Erfahrungsbericht über

Sony DCR-TRV 250

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Sony DCR-TRV 250

 

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Günstiger Camcorder mit reichlich Zubehör

4  19.08.2003

Pro:
Preis - Leistungs - Verhältnis, Ausstattung, Zubehör

Kontra:
Lichtschwaches Objektiv, zu hohe Tiefenschärfe

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Akkulaufzeit

mehr


maincat

Über sich:

Mitglied seit:19.08.2003

Erfahrungsberichte:10

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

"Geiz ist geil", dachte ich mir und bin nach langem Preisvergleich zum Elektromarkt meines Vertrauens gefahren... So, da steht das gute Stück: Ein Sony DCR-TRV250E Pinnacle Edition.

Schon beim Auspacken und Überprüfen auf Vollständigkeit fühle ich mich wie beim Weihnachtsfest: Camcorder, IR-Fernbedienung, Firewire-Karte, USB-Treiber, Videoschnittsoftware, Kabel, usw. alles komplett und sicher eingepackt. Lediglich ein Tape war noch zusätzlich zu kaufen - Schön, dass der Camcorder auch analoge 8mm-Bänder verdaut - ich habe ein Hi8-Tape verwendet.

Nachdem der Akku aufgeladen war, gings los. Ein paar Probeschüsse, Schwenks, Hell/Dunkel-Schwenks, Standbildaufnahmen (leider nur auf Tape) und Steady-Shots um das Gerät auf Funktion zu prüfen. Ich habe ohne Stativ gefilmt und die Bildverwacklungs-Korrektur aktiviert.

Das eingebaute LCD mit 2,5" funktionierte einwandfrei und hatte keine Pixelfehler. Dann die Feuerprobe: mit dem Mitgelieferten Scart-Kabel schloss ich die TRV250 an einen TV an und begutachtete meine eben gemachten Aufnahmen

Die Auflösung/Bildqualität ist nicht allererste Sahne, aber für den Einsteiger völlig okay.

Schwenks sollte man langsam (LANGSAM!!!) machen, da sonst der Autofokus fleißig hin und her justiert. Bei ruhiger Hand leistet die Verwacklungskorrektur gute Arbeit, beim Flmen während man geht, ist diese Automatik überfordert, ich hatte den Eindruck, als wenn ein Bildzittern zusätzlich generiert würde. Diese Funktion kann auch abgeschaltet werden.

Bei Hell-Dunkel-Übergängen (z. B. Linke Bildhälfte hell, rechte Bildhälfte dunkel) gibt`s ein "Helligkeitspumpen": Die Belichtungsautomatik kann sich nicht auf einen Blendenwert einigen. Die Belichtung kann Situationsbedingt per Hand eingestellt werden.

Standbilder werden bei diesem Modell auf Band aufgezeichnet, was etwa 7 Sekunden Spieldauer auf der Cassette pro Bild benötigt. Lustigerweise wird der Ton währenddessen mit aufgezeichnet.

Der Ton... Tja, bei einem so kleinen Gerät wird leider bei stiller Umgebung das Bandlaufgeräusch mit recordet. Aber: Was anderswo geschrieben wird, dass Nachvertonung nicht möglich sei... Blödsinn, mir ist es gelungen: 12 Bit Aufzeichnungsrate, Pinnacle Studio 8 und ein Mikro am Computer... geht!

Direkte Gegenlichtaufnahmen (bei starkem Gegenlicht) lässt man besser bleiben, hier hilft die "Backlight"-Taste nicht wirklich viel.

Von Haus aus sind einige Digitalefekkte (3 Fades, ausserdem Mosaic, Blackandwhite, Sepia, Solarize, Pastell und Falschfarben) und Titel (10 Vordefinierte und 2 persönlich konfigurierbare) mit implementiert, für mich persönlich herzlich uninteressant, da ich lieber das rohe Filmmaterial am Rechner nachbearbeite.

A propos: In der Pinnacle-Edition wurde eine Firewire-Karte und ein Schnitt-/Effektprogramm (Studio 8) mitgeliefert, welche leicht zu installieren ist und auch leicht zu bedienen ist.

Bei Portrailaufnahmen hätte ich mir weit weniger Tiefenschärfe gewünscht, auch bei ganz offener Blende (Belichtungsautomatik im Portrait-Modus) und großer Brennweite war der Hintergrund mir persönlich zu scharf.

Unter schwachen Lichtverhältnissen leidet die Farbtreue, möchte man in völliger Dunkelheit drehen (warum auch immer...) kann man den Night-Shot-Modus aktivieren und ggf. noch einen Infrarotlämpchen einschalten. Das Bild ähnelt dann einem Blick durch ein Nachtsichtgerät: Farbtreue Fehlanzeige. Bildqualität... nicht wirklich toll. Für mich aber unwichtig.

Dieses Gerät hat eine eingebaute Videoleuchte, was etwa so viel licht gibt wie eine Taschenlampe... der Sinn dieses Features hat sich mir nicht aufgetan, da ein viel zu kleiner Bereich ausgeleuchtet wird. Für Makro-Aufnahmen mag die Leuchte Taugen, das Objektiv tut dies nicht.

Was ich an dem Gerät schmerzlich vermisse (oder noch nicht gefunden habe?!) ist ein Anschluss für ein externes Mikrofon.

Ein absolutes Highlight ist der DV-Ein-/Ausgang: Film auf den PC übertragen, bearbeiten und anschliessend wieder auf Band übertragen.

Sehr gut und funktional ist auch der eingebautte Schnittcomputer.

Einige Punkte sind mir Wermutstropfen: Der Handzoom am Camcorder ist sehr sensibel, filmische Zooms sollte man vorher üben. Bei montiertem Stativ kann das Tape nicht gewechselt werden, weil die Kopfplatte des Stativs den Cassettenschacht blockiert. Eine manuelle Fokussierung geschieht über ein Rädchen an der Rückseite, nicht (wie zu erwarten wäre) am Objektiv.

Fazit: Zu diesem Preis (unter 500 €) ist es eine sehr empfehlenswerter digitaler Camcorder mit einer sehr guten Ausstattung. Ein Ideales Gerät für Gelegenheitsfilmer und Einsteiger.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
realRIP

realRIP

28.04.2004 22:34

Schöner Bericht. War eigentlich alles drin. Mir fehlt lediglich die Akkulaufzeit. cu Jörg

Giggi2002

Giggi2002

19.08.2003 21:16

Na wenn du sie nicht mehr brauchst kannst du sie mir gerne schenken *lach*..klasse Bericht....gruss Giggi

LaJungle

LaJungle

19.08.2003 20:45

Ein schöner erster Bericht, weiter so. Herzlich willkommen bei Ciao, LaJungle

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