Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Leistung, Qualitätsanmutung, Design, Software |
| Kontra: |
umständliche Bedienung, Akku, knapper Speicher |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Der Kauf:
Vor kanapp 2 Jarhen kaufte ich von einem Kollegen einen gebrauchten Palm Vx Organizer.
Das Gerät erfüllt klaglos seinen Dienst, und wären nicht meine Ansprüche aufgrund der Begeisterung über das Gerät mit der Zeit gestiegen, hätte ich jetzt nicht über einen Neukauf nachgedacht. Konkret ist es die Applikation „Flexipad“, ein Programm für die Schülerverwaltung und Schülerbeurteilung, das direkt im Unterricht eingesetzt wird und das bisherige Lerherhandbuch ersetzt und das Papierchaos deutlich reduziert. Nur sammeln sich im Laufe eines Schuljahres sehr viele Datensätze an, die natürlich immer „mitgeschleppt“ werden, sodass das Gerät zusehends langsamer wird. Überhaupt ist der alte Organizer mit dem Programm eigentlich hoffnungslos überfordert; das Laden von Beurteilungen dauert einfach zu lange. Auch laugt es den Akku dadurch sehr schnell aus. So „brauchte“ ich ein schnelleres Gerät, und nach langem Suchen nach Auslaufmodellen und Abwiegen der Preis-Leistungs-Verhältnisse kam ich zum Sony Clie TG 50.
Das Gerät bietet unter anderem Diktierfunktion, Bluetooth, MP3-Player und tolle Software wie z. B. Backup auf Memory-Stick.
Worauf lege ich bei einem Organizer Wert?
Palm Os (Flexipad läuft nur auf Palms)
Solidität – gute Verarbeitung
durchdachte Details, umfangreiche Ausstattung
intuitive Bedienung
kontrastreicher Bildschirm
lange Akkulaufzeit
günstiges Preis/Leistungsverhältnis
umfangreiche Software-Mitgift
Und was bekam ich?
Sony Clies sind Palms, hier wird das PalmOs 5 Betriebssystem mitgeliefert, allerdings nicht in der aktuellsten Version, das die Funktion „Virtual Graffity“, also schreiben direkt auf dem Bildschirm ermöglicht. Hier helfen allerdings Freewaretools, wie Graffity Anywhere, die ich aber nicht ausprobiert habe.
Der Sony Resthirnverstärker ist sehr edel ausgeführt. Das Metallgehäuse ist sehr fein verarbeitet, die Tasten haben einen guten Druckpunkt und machen einen stabilen Eindruck. Der Organizer ist mit einem Displayschutz ausgestattet, der einfach aufgeklappt wird. Das Gerät wird daurch relativ lang, was aber nicht unbedingt zum einem Problem werden wird.
Ebensowenig lässt die Ausstattung zu wünschen übrig. Bluetooth, Diktiergerät, MP3-Player, hochauflösender Bildschirm, solide Dockingstation, Tastensperre, Kontrolllämpchen für Bluetooth und Ladezustand sind Standard.
Nun zum eigentlichen Test:
Wie verhält sich der Sony im Alltag?
Für jedes Kriterium vergebe ich wie immer 5 Punkte (= Ciao-Starlets)
Die Inbetriebnahme des Gerätes ist natürlich kein Problem. Ebenso ist das PalmOs Betriebssystem über jeden Zweifel erhaben.
1. Dateneingabe und Navigation / Tastatur:
Das entscheidende Kriterium für oder gegen den TG 50 ist meines Erachtens die integrierte Tastatur. Bei herkömmlichen Palms ist die Stifteingabe vorgesehen, bei Bedarf kann eine virtuelle Tastatur eingeblendet werden. Beim TG 50 verhält es sich genau umgekehrt. In erster Linie soll über die Tasten eingegeben werden, was aber ohne Einübung nicht leicht ist. Die Tasten sind naturgemäß klein, so ist etwas Fingerspitzengefühl nötig, auf jeden Fall aber Konzentration. Mit dem Stift können die Tasten aufgrund der abgerundeten Form nicht eingegeben werden. Das würde schneller gehen, leider rutscht man aber ab. Bei Bedarf kann ein virtuelles Graffitifeld eingeblendet werden, das aber vom Bildschirm wertvolle Fläche einnimmt. Leider konnte ich in der für mich wichtigen Anwendung „Documents to go“ (Bearbeitung von MS-Office-Dateien) das virtuelle Feld nicht nutzen (Meldung: Kein Textfeld vorhanden), während dies auf einem anderern Organizer klaglos möglich ist. Außerdem ist die Einblendung des Schreibfeldes als Unterfunktion der Menütaste vorgesehen, was die Aktivierung noch unangenehmer weil zeitaufwendiger macht. Weitere Ärgernisse der Tastatur: Mit der Entertaste können keine Eingaben oder Markierungen bestätigt werden, hier ist erst wieder der Stift nötig.
Die Eingabe von Großbuchstaben oder Zahlen ist umständlich, da immer eine zweite Taste mitgedrückt werden muss.
Da ich beruflich mit dem Programm Flexipad arbeite, bei dem ich oft Ziffern und Sonderzeichen wie „+,o,-“ eingeben möchte, ist der TG 50 nicht das ideale Gerät für mich.
Für Leute, die Tastenorganizer gewohnt sind, stellt die Tastatur vermutlich kein großes Hindernis dar.
Als Navigationshilfe zum schnellen Aufrufen von Programmen dient Sonys Jogdial, ein Drehrad mit Drucktastenfunktion. Es liegt gut in der Hand und Erleichtert die Handhabung sehr. Das ist wichtig, denn die Rauf-Runter-Taste ist sehr klein und ungünstig plaziert.
