Erfahrungsbericht über

Sony DCR-TRV 250

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Sony DCR-TRV 250

 

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Prämierter Erfahrungsbericht

Multimedia - meine erste VideoCam...

4  20.10.2003 (17.06.2004)

Pro:
unkompliziert bei einfachsten Aufgaben

Kontra:
Anbindung an PC (USB), Menüführung der Kamera

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Akkulaufzeit

mehr


AustroError

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:52

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 182 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leserinnen, liebe Leser!


Notwendige Einleitung

Der Fairness halber muss ich einräumen, dass meine letzten Erfahrungen mit Filmerei und Fotografie mehrere Jahre zurück liegen. Ich bin also alles andere als ein Profi auf diesem Gebiet. Aber vielleicht ist gerade diese Ausgangsposition nicht schlecht, den Neulingen unter Euch/Ihnen den Einstieg in die unglaublichen Möglich- und Schwierigkeiten zu erläutern. Inzwischen kenne ich meine "High-Tech-Freundin" länger als 3 Monate und möchte meine Erfahrungen gerne weiter geben...


SONY DCR-TRV 250E

"Dieses Gerät ist ein hochwertiger Mittelklasse-Camcorder und arbeitet auf Basis des Digital8-Aufnahme- /Wiedergabesystems".

Alleine zum Verständnis dieses einfachen Satzes eines Verkäufers war ich anfangs nicht ganz in der Lage. Mir wurde also erklärt, dass es neben Digital8 noch Hi8 und Standard-8mm-Systeme gibt. Das ein Camcorder sowohl zum Filmen als auch zum Fotografieren genutzt werden kann, war mir glücklicher Weise bekannt. Wichtig für Sie/Euch: Mit Digital8-Kassetten erzielt man in einem dafür ausgelegten Camcorder die besten Resultate, Hi8 ist möglich, auf Standard-8mm sollte man verzichten, da es zu "mosaikförmigen" Bildstörungen auftreten kann. Logisch: Digital8-Kassetten sind die teuersten...

Der Camcorder liegt gut in der Hand - nicht mal 1000g schwer (800g Hauptgerät, < 200g Kassette und Akku). Wenn der Akku geladen ist, man den Verschlussdeckel vom Objektiv nimmt, ein Auge in den (hochklappbaren) Sucher steckt, den grünen Knopf in Daumenreichweite drückt und von OFF auf CAMERA bewegt, bedarf es nur noch eines Drucks auf einen roten Knopf (gleich links von grün) und die Filmaufnahme beginnt. Mit dem W/T- (nah/fern) Schieberegler (ebenfalls leicht mit dem Daumen erreichbar) erledigt man das Zoomen. Mehr braucht man wirklich nicht wissen - der Rest erfolgt automatisch. Ein nochmaliger Druck auf "rot" und die Aufzeichnung wird beendet. Wer mag, kann den LCD-Bildschirm an der linken Seite des Camcorders aufklappen, die Kassette zurück spulen und sich das Ganze (Bild und Ton) noch einmal anschauen (der grüne Knopf muss dann auf Stellung PLAYER stehen). Übrigens kann der ca. 5x3,5cm große Bildschirm (mit Lineal gemessen, kann also vom Handbuch abweichen) auch während der Aufnahme geöffnet sein und als "Sucher" benutzt werden. Allerdings kostet das - meiner Meinung nach - einen unnötig hohen Stromverbrauch (ca. plus 30%).

Natürlich wäre es nicht im Sinne des Erfinders, seine gesammelten Werke auf diese Weise einem geneigten Publikum vorzuführen. Es besteht da zum einen die Möglichkeit, die Daten auf eine normale VHS-Videokassette zu überspielen.


DATENTRANSFER AUF VHS-VIDEO

Voraussetzung: Ein Videorekorder und eine leere VHS - wer über ein Doppelkassettendeck verfügt, ist mit einem Adapter-Tape gut beraten; dieses Tape nimmt die wesentlich kleinere Video8-Kassette aus dem Camcorder in sich auf und erlaubt ein völlig problemloses Überspielen - genauso, wie man es bisher von der normalen Kopiererei gewöhnt war...

Besitzer eines "einfachen" Videogerätes müssen den Camcorder (natürlich inklusive des bespielten Bandes) über das mitgelieferte Kabel mit ihrer Station verbinden, die Aufnahme über den Videokanal abspielen und dabei lediglich die "Aufnahme-Taste" drücken. Es ist in der Tat kinderleicht!


