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Gewicht: 210 g - Optischer Zoom: 25 x - Digitaler Zoom: 300 x - Aufnahmemedium: SD/SDHC Memory Card, Memory Stick PRO-HG Duo, Memory Stick PRO Duo Mark II, HD - elektronisch
Jahrelang habe ich mich persönlich nur mit dem stehenden Bild befasst – sprich: mit dem Fotografieren. Irgendwann war dann aber der Punkt gekommen, an dem auch mal das bewegte Bild „dran war“. Das bevorstehende Weihnachten macht es möglich und so konnte ich meinen Einstieg mit dem Sony TRV-460E finanzieren.
Die Ausstattung:
Das Gerät stellt das aktuelle Top-Produkt in der Sony Digital8 Serie dar und ist daher sehr großzügig versorgt. So hat man unter anderem eine Möglichkeit, Videos auch auf Memory Stick aufzuzeichnen, dies allerdings nur in der mageren Auflösung von 320 x 240. Es stehen einem Schnittprogramme zur Verfügung, DV, USB und S-Video Schnittstellen sind vorhanden und für Komfort sorgt auch die beiliegende Fernbedienung. Im Camcorder ist auch schon eine Videoleuchte eingebaut, die auch beim Nachaufnahmebetrieb aushilft. Als Besonderheit: wenn man sich etwas durch die Menüs kämpft, kann man auch Nachtaufnahmen in Farbe machen.
Ganz praktisch: die Akkuanzeige differenziert zwischen Betrieb mit dem großen Display und reinem Sucherbetrieb. Bei letzterem hat man eine längere Laufzeit. Laut Angabe 115 Minuten gegenüber 85 Minuten – aber das ist ein eher fiktiver Wert. Durch den Kauf von anderen Akkus sind deutlich längere Laufzeiten möglich.
Das einzige, was ich persönlich etwas vermisse, ist ein Mikrofoneingang. Wieso man hier ein paar Cent sparte, ist mir unerklärlich. Für mich als Anfänger ist dies wohl nicht so tragisch, für ein Freak dürfte dies aber wohl das nicht-Kaufargument darstellen.
Noch ein kleines Spezial: die Steuerung läuft über einen Touchscreen ab – Tasten gibt es so gut wie keine. Das mag ganz nett sein, hat aber auch zwei Nachteile: einmal wird der Screen schnell schmutzig und wenn man Handschuhe an hat, ist das Bedienen faktisch unmöglich.
Die Größe:
Als ich mich vor dem Kauf informierte, wurde mir von Digital8 abgeraten. Zwar gilt dieses System gegenüber dem MiniDV System als weniger störanfällig, aber es ist nun mal größer. Digital8 verwendet faktisch Hi8 Kassetten, also ein relativ altes Format.
Ich sehe darin allerdings keinen Nachteil: das Gerät liegt sehr gut in der Hand und es verschwindet nicht in der Hand. Das Gewicht von rund einem Kilo mag am Anfang etwas abschrecken, aber dadurch liegt die Kamera ruhig in der Hand.
Das Aufnehmen und die allgemeine Bedienung:
Sony hat sich etwas einfallen lassen: die sogenannte Easy-Funktion. Drückt man auf den Knopf, der dann permanent blau leuchtet, werden die meisten Funktionen abgeschaltet und die Kamera kann wirklich nur noch Aufnehmen und abspielen. Im Menü werden die meisten Icons ausgeblendet und stattdessen die restlichen größer eingeblendet. Das macht die Bedienung zwar einfacher, da aber auch sinnvolle Funktionen wie z.B. automatisches Suchen des Aufnahme-Endes abgeschaltet werden, halte ich davon nicht viel.
Die Grundfunktionen sind auch im „normalen“ Modus gut zu erreichen. Der Aufnahmeknopf ist gut zu erreichen und auch das Zoom (optisch rund 20fach) lässt sich gut dosieren. Etwas unpraktisch: der Knopf für Gegenlichtaufnahmen und der Schalter für die Leuchte sind mit der rechten Hand nicht zu erreichen.
Will man etwas tiefer einsteigen, dann gelangt man in ein zweistufiges Menü. Zuerst eine selbst konfigurierbare Übersicht mit den wichtigsten Funktionen, dann gibt es noch die Möglichkeit ins Hauptmenü zu gehen.
Dieses ist wiederum start untergliedert und etwas verspielt. Leider gelangt hier der Touchscreen sehr schnell an seine Grenze: wenn man beispielsweise einen Schieberegler betätigen will, geht dies nur über das Antippen von + und – Symbolen. Das mag in der Theorie einfach erscheinen, in der Praxis wird es zum Geduldsspiel. Sony, wieso habt ihr die Tasten komplett weggelassen? Wäre es nicht möglich, ein paar Knöpfe beizubehalten? Ganz offen: ich komme mit der Bedienung der einfacheren Modelle TRV255 und 265 besser zurecht.
Ähnliches bei den Titeln: hier kann man eigene Titel definieren und diese Einblenden – das Gerät verfügt ja quasi über einen Schnittcomputer. Nur bis man diese eingegeben hat...
Manchmal wünsche ich mir auch ein paar Hilfetexte. Zwar ist in der Anleitung das meiste gut erklärt und auch schnell zu finden, aber manchmal steht man eben auch etwas „blöde“ da, oder was war noch mal TCS? Oder wenn ich den Ton von 12 Bit auf 16 Bit umschalte, was verändert sich? Wird dann das Bild schlechter, weil der Ton mehr Platz beansprucht?
Meine ersten längeren Aufnahmen habe ich in Basel gemacht – an einem Tag mit einer Temperatur von gerade mal 4 Grad. Das ist so ziemlich die Grenze des Camcorders. Immerhin hat der mitgelieferte Akku auch rund eine halbe Stunde mitgemacht, von den versprochenen 115 Minuten (habe nur den Sucher genutzt) ist das aber wirklich mehr als deutlich entfernt. Bei gutem Wetter kommt man im Sucherbetrieb auf rund 90 Minuten Aufnahmezeit. Das passt, denn die langen Digital8 Bänder laufen eben auch 90 Minuten – können im verlustfreien LP aber auf stolze 135 Minuten „gedehnt“ werden. Das ist kein schlechter Wert!
Die Qualität der Aufnahmen:
Sicherlich, als Anfänger habe ich wohl keine wirkliche Vergleichsbasis, aber ich war begeistert, als ich die ersten Resultate auf dem Fernseher sah. Sehr scharfe Bilder in hoher Auflösung. Auch der Autofokus arbeitete immer schnell und meist auch zuverlässig.
Was mich besonders beeindruckte: Anfangs hatte ich doch ziemlich Angst, weil das Laufwerk im Camcorder während des Aufnehmens doch arg laut ist. Allerdings wird das offenbar vollends rausgefiltert – ich hörte nichts vom Laufwerk. Im Gegenteil, leise Gespräche waren noch gut zu verstehen und auch andere Geräusche wurden gut aufgezeichnet.
Allerdings hat der standardmäßige 12 Bit Tonmodus doch seine Grenzen. Bei einer Aufnahme einer kleinen Blaskapelle merkte ich sehr schnell, dass hier es an Auflösung fehlt. Ist Musik im Spiel, dann muss der Schalter im Menü auf 16 Bit gesetzt sein.
Zur Erinnerung: es gibt keinen Mikrofonanschluss! Wenn man also wirklich Musik aufzeichnen will, dann hat man mit dem TRV460 ein Problem.
Was auch beim Betrachter etwas negativ ins Auge fällt: der Bildstabilisator scheint nicht wirklich richtig gut zu sein. Beim ruhigen Stehen oder bei Schwenks wackelt das Bild fast gar nicht, aber das erkläre ich mir eher mit dem Gewicht der Kamera. Bewegt man sich jedoch etwas mehr, dann scheint wirklich jede Bewegung der Hand einzeln aufgezeichnet zu werden. Da ist wohl eine wirklich ruhige Hand angesagt.
Das Kratzen an der Oberfläche:
Ich will noch mal klarstellen, mein Bericht hier kann sich letztendlich wohl nur auf eigentlich oberflächliche Funktionen beziehen. Bis man wirklich alle Funktionen durchprobiert hat, werden Monate vergehen – sofern man diese braucht – und um sie zu beschreiben und zu bewerten, bietet Ciao etwas wenig Platz. Bestimmte Funktionen halte ich schlicht für überflüssig. Was bringt mir der Fotomodus? Ein 640 x 480 Pixelfoto ist eigentlich nicht zu gebrauchen. Wenn ich das mit meiner EOS D30 vergleiche...
Auch habe ich mich mit der Möglichkeit, Aufnahmen in 16:9 zu machen, bisher nur sehr wenig auseinander gesetzt. Einerseits habe ich schlicht keine Möglichkeit, 16:9 Aufnahmen bei mir wiederzugeben (mangels 16:9 Fernseher), andererseits sehe ich darin aber auch keinen wirklichen Vorteil. Bitte beachten: 16:9 funktioniert nicht bei eingeschaltetem Bildstabilisator!
Die „sehr gute“ Software:
Ich habe das Heft noch vor mir. In einem Testheft einer sehr bekannten Stiftung, wurde die beiliegende Software mit „++“ bewertet. Mir ist es ein Rätsel.
Meine zirka 20 Minuten Video auf Basel wollte ich auf CD brennen – das nennt sich dann USB Streaming. Die Software installierte sich recht fix, doch dann begannen die Probleme. Der „VCD Maker“ kopiert immer ein Stück von Kassette auf Festplatte und konvertiert dies dann nach MPEG1 (also relativ schlechte Qualität). Dabei wird die gesamte Kassette kopiert, auch wenn das meiste leer ist. Man muss also aufpassen und der Software mitteilen, wenn sie alles eingelesen hat.
Das Problem: für eine ganze Kassette dauert dies laut Angabe 3 (!) Stunden. Mein Gigaherzrechner hat für 20 Minuten stolze 6 Stunden gebraucht. Und als er die CD brennen wollte, kam es offenbar zu einem Fehler und die Anwendung beendete sich selber ohne Kommentar. Scheinbar war die Brenngeschwindigkeit zu hoch – aber vor dem ersten Brennvorgang hat man keine Chance, dies anders einzustellen. Das geht erst nach dem ersten Brennversuch. Als ich dann für den zweiten Anlauf den Speed des Brenners manuell reduzierte, hörte die Software nach 16 Minuten mit dem Einlesen auf (ohne das ich etwas tat) und begann zu brennen. Das kann auch kaum an fehlendem Plattenplatz gelegen haben, ich hatte noch mehrere Gigabyte frei...
Ein DV-Kabel liegt dem Packet leider nicht bei, ansonsten könnte man noch die Version „DVD-Brennen“ probieren.
Irgendwie will ich es aber gar nicht probieren. Stattdessen habe ich den Camcorder direkt an meinen DVD Rekorder angeschlossen und die Aufnahmen absolut problemlos überspielen können. Es lebe der genormte DV Ausgang.
Auch verstehe ich den Sinn von so mancher Software nicht. Was bringt mir eine Fotoverwaltung? Sicherlich, der Camcorder bietet diese Möglichkeit an, aber wäre ein besserer VCD Maker nicht wichtiger, als Fotosoftware?
Fazit:
Man wird von den Funktionen erschlagen. Der Anfänger dürfte wohl insgesamt mit der kleineren Kamera TRV255 besser bedient sein. Man verzichtet auf die Fernbedienung, hat kein DV-in und es fehlen ein paar Sonderfunktionen. Dafür hat man allerdings richtige Tasten und nicht ausschließlich den Touchscreen. Wiederum verzichten muss man auf die Möglichkeit, Videos auf Memory Stick aufzuzeichnen (oder auch auf Memory Stick „zu konvertieren“).
Abschließend will ich aber noch klarstellen: diese Kamera stellt sehr viele Möglichkeiten bei nur wenigen Nachteilen bereit. Die Nachteile lassen sich im Endeffekt auf zwei Hauptpunkte reduzieren: der nicht wirklich gute Bildstabilisator und der fehlende Mikrofoneingang.
Kann man damit leben, dann dürfte man an der Kamera seine Freude haben.
Meine alte Hitachi Hi8 Kamera hat ihren Geist aufgegeben. Also muß eine Neue her.
Doch welches System: MiniDV, Digital8 und was es sonst noch so alles gibt.
Ein neuer diditaler Camcorder muss für meine Zwecke folgendes haben:
- muß gut in der Hand li ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: viele Funktionen Kontra: Versprochene Funktionen funktionieren allerdings nicht immer zusammen...
Laut technischen Daten kann Sie "16:9 Format" sowie "wackelfrei aufnehmen" ("SteadyShot") was leider verschwiegen wird:
"SteadyShot" funktioniert nur im "4:3 Format" !!!
(bei älteren Modellen ging "StaeadyShot" auch bei Aufnahmen im "Bildformat 16:9") ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich