Manchmal kommen einem Angebote tatsächlich gelegen. Kürzlich entschieden wir, dass wir uns eine neue Digitalkamera zulegen. Der Grund dafür war ein Defekt an unserer „alten“ Sony Cyber-shot. Da wir mit dieser sehr zufrieden waren, weil sie mehr als 4 Jahre treue Dienste leistete und weil uns die damit produzierten Bilder sehr zusagten, stand für uns fest, dass es wieder eine Kamera von Sony sein soll. Nach unseren Vorstellungen sollte es eine „Hosentaschenknipse“ werden. Zudem wollten wir kein hochpreisiges Modell kaufen, jedoch wollten wir auf eine hinnehmbare Ausstattung nicht verzichten. Nun setzte ich mich an den Rechner und verglich die verschiedenen Modelle miteinander. Ich listete dann alle in Frage kommenden Kameras auf und startete im Anschluss daran einen Preisvergleich. Immer mehr Modelle strich ich dann von der Liste, da sie einfach zu teuer waren. Am Ende blieb eine Kamera übrig. Diese sollte es also sein. Der günstigste Preis, den online finden konnte, lag bei 151,88 Euro (www.eg-electronics.com). Am tiefsten hätten wir www.yagma.de in die Tasche gegriffen, denn dort kostet sie 190,49 Euro. Bei beiden genannten Preisen sind die Versandkosten inbegriffen. Beide beziehen sich auf das von uns gekaufte, silberfarbene Modell. In anderen Farbvarianten ist sie zum Teil billiger oder gar noch teurer (siehe „Der Kaufort und der Preis“). Wie ich anfangs aber erwähnte, kommen einem Angebote manchmal gar nicht so ungelegen. Wir haben die Kamera deutlich billiger bekommen, und zwar OFFLINE! Nachdem ich euch die Gliederung und die Erreichbarkeit des Herstellers verraten habe, werdet ihr den genauen Preis erfahren.
DIE GLIEDERUNG
Damit jeder die für ihn wichtigen Informationen schnell findet, werde ich nun die Gliederung einfügen.
1. DER HERSTELLER
2. DER KAUFORT UND DER PREIS
3. DIE VERPACKUNG
4. DER LIEFERUMFANG
5. DIE KAMERA
6. DER AKKU UND DAS LADEGERÄT
7. DIE TECHNISCHEN DATEN DES AKKUS
8. DIE AUSSTATUNG UND WAS SICH DAHINTER VERBIRGT
9. DAS MENÜ
10. DIE BILDQUALITÄT / DIE VIDEOQUALITÄT
11. DIE HANDSCHLAUFE
12. DIE SOFTWARE UND DIE SYSTEMVORAUSSETZUNGEN
13. DIE BEDIENUNGSANLEITUNG
14. DIE GARANTIE
15. EIGENE ERFAHRUNGEN / ZUSAMMENFASSUNG
Und los geht´s…
DER HERSTELLER
Diese Kamera wurde von Sony in China gefertigt. Die deutsche Vertretung erreicht man auf folgenden Wegen:
Sony Deutschland GmbH
Kemperplatz 1
10785 Berlin
TELEFON: 01805-252586 (für 0,14 EUR pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Maximal 0,42 EUR pro Minute aus dem Mobilfunknetz.)
TELEFAX: 01805 252587 (für 0,14 EUR pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Maximal 0,42 EUR pro Minute aus dem Mobilfunknetz)
INTERNET: www.sony.de
DER KAUFORT UND DER PREIS
Wir haben uns die Sony Cybershot DSC-W350 in einem Media-Markt gekauft, und zwar zum unschlagbaren Preis von 111 Euro. Günstiger gibt es die nicht einmal online. Die Preise liegen dort zwischen 144,79 Euro und 193,80 Euro (inkl. Versandkosten)*. Ich habe beim Preisvergleich keine Rücksicht auf die Gehäuse-Farbe genommen. Die Preisspanne für die von uns gekaufte, silberne Kamera habe ich bereits in der Einleitung hinterlassen. Offline habe ich keine Vergleichspreise eingeholt.
*Die genannten Preise entsprechen denen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes galten.
DIE VERPACKUNG
Ein stabiler, etwa15,5 x 14 x 7,5 cm großer, Karton schützte die Kamera sehr gut vor Beschädigungen. Ein Siegel zeigte mir, dass ich einen ungeöffneten Karton in der Hand halte. Das ist mir wichtig, denn so ist die Chance größer, dass ich ein einwandfreies Modell erhalte und dass sich alle zugehörigen Elemente im Karton befinden.