DATENTRANSFER AUF PC VIA USB

Mit dem Camcorder erhielt ich den "ImageMixer Ver. 1.5 for Sony PTP-Manager", einer Software, die sowohl den Datentransfer als auch die Wiedergabe/Bearbeitung von Film-/Fotomaterial auf dem heimischen PC verspricht. Ich bin seit fast 15 Jahren in der EDV-Branche tätig, habe aber selten eine so verworrene Bedienungsanleitung gelesen wie diese. Den wichtigsten Hinweis (USB-Streaming am Camcorder auf ON schalten) habe ich eher zufällig gefunden. Möglich ist dies übrigens per Menüführung am Gerät selbst, der Eintrag steht standardmäßig auf OFF). Die Installation selbst ist eine Farce - Plug&Play (wie es bei USB eigentlich üblich sein sollte) funktioniert nicht. Je nach Betriebssystem (Windows98/98SE/ME/XP) gibt es Einschränkungen, Vor- und Nachteile. Das Layout der Software hat mit normaler Windows-Software absolut nichts gemeinsam, wirkt grobkörnig laienhaft, gewöhnungsbedürftig - fast wie ein Fremdkörper. Die Ergebnisse (falls man das Programm doch zum Laufen bekommt) sind allerdings eindrucksvoll: Gestochen scharfe Video-Sequenzen, eigentlich fast tauglich, um den gesamten Bildschirm damit auzufüllen. Das ganze aber OHNE Ton und mit drastischen Einschnitten auf die Speicherkapazität meiner Festplatte - pro Minute Film genehmigte sich der ImageMixer ca. 10 Megabyte zur Ablage.


QUALITÄT

Auf dem integrierten LCD-Bildschirm sind Schärfe und Farbtiefe vom feinsten. Wie aber schon angesprochen ist der eigentlich nur zur Überprüfung der Aufnahme gedacht und als "Vorführmedium" gänzlich ungeeignet. Auf VHS überspieltes Bildmaterial ist von einem aufgenommenem Film (TV --> Videorekorder) so gut wie nicht zu unterscheiden. Am PC sieht die Sache ganz anders aus. Hier entscheidet NICHT ausschließlich die Qualität des Camcorders sondern vor allem die der eingesetzen Software. Mit Shareware (kostenlosen Programmen aus dem Internet) konnte ich keine befriedigenden Ergebnisse erzielen (betrifft aber in 1. Linie nur die Video-Wiedergabe). Da macht auch der Microsoft Windows Movie-Maker keine Ausnahme...

SONSTIGES

NIGHTSHOT (Nachtaufnahmen von Tieren, Filmen und Fotografieren im Dunklen): Ich rate davon dringend ab: Selbst unter relativ normalen "Abendverhältnissen" sind die Ergebnisse eher bescheiden; natürlich kann man etwas erkennen aber aus schwarzer Farbe (egal ob Tierfell, Jeans oder Aschenbecher) wird ganz schnell und oft eine abenteuerliche weiße Milchmischung...

BACKLIGHT (Gegenlichtaufnahmen): Reduziert den ungewollten Effekt ein wenig, Garantie für eine solide Aufnahme ist es aber nicht.

PHOTO (einzelne Fotografie): Absolut wichtig für eine "stinknormale" Fotografie! Allerdings ist es bei einer Mischung aus Video und Foto absolut nervtötend, nach einer bestimmten Fotografie suchen zu müssen. Am besten eine Kassette für Videos und eine für Fotografien.

SELBSTAUSLÖSER: Ist natürlich vorhanden, allerdings empfehle ich bei oftmaligem Gebrauch dieser Funktion ein zusätzliches Stativ. Alle anderen Hilfsmittel (z.B. einen Turm aus Büchern zu basteln und den Camcorder darauf in die richtige Lage zu bugsieren) sorgen nur für Frust und schlechte Ergebnisse.


WICHTIGE INFOS:

Preis (Juli 2003) : 599 Euro
Mitgeliefertes Zubehör: - drahtlose Fernbedienung, Netzteil/Netzkabel, Akku FM30 (Standard), R6-Batterie (für Fernbedienung), A/V-Kabel (für Videorekorder), USB-Kabel (für PC-Anschluss), Schulterriemen, Objektschutzklappe, 21-poliger Adapter, o.a. Software, 300-seitiges Handbuch)

Aufnahmedauer mit Standardakku: 55-115 Minuten (40-85 Minuten mit LCD-Bildschirm)
Brennweite: 2,5 - 50mm (entspricht bei einer Kleinbildkamera 42-840mm)
Mindestbeleuchtungsstärke: 4 lux
Bildwandler: 540.000 pixel (effektiv: 340.000 Pixel)


FAZIT

Die SONY DCR-TRV250E ist ein wirklich einfach zu bedienendes Gerät für den Hausgebrauch. Sie verfügt - unter normalen Bedingungen - über alles, was ein Camcorder in der heutigen Zeit leisten sollte wobei ich mir völlig sicher bin, noch längst nicht alle Fähigkeiten ausgenutzt zu haben. Doch es ergeht mir da wohl nicht anders, als den meisten Word- oder Excel-Besitzern: Wir nutzen zwar nur 10% der Funktionen - die dafür aber um so intensiver.

Abgesehen von der Anbindung meiner SONY DCR-TRV250E an den PC kann ich durchaus eine Empfehlung aussprechen. Bis ich ein Video perfekt schneiden bzw. nachbearbeiten kann, werden sicherlich noch ein paar Monate vergehen.


Liebe Grüße

Steffen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
sarpedon

sarpedon

09.08.2004 16:08

Hi. Netter Bericht aber ich Fotografiere lieber. Stell dir mal vor das Band reist :) lg Mario

moeran999

moeran999

28.06.2004 23:33

Ein verdienter Diamant!

Boomer17

Boomer17

24.06.2004 02:07

Hab seit langem ja ma wieder einen Bericht von dir gelesen und muss sagen, die sind immer noch so gut! :-)

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