Sony DCR-TRV 310

Erfahrungsbericht über

Sony DCR-TRV 310

Gesamtbewertung (21): Gesamtbewertung Sony DCR-TRV 310

 

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Update zur Sony DCR-TRV210E

5  28.08.2000

Pro:
Gute Bildwiedergabe, viele Funktionen

Kontra:
schwer, Akku zu schwach

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Verarbeitung

Zuverlässigkeit

Akkulaufzeit

mehr


Hexxagon

Über sich: Tja Leute ... es ist soweit! Am 4.9.2000 um exakt zwölfhundert habe ich in meiner Kaserne anzutanzen...

Mitglied seit:29.05.2000

Erfahrungsberichte:35

Vertrauende:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich habe beschlossen meine Meinung zur Sony DV-Kamera mal ein bissel abzuändern, weil sie mir so zu kurz war ... hier also quasi ein Update!

Der Sony DCR-TRV 210 ist ein Digital 8 Camcorder der Spitzenklasse. Das Gerät kann man für etwa 2500 DM im Fachhandel erwerben.

Zum Lieferumfang gehören:
- Eine Fernbedienung
- Ein externes Netzteil
- Ein Lithium-Ionen Akku der Serie L
- Eine Lithium-Knopfbatterie CR2025
- 2 Batterien R6 (für die Fernbedienung)
- Ein A/V-Verbindungskabel
- Einen Schulterriemen
- Eine Objektivschutzkappe
- Aufkleber für Kassetten
- Einen 21-pol Adapter
- Und nicht zuletzt die Camera selbst ...

Nun sitzt man dann so auf dem Fußboden, besagtes Zubehör überall verstreut und will eigentlich nur noch losfilmen ... einen Blick in die 120-seitige Anleitung würde ich dennoch riskieren (davon sind etwa 60 Seiten in deutsch, der Rest ist italienisch), die ist nicht umsonst so dick!

Im Grunde ist für erste Aufnahmen wenig erforderlich. Der Akku wurde ab Werk schon etwas vorgeladen, die Kamera so ist natürlich auch bereit ... nur ein Band braucht man noch.
Man muss darauf achten unbedingt ein Digital 8 - Band zu kaufen (denn das ist ja auch eine D8 Kamera). Digital 8 - Bänder sind die qualitativ besten Videobänder die man kaufen kann (es gibt z.B. auch Kameras die mit Mini DV oder DV aufnehmen) ... eine Stufe unter Digital also. Das garantiert hochwertige Aufnahmen, ein scharfes Bild und eine realistische Farbwiedergabe.
Am besten kauft man sich gleich 2 Bänder mit! Hier empfehle ich TDK.

Also, Kassette rein und in den Kameramodus schalten ... schon gibt’s ein Bild. Die Bedienung der grundsätzlichen Elemente ist kinderleicht: Aufnahme, Zoom, Autofokus, ein- und ausschalten ... das alles erklärt sich praktisch von selbst. (Und wer am PC jeden Tag seinen Kampf gegen Windows führt wird mit der Ein-Knopf-Steuerung für einfache Aufnahmen sicher sofort klarkommen ... hahaa, da haben wer doch schon ganz andere Sachen gemeistert ... wie die große Defragmentierung damals ´74, oder der Festplattencrash ´89 ...).

Also halten wir fest: idiotensichere Bedienung der elementaren Funktionen - das gibt ein Plus!
Der normale Sucher ist schwarz-weiss, das ausklappbare, um 360° drehbare 2,5 Zoll LCD natürlich in Farbe. Man sollte sich aber gut überlegen dauerhaft mit dem LCD zu filmen, es ist der größte Stromfresser überhaupt. Darüber hinaus ist die Kamera mit einem Stereo Mikrophon ausgestattet das relativ gut die Geräusche einfängt (und Stimmen etwas hervorhebt)

Der mitgelieferte NP-F330 Akku ist (natürlich) der schwächste der Serie L den es gibt ... wär’ ja noch schöner einen richtigen Powerakku ab Werk mitzuliefern. