathische Serienkiller gehen um und werden von Dr. Alex Cross gejagt. Selbstverständlich versucht mindestens einer davon, auch in der Familie des Hauptdarstellers zu morden. Und wie es der Zufall so will, geht es plötzlich ganz schnell und alle Rätsel werden gelöst. Manchmal hat man als Leser Glück und darf sich dann noch über eine kleine überraschende Wendung im Roman freuen.
Das alles ist vorhersehbar, kommt unaufhaltsam auf einen zu und kann aus diesem Grunde eher weniger überzeugen. Das mir dieser Roman nicht gefallen kann, mag auch daran liegen, dass ich wohl schon zu viele Krimis aus dieser Reihe gelesen habe. Neueinsteiger oder absolute Cross-Fans mögen hier vielleicht eine andere Sicht der Dinge haben. Aber aus meinen Betrachtungswinkel bietet „Sonne, Mord und Sterne“ nichts, auf das man nicht verzichten kann. Man liest es durch, erreicht ziemlich schnell das Ende, legt es weg und hat schon wieder vergessen, was man da eigentlich gelesen hat.
Ausgaben Mittlerweile gibt es diesen Kriminalroman auch in der Taschenbuchausgabe. Es hat die ISBN 3-404-14851-7 und kostet im Buchhandel acht Euro und neunzig Cent. Ich hatte Glück und konnte ein offensichtlich einwandfreies Mängelexemplar für etwas über zwei Euro bekommen. Die gebundene Ausgabe mit der ISBN 3-431-03605-8 reißt mit 19,90 Euro ein ebenso großes Loch in das Portemonnaie wie die für über zwanzig Euro erhältlichen Hörbücher auf MC bzw. CD Über den Kauf einer teuren gebundenen Ausgabe hätte ich mich sicherlich im Nachgang geärgert, denn mehr als zehn Euro ist dieses Buch nun wirklich nicht wert.
Fazit Ich kann mich mit diesem Kriminalroman einfach nicht anfreunden. Eigentlich geht James Patterson ja so vor, wie er es bisher in seinen anderen Büchern der Cross-Reihe immer getan hat, aber erreichen kann er mich in diesem Fall damit nicht. Die Hauptfigur des Dr. Cross ist langweilig gezeichnet und weckt beim Leser kaum Interesse. Der Plot plätschert so dahin und unterscheidet sich wenig von dem, was man bisher von diesem Autor kennt. Zwar ist das Buch leicht zu lesen und man kommt gut voran, aber das war es dann auch schon. Mich hat dieser Roman nicht berührt, nicht gefesselt und eine knisternde Spannung habe ich auch nicht spüren können. Auf dem Buchrücken wird ein James Patterson „auf dem Gipfel seines Könnens“ angepriesen – fraglich dürfte in diesem Zusammenhang aber sein, zu welchem Zeitpunkt und vor allem nach dem Erscheinen welchen Romans diese Aussage getroffen wurde. Dennoch dürften die Käufer, die bisher noch keinen Cross-Roman von Patterson gelesen haben, durchaus ihre Freude an diesem Buch haben. Aus diesem Grunde vergebe ich insgesamt zwei Sterne mit leichter Tendenz zu dreien für Neueinsteiger und zu einem Stern für die Leser, die schon mehr Cross-Romane gelesen haben.
Mich konnte aber dieses Buch nicht überzeugen. James Patterson bietet dem Leser leichte aber auch wenig interessante Kost an, auf die man getrost verzichten kann. Eine Empfehlung für „Sonne, Mord und Sterne“ spreche ich daher ausdrücklich nicht aus.
Schöner Bericht! Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit mal gelesen. Ich fand es nicht schlecht. Allerdings habe ich auch schon besser Romane von Patterson gelesen. Was mir hier bei uns nicht gefällt, ist, dass man die Bücher in einer ganz merkwürdigen Reihenfolge serviert bekommt. Ich habe inzwischen schon einige Cross-Bücher gelesen. Wie mir scheint, aber absolut nicht in der richtigen Reihenfolge. Außerdem fehlen noch ein/zwei/drei Stück zwischendrin. Das kann einem gerade bei den Alex Cross Fällen ganz schön den Spaß vermiesen. Gruß WS
...stimmt. Mich nervt Pattersons Stil; und da gibt es auch keinen richtigen "Spannungsbogen"... und wenn man das Buch `mal weggelegt hat, findet man später den Faden nicht wieder, weil man alles wieder vergessen hat... prägt sich nix ein. Aber gut, andere Leser mögen ihn, muss man auch akzeptieren ;-)
Hm, wenn ich mir mal was von Patterson vornehmen sollte (momentan wartet einfach noch zu viel andere Lektüre), dann wohl nicht das hier. Was kannst du aus der Reihe denn eher empfehlen? LG, Meike
29.02.2004 21:37
Schöner Bericht! Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit mal gelesen. Ich fand es nicht schlecht. Allerdings habe ich auch schon besser Romane von Patterson gelesen. Was mir hier bei uns nicht gefällt, ist, dass man die Bücher in einer ganz merkwürdigen Reihenfolge serviert bekommt. Ich habe inzwischen schon einige Cross-Bücher gelesen. Wie mir scheint, aber absolut nicht in der richtigen Reihenfolge. Außerdem fehlen noch ein/zwei/drei Stück zwischendrin. Das kann einem gerade bei den Alex Cross Fällen ganz schön den Spaß vermiesen. Gruß WS
27.02.2004 08:41
...stimmt. Mich nervt Pattersons Stil; und da gibt es auch keinen richtigen "Spannungsbogen"... und wenn man das Buch `mal weggelegt hat, findet man später den Faden nicht wieder, weil man alles wieder vergessen hat... prägt sich nix ein. Aber gut, andere Leser mögen ihn, muss man auch akzeptieren ;-)
20.02.2004 16:39
Hm, wenn ich mir mal was von Patterson vornehmen sollte (momentan wartet einfach noch zu viel andere Lektüre), dann wohl nicht das hier. Was kannst du aus der Reihe denn eher empfehlen? LG, Meike