Erfahrungsbericht über

Sony Cyber-shot DSC-T7

Gesamtbewertung (7): Gesamtbewertung Sony Cyber-shot DSC-T7

 

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Schönheit ist nicht alles!

2  03.09.2006

Pro:
schöne Optik, geringe Maße, großes Display, Schnelligkeit

Kontra:
generell eher schlechte Bildergebnisse, hohes Rauschen bei schwierigen Lichtsituationen, umständliche Menüführung

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


stefbl

Über sich: Kaum schreibt man mal wieder Berichte, schon sind sie wieder da: Die unsäglichen Anfragen für Leseru...

Mitglied seit:13.03.2000

Erfahrungsberichte:604

Vertrauende:225

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 125 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Einem geschenkten Gaul schaut man eigentlich nicht ins Maul. Normalerweise nicht. Anders sieht die Sache jedoch aus, wenn es sich bei dem Gaul um eine hochwertige Digitalkamera handelt - die DSC T7/B aus dem Hause Sony. Ein ganzes Jahr befindet sie sich jetzt schon bei mir im Einsatz, nachdem ich das Modell im vergangenen Sommer bei einem Fotowettbewerb gewonnen hatte. Nachdem die glückliche Nachricht bei mir eingetroffen war, war meine Freude natürlich erst einmal riesig groß. Man gewinnt nicht alle Tage eine schicke kleine Kamera, die damals noch ganz neu auf dem Markt war und eine Preisempfehlung von rund 500 Euro hatte. Gleichzeitig war ich überzeugt davon, für eine kleine Cam Verwendung zu haben. Zwar fotografiere ich normalerweise mit einer digitalen Spiegelreflexkamera - allerdings finde ich es grundsätzlich schön, immer eine kleine Kamera in der Handtasche zu haben und damit Schnappschüsse einfangen zu können. Soweit, so gut.

Wenn ich die vergangenen Monate mit der T7 allerdings nun Revue passieren lasse, ist meine anfängliche Begeisterung einer großen Nüchternheit gewichen. Schon gleich am Anfang deswegen hier der entscheidende Hinweis: Die Leistung der Kamera steht in keinem Verhältnis zu ihrem Preis!!! Erst vor einigen Tagen habe ich gesehen, dass sie im Media Markt und Saturn vereinzelt immer noch verkauft wird - und immer noch für Preise um die 250 bis sogar 300 Euro. Sollte jemand auf ein solches Angebot stoßen, hier gleich meine ganz klare Warnung: Sucht euch eine andere Kamera aus! Sonst werdet ihr euch möglicherweise auch über so viele kleine Dinge ärgern, auf die ich jetzt nachfolgend etwas detaillierter eingehen werde.

*** Zunächst der Blick auf das Äußere: Aussehen der Kamera ***

Würde ich aufgefordert, die Sony DSC T7 lediglich nach ihrem Aussehen zu beurteilen - die Kamera bekäme ohne mit der Wimper zu zucken fünf satte Sterne von mir. Denn ihr Design ist ohne Frage wunderschön und die Kombination mit kleinen Maßen und einem geringe Gewicht genügen, um hier wirklich von einem Design-Objekt zu sprechen. Erhältlich ist die T7 in edlem Silber sowie in schwarz und hätte ich die freie Wahl gehabt, ich hätte mich für Silber entschieden. So aber habe ich ein schwarzes Modell bekommen, was ich aber eher als grau bezeichnen würde. Die Seitenränder hingegen sind silberfarben abgesetzt. Auf der Vorderseite der Kamera werden Objektiv und Blitz durch eine nach unten verschiebbare Abdeckung geschützt, bewegt man diese nach unten, schaltet sich die Kamera automatisch ein. Die Rückseite des Modells wird dominiert von einem mit 2,5 Zoll ordentlich großem LCD-Display sowie den vergleichsweise kleinen Bedienknöpfen für das Menü. Ein optischer Sucher ist nicht vorhanden - leider eine der typischen Modeerscheinungen der aktuellen Digitalfoto-Welt. Denn die Bildsuche per Display erweist sich spätestens dann als nachteilig, wenn mein ein Foto bei hellem Sonnenschein aufnehmen möchte.

Punkte sammelt die DSC T7 vor allem jedoch auch durch ihre Maße. Die Abmessung der Kamera beträgt gerade mal 10,4 mal 5,2 mal 2,8 Zentimeter - das ist nicht nur sehr klein, das ist vor allem auch sehr flach! Damit bringt die Kamera auch gerade mal 114 Gramm auf die Waage, was sie zu einem echten Leichtgewicht macht. Entsprechend ist es überhaupt gar kein Problem, die Kamera irgendwo mit hinzunehmen. Nicht nur in der Handtasche fällt sie nicht weiter auf, man kann sie sogar problemlos in die Hosentasche stecken. Das ist nicht mit vielen Digitalkameras möglich.

*** Was drin steckt: Die technischen Daten ***

Bei der Sony DSC T7 handelt es sich um eine 5,1 Megapixel-Kamera. Damit lassen sich in höchster Auflösung Bilder in einer Größe von 2592 x 1944 Bildpunkten erzeugen. Vor einem Jahr war das im Vergleich zum sonstigen Angebot schon ordentlich, mittlerweile gibt es auch eine Menge mehr kompakter Digitalkameras, die mit der gleichen Pixelzahl oder mehr aufwarten können. Bei der Kaufentscheidung wird die Megapixel-Zahl von Kameras aber ohnehin überbewertet. Eine Kamera mit hoher Pixelzahl zu haben ist dann sinnvoll, wenn man sehr häufig

Bilder von Sony Cyber-shot DSC-T7
  • Sony Cyber-shot DSC-T7 Bild 20690133 tb
  • Sony Cyber-shot DSC-T7 Bild 20690172 tb
  • Sony Cyber-shot DSC-T7 Bild 20690212 tb
  • Sony Cyber-shot DSC-T7 Bild 20690272 tb
Sony Cyber-shot DSC-T7 Bild 20690133 tb
So wäre die Welt in Ordnung: Brauchbares Ergebnis bei mäßig Sonne.
große Ausbelichtungen bestellt - also Poster und mehr. Wer seine Digitalkamera einfach nur benötigt, um Bilder für seine private Homepage zu schießen oder 10x15 Zentimeter-Urlaubsfotos zu machen, kommt in der Regel auch mit einer 3-Megapixel-Kamera bestens aus. Das aber nur so am Rande.

Gespeichert werden die Bilder wahlweise auf einem Memorystick Duo bzw. Memorystick Pro Duo. Zum Lieferumfang gehört lediglich ein 32 MB-Stick - damit kommt man nicht weit. Also schaffte ich zusätzlich einen Stick mit 512 MB an, der vor einem Jahr knapp 50 Euro kostete, mittlerweile aber um die 30 Euro zu haben ist. Wer heute seiner Kamera ein ganzes Gigabyte spendieren möchte, muss mit rund 50 Euro rechnen. Damit ist die Art des Speichermediums bei dieser Kamera ein weiterer Kostenverursacher, denn Memorysticks sind generell teurer als CF- und SD-Karten. Dieser Tatsache sollte man sich vor dem Kauf ebenfalls bewusst sein. Auf 512 MS lassen sich bei höchster Auflösung rund 280 Bilder speichern. Das ist in Ordnung.

Zum Lieferumfang der Kamera gehört dann ferner noch ein Sony Cybershot LithiumIonen-Akku sowie das dazu passende Ladegerät. Da die Kamera die verbleibende Akkulaufzeit stets anzeigt, weiß ich, dass man mit diesem Akku im voll geladenen Zustand fast 80 Minuten ohne Pause fotografieren kann. Bis jetzt hat mir die Akkulaufzeit aber generell keinen Grund zur Klage gegeben - selbst wenn man beispielsweise bei einem Ausflug den ganzen Tag lang viel knipst, bleibt immer noch genügend Restlaufzeit übrig. Nur, wenn auch der Blitz zum Einsatz kommt, verkürzt sich die Restzeit entsprechend, aber auch das hält sich im Rahmen.

Ferner wird die Kamera von Sony mit optischem Dreifach- und digitalem Sechsfach-Zoom ins Rennen geschickt. Auch dieses Angebot ist mehr als ausreichend. Mit einem optischen Dreifach-Zoom kann man gut arbeiten, der digitale Zoom ist an und für sich sowieso überflüssig, weil man die gleichen Ergebnisse auch anschließend durch eine Bildbearbeitung am PC erzielen kann. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der Kamera Videoclips mit Bild und Ton aufzunehmen.

Beim Objektiv handelt es sich nach Herstellerangabe um ein so genanntes Vario-Tessar von Carl Zeiss mit einer Lichtstärke von 3,5 bis 4,4. Die Brennweite umfasst den Bereich von 6,3 bis 19 Millimetern, aufs 35-Millimeter-Kleinbildformat umgerechnet entspricht das einer Brennweite von 38 bis 114 Millimetern. Der eingebaute Blitz hat eine maximale Reichweite von 2,6 Metern.


*** Einstellungsmöglichkeiten und Programme ***

Sobald man den Objektivverschluss an der Vorderseite der Kamera nach unten schiebt, schaltet sich die Kamera ein und ist binnen weniger Sekunden betriebsbereit. Das beschert ihr eine gute Eignung für Schnappschüsse. Voraussetzung ist dafür allerdings, dass man alle Voreinstellungen bereits vorab getroffen hat bzw. im Automatik-Modus arbeitet, denn wenn man noch manuelle Änderungen vornehmen will, ist das gewünschte Motiv mit Sicherheit schon wieder entschwunden. So wird die DSC T7 über einen Menü-Knopf auf der Rückseite der Kamera bedient, was ihr nicht gerade eine hervorragende Eignung für Grobmotoriker bescheinigt, weil die Knöpfe doch arg winzig sind. Eine intuitive Bedienung ist darüber hinaus nur bedingt möglich, denn das Menü ist für meinen Geschmack ein wenig verwirrend aufgebaut. So bietet es sich an, zunächst doch einmal einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen, bevor es an den aktiven Umgang mit der Kamera geht.

Hat man den Menü-Knopf gedrückt, kann man sich durch verschiedene Menübereiche mittels kleiner Pfeiltasten navigieren. So kann man zunächst grundsätzliche Einstellung vornehmen, Datum und Uhrzeit einstellen oder sich für oder gegen den Einsatz des Rotaugen-Reduzierers entscheiden. Mit den Pfeiltasten nach links und rechts kann man sich durch die weiteren Menü-Bereiche navigieren. So kann man Kontrast, Sättigung und Konturenabbildung manuell einstellen, sich für verschiedene Bildeffekte (normal, schwarz-weiß oder sepia) entscheiden, die Blitzintensität einstellen, den Aufnahmemodus (Normal, Serie, Belichtungsreihe oder Multi Burst) wählen, die Bildqualität festsetzen (Standard, Fein) und die ISO-Zahl voreinstellen. Hier steht zwar auch ein Auto-Modus zur Verfügung, mit diesem habe ich aber keine guten Erfahrungen gemacht (dazu später noch mehr). Wer zum Beispiel einen Tagesausflug macht und den ganzen Tag draußen ist, dem empfehle ich stattdessen, sich gleich auf eine feste Isozahl festzulegen (z.B. 200) - und davon nur bei dringlichem Bedarf abzuweichen. Darauf gehe ich aber noch genauer ein. Zur Auswahl stehen die ISO-Zahlen 64, 100, 200 und 400.

