Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Akkulaufzeit, Display, BT + WLAN + DigiCam, Preis |
| Kontra: |
Stylus, RAM, Speed, Craddle |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Hallo erstmal :)
Ich melde mich nach langer Abstinenz bei ciao zurück und habe zwischenzeitlich natürlich einiges an Unterhaltungselektronik gekauft und getestet.Hier mein neuestes Gerät, der Sony Clié PEG TH55. Eines der neuesten Geräte aus dem Hause Sony und von Kennern lange Zeit erwartet.
Da hier noch kein Bericht von diesem sagenhaften Mobilwunder geschrieben wurde, was mich eigentlich erstaunt, habe ich mich dennoch durchgerungen euch hier einen Meilenstein vorzustellen.
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Übersicht:
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- Betriebssystem: PalmOS 5.2.1
- Speicher: 32 MB RAM, 32 MB ROM
- hochauflösendes Farb-Display (320x480) mit 65k Farben
- Memory Stick Slot (auch MS Pro)
- Infrarot-Schnittstelle
- 5 Wege Jog Dial
- Bluetooth eingebaut
- WLAN eingebaut
- Gewicht: 185g
- Li Polymer Akku (bis 15 Tage Laufzeit bei 30 Minuten Nutzung / Tag)
- (B x H x T): 73 x 121 x 15 mm
- Audio Player
- Kamera Auflösung 310.000
- Mikroprozessor SONY HANDHELD ENGINE
- Palm Anwendungen:
Sicherheit; Kalender; Launcher; HotSync; Taschenrechner; Notizen; Memopad; ToDo List; Address Book; Prefs; Welcome
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Erster Eindruck:
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Paket angekommen, geöffnet, gestaunt. Sony hat trotz umfangreicher Hardwareausstattung ein flaches und relativ leichtes Gerät entwickelt. in kleinem Karton geliefert kommt der Clié mit allem, was man zum Start benötigt. Software, Handbücher und Netzgerät zum Laden des Akkus. Hier wurde wohl wegen des relativ guten Preises gespart, denn normalerweise haben PDAs in dieser Preisklasse ein sogenanntes Craddle dabei, also eine Lade und HotSync Station, die wie eine Handyladeschale den Schreibtisch schmückt. Bei dem TH55 gibt es nur das Netzteil, ein HotSync Kabel und ein Adapter, der beide Kabel direkt mit dem Gerät verbindet. Nicht gerade edel aber dafür funktioniell und platzsparend, wenn man mit dem Gerät bspw. auf Reisen oder viel unterwegs ist.Also habe ich den "Edel-PDA" ersteinmal über Nacht geladen, bis die orangene Ladekontrollleuchte erloschen ist. Ich musste also meine Neugierde und den Spieltrieb zunächst in Zaum halten, was ich auch jedem anderen Neubesitzer raten würde. Die Li-Polymer Akkus sollten auch bei Handies zuerst komplett geladen, wenn es geht vielleicht auch etwas länger (~24 Stunden] am Ladegerät verweilen, damit u.a. auch die interne Ladeelektronik und Ladekurve initialisiert werden kann und somit die Lebensdauer und Kapazität optimiert wird. Die maximale Kapazität des Akkus wird onehin erst nach mehrmaligem Laden erreicht (auch hier wie bei den meisten Handies und Elektronikgeräten).
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Bedienung:
=======================================Während des Ladens habe ich mir das Elektronikwunder einmal aus der Nähe angesehen. Durchsichtiger Displayschutz, scheinbar ist die Scharniermechanik aber etwas locker. Hinten am Gerät der kleine Lautsprecher für Multimediaanwendungen und hinter dem Objektivschutz die kleine Digitalcamera. Auf der Rückseite oben sind noch der JogDial für das Hoch- und Runterscrollen sowie 2 Funktionstasten angeordnet. Etwas gewöhnungsbedürftig aber nach kurzer Zeit schon vorteilhaft für die Einhandbedienung.
Links dann die verschiedenen Bedienelemente für Öffnen des Digicamobjektivs, Auslöser für Digicam, Ein- und Ausschalter mit Holdfunktion (arbeitet wie Tastatursperre und schaltet Display aus - spart Strom bei MP3 Abspielen usw.) sowie der Schiebetaster für die VoiceRec, also Diktiergerätfunktion. Alsamt gut angeordnet, die Schiebetaster - und schalter aber für Einhandfunktion nicht einfach zu betätigen. Deshalb habe ich das Ein-/Ausschalten per Zusatzsoftware THEgo! auf die Auslösetaste der Digicam gelegt (wenn Digicam ausgeschaltet).
Unterhalb des Displays sind die 4 Palm üblichen Funktionstasten für die wichtigsten PIM-Programme wie Kalender, Adressbuch und Merkzettel zu finden. Sie sind auch anders belegbar, um schnell die gewünschten Anwendungen aufzurufen. Bedienung ist aber nur bei geöffnetem Displaydeckel ergonmisch, dies ist aber wirklich kein Manko und wohl auch nicht gewollt.