Ich vergebe 2 Punkte.
2. Akku:
Das Programm Flexipad ist sehr Ressourcenfressend. So wird auch der Akku des TG 50 sehr schnell geleert. So musste ich den Clie spätestens nach 2 Tagen wieder laden, um nicht in der Schule saft- und kraftlos dazustehen – wäre doch peinlich.
Insgesamt macht der Akku auch ohne Flexipadnutzung nicht dem allerbesten Eindruck und hat mich persönlich etwas enttäuscht. Ich weiß, das ist jetzt nicht sehr genau beschrieben. Da ich das Gerät aber nach einer Woche umtauschte, kann ich keine detaillierten Angaben zur Akkulaufzeit machen.
Hier verdient sich der Clie 3 Punkte.
3. Speicher:
Ein Manko könnte für anspruchsvolle User auch der kanppe Speicher von 16 (effektiv nutzbar sind 11!) MB darstellen. Zwar liefert Sony ein umfangreiches Softwarepaket mit, das kaum Wünsche offenlässt, aber an die eigenen Bedürfnisse angepasst (bei mir Flexipad und Documents to go, Navigationssoftware) wird's dann doch kanpp. So benötigt beispielsweise MapSonics neuestes Update 1.32 mindestens 16 MB freien Speicher, um überhaupt lauffähig zu sein, die etwas ältere Version 1.3 immerhin 8 MB!!!
Auch hier halte ich 3 Punkte für angemessen.
So nun aber genug genörgelt. Ab jetzt wird gelobt.
4. Rechenleistung:
Ds mit dem Speicher ist schade, denn die CPU ist mit 200 Mhz getaktet und hat mit jeder aktueller Anwendung ein absolut leichtes Spiel. Auch Flexipad wird nun zum Rennpferd.
Auch in Zeiten von 400 Mhz ist die Geschwindigkeit noch immer mehr als ausreichend, so dass ich hier 5 Punkte vergebe.
5. Bildschirm:
Ich meine – perfekt. Kontrastreich und hochauflösend. Sogar sehr kleine Schriftarten können dargestellt werden. Meine Freude war anfangs groß, doch leider bin ich kurzsichtig, sodass ich eine größere Schrift wählen muss. Das kann nur das größte Lob für den Hersteller bedeuten, denn hier ist, so denke ich, ist das Maximum der Sinnhaftigkeit bereits erreicht. Natürlich macht ein größerer Bildschirm Sinn, doch hier ist ja die Qualität zu bewerten, und die ist vorbildlich.
Vorbildlich heißt wiederum full = 5 points.
6. Qualität:
Langzeiterfahrungen müssen Andere schildern. Mein erster Eindruck ist jedoch sehr gut. Alles sehr sauber verarbeitet und robust. Nichts wirkt wackelig oder zerbrechlich. So soll es sein – auch bei anderen Herstellern....
5 Punkte
7. Mitbringsel:
Die Ausstattungsdetails will ich nicht alle auflisten, das ist auf der Sony-Homepage zu finden. Das wichtigste der Mitgift soll aber nicht unerwähnt sein: Bluetooth, logisch zu bedienendes Diktiergerät, Memory-stick-Erweiterungsschacht und – ganz toll – eine Tastensperre über eine sperate Holdtaste. Keine Software, die Stabilitätsprobleme mit sich bringt, sondern eine stabile Hardwarelösung. So kann man Musik hören und gleichzeitig die Tasten sperren.
Eine nette Spielerei ist die Möglichkeit der Fernbedienung von Fernsehern oder Videorekordern. Hier wird die Infrarotschnittstelle zur Universalfernbedienung.
Danke auch für das mitgelieferte Backup-Proramm, das die Daten auf dem Organizer ruckizucki auf den Memory-Stick sichert und bei Bedarf wieder zurückspielt.
Eine Kamera ist eine schöne Spielerei, unter Megapixelauflösungen bringst sie aber noch nicht viel. Da ich sie nicht vermisse, vergebe ich erneut ....
.... 5 Punkte
Fazit:
Der TG 50 ist ein guter Organizer mit Schwächen in der Handhabung: Allerdings ist er sicherlich für Personen entwickelt worden, die eine Tastatur der Stigteingabe am Organizer
vorziehen. Allerdings hat auch die Tastatur ihre kleinen aber lästigen Schwachstellen in de r Bedienung.
Akkulaufzeit und Speichergröße bewegen sich auf durchschnittlichem Niveau, sollten aber bei weiterer Aufrüstung des Gerätes (Navigationssystem o.Ä.) einkalkuliert werden.
Das Gerät ist empfehlenswert für Alljene, die ein schnelles qualitativ hochwertiges, elegantes, vollständig ausgestattetes Gerät für – oder besser gegen- den alltäglichen Papierkram suchen und Hitechfeatures wie Bluetooth und Fernbedienung zu schätzen wissen oder auch brauchen.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge tauschte ich den TG 50 gegen einen Tungsten T2 – Bericht folgt.
Von 35 Punkten „erreichte“ der TG 50 in mr.korntis Exclusivtest 28 Punkte. Das sind 80 Prozent und entspricht einer Bewertung von 4 von 5 Sterndis.
Ciao, mr.kornti
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Pro: Bluetooth, Display, Software
Kontra: evtl. Tastatur
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Nachdem ich meinen Palm Zire71 gegen diesen Sony eingetauscht habe, werde ich mich auch desöfteren auf den Palm Zire71 beziehen, bzw. die beiden PDAs miteinander vergleichen. Merkmale:
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
17.06.2003
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