Der Weißabgleich kann ebenfalls automatisch vorgenommen oder auf einzelne Belichtungssituationen (z.B. Sonne, Wolken, Kunstlicht) angepasst werden. Auch den Belichtungsmodus kann man frei wählen. Wer einfach nur fröhlich drauflosknipsen möchte, der tut gut daran, den Auto-Modus einzustellen und fertig. Es gibt aber noch eine kleine Auswahl verschiedener Programmalternativen, zum Beispiel den Nachtmodus, den Landschaftsmodus oder den Sportmodus. Klein ist das Funktionsangebot der Kamera somit bei weitem nicht, aber die Bedienung für meinen Geschmack etwas umständlich. Bis man eine Änderung an den Einstellungen vorgenommen hat, ist das gewünschte Motiv mit Sicherheit schon wieder weg. Hier wäre eine einfachere Bedienmöglichkeit anstatt das umständliche Navigieren durch die verschiedenen Menü-Ebenen von größerem Wert gewesen.

Anhand von Knöpfen auf der Rückseite der Kamera kann man aber einige Einstellungen noch spontan vornehmen, ohne erst das Menü öffnen zu müssen. Dazu gehören die Einstellung des Selbstauslösers, der Makro-Modus und das Blitz-Menü, wobei man sich entscheiden will, ob automatisch, immer oder nicht geblitzt werden soll.

*** Die Kamera im Alltagseinsatz - und die Bildergebnisse ***

Kommen wir nun aber zum wichtigsten Punkt bei einer Kamera - die von ihr gelieferten Bildergebnisse. Hier ist ganz klar festzuhalten, dass mich die Sony DSC T7 auf der ganzen Linie enttäuscht. Zwar gibt es Aufnahmesituationen, in denen sie treu und zuverlässig ihrer Aufgabe nachgeht und brauchbare Fotos produziert - diese sind jedoch eindeutig in der Minderheit. Die wenigsten Bilder, die ich bis jetzt mit der Kamera aufgenommen habe, waren direkt verwendbar. Geschätzte 90 Prozent musste ich hingegen noch einmal im Bildbearbeitungsprogramm nachbessern. Rund 15 Prozent waren aber selbst so nicht mehr zu retten und schlicht und ergreifend unbrauchbar. Kein guter Schnitt.

So schön die kleine und leichte Gestaltung der Kamera auch ist - das leichte Gewicht macht es schon einmal extrem schwer, sie ruhig in der Hand zu halten. Speziell, wenn es draußen etwas windiger ist, ist die Gefahr, das Bild zu verwackeln, einfach sehr groß. Dazu kommt, dass die Kamera bei verschiedenen Lichtsituationen einfach sehr wählerisch zu sein scheint. Werden Aufnahmen draußen an einem durchschnittlich schönen Sommertag gemacht, ist die Wahrscheinlichkeit, ein brauchbares Bild zu produzieren, gar nicht mal so schlecht. Auch die Ergebnisse, die die Kamera bei bedecktem Himmel produziert, sind in Ordnung - auch, wenn anschließend am PC in der Regel noch ein bisschen nachgeschärft werden muss. Mit allen anderen Bildsituationen, in denen von diesen Voraussetzungen abgewichen wird, ist die Kamera aber in der Regel schlicht und ergreifend überfordert - und die so produzierten Fotos werden einfach nur grauenhaft. Ein paar Bilder, die ich diesem Bericht anhänge, werden dies eindrucksvoll beweisen.

Besondere Probleme hat die Kamera dann, wenn die Lichtverhältnisse nicht ideal sind - es draußen also schon dunkler ist oder man sich in einem schwächer beleuchteten Raum bei Kunstlicht befindet (z.B. bei einer Party oder Feier). Eigentlich sollte hier zu erwarten sein, dass der Automatik-Modus der Kamera die schlechten Lichtverhältnisse erkennt und sich diesen anpasst - allerdings ist dies bei der DSC T7 wohl schlicht und ergreifend zu viel verlangt. Die Ergebnisse von Aufnahmen, die hier mit Blitz gemacht wurden, sind schauderhaft. Das Bildrauschen ist in diesem Fall fast immer so hoch, dass die produzierten Bilder nicht mehr zu verwenden sind. In verschiedenen Internetforen ist dieses Problem der Kamera bereits ausgiebig diskutiert worden. Wie man Abhilfe schafft, weiß niemand. Wohl aber wird als Begründung angeführt, dass sich bei der Kamera Blitz und Objektiv offensichtlich wohl zu nah nebeneinander befinden und der Blitz im Objektiv Reflexe verursacht. Ob diese Begründung stimmt, kann ich nicht hundertprozentig sagen, sie scheint mir jedoch plausibel. Hier hätte Sony eigentlich bereits bei der Entwicklung der Kamera Abhilfe schaffen müssen.

Probleme hat die Kamera auch bei überdurchschnittlich gutem Wetter und Situationen mit hoher Sonneneinstrahlung. Obwohl hier die Belichtung eigentlich kein Problem darstellen würde, ist das Ergebnis wieder ein recht hohes Bildrauschen. Das ist aber nur dann besonders ausgeprägt, wenn bei der Aufnahme des Motivs gezoomt wurde. Lässt man den Zoom unbenutzt, sind die Ergebnisse besser - allerdings kann ein Vermeiden des Zooms wohl auch nicht der Sinn der Sache sein. Ich habe bereits versucht, das Bildrauschen dadurch zu minimieren, indem ich die automatische ISO-Einstellung ausgeschaltet und den Wert 100 (bei sonnigen Aufnahmesituationen) konstant eingestellt habe. Leider hat dies im Ergebnis aber nur wenig genützt.

Ein weiteres klägliches Versagen der Kamera stellt sich ein, wenn die zu fotografierenden Objekte weiter weg sind - zum Beispiel die Spieler auf dem Rasen eines Fußballstadions. Hier findet die DSC T7 keine Ansatzpunkte für ihren Zoom - und produziert eine satte Unschärfe. Man mag hier als Argument anführen, dass kleine Digicams für solche Herausforderungen möglicherweise nicht unbedingt gemacht sind. Andere - zum Teil auch kostengünstigere Modelle anderer Hersteller hingegen bewältigen aber auch solche Herausforderungen ganz passabel - die Sony DSC T7 allerdings leider nicht.

Positiv anzuführen ist lediglich die Basis-Bedienung der Kamera - sie ist extrem schnell betriebsbereit und fokussiert ebenfalls im Eiltempo. Leider kann man sich darüber aber so gar nicht freuen, wenn die Ergebnisse nicht auch entsprechend ausfallen. Weiter oben hatte ich bereits erwähnt, dass die Gestaltung und Bedienung des Menüs sehr umständlich ausgefallen ist, so dass es nur selten vorkommt, dass ich Einstellungen ändere oder Programme wechsle. Dies erschwert den Umgang mit der T7 wiederum sehr.

Nur am Rande erwähnt werden soll die Video-Funktion der Kamera, da ich diese nur höchst selten benutze. Die DSC T7 bietet aber die Möglichkeit, kleine Videoclips mit Bild und Ton aufzunehmen - und macht dies gar nicht mal schlecht. Die Qualität der Videos ist natürlich nicht perfekt, aber um sie sich mal am PC anzuschauen und ggf. per Mail zu verschicken, geht das Ergebnis schon in Ordnung.

*** Kleiner Exkurs am Rande: Der Sony-Kundendienst ***

Vielleicht stellt sich beim Lesen des Berichtes der eine oder andere die Frage, wie eigentlich Sony zu den Problemen der Kamera steht. Auch dazu kann ich ein kleines Beispiel anführen. Nachdem ich die Kamera kürzlich mit auf einer Hochzeitsfeier hatte und wieder einmal total frustriert von den Bildern war, die mir die Kamera bei schlechten Lichtverhältnissen geliefert hatte, beschloss ich, doch einfach mal dem Sony-Kundendienst eine Mail zu schreiben und zu fragen, ob ich möglicherweise einfach zu blöd sein könnte, die Kamera zu bedienen. Die Antwortmail, die ich daraufhin bekam, war an Kompetenz nicht zu übertreffen. Wenn mir die Bildergebnisse zu schlecht wären, sollte ich beim Einsatz der Kamera doch einfach für gute Lichtverhältnisse sorgen (ja klar, ich hab auch bei Feiern oder im Urlaub immer einen Baustellenstrahler dabei, mit dem ich jede Bildsituation optimal ausleuchten kann). Außerdem dürfe man die Leistungen von digitalen Kameras generell nicht unterschätzen - sie hätten einfach in dem, was sie könnten, ihre Grenzen. Da frage ich mich doch nur, wie mein Freund mit seiner älteren und deutlich günstigeren Kodak-Digitalkamera auch bei schlechten Lichtverhältnissen wunderschöne Fotos schießt - während die kleine Sony hier offensichtlich überfordert ist. Die Antwort des Kundendienstes hat meine Begeisterung über die Marke Sony im Digitalfotosegment auf jeden Fall nicht großartig gesteigert …

*** Vor- und Nachteile zusammengefasst ***

Zum Abschluss dieses Berichtes möchte ich noch einmal die Vor- und Nachteile der DSC T7 zusammenfassen und wertend gegenüberstellen.

Fangen wir mit den Vorteilen an:
Die Kamera gewinnt durch
- ihre extrem schöne Optik
- ihre kleine Größe
- ihre Schnelligkeit.

Nachteile hingegen sind:
- die umständliche Menü-Bedienung
- die schlechten Bildergebnisse bei wenig Licht/starker Sonneneinstrahlung
- hohes Bildrauschen
- ein extrem schlechtes Preis-/Leistungsverhätlnis.

Da die Bildergebnisse jedoch das wesentliche Entscheidungskriterium bei der Anschaffung einer Digitalkamera sein sollten, kann ich an dieser Stelle von einem Kauf nur ganz klar abraten. Es gibt deutlich bessere Digitalkameras - für weniger Geld. Hätte ich die Kamera nicht gewonnen, sondern regulär im Laden erworben - ich hätte sie postwendend wieder zurückgebracht und mir mein Geld wiedergeben lassen. So aber habe ich mich mit meinem Schicksal abgefunden, gönne ihr ein Dasein als Handtaschenkamera und freue mich, wenn sie hin und wieder doch mal das eine oder andere brauchbare Bild produziert. 300 Euro für das Produkt sind jedoch meiner Meinung nach auf jeden Fall 250 zu viel.

stefbl, 3. September 2006

__________________________________

Anmerkungen zu den angehängten Bildern (alles Originalbilder, nur zugeschnitten, nicht weiter bearbeitet)

Motiv 1: So wäre die Welt in Ordnung. An einem schönen Herbsttag mit guten Lichtverhältnissen tut die Kamera treu ihren Dienst - und produziert ein brauchbares Bild.

Motiv 2: Auch bei bewölktem Himmel kann sich das Bild sehen lassen.

Motiv 3: Spätestens hier tun sich die Schwächen der Kamera auf. Hohe Sonneneinstrahlung und Arbeit mit Zoom - das Ergebnis ist ein stark verrauschtes Bild.

Motiv 4: Außenaufnahme mit Blitz bei Abenddämmerung. Hier hat die Kamera komplett versagt - das Bildrauschen ist so stark, dass das Motiv nicht mehr verwendbar ist.

Moitv 5: Ähnliche Ausgangssituation, diesmal nur in einem schwächer beleuchteten Raum am Abend. Ein Bild, dass sich selbst mit extremer Bildverarbeitung nicht retten lässt.

Motiv 6: Bei großen Entfernungen zeigt der Autofokus seine Schwäche. Ergebnis: Ein unscharfes Bild.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
carnuntum

carnuntum

12.02.2007 00:24

Die Bilder sind aber gut geworden. Ich finde Sony generell gut :o) Liebe Grüße Joanna

Irischa

Irischa

11.12.2006 15:25

Die Idee mit den Bildern finde ich toll. Gruß, Irischa

pandolito

pandolito

09.12.2006 18:14

Perfekter Bericht über eine offensichtlich kaum perfekte Kamera. Mit den Beispiel-Bildern hast Du mir keine andere Wahl als ein b.h. gelassen. Gruß, Oliver

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