Oben ist ein kleiner Kanal, in dem der Stylus, also der Eingabestift verstaut ist. Er ist zusammenschiebbar und mein persönliches Mank an diesem Gerät. Klein und fummelig, schlecht zu halten und auf Dauer nicht zu gebrauchen. Hier bin ich wohl zu sehr vom Palm Tungsten Stylus verwöhnt, der um Längen besser in der Hand liegt. Wer hier also grössere Finger hat, sollte sich mal über Multifunktionsstifte mit PDA-Spitze informieren und solch einen sein Eigen nennen.
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Software:
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Das Softwareangebot welches mitgeliefert wird ist kaum zu toppen. Ich könnte sie nichteinmal alle aus dem Kopf aufzählen, denn hier ist für jeden was dabei.
Ich vermisse lediglich ein Programm wie Documents to Go, mit dem man native Office Dokumente ansehen und bearbeiten kann, alles andere ist vorhanden - für einen guten Start.
Das wohl spektakulärste am Softwarepackage ist die Clié PIM-Entwicklung. Die Kalendersoftware erlaubt es nun belibige handschriftliche Kommentare in den Kalender einzutragen, Verknüpfungen zu Bildern, Diktiergerätaufnahmen usw. zu erstellen uvm. Der erste Eindruck ist recht positiv, aber ich habe keine weiteren Erfahrungen im Detail, da ich aus reinem Konservatismus mein DateBK5 verwende und diese Extrasoftware statt des orginären Kalenders verwende. Hier liegt auch der Vorteil beim Sony, denn die Einträge im proprietären Kalendersystem sind voll zum original PALM Format kompatibel, lediglich die MM-Verknüpfungen und handschriftlichen Einträge werden in einer seperaten Datenbank abgespeichert. Der gleiche Vorteil findet sich im ToDo Programm und auch bei Notizen wieder.
Weiterhin ist das Programm Picsel Viewer hervorzuheben, mit dem man nahezu alle erdenklichen Dateiformate anzeigen kann. Von Bildformaten wie jpeg und bmp bis hin zu nativem pdf von Acrobat kann man hier alles ohne Extraaufwand betrachten. Das gibt es bei original PALM nicht, denn hier muss man erst teuere Zusatzsoftware erstehen.
Für Connectivity ist ebenfalls gesorgt, ein Mailprogramm, ein Internetbrowser und SMS Funktionalität ist bereits im ROM fest inegriert. Überrascht war ich vom Autokonfigurationsprogramm, welches per Bluetooth mein Handy erkannt hat und den Internet Zugang per GPRS automatisch eingestellt hat. Ich konnte nahezu sofort eMaiils lesen und schreiben sowie surfen. Auch diese Programme musste man bei original PALM PDAs zunächst von Drittanbietern kaufen.
Des weiteren sind etliche Multimediaprogramme sofort ohne Installieren an Bord. MP3 Player, Abspielprogramme für Flashanimationen, Videos usw. Wer hier auf Multimedia setzt und unterwegs bspw. gerne Musik hören möchte, der sollte noch den Kauf eines Memorysticks mit einplanen. Je nach Bedarf sind 256 oder 512 MB Sticks empfehlenswert, die aber heutzutage nahezu das gleiche wie SD-Karten kosten. Hier sind nochmals ~ 100 EUR einzuplanen.
Falls man einen Memorystick sein Eigen nennen darf, hilft auch die Backup Funktion MS-Backup die wertvollen Daten automatisch auf Memorystick zu sichern. Zwar passieren Abstürze und Totalabstürze (Hardreset) recht selten, doch gerade beim Ausprobieren von Software von Drittanbietern kann es zu inkompatibilitäten kommen. Ich persönlich habe zwar keine Probleme gehabt, aber hin und wieder ist von einem DatenGAU in Foren zu lesen, Vorsicht ist besser als Nachsicht weiss nicht nur der Fachmann.
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Hardware:
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Was gibt es viel dazu zu sagen: Man nenne mir einen Palm PDA, der Bluetooth, Digicam, Wireless LAN, Hires+ Display, 9-15h Akkulaufzeit für weit unter 400 EUR bietet. *Stille*
Genau, es gibt so gut wie kein Modell neben dem TH55. Und genau hier könnte man vermuten einen Klotz oder Backstein zu bekommen. Doch weit gefehlt. Dünn wie eine Tafel Schokolade und wenn ich grob Schätze, dann auch so groß.Das Gerät wird mit 32MB Ram, nicht aufrüstbar, geliefert. Für die meisten Anwendungen reichen 32MB eigentlich aus, moderne Geräte haben schon 64MB aber ich bin kaum an die Grenzen gestoßen, denn mit modernen Zusatzprogrammen (Launcher wie ZLauncher 4.x) kann man Software einfach auf Memorystick auslagern und von dort aus starten.
