Erfahrungsbericht über

Sony Cyber-shot DSC-F505V

Gesamtbewertung (57): Gesamtbewertung Sony Cyber-shot DSC-F505V

 

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Prämierter Erfahrungsbericht

Der einäugige Riese

4  12.11.2001 (04.12.2001)

Pro:
Bildqualität, ausgewogenes Verhältnis von Komfort und Funktionsumfang .

Kontra:
Erscheint mit leicht überteuert .  Schwammiges Druckgefühl des Steuerkreuzes .  Zu kleiner Datenträger im Lieferumfang .

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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SaschaT

Über sich:

Mitglied seit:10.01.2000

Erfahrungsberichte:156

Vertrauende:148

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 267 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Meine herkömmlichen Papierfotos landeten in letzter Zeit immer häufiger im Maul eines Scanners. Mittlerweile benutze ich deshalb die Digitalkamera DSC-F505V von Sony und gehe den Umweg über das Fotolabor kaum noch. Der folgende Bericht geht davon aus, dass Sie sich über technische Daten und Ausstattungsmerkmale der Kamera bereits aus anderer Quelle informiert haben. Ich werde auf diese deshalb nur sporadisch eingehen und im Wesentlichen meine Erfahrungen und Eindrücke aus dem Umgang mit dem Gerät wiedergeben.

Durchdachte Konstruktion?

Die äußere Gestalt der F505V (siehe Kategoriebild) finde ich gewöhnungsbedürftig – nicht nur in ästhetischer sondern auch in praktischer Hinsicht. Beim Hantieren habe ich mich schon mehr als einmal gefragt “Wie packe ich das Ding eigentlich an?” Die ungleiche Gewichtsverteilung (schweres Objektiv, leichter Körper), das schwenkbare Objektiv und das kleine LCD-Display verlangten mir anfangs einiges an gutem Willen und Geschicklichkeit ab.

Vor allem den Sucher, auf den Sony zu Gunsten des LCD-Bildschirms verzichtet hat, vermisse ich auch nach längerem Gebrauch immer noch. Das hat keineswegs nostalgische Gründe, sondern rein praktische. Man hat nämlich nur noch via Bildschirm Kontrolle über den gewählten Bildausschnitt. Und der ist neben dem Blitz einer der größten Stromfresser des Geräts. Man kann den Screen zwar abschalten (oder alternativ die Hintergrundbeleuchtung – was aber auf das gleiche hinausläuft ) dann fotografiert man allerdings blind in der Gegend herum. Irgendwie blöd.

Im Ausgleich dafür bietet die Kombination von Schwenkobjektiv und Miniscreen ganz neue Möglichkeiten. So finde ich es nicht schlecht, dass die Kamera über den Kopf halten kann und dennoch sieht was man fotografiert oder filmt.

Ein ganz großes Plus gibt der eingebaute Blitz, der auf dem Objektivtubus direkt über der Linse aufsetzt. Die Nähe des Kunstlichtes zur optischen Achse verhindert häßliche Blitzschatten fast völlig. Mit der regelbaren Blitzstärke ist in jeder Situation für angemessenes Zusatzlicht gesorgt. Solange keine Objekte zu nahe an der Linse die Belichtungsautomatik verwirren, ist die Ausleuchtung sehr gleichmäßig. Selten war ich so angetan von mit Blitz aufgenommenen Fotos.

Bedienung

Es soll ja Leute geben, denen die Bedienung eines elektronischen Gerätes nur Befriedigung verschafft, wenn sie vorher beweisen konnten, dass sie in der Lage sind fette Handbücher zu verstehen. Ich zähle mich nicht dazu, sondern bin ein großer Fan von intuitiver Steuerung. Darum habe ich die Anleitung auch erstmal gleich in der Packung gelassen. Ergebnis des neugierigen Frontalangriffs: sämtliche Grundfunktionen habe ich OHNE Handbuchstudium sofort gemeistert. Ein paar Fotos waren schnell geschossen, bei den ersten bewegten Bildern hat es etwas länger gedauert, aber auch hier hatte ich ohne Lektüre keine Probleme.

Der volle Funktionsumfang und Bedienkomfort erschließt sich aber auch dem eingefleischtesten Elektronikfreak nicht ohne Handbuch. Alle Funktionen werden über ein Bilschirmmenü und einen kleinen runden Kippschalter bedient.

Dieser Schalter erinnert nicht nur äußerlich an das Steuerkreuz eines Gameboys sondern quittiert auch jede ausgeführte Aktion mit einen munteren Zwitschern wie ein Computerspiel aus der Ära bevor es Soundkarten gab. Dass dessen Lautstärke nicht regelbar ist, empfinde ich als Defizit. Das gleiche Dilemma wie beim Bildschirm hier: der Tastenton ist abschaltbar – auf Kosten der Funktionalität. Das Piepen verleiht dem schwammigen Druckgefühl des Kippschalters wenigstens den Anschein von Präzision. Fehlt der Ton, kommt man sich beim Herumstochern im Menü mitunter etwas verloren vor.

Ich empfand es als vorteilhaft, dass die Kamera nicht mit Optionen vollgestopft wurde, und man auch Anfänger in Sachen digitaler Fotografie den Überblick behält. Etwas ambitioniertere Hobbyfotografen werden den nicht sehr üppigen Funktionsumfang aber vielleicht als Mangel empfinden.

