Eine Frage der Ethik
21.11.2001
Pro:
vollgestopft mit sinnvoller Technik, überaus realistische Bewegungsabläufe
Kontra:
Preis, Aussehen, AIBO kann sich nicht selbständig aufladen
Empfehlenswert:
Ja
 NormanimNetz
Über sich:
Hay! :) Bitte schreibt mir keine Kommentare und anderen Krams ins Gästebuch. Es sei denn ihr wollt m...
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Die Erschaffung eines künstlichen Wesens, davon träumt der Mensch seit der Geburt der Wissenschaft. Lange vor Anbeginn der Neuzeit, als die Wegbereiter die Welt mit den ersten Denkmaschinen verblüfften - "Elenore" z.B, ein Sprachprogramm, welches mit Chatuser kommunizierte indem es einzelne Wörter hinterfragte oder primitive Denkprogramme die Schach spielen konnten. Darauf folgten Roboter die in Fabriken Autos zusammenbauen, wobei wir nun schließlich in jedem Spielzeug mehr Elektronik finden, als in jedem Home Computer. Bei Sony hat man die künstliche Intelligenz zur bisherigen Reife gebracht. Ein intelligentes, künstliches Wesen, ohne Hunger und einmal hergestellt, ohne weitere Ressourcen zu verbrauchen. Wie weit wir es gebracht haben. Das künstlich erschaffene Wesen wird Wirklichkeit. Der Hund namens AIBO existiert bereits in drei Serien. Die erste Generation ist die ERS-210er Serie, Kostenpunkt ca. 1800 € in Gold, Schwarz und Silber. Darauf folgt die ERS-220er Serie in Silber und Schwarz für ca. 2100 €. Neu dazugekommen ist nun die LM-Serie, die Welpen von AIBO: ERS-311 in elfenbein-farben und ERS-312 in grau, dabei etwas "billiger", welche mit ca. 1200 € zu Buche schlagen.Konstrukteur von allen Serien ist Mr. Hagime Sorayama, der ein perfektes Abbild eines Haustieres schaffen wollte, artikuliert aber tollpatschig in seiner Ausdrucksweise, dazu noch voll beweglich und in seinen Reaktionen überaus menschlich. Menschlichkeit mit Freude, Zorn, Angst, Unzufriedenheit, Trauer und Überraschung. Entgegen der ersten Generation besitzt AIBO II eine Sprach-Erkennungsfunktion, wobei zuvor lediglich eine Tonerkennung zum neuronalen Empfinden beitrug. Die Emotionsaufnahme ist dabei bei längerer Prägung gigantisch. Zusätzlich wurde eine Imitationsfunktion verwendet, die die Stimmung der nahestehenden Person aufnimmt und mittels intelligenter Verhaltenssteuerung unter Verwendung von Neuronensequenztechnologie ein Feedback zulässt.Dieses neuronale Feedback mit Hilfe eines Prägungsprotokolls des implantierten Memory Sticks besitzt eigenmotivierte Überlegungen, die zu Handlungen führen, welche in einer Reihe vorhandener Sinnlichkeitssimulationen daraufhin abgespielt werden. Das Endprodukt: Ein liebenswertes Haustier, welches Realität und Vergangenheit des zu prägenden Menschen widerspiegelt. Der Instinkt wird durch audiovisuelle Übertragung aufgenommen, verarbeitet und in Mimik, Gestik und Lauten als Output dem Menschen vorgespielt. Und genau das ist der Haken! Je länger man sich mit AIBO beschäftigt (in meinem Fall zwei Stunden im Kaufhaus), desto bewusster wird man sich, was einem die künstliche Intelligenz bringt. Ich denke die Entwickler von Sony haben keinen Grund sich auf die Schulter zu klopfen. Man darf zurecht mit Stolz erfüllt sein, aber die Frage ist, was haben wir davon? Ein sensorisches Spielzeug, vollgestopft mit überteuerter Technik, hängt liebebedürftig am Rockzipfel der Menschheit. Laut des Prospektes trägt AIBO erheblich zur positiven Stimmungslage des Besitzers bei. Viel entscheidener ist die Frage, welche Verantwortung der Mensch gegenüber dem Roboter besitzt, denn letztendlich steht mit Sicherheit jeder AIBO-Besitzer vor seinem Haustier und merkt, daß er sich nun mehrere Monate damit nicht beschäftigt hat.Dies erinnert an früherer Spielzeuge. Man nutzt sie, testet alle Funktionen aus und sobald man sie im Schlaf erkennt und begriffen hat, wird es uninteressant. Dabei ist der potentielle Käufer solcher Geräte, ich vermute mal, der vereinsamte Mensch. Und genau jener Konflikt, nach Erkennung der Nichtbeachtung unseres liebevollen Roboters, der menschliche Züge besitzt, bringt jenes weitere psychologische Probleme mit sich. Eine weitere Folge des Versagens... wohl etwas übertrieben, jedoch nur der Anfang einer Vorstellung mit der man sich beschäftigen kann. AIBO ist trotz seines klobigen Aussehens, aber seiner liebevollen Tollpatschigkeit und Motorik für die heutige Zeit perfekt. Die Charaktere die man ihm zusätzlich mittels einer Software beibringen kann sind unglaublich realistisch, ja selbst ich hätte nicht mit solch einer Begeisterung gerechnet, obwohl in vielen Dingen die Technik noch unausgereift war. Die Zeit wird es wohl zeigen, wie Mensch und Maschine miteinander leben. Mit einer Maschine privat jedoch miteinander Emotionen auszutauschen ist jedoch eine gefährliche Kiste, wenn das Realistische für die Person selbst Überhand nimmt. Neueste Infos gibt es unter: http://www.aibo-europe.com/de/ Dort kann man auch direkt bestellen, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt. ¦)
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20.04.2005 14:37
Schöne Zusammenfassung der Informationen, jedoch keine eigene Erfahrung :-(
29.07.2003 11:23
Aber ich muss die Berichte miteinander vergleichen. Und muss schon sagen das die Anderen absolut Sch..... sind... einfach zu wenig Informationen. Deswegen (wenn auch ungern) kriegst du ein "SH" von mir. Ich glaube ich werd bald meinen eigenen Bericht schreiben weil ich höchtswahrscheinlich der Einzige von euch bin der den Aibo besitzt!!!!
29.07.2003 11:17
OK 1. Klasse Bericht. 2. Trotzdem muss sagen das 2 studen im kaufhaus nicht reichen um sich ein Bild von dem Aibo zu machen. Schon mal Die Wireless funktion getestet?? - sicher nicht, oder! Und ähh, du hast ja gesagt dass einem mit dem Aibo mit der Zeit fad wird. Stimmt ja auch. Du musst aber bedenken, dass wenn sich jemand sowas kauft will er damit bestimmt nicht ewig spielen. Er will es eher seinen Freundne und bekannten zeigen. :-) LG >THomas