Viele der weiter oben angesprochenen Programm sind schon im ROM implementiert, sie "verbrauchen" also kein Arbeitsspeicher und sind ohne Installation zugegen.
Summa summarum bleiben rund 29MB freier Arbeitsspeicher und das reicht für 95% aller User und Anwender.
Kinderleicht ist auch die Nutzung des Memorysticks, per "Tap" auf das MS Symbol auf dem Palm wird ein Menue geöffnet. Wer hier auf "PC-Verbinden" klickt hat bei Verbindung per Kabel nach wenigen Sekunden den MS als Laufwerk in seinem Windows Explorer. Hier können einfach und schnell Programme und Daten wie mp3s übertragen werden.
Display ist hochauflösend und gut ablesbar. Gute Kontraste und Farbbrillianz mit dem einzigen Manko, den alle transflektiv Dispays haben: schlechte Ablesbarkeit bei direktem Sonnenlicht. Das ist also kein Manko nur dieses Geräts, dies findet man bei allen modernen PDAs. Mehr gibt es hier nicht zu sagen, außer noch: 480x320 Bildpunkte sind klasse :)
Sound per MP3 oder Diktiergerät sind qualitativ okay, der Lautsprecher recht leise und wohl eher für Systemklänge gedacht. Wer Musik hören will: 3,5mm Klinkenstecker und per Kopfhörer genießen. Hier ist Lautstärke und Qualität mehr als Ausreichend. Wie oben schon geschildert: Ohne Memorystick -> kein mp3.
Digicam ist eher eine Spycam. Unscheinbar hinter dem Schutz verborgen sind die Bilder mit 640x480 max. für Schnappschüsse und Spielereien geeignet. Wer schomal Fotos von den modernen Handydigicams gesehen hat weiss wovon ich spreche. Ohne Blitz oft verwackelt und unscharf, von der Belichtung her noch gerade ausreichend. Also mehr als Spielerei kann man das nicht nennen, wenngleich hier der Vorteil sticht, dass man sie dann "immer" dabei hat.
Akku und die Laufleistung kann man mit Sehr Gut bewerten und für die Funktionsvielfalt auch erstaunlich. Die besagten 9 bis 15 Tage Laufzeit bei sporadischer Nutzung stimmen soweit, andere Modelle von Konkurrenzherstellern müssen schon nach 2 bis 3 Tagen in die Ladeschale. Realisiert wird dies, indem die Prozessorleistung der aktuellen Nutzung angepasst wird. Gibt es also keine rechenintensiven Aufgaben für den Prozessor, so regelt er seine Corefrequenz einfach von den maximalen 123MHz bis auf minimal 9 MHz herunter, vollautomatisch und mit einem gigantischen Stromspareffekt. Wer seinen Akku einigermaßen pflegt sollte hier noch lange Spass mit dem Gerät haben.
Prozessor und Geschwindigkeit ist nahezu in einem Atemzug zu nennen. Eins vorneweg, 123MHz ist in Anbetracht der Modernen 400MHz wie bei dem Palm Tungsten T3 natürlich recht wenig - auf den ersten Blick - in der Praxis jedoch eher weniger relevant. Ich bemerke den Unterschied so gut wie nie, also ob eine Routenberechnung bei einem als Navigationsgerät verwendeten Palm PDA nun 5 oder 12 sec dauert ist im Endeffekt nicht gravierend. Während der normalen Benutzung merkt man nichts vom etwas spärlichen "Herzen" des Clié. Weder Ruckler, noch nennenswerte Verzögerungen sind bemerkbar, hier ist zugunsten der Akkulaufleistung designed worden und in meinen Augen zurecht.
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Fazit:
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Wer schon immer mit Palm PDAs in dem mittleren bis oberen Preissegment geliebäugelt hat, der findet mit dem Clié TH55 einen Wunderpda. Meine Entscheidung gegen den Palm Tungsten T3 und für den TH55 habe ich keinen Moment bereut.
Soviel PDA für das Geld bekommt man bis heute nirgends und wer bereit ist knapp 350 EUR für einen treuen Begleiter auszugeben wird nicht enttäuscht.
© 2004 Marc K. aka Poarf
| weitere Erfahrungsberichte |
Mein Lieblings-Clié :-) ...der TH-55
Bewertung für Sony CLIE PEG TH 55 von
Nusskiller
Pro: 32MB ROM, 32MB RAM, W-LAN, Infrarot, Bluetooth, großes Display und mehr
Kontra: relativ langsamer Prozessor
...Einleitung: Da ich im Sommer 2003 meinen alten Sony Clie verkaufen musste, stand im Frühjahr 2004 wieder eine Neuanschaffung an. Für mich stand von vorn herein fest, dass es wieder ein Sony werden muss. Nun stand die Wahl zwischen dem UX-50 und dem TH ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
15.07.2006
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