Weiterer Pluspunkt: Das Design des Gehäuses erlaubt auch ohne Stativ oder andere Hilfsmittel Selbstauslöserfotos sowohl im Quer- als auch im Hochformat.

Die Bildqualität…

hat mich wirklich überzeugt. Unter unterschiedlichsten Lichtverhältnissen habe ich die F505V getestet. Selbst im Schummerlicht konnte ich noch einigermaßen sehenswerte Resultate erzielen – da hätte meine EOS1000 schon längst aufgegeben. Wie bei der Verwendung von empfindlicheren Filmen wird natürlich die Körnigkeit der Bilder gröber, das liegt aber nun mal in der Natur der Dinge. Trotzdem sind selbst die Bilder, die mit der F505V bei schwachem Umgebungslicht entstanden, verhältnismäßig gut geworden.

Ebenso begeistert bin ich von der eingebauten Macrofunktion. Damit kommen winzige Objekte mit nur 2 cm Abstand von der Linse ganz groß raus. Abgesehen von der rein praktischen Schwierigkeit ein Motiv auszuleuchten, dass nur 2 cm vor einem Objektiv von rund dem vierfachen Durchmesser entfernt ist, finde ich diese Funktion faszinierend.

Die höchstmögliche Auflösung von 2240x1680 Bildpunkten ist für den Standardeinsatz im Urlaub oder Alltag wegen des hohen Speicherbedarfs so gut wie unbrauchbar. Wer seine Bilder später in 13x18cm ausdrucken möchte, wird diese Riesendateien in Kauf nehmen wollen. Für Internet- oder Bildschirmpräsentation sind meist schon 1280x960 Pixel mehr als genug an Bildinformation.

Leichte Fokusprobleme musste ich feststellen, die meiner Meinung nach aus der ungewohnten Aufnahmeposition herrühren. Da man die Kamera zum Aufnehmen immer vom Körper weg hält, neigt man leicht dazu, beim Druchdrücken des Auslösers die Kamera zu verreißen. Ergebnis: Leichte Unschärfen, die auf dem eingebauten LCD-Display trotz Zoom-Funktion nicht, auf dem großen Computermonitor später aber um so deutlicher auffallen.

Anschlüsse und Zubehör

Die F505V kommt mit einem ganzen Sack an Zubehör, wovon das meiste dazu dient, die aufgenommenen Bilder auch irgendwie auf externe Datenträger zu übertragen. Gespeichert werden die Fotos auf dem sogenannten Memory-Stick, einer proprietären Sony-Lösung. Der sieht im lila Kleid cool aus, ist aber in der Anschaffung mal so richtig teuer. Es wird zwar einer mitgeliefert – der hat aber lächerliche 8 MB, was bei höchster möglicher Auflösung von 2240x1680 Bildpunkten gerade mal vier(!) Fotos entspricht.

Darum unbedingt beim Kauf Geld für einen zusätzlichen Memory-Stick einplanen (oder gut mit dem Händler feilschen). Mit 64 MB ist man da schon auf der sicheren Seite – und mit 128 MB kann man getrost die Speichersorgen für einen sechswöchigen Urlaub vergessen.

Erfreulich, dass Datenübertragung nicht nur per USB, sondern auch für Laptops per PCMCIA und sogar für Windows NT-Systeme (die können kein USB) per Floppy-Disk-Adapter möglich ist.

Die Anschlussbuchse für ein Fernsehgerät habe ich noch nie benutzt und wird wahrscheinlich auch in Zukunft überflüssig bleiben. Die USB-Buchse ist für meine Begriffe etwas unglücklich angebracht – nämlich auf der Oberseite. Und wenn man seinen USB-Anschluss nicht an der Vorderseite des Computers hat, ist das zugehörige USB-Kabel für den Direktanschluss an den heimischen PC mit rund 40 cm eindeutig zu kurz. Da hat Sony an der falschen Stelle gespart, finde ich.

Fazit

Mit einem Preis von rund 2400 Mark ein etwas teureres Spielzeug für eine breite Palette von Einsätzen – ob im professionellen oder privaten Bereich. Ausgewogenes Verhältnis von Funktionsumfang und Bedienbarkeit, sehr gute Aufnahmequalität und umfangreiches Zubehör sind dicke Pluspunkte. Der etwas schwachbrüstige mitgelieferte 8-MB-Memory-Stick und ein paar Mängel hinsichtlich Bedienung (Steuerkreuz) trüben diesen guten Gesamteindruck ein wenig. Darum 4 von 5 möglichen Sternen.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
PandaSven

PandaSven

02.09.2004 07:11

Für einen Urlaub müßte ich da aber mehrere USB-Sticks mitnehmen ;o) Wie viele Fotos macht die Kamera denn in der kleinsten Auflösung? Sofern du die Kamera noch hast und du das beantworten kannst, der Bericht ist ja schon etwas älter ;o)

ingolf.loehl

ingolf.loehl

28.08.2003 13:16

Sehr ausführlicher und guter Bericht. Bin auch noch immer mehr als nur zufrieden mit meiner 505V. Dein Bericht verdient den Diamant zurecht auch wenn mein Bericht besser ist *spaß* ;-)

the-korn

the-korn

09.05.2002 01:11

Boah !!! Klasse Bericht eh....

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