Klein, praktisch gut und schick ohne Ende
2. Dez 2002
Pro:
sehr klein, gute Bildqualiät, relativ gute Bedienbarkeit
Kontra:
relativ teuer, kleiner Monitor
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung:
Ausstattung:
Bildqualität:
Akkulaufzeit:
Zuverlässigkeit:
Bedienung:
mehr
 Alex-WK
Über sich:
Mitglied seit:06.12.2001
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Seit ein paar Tagen bin ich Besitzer einer DSC-U20. Das Modell ist erst seit kurzem erhältlich, und die unverbindliche Preisempfehlung von Sony beträgt €380,--. Im Internet ist die Kamera aber schon jetzt wesentlich günstiger zu kaufen. Die Kamera ist äußerlich nahezu identisch mit dem 1MP Modell DSC-U10. Beide Modelle sind wohl in direkter Konkurrenz zu den Exilim Modellen von Casio positioniert.
Im folgenden möchte ich davon absehen, technische Details bzw. ein Datenblatt zur DSC-U20 zu liefern. Ich denke, dafür ist die Herstellerseite besser geeignet und zusätzlich gibt es unzählige Seiten im Internet, die sich genauer mit den technischen Besonderheiten der Kamera beschäftigen. Kurz ein Wort zum Lieferumfang: Wer glaubt, dass für den für eine 2MP Kamera mittlerweile doch recht stolzen Preis das „Rundum-Sorglos“ Programm mitgeliefert wird, wird enttäuscht werden. Vorhanden ist alles nötige, nämlich USB-Übertragungskabel, Treiber- und Bildbearbeitungssoftware, ein 8MB-Memorystick, zwei Akkus und ein Ladegerät. Das hört sich ganz gut an, denkt sich jetzt vielleicht so mancher, doch da bleibt zu bedenken:
Ein
8MB Memorystick reicht bei hoher Auflösung nur für ca. 15 Bilder. Das ist z.B. für einen Urlaub einfach zu wenig und deshalb rate ich dringend, einen Memorystick mit größerer Kapazität zu kaufen. Ein 64 MB Memorystick kostet momentan ab ca. € 45,--. Eine Tasche ist bei einer so teuren Kamera für mich Pflicht, auch wenn die Kamera dann doch wieder etwas dicker wird, aber schließlich soll sie ja nicht direkt verkratzen. Die zugehörige Tasche kostet ca. €25,--. Ich habe mir deshalb eine Nylon-Handytasche eines namenhaften Kofferherstellers gekauft, die nahezu identisches Format hat und nur €15,-- kostet (und mindestens so gut aussieht – aber das ist ja Geschmakssache). Und der erste Blick in das Handbuch, Kapitel Batterien, offenbarte mir, dass das Laden von zwei Akkus 13 Stunden dauern soll. Das ist nicht akzeptabel, vor allem wenn vier Akkus geladen werden sollen und da die mitgelieferten Akkus Standart sind (Format AAA, 750mAh, 1,2V – wie in einem Diskman) habe ich ein schon vorhandenes Schnellladegerät eines anderen Herstellers genutzt, das garantiert günstiger ist als das im Handbuch angepriesene Schnellladegerät von Sony. Zur Bedienung:
Die Kamera ist wirklich einfach zu bedienen. Es gibt auf der Oberseite einen „Power on/off“ Schalter, doch der ist nicht nötig, da die Kamera auch mit dem Objektivschutz eingeschaltet und ausgeschaltet werden kann. Direkt daneben befindet sich der Auslöser. Weiter links auf der Oberseite befindet sich eine Schiebregler, mit dem die Betriebszustände „Play“ (Bildwiedergabe), Still(normaler Aufnahmemodus) und Movie (Video-Modus) gewählt werden können. In den einzelnen Betriebszuständen können dann über Tasten auf der Rückseite die entsprechenden Menüs und Menüpunkte aufgerufen werden
Aufnahmen: Was schon bei äußerlicher Betrachtung ins Auge fällt ist natürlich der bauartbedingte, wirklich kleine Monitor. Die Bilder lassen sich einfach nicht so gut betrachten wie auf einem großen Display einer Kamera normalen Gehäuseformats, aber es geht besser als gedacht. Normale Bildaufnahmen lassen sich in ca. 1600 x 1200 Pixel oder 640x 480 Pixel aufnehmen. Die 640x480 Pixel sind wirklich nur was fürs Internet oder E-Mails. Richtig zu gebrauchen sind nur die 1600x1200 Pixel. Leider hat Sony für meinen Geschmack die Komprimierung der Bilder etwas optimistisch ausgelegt. So sind zwar bei 64 MB 122 Bilder aufzunehmen (im Vergleich bei niedrigster Komprimierung kann ich auf der Canon A40 bei 64 MB nur 55 Bilder aufnehmen), dafür ist das Rauschen aber stärker zu sehen. Und die Kompressionsrate kann leider nicht beeinflusst werden.
Es gibt mehrere Programme wie Portrait, Fernaufnahme, Makroaufnahme etc. . Wie das alles funktioniert möchte ich nicht erläutern, nur so viel: es funktioniert gut. Auf Zoom muss ebenfalls verzichtet werden, aber digitaler Zoom ist für mich nix und kann mit dem Grafikprogramm ohnehin nachtgeholt werden – wenn’s denn unbedingt sein muss. Ich finde Bildqualität ist aber wirklich gut. Sowohl im Nachbereich, ob mit oder ohne Blitz, als auch im Fernbereich sind die Bilder scharf, kontrastreich und von guter Farbqualität. Nur Nachtaufnahmen sind etwas problematisch, da die Belichtungszeit nicht lange genug gewählt werden kann. Ich habe zum Vergleich übrigens die gleichen Motive auch mit einer Exilim EX-S2, einer Canon V2 und einer Fuji Finepix 2600 fotografiert und unter gleichen Bedingungen auf Fotopapier ausgedruckt.
Die Moviefunktion ist eine nette Spielerei, die für mich völlig überflüssig ist. Die Filme haben eine viel zu grobe Auflösung und sind bei ersten Versuchen grundsätzlich unterbelichtet gewesen Fazit:
Wer sich für diese wirklich kleinen Kameras begeistern kann ist gut mit der DSC-U20 bedient. Die Bilder können sich im Vergleich mit anderen 2MP-Kameras sehen lassen, die Bedienung ist einfach und natürlich kann sie wirklich überall mitgenommen werden. Die Kamera ist sofort nach Einschalten einsatzbereit und auch der Speichervorgang ist schnell. Und momentan hat sie nahezu unbegrenztes "Szene"-Potential. "Was hast du denn da, zeig mal..., ist ja echt geil, etc." ist da immer dabei. Nachteile müssen beim Monitor in Kauf genommen werden und ein alternativer optischer Sucher ist nicht vorhanden. Ich habe den Kauf jedenfalls nicht bereut und freue mich schon auf den nächsten Einsatz.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Sony Cyber-shot U DSC-U20/S
|
|
29.01.2003 23:27
Danke für den guten Bericht. Habe mir die Kamera gekauft und bin ebenso fasziniert über die Größe. Ich warte jetzt nur noch darauf, dass die Akkus endlich voll sind. :o) Ein Schnelladegerät habe ich mir nämlich nicht geleistet... Gruß, Sebastian
14.01.2003 12:08
Nettes kleines Ding, aber wie immer bei Sony: überteuerte Speichermedien und Zubehörteile. Einziger Vorteil sind offensichtlich die Standard-Akkus - sie vergrössern dafür leider wieder das Gehäuse. Die Exilim wirkt eleganter. Guter Bericht! Gruß, Thomas
02.12.2002 21:50
Hach, wenn nur alle so gute Berichte schreiben würden. Vor allem beim ersten mal. Volles Lob von mir.