Sony Cyber-shot DSC-W370

Erfahrungsbericht über

Sony Cyber-shot DSC-W370

Gesamtbewertung (1): Gesamtbewertung Sony Cyber-shot DSC-W370

 

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schicke Kamera mit mittelmäßiger Bildqualität

3  11.10.2010

Pro:
Schwenkpanorama, HD - Video, Metallgehäuse, 5 - fach Zoom

Kontra:
schlechte Bildqualität im Weitwinkelbereich

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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GadgetManiac

Über sich:

Mitglied seit:14.09.2010

Erfahrungsberichte:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Motivation

Mein Einstieg in die digitale Fotografie liegt schon viele Jahre zurück. Neben einer digitalen Spiegelreflexkamera der Marke Nikon trage ich eigentlich immer eine kleine Digicam bei mir. Diese wird sowohl beruflich als auch für allerlei Schnappschüsse im privaten Umfeld eingesetzt. Zuletzt war dies eine SAMSUNG L730, die mir immer ein zuverlässiger Begleiter war. Allerdings war nun die Verriegelung des Akkus defekt was natürlich ein willkommener Grund war, sich mal wieder nach etwas Neuem umzusehen.

Anspruch
Für den oben genannten Zweck hatte ich folgende Anspruchshaltung an die Kamera:
- gute Bildqualität
- brauchbare Low-Light Qualität
- Verwendung von Standard Speichermedien (Vorzugsweise SD Karte)
- die Kamera sollte möglichst kompakt sein
- niedriger Preis, max. 180 Euro

Auswahl
Nach mehrfacher Information und Ausschluß bestimmter Kamerahersteller wegen schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit kamen schließlich drei Kameras in die nähere Auswahl. Eine Fuji Finepix JV110 vom Discounter für gerade mal knapp 100 Euro sowie zwei SONY Digicams: Die DSC-W350 mit 14.1 Megapixel und Carl Zeiss 4-fach Zoom sowie die SONY DSC-W370, ebenfalls mit 14.1 Megapixel und 7-fach Sony Lens. Die Entscheidung fiel letztlich auf Grund des stärkeren Zoom Bereichs zugunsten des 370er Modells aus. Diese wird von SONY als "Kompakt und benutzerfreundlich mit herausragender Bildqualität und High-Zoom" beworben. Außerdem bietet sie einen optischen Bildstabilisator und Schwenkpanorama. Der Kaufpreis bei Mediamarkt betrug 155 Euro.
Lieferumfang

Der Lieferumfang umfasst folgende Teile:

- SONY DSC-W370 Kamera
- Trageschlaufe
- Lithium "K" Akku NP-BK1
- Ladegerät mit Anschlußkabel
- USB Anschlußkabel
- Video Anschlußkabel
- Bedienungsanleitung
- Garantieverlängerung auf 2 Jahre

Kamera

der erste Eindruck
Die Kamera macht optisch einen hochwertigen Eindruck. Der Großteil des Gehäuses besteht aus Metall. Nicht so recht ins Bild passen die Abdeckungen für das Akkufach bzw. USB Anschluß, die aus verchromtem Kunststoff sind und einen eher billigen Eindruck machen. Mit 180 Gramm ist die Kamera nicht unbedingt ein Leichtgewicht, jedoch liegt sie dadurch gut in der Hand.

Bedienung
Auf der Oberseite befindet sich der Einschaltknopf sowie der Auslöser. Auf der Rückseite befindet sich das 3" große LC Display, neben dem die weiteren Bedienelemente angeordnet sind: Die Zoom Wippe, das Wahlrad für die Einstellung des Betriebsmodus, das Cursor Steuerkreuz mit dem auch einige Funktionen direkt angewählt werden können sowie die Tasten für Wiedergabe, Menü und Löschen.

Erste Schritte
Bevor es richtig losgehen kann muss zunächst der mitgelieferte Akku geladen werden. Dazu liefert SONY ein externes Ladegerät sammt Anschlußkabel mit, wobei letzteres sehr kurz bemessen ist. Das Aufladen des Akkus in der Kamera ist nicht vorgesehen. Nach Einlegen einer Speicherkarte sowie des nun geladenen Akkus kann es dann aber losgehen: Auswahl der Sprache, Stellen von Uhr und Datum und danach ist die Kamera bereit für die ersten Aufnahmen. Für die ersten Bilder kann man die Automatik aktiviert lassen. Diese wählt das passende Programm nach den erkannten Umgebungsbedingungen automatisch aus. Motiv anvisieren, Auslöser halb durchdrücken und sobald die Kamera das Motiv scharf gestellt hat auslösen - fertig!

Programme
Die Kamera bietet unterschiedliche Programme für folgende Aufnahmesituationen an:

- Film für Filmsequenzen in drei unterschiedlichen Auflösungen
- Panorama
- Programmautomatik
- intelligente Vollautomatik
- Easy mit extra großen Symbolen und vereinfachter Bedienung
- Scene - für manuelle Wahl des geeigneten Programms

Da an dieser Stelle nicht die umfangreiche Bedienungsanleitung nochmals durchgekaut werden soll hier nur ein paar besondere Features:

Video
die Kamera bietet die Möglichkeit zur Aufnahme von Videos in HD Qualität mit einer Auflösung von bis zu 1280 x 720 Pixel. Die Aufnahmen sind detailreich und scharf. Trotzdem können bisher solche Kameras einen Camcorder nicht ersetzen. Zum einen ist die Aufnahmezeit auf 29 Minuten begrenzt. Zum anderen arbeitet die Bildstabilisierung nicht oder nicht ausreichend, um verwacklungsfreie Aufnahmen zu erzeugen. Außerdem ist der Autofokus sehr langsam so daß es immer wieder zu unscharfen Szenen kommt. Beim Zoomen sind Geräusche des Zoom Motors auf der Aufnahme zu hören. Der aufgezeichnete Ton ist recht klar, wenngleich das Mikrofon empfindlicher sein könnte.

Panorama
Eine Besonderheit ist das Schwenkpanorama, mit der die Kamera ausgestattet ist. Dabei wird eine Panorama Aufnahme nicht aus mehreren, nacheinander fotografierten Einzelbildern zusammengesetzt sondern quasi gefilmt. Auslöser drücken, Kamera schwenken, fertig! Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen - jedenfalls wenn man nicht zu sehr in's Detail geht. Trotz einer Auflösung von 4912 x 1080 Punkten (Standard Panorama) werden Details nicht gut abgebildet. Trotzdem eine nette Funktion wenn's mal schnell gehen soll.
Bildqualität

Um es vorweg zu nehmen: Die Kamera hinterlies bei mir einen ziemlich zwiespältigen Eindruck. In der Bildmitte sind die Aufnahmen durch alle Zoomstufen hindurch knackig-scharf. Am Bildrand lässt die Schärfe jedoch drastisch nach. Meine erste Kamera zeigte jedoch vor allem am linken unteren Bildrand bei Weitwinkelaufnahmen einen extremen Schärfeverlust. Egal ob Monitor oder A4 Ausdruck - die linke Seite des Bildes und vor allem die linke, untere Ecke wirkten schon fast verschwommen. Ich habe die Kamera daher umgetauscht. Die zweite Kamera war zwar besser, hatte aber auch Probleme mit der Schärfe bzw. Auflösung bei Weitwinkelaufnahmen zum Bidrand hin. Außerdem zeigt die verwendete Bildkomprimierung deutliche Artefakte, die bei Betrachtung in voller Auflösung sehr störend wirken und Bilddetails verschlucken.

Sieht man von den Problemen mit der Schärfe ab liefert die Kamera gute bis sehr gute Aufnahmen. Die Farben wirken natürlich, frisch und lebhaft. Die Belichtung ist in manchen Situationen für meinen Geschmack etwas zu hell. Vielleicht ein Opfer an den "Dynamic Range Optimizer", der zu dunkel geratene Bereiche des Bildes automatisch aufhellt um mehr Details erkennen zu können. Der Blitz ist für seine Größe recht leistungsstark und erlaubt auch Fotos bei schlechten Lichtbedingungen.

Software

Die Software soll hier nur am Rande erwähnt werden. Sony legt das Programm PMB (Picture Motion Browser) bei. Dieses erlaubt das Übertragen und Anzeigen von vorhandenen und neuen Bildern in verschiedenen Ansichten. Schön gemacht ist die chronologische Sortierung der Bilder. Leider beherrscht das Programm nicht alle gängigen Fileformate. So werden z.B. RAW Dateien meiner Nikon Spiegelreflex nicht angezeigt.

Schwächen der Kamera

leider hat die Kamera einige z.T. gravierende Schwächen:

- die Leistung des verwendeten Akkus ist nicht all zu hoch. SONY gibt 230 Bilder bzw. 115 Minuten an
- Akku wird bei Anschluß per USB an den PC weiter entladen
- Akku muß zum Laden aus der Kamera entnommen werden
- Abdeckung von Akkufach und USB Anschluß aus Kunststoff wirken billig (Lebenserwartung?)
- Die Tonwiedergabe von aufgenommenen Videos über den integrierten Lautsprecher ist selbst bei maximal eingestellter Lautstärke viel zu leise. Noch dazu wird der Ton dann verzerrt wiedergegeben. Bei nur minimalem Umgebungsgeräusch ist nichts mehr zu verstehen oder zu hören
- die Zoom-Geschwindigkeit ist relativ hoch. Eine genaue Einstellung des Zoomfaktors ist somit oft Glücksache
- Aufnahmen mit Programmautomatik und zugeschaltetem Blitz bei Gegenlicht und automatischem Weißabgleich zeigten je nach Aufnahmesituation

starke Farbabweichung
- Die im Bild enthaltene EXIF Information zeigt bei maximalem Weitwinkel (6mm) ein 35mm Kleinbildäquivalent von 44mm an. Laut Sony sollten es 34mm sein (???)
- deutlich sichtbare Unschärfe im Randbereich bei Weitwinkelaufnahmen

Fazit:

Die Kamera besticht durch ein hochwertiges Äußeres, einfache Bedienung und moderne Funktionen wie das Schwenkpanorama und HD Videoaufnahme. Die Bildqualität im Weitwinkelbereich war für meinen Geschmack am Bildrand jedoch deutlich zu schlecht. Ich habe daher die Kamera zurückgegeben und mich für ein preislich deutlich teureres Modell eines anderen Herstellers entschieden.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Idefix-Windhund

Idefix-Windhund

12.10.2010 08:47

Unterscheidet sich optisch und qualitativ nicht von einem Silber/ Gelb/ Blau ... User, wen nicht sogar besser. Ich wollte mir die Sony DSC - W Serie auch zulegen und kannte mich daher schon etwas mit der W Serie aus. Hier fehlt nichts und es spiegelt das wieder was ich persönlich auch kenne. Entschieden habe ich mich damals aber für eine Sony DSC H50

Magistix

Magistix

12.10.2010 08:39

Dir gelingt es gut, Pro UND Komtra darzustlelen.

Sydneysider47

Sydneysider47

12.10.2010 08:34

Die Kamera ist dann wohl eher nicht zu empfehlen... Viele Grüße!

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