Das Innere des Kartons ist gut geplant worden. Man hat fast den kompletten Platz ausgenutzt. Die Kamera befand sich zudem in einer robusten Pappschale, die sie vor Stößen schützt. Die dicke Folie, in der sich die Sony DSC-W350 befand, setzte dem Ganzen noch die Krone auf.
Auf dem Karton konnte ich Informationen zum Produkt, wie einige ausgewählte Funktionen und die Farbe der darin enthaltenen Kamera, sowie zum mitgelieferten Zubehör finden. Die Hinweise waren, neben einigen anderen- auch in deutscher Sprache zu finden.
DER LIEFERUMFANG
Folgende „Teile“ befanden sich im Karton:
- 1 Sony Cybershot DSC-W350 in Silber
- 1 Akku (Lithium Ion Type N)
- 1 USB-, A/V-Mehrzweckanschlusskabel (Type 3a)
- 1 CD-ROM (Picture Motion Browser
- 1 Handgelenkriemen
- 1 Bedienungsanleitung
Mir reicht der Lieferumfang völlig aus. Eine Speicherkarte wäre noch eine nette Geste gewesen, aber was nicht ist, ist eben nicht. Der integrierte Speicher der Kamera ist mit lediglich 45 MB sehr gering.
Wer FullHD Videos aufnehmen möchte, sollte sich eine Speicherkarte zulegen, die schnell genug ist, um die Daten zu verarbeiten. Sie sollte mindestens der Klasse 4, besser der „Class 6“ entsprechen. Da ich die Kamera lediglich zum fotografieren nutze, reicht mir der „kleine“ MemoryStick Pro Duo, den ich vom vorher genutzten Modell übrig habe.
DIE KAMERA…
…ist ein echter Hingucker. Das Design gefällt mir sehr gut und auch die angebotene Farbpalette ist mehr als ausreichend. Es gibt diese Kamera derzeit in folgenden Farben:
- Silber
- Schwarz
- Gold
- Rosa
- Blau
Unsere Wunschfarbe Schwarz gab es leider nicht mehr. Rosa fand ich persönlich nicht so toll und beim Blau befürchteten wir, dass es uns nach kurzer Zeit nicht mehr gefällt. Das Gold ist mir etwas zu prollig. Was bleibt? Genau, das Silber. Und genau in dieser Farbe haben wir sie gekauft. ;-)
Die Sony DSC-W350 ist mit einer Größe von 9.1 x 1.7 x 5.2 cm (BxTxH) klein genug, um sogar in der Hosen,- Jacken,- oder Hemdtasche Platz zu finden, und das nahezu unbemerkt. Das geringe Gewicht von nur 100 Gramm führt dazu, dass man zudem kaum spürt, dass man sie dabei hat.
Der Fotoapparat liegt sehr gut in der Hand. Aufpassen muss man, dass man mit einem der Finger der linken Hand nicht den Sensor verdeckt, der sich im oberen linken Bereich auf der Vorderseite befindet.
Alle Knöpfchen sind sehr gut erreichbar. Lediglich die Zoom-Tasten finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Bei meiner zuvor genutzten DSC-W50 befand sich die Zoom-Taste auf der Oberseite. Bei der DSC-W350 hat Sony die Wippe auf die Kamera-Rückseite versetzt. Sie wird nun mit dem Daumen bedient, was ich nicht sonderlich bequem finde. Mit etwas Übung geht das aber.
Wer große Hände hat, so wie ich, der wird die zum Teil kleinen Tasten nicht sonderlich mögen. Auch hier mach Übung den Meister. Mittlerweile komme ich mit den „Tästchen“ ganz gut klar.
Die ON-/OFF-Taste befindet sich auf der Oberseite der Kamera. Der runde Knopf ist leicht versenkt, was wohl verhindern soll, dass das Objektiv versehentlich ausfährt. Die Taste reagiert auf Druck sehr gut.
Die Auslösetaste befindet sich direkt neben der Einschalttaste. Sie ist ebenso gut erreichbar. Wenn man die Taste halb durch drückt, so stellt der Autofocus scharf. Ich finde, dass diese Funktion besser funktionieren sollte, denn man spürt diesen Punkt nicht. Man kann ihn also nur erahnen oder
Bilder von Sony Cyber-shot DSC-W350
sieht im Display, wann sich weiße das Rechteck grün färbt oder verschwindet. Bei der DSC-W50 gefiel mir das etwas besser, denn bei ihr spürte man diese Stelle deutlicher im „Abzugsfinger“.
Alle weiteren Tasten befinden sich im rechten Bereich der Rückseite. Es handelt sich dabei um die Menü-Taste, die Papierkorb-Taste, die Wiedergabe-Taste und eine Wippe mit den Funktionen „Selbstauslöser“, „Blitz“, „Lächelerkennung“ und „Display“.
Drückt man die Wippe auf „Display“, so kann man die Helligkeit des Monitors in 3 Stufen einstellen.
Beim Blitz gibt es 4 Funktionen – „Auto“, „Blitz ein“, „Langzeit-Syncro“ und „Blitzsperre“. Die Lächeltaste aktiviert die Lächelerkennung. Den Selbstauslöser kann man nach 2 Sekunden und nach 10 Sekunden auslösen lassen.
Über den gut funktionierenden, auf der Rückseite senkrecht angebrachten Schalter wählt man zwischen der Programmautomatik, dem Schwenk-Panorama und dem Videoaufnahme-Modus.
Das Gehäuse der Kamera besteht vorn aus gebürstetem Edelstahl und hinten aus schwarzer Plastik. Auf dem Kameragehäuse entstehen keine sichtbaren Fingerabdrücke, was ich hervorragend finde.
Negativ fällt auf, dass die Abdeckung, welche den Akku und die Speicherkarte z.B. vor Schmutz schützen soll, nicht sicher verschlossen werden kann. Hier hat Sony nicht die passende Lösung gefunden. Bei anderen Modellen wird die Klappe zugdrückt und dann durch eine Seitwärts-Bewegung eingerastet. Hier ist es so, dass die Klappe nach dem Zuklappen mit einem kleinen Hebelchen arretiert wird. Häufig ist es passiert, dass dieses Hebelchen beim Herausnehmen der Kamera aus der Tasche berührt wurde, was zur Öffnung der Klappe führte. Diese wird nämlich mittels Feder nach dem Entriegeln selbsttätig geöffnet. Hier besteht also die Gefahr, dass die Klappe abbricht.
Das Einlegen der Karte und des Akkus war keine Herausforderung. Ebenso gut funktionierte das Herausnehmen beider Elemente. Den Akku muss man zu diesem Zwecke durch Drücken eines Knöpfchens entriegeln. Die Karte entfernt man, indem man sie leicht in den Slot hinein drückt und dann durch Lösung des Drucks ihrer Bewegung nach draußen folgt. Man kann sie dann entnehmen. Der Kartenslot ist übrigens für Memory Sticks und für SD-Karten gleichermaßen nutzbar.
Die Kamera verfügt auch über ein Stativgewinde. Man kann sie also auf ein Stativ schrauben, wodurch z.B. Bilder mit Selbstauslöser oder Aufnahmen bei häufig Dämmerung besser gelingen.
Nimmt man mit der Kamera Videos auf, so besteht auch hier die Möglichkeit, die Zoom-Funktion zu nutzen. Leider hört man das Geräusch des Zooms auf dem Video, was die sonst gute Qualität enorm trübt.
Nach dem Einschalten dauert es etwa 1,3 Sekunden, bis die Kamera einsatzbereit ist. Die Zeit habe ich selbst gemessen. Ich finde es toll, dass sie sehr schnell einsatzbereit ist. Dieses Modell ist also als Schnappschusskamera geeignet.
Die Dauer vom Drücken des Auslösers bis zur erneuten „Knipsbereitschaft“ liegt bei ungefähr 4,5 Sekunden. Transrapid-Tempo ist das nicht sondern eher eine durchschnittliche Familienreisegeschwindigkeit. ïŠ Tatsächlich passt die Kamera mit ihrer Ausstattung und ihren Eigenschaften recht gut zu Familien.
Die automatische Abschaltung kann dabei helfen, Energie zu sparen – natürlich nur dann, wenn man das Ausschalten der Kamera vergessen hat.
DER AKKU UND DAS LADEGERÄT
Ehe man die Kamera nutzen kann, muss der Li-Ion Akku geladen werden. Dieser Prozess dauert ein Weilchen. Die Ladedauer gibt Sony mit 185 bis 245 Minuten an. Will man den Akku normal laden, so reichen 185 Minuten aus. Man erkennt den Zeitpunkt am Erlöschen der sogenannten „Charge-Anzeige“. Wer die Kapazität des Akkus etwas erhöhen möchte, der kann ihn etwa 60 Minuten länger laden. Das klappt tatsächlich, allerdings ist die Ausdauer des Akkus auch dann nicht zufriedenstellend. Ich habe die Kamera zum Zwecke der Erstellung des Berichtes hin und wieder eingeschaltet bzw. im Menü geblättert. Nach wenigen Minuten fehlte einer der Balken der Kapazitätsanzeige. Der zweite Balken verschwand kurze Zeit später. Ich habe dann etwa 10-15 Bilder gemacht und danach fehlte ein weiterer Balken. Der vierte und letzte Balken verschwand etwa nach weiteren 15 Bildern. Zwischendurch habe ich zweimal kurz die Wiedergabetaste gedrückt, um zu prüfen, ob die Bilder meinen Vorstellungen entsprechen. Die Akkuausdauer ist also alles andere als gut. Ob es daran liegt, dass sich der Fotoapparat lange im Lager befand oder ob das normal ist, weiß ich nicht. Fakt ist: die Ausdauer des Akkus meiner DSC-W50 war deutlich höher.
Beim Laden des Akkus habe ist auch die Ladedauer mit der vom Hersteller angegebenen Dauer verglichen. Beide stimmen in etwa überein.
DIE TECHNISCHEN DATEN DES AKKUS:
- Lithium-Ionen-Akku
- Maximalspannung: 4,2 V
- Nennspannung: 3,6 V
- Maximale Ladespannung: 4,2 V
- Maximaler Ladestrom: 0,9 A
- Kapazität: typisch – 2,3 Wh (630 mAh); minimal: 2,2 Wh (600 mAh)
DIE AUSSTATTUNG
Die Kamera verfügt über jede Menge Funktionen. Diese werde ich nun nennen:
- 14,1 Megapixel
- 4-fach optischer Zoom
- 26mm-Weitwinkel
- Carl-Zeiss-Objektiv
- 2,7“ LCD (6,7 cm)
- MemoryStick Duo, Memory Strick Pro Duo, SD, SDHC und SDXC
- Videos in FULL HD (1080)
- digitale Geräuschminderung
- BIONZ Prozessor
- Optischer Bildstabilisator (Doppelter Verwacklungsschutz)
- Sweep Panorama
- Intelligente Automatik
- Easy Modus
- DRO Plus
- Gesichtserkennung – verschiedene Modi
- Lächelerkennung – verschiedene Modi
- Center-AF, Multi-AF, Spot-AF
- 3 verschiedene Belichtungs-Messmodi
- Verschiedene ISO-Einstellungen
- Serienbild-Modus
- Mehrere Wahlmöglichkeiten der Bildgröße (16:9 und 4:3)
- Diashow der gespeicherten Bilder – auf Wunsch auch mit Musik
- Retuschier-Funktionen Trimmen, Rote-Augen-Korrektur, Unscharfmaske
- Die Motivprogramme
Das sollten alle wichtigen Funktionen gewesen sein. Ich finde die Auswahl beachtlich, vor allem weil die Kamera recht klein ist.
Und nun werde ich euch verraten, …
…WAS SICH DAHINTER VERBIRGT:
14,1 MEGAPIXEL…
…sind eine beachtliche Größe. Man kann damit Bilder in Plakatgröße ausdrucken, ohne sichtbare Qualitätsverluste befürchten zu müssen. Aber auch bei kleinen Fotos profitiert man von der hohen Auflösung, z.B. wenn man später entferntere Bilddetails zoomt. Die Details sind dann erkennbarer als bei geringeren Auflösungen.
4-FACH OPTISCHER ZOOM:
Dank des 4-fachen Zooms lassen sich Objekte etwas näher heran holen als mit dem 3-fach-Zoom der DSC-W50. Enorm ist dieser Zoom trotzdem nicht, aber er reicht für unsere Zwecke aus.
26MM WEITWINKEL:
Was ist ein Weitwinkel? Stellt euch vor, ihr steht in einem kleinen Raum. Die Familie oder Freunde haben sich zum Fototermin getroffen und stehen in Reih und Glied da. Du nimmst deine Kamera in die Hand, bringst sie in Position und dann siehst du im Sucher oder auf dem Display nur den mittleren Teil der Gruppe, die rechts und links stehenden aber nicht. Dann hältst du womöglich eine Kamera in der Hand, deren Brennweite für diese Situation nicht optimal ist. Die Sony DSC-W350 kriegt meist die Aufnahme der ganzen Gruppe hin, da der eingebaute 26mm Weitwinkel enorm ist. Man sieht damit also in der Breite mehr.
CARL-ZEISS-OBJEKTIV:
Diese Objektive weisen eine sehr gute Qualität auf und sie sorgen für tolle Bilder. Überzeugen müsst ihr euch aber selbst ;-) .
2,7“ LCD (6,7 cm):
Die Display-Größe finde ich gut. Man sieht darauf mehr als auf einem kleineren LCD, was jedem einleuchten dürfte. Die Farbgebung ist gut und die Auflösung mit 230000 Bildpunkten ebenso. Direktes Sonnenlicht mag es nicht sonderlich. Es setzt sich zur Wehr, indem es einfach einige Bilddetails für sich behält, kurz: man sieht nicht mehr allzu viel. Da es keinen optischen Sucher gibt, guckt man in diesem Fall in die Röhre.
MEMORY STICK PRO, MEMORY STICK PRO DUO, SD, SDHC, SDXC
Toll finde ich, dass die Kamera verschiedene Speicherkarten-Typen „speisen“ kann. Das ist bei Sony noch nicht sehr lange der Fall. Man hat sonst nur die Karten aus dem eigenen Hause zugelassen, was mich arg störte. Diese waren nämlich teurer. Nun hat der Nutzer eine größere Auswahl und kann daher die Karte erwerben, die den Bedürfnissen des Fotografen entspricht. Für Videos sollte man mindestens eine SD-Karte der Klasse 4 (Class 4) nutzen.
FULL HD 1080:
Die Videoclips werden mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde gefertigt und sie können sich sehen lassen. Man sieht ihnen deutlich an, dass es sich um 720p-HD Videos handelt. Wenn man keine größere Full-HD-Videokamera mitschleppen möchte, ist die Sony also eine Alternative. Passend dazu liefert die Kamera einen tollen Stereo-Sound.
Wie bereits erwähnt, kann man auf der Aufnahme deutlich das Geräusch des Zooms vernehmen. Das gefällt mir absolut nicht. Sollte ich die Videofunktion wieder einmal verwenden, verzichte ich wohl besser auf das Zoomen.
DIGITALE GERÄUSCHMINDERUNG
Diese Funktion habe ich bisher nicht getestet bzw. deren Wirkung habe ich nicht bemerkt. Möglich ist aber, dass sie tatsächlich funktioniert.
BIONZ PROZESSOR
Er bietet eine leistungsstarke Bildverarbeitungstechnologie und er ermöglicht scharfe und detailreiche Bilder mit geringem Rauschen sowie ein schnelles Fotografieren.
OPTISCHER BILDSTABILISATOR (Doppelter Verwackelungsschutz)
Der optische Bildstabilisator ergänzt die Ausstattungspalette dieses Winzlings optimal. Man spürt dessen Existenz oft. Schnell habe ich mich an diesen Luxus gewöhnt und ich möchte ihn nun nicht mehr missen. Der doppelte Verwackelungsschutz ergibt sich aus dem optischen Bildstabilisator, der hohen ISO Empfindlichkeit und der Clear RAW-Rauschunterdrückung für scharfe Handheld-Aufnahmen, auch bei schlechtem Licht. Der Bildstabilisator funktioniert tatsächlich. Bisher habe ich nur wenige Aufnahmen löschen müssen, und zwar die, mit denen ich den Stabilisator ausgiebig testete. Ich habe die Kamera hierzu enorm bewegt, während ich den Auslöser drückte.
SWEEP PANORAMA (Schwenk Panorama):
Diese Funktion ist wirklich genial. Man stellt das genannte Programm ein, führt die Kamera in die Anfangsposition und drückt den Auslöser. Dann führt man die Kamera in einer fließenden Bewegung zur Seite und lässt den Auslöser los, sobald alle Informationen im Kasten sind. Die Kamera errechnet dann ein Bild und zeigt die Bewegung der Kamera als Bild an. Auf ein Bild bekommt man also auf Wunsch mehr Informationen als üblich. Übrigens kann man diesen Modus auch von oben nach unten nutzen.
DIE INTELLIGENTE AUTOMATIK…
…passt die Belichtung und andere Kameraeinstellungen in den verschiedenen Aufnahmesituationen automatisch an und sorgt so für optimale Ergebnisse.
EASY-MODUS
Technisch unversierte Menschlein werden von dieser Funktion profitieren. Stellt man diesen Modus ein, so entfernt die Kamera alle unnötigen Wahlmöglichkeiten aus dem Display. Die Kamera zeigt dann nur noch die Batterieanzeige und die Anzahl der verbleibenden Aufnahmen. Kommt man einem Objekt näher, so erscheint das Makro-Symbol, hält man die Kamera gegen das Sonnenlicht, so erscheint das Symbol einer Sonne. Die Kamera unterstützt den Benutzer also mit einer vereinfachten Steuerung.
DRO Plus
Diese Einstellung soll z.B. im Schattenbereich verlorene Bilddetails gewinnen oder die Schattendetails ohne Spitzlichteinbußen wiederherstellen. Sooft ich diese Funktion auch ausprobierte, ich konnte hier keine allzu große Wirkung feststellen. Die Bilder unterschieden sich lediglich geringfügig bezüglich der Helligkeit. Das war aber so gering, dass man es nur mit Mühe und Not feststellen konnte.
GESICHTSERKENNUNG
Die Sony verfügt über eine Gesichtserkennung. Dieses Programm legt den Fokussiert hierbei auf das Gesicht. Man kann dabei auch wählen, ob die Kamera das Hauptaugenmerk auf das Gesicht eines Kindes oder auf das eines Erwachsenen legen soll. Mir gefällt diese Funktion sehr gut. Dass sie funktioniert, sieht man an den entstehenden Bildern.
LÄCHELERKENNUNG
Schaltet man die Lächelerkennung ein, so löst die Kamera erst aus, sobald die im sichtbaren Bereich befindliche Person lächelt. Man kann hier auch entscheiden, wie stark das Lächeln sein muss. Die Kamera löst dann beim Erreichen der gewünschten Stufe von allein aus. Das klappt tatsächlich sehr gut. Diese Funktion mögen auch unsere Kinder. Selten haben wir zuvor so lustige Aufnahmen hin bekommen. ;-)
Center-AF, Multi-AF, Spot-AF
Diese Funktionen sind heute bei fast jeder Kamera vorhanden. Hier stellt man ein, ob die Kamera auf einen zentralen Punkt fokussieren, also scharfstellen soll, ob die den Fokus auf die Bildmitte legen soll oder ob sie ihn auf das ganze Bild legen soll. Dies steigert die fotografischen Möglichkeiten etwas. An eine Spiegelreflexkamera kommt sie dennoch nicht heran, was wohl nachvollziehbar sein dürfte.
VERSCHIEDENE BELICHTUNGS-MESSMODI…
…helfen dabei, ein Bild mit einer optimalen Belichtung zu erstellen. Stellt man auf „Multi“, so basiert die Belichtung auf dem gesamten Bild. Auf „Mitte“ beruht die Belichtung auf der Helligkeit im mittleren Bildbereich und auf „Spot“, der Name lässt es bereits erahnen, beruht sie auf der Helligkeit eines zentralen Punktes.
VERSCHIEDENE ISO-EINSTELLUNGEN
Man kann folgende ISO-Werte wählen:
- Auto
- ISO 80
- ISO 100
- ISO 200
- ISO 400
- ISO 800
Der ISO-Wert zeigt die Filmempfindlichkeit an bzw. imitiert er diese. Die Einstellung ist von den Kameras übernommen worden, die noch mit einem Film gefüttert worden sind. Je nach Wetterlage hat man im Interesse besserer Bilder, im Optimalfall einen anderen Film verwendet. Bei Sonne einen mit einer niedrigen ISO-Zahl, bei Dunkelheit einen mit einem höheren ISO-Wert. Bei den Digitalkameras spart man sie diese zusätzliche Ausgabe für die Filme und kann diese Empfindlichkeit auf Knopfdruck imitieren. Hier bis zur Stufe 800, was für unsere Zwecke ausreicht, denn ich will keine Fotos bei kompletter Dunkelheit schießen und auch keine Experimente mit der Verschlusszeit wagen. Dafür habe ich schließlich die Spielgelreflexkamera.
SERIENBILD-MODUS
Hier kann man, der Name verrät es bereits, mehrere Bilder nacheinander “schießen”. Man muss nur den Serienbild-Modus einstellen und dann den Auslöser drücken und ihn gedrückt halten. Laut Sony liegt das Intervall bei 0,69 Sekunden. 4 Bilder können in einer Serie erstellt werden, was pro Serie rein rechnerisch eine Dauer von unter 3 Sekunden ergibt. Tatsächlich ist es aber so, dass die Kamera vom Beginn der Serienbildfertigung bis zur erneuten Nutzung etwa 10 Sekunden braucht, also 3mal so lange. Wichtig ist mir nämlich nicht, wie schnell die Bilder im Kasten sind sondern wann ich die Kamera wieder nutzen kann.
DIASHOW
Auf Wunsch kann man eine Diashow der gespeicherten Bilder starten. Wenn man zuvor Musik auf die Kamera spielt, kann diese im Hintergrund abgespielt werden. Das ist eine nette Spielerei, die ich bisher nicht benötigte. Falls die Familie mal einige Bilder sehen will, packe ich diese auf CD, gebe Musik und Effekte hinzu und verschenke sie. Ich brauche diese Funktion daher nicht.
RETUSCHIEREN
Man kann die gemachten Bilder auch in der Kamera retuschieren. Hierzu zählen das Trimmen, das Entfernen der roten Augen und die „Unscharfmaske“.
Beim Trimmen wird der Teil eines gemachten Bildes heran gezoomt bzw. ausgewählt und dann als separates Bild gespeichert. Auch das klappt sehr gut.
Das Entfernen roter Augen klappt nicht so gut. Die Kamera meint jedes Mal, dass kein Gesicht zum Retuschieren erkennbar ist. Entgegen der Meinung der Kamera kann ich die Gesichter und die roten Augen deutlich erkennen.
Bei der „Unscharfmaske“ kann ich auch keine Wirkung erkennen. Hier will die Kamera einen Teil des Bildes schärfen und es als neues Bild abspeichern.
DIE MOTIVPROGRAMME
Folgende Motivprogramme hat Sony der Kamera und ihrem Nutzer spendiert:
- ISO
- Soft Snap
- Landschaft
- Dämmerungs-Portrait
- „Dämmer“
- Gourmet
- Tiere
- Strand
- Schnee
- Unterwasser
Die Unterwasser-Funktion kann nur mit einem optional erhältlichen Gehäuse genutzt werden, vorausgesetzt man benötigt die Kamera danach noch. ;-) Ich finde die Anzahl der Motivprogramme gut. Ich habe sie alle ausprobiert und alle haben mich überzeugt. Die Kamera stellt die Kamera jeweils perfekt auf das zu fotografierende Thema ein.
Das waren sie nun, die Funktionen. Es ist schon beachtlich, was alles in eine so kleine Kamera passt. Und nun werde ich euch den Rest der Kamera erklären.
DAS MENÜ
Die Menüführung ist logisch und aktiv. Aktiv, weil nicht zur Verfügung stehende Teile ausgeblendet werden. Das hilft dem Nutzer dabei, den Überblick zu behalten. Neben vielen anderen Sprachen kann man die Menüsprache auch auf Deutsch einstellen. Alle Funktionen werden im Menü erklärt. Wer das nicht möchte, kann die Erklärung ausschalten.
Dank der Symbole findet man schnell die gesuchte Einstellung. Die Schrift ist für normal sehende oder für Menschen, die eine an ihre Sehstärke angepasste Brille oder Kontaktlinsen tragen, gut erkennbar. Alle anderen werden sie als zu klein empfinden.
DIE BILDQUALITÄT / DIE VIDEOQUALITÄT
Uns hat die Qualität der Bilder überzeugt. Die Farbtreue ist bei allen Bildern gegeben und auch die Schärfe ist perfekt. Dank der 14 MPix kann man die Bilder beim Bearbeiten auch vergrößern, und zwar ohne sichtbare Qualitätsverluste. Der Blitz arbeitet sehr gut. Er hellt das Bild gleichmäßig auf, sowohl im vorderen- als auch im hinteren Bildbereich. Überbelichtete Bilder habe ich mit dieser Kamera bisher nicht geschossen. Das Bildrauschen ist bei leichter Dämmerung vorhanden, jedoch in einem akzeptablen Maß. Man sollte also einen Blitz verwenden. Bei den Videos ist das Rauschen ebenfalls wahrnehmbar. Da man hier keine Leuchte hat, muss man mit verrauschten Videos leben. Filmt man bei Tageslicht, so sind die Aufnahmen zufriedenstellend.
DIE HANDSCHLAUFE…
…ist grau. Sie hat genau die richtige Länge, um auch größeren Händen zu dienen. Das Einfädeln der Kamera in die kleine Öse war eine Fummelei, die sich letztlich aber lohnte. ;-) Ich nutze diese Schlaufe regelmäßig. Sie ist robust und sie hinterlässt aufgrund ihrer Beschaffenheit keine Spuren wie z.B. Quetschungen auf der Haut.
DIE SOFTWARE…
…befindet sich im Lieferumfang. Darauf befindet sich ein Handbuch und die Cyber-shot Applikation Software. Mit ihr kann man:
- Fotos und Videos auf der Online-Karte anzeigen.
- Fotos und Videos einfach freigeben.
- Erinnerungen einfach als Kalender genießen.
- Fotos und Videos nach Gesichtern durchsuchen.
- Bilder mit Familie und Freunden einfach durch das Hochladen ins Internet teilen.
- Eine Liste mit Fotos und Videos mit ähnlichen Gesichtern anzeigen.
- Andere mit Bildern auf den eigenen Spuren wandern lassen.
- Lieblingsvideos einfach durchsuchen.
- Szenen in einem Video wie einen Film erweitern.
- Fotos und Videos einfach nach Aufnahmedatum anzeigen.
Die Möglichkeiten sind beachtlich. Die Installation der Software war schnell erledigt und es gab dabei keine Probleme. Das Programm läuft stabil.
Man kann mit Hilfe der Software auch die Kamera bei Sony registrieren. Das ist wirklich einfach. Man sollte hierzu die Kamera an den Rechner anschließen. Die Seriennummer wird dabei automatisch übertragen. Der Vorteil der Registrierung liegt auch darin, dass die Garantie dadurch um 1 Jahr verlängert wird. Mehr dazu erfahrt ihr unter „Garantie“.
DIE SYSTEMVORAUSSETZUNGEN
Die Software läuft auf folgenden Systemen:
- Windows XP SP3 (64 Bit und „Starter“ werden nicht unterstützt)
- Windows Vista® SP2
- Windows 7
DIE BEDIENUNGSANLEITUNG…
…kommt in Form eines dicken Heftes daher. In verschiedenen Sprachen wird die Kamera beschrieben und es werden einige Einstellungen erklärt. Deutsch findet man in der Anleitung auch, und zwar in einer gut verständlichen Ausführung. Hier findet man Informationen zu den ersten Schritten, zum Laden des Akkus, zum Einsetzen des Akkus und der Speicherkarte, zu den unterstützten Speicherkarten, zum Einstellen der Uhr, zum Fotografieren und zum Filmen, zu den technischen Daten usw.
Wer die Informationen ausführlicher benötigt, der findet die entsprechende Anleitung auf der mitgelieferten CD-ROM.
DIE GARANTIE
Sony gewährt eine Garantie von 1 Jahr. Wer die Kamera online registriert, erhält 1 Jahr zusätzlich. Ich habe das Angebot genutzt, hoffe aber nicht, dass ich sie in Anspruch nehmen muss.
EIGENE ERFAHRUNGEN
Ich habe den Bericht mit eigenen Erfahrungen gefüttert und denke, dass ich nichts vergessen habe. Trotzdem möchte ich meine Eindrücke kurz zusammen fassen.
Das Design und die geringen Maße der Kamera haben mich beeindruckt. Zudem finde ich den enormen Funktionsumfang herausragend. Hinzu kommt der geringe Preis, der mich letztlich zum Kauf bewog.
Die Kamera wirkt gut verarbeitet und robust. Sie liegt zudem sehr gut in der Hand. Leider hat Sony einen Sensor so unglücklich platziert, dass man aufpassen muss, dass man diesen mit der linken Hand nicht verdeckt.
Das Display stellt die Farben gut dar. Seine Auflösung ist gut. Bei direktem Sonnenlicht sieht man aber auch auf diesem Display nicht mehr allzu viel.
Fast alle Knöpfchen sind logisch angeordnet und gut erreichbar. Eine Ausnahme stellt die Zoom-Wippe dar. Mit etwas Übung trifft man diese aber auch mit geschlossenen Augen perfekt. Nachteilig finde ich die etwas kleinen Tasten. Wer große Hände bzw. dicke Finger hat, wird anfangs möglicherweise nicht begeistert sein.
Der Bedienung der DSC-W350 ist intuitiv und die Menüführung ist logisch. Sony hat der Kamera ein aktives Menü geschenkt, was die Bedienung vereinfacht. Nicht zur Verfügung stehende Funktionen verschwinden oft aus dem Menü.
Die Kamera verfügt über ein gutes Automatikprogramm und viele Motivprogramme. Darunter befinden sich Programme, die speziell auf bestimmte Motive, wie beispielsweise Speisen, Schnee, Strand oder Tiere abgestimmt sind. Der Easy-Modus hilft Anfängern beim Umgang mit der Kamera, indem u.a. überflüssige Symbole ausgeblendet werden.
Die Einschaltgeschwindigkeit gefällt mir gut. Die Dauer vom Drücken des Auslösers bis zur erneuten Bereitschaft sollte schneller sein.
Die mit diesem Fotoapparat entstehenden Bilder können sich sehen lassen. Sie sind scharf und durchgehend gut belichtet. Die Farbtreue finde ich gut. Der Blitz erhellt das Bild optimal, das gilt sowohl für direkt vor der Kamera befindliche Objekte als auch für im Hintergrund zu sehende Bildteile.
Insgesamt überzeugte mich diese Kamera, wenn auch nicht restlos. Ich gebe ihr 4 Sterne. Einen habe ich aufgrund der geringen Bildfolgegeschwindigkeit, der kleinen Tasten, der eingenartigen Akku- und Speicherkartenfachabdeckung, des unglücklich angeordneten Sensors und der Position der Zoom-Wippe abgezogen. Wieso nur 1 Stern? Weil mich die enorme Ausstattung und die hervorragenden Bilder der Kamera so sehr überzeugten, dass hierdurch ein gewisser Ausgleich erfolgte. Hinzu kommt der niedrige Preis.
05.05.2011 17:05
eindeutig ein BH-bericht - mehr sag ich dazu gar nicht :) glg sandra
08.03.2011 17:20
Super ausführlicher Bericht.
04.02.2011 22:05
Keine weiteren Fragen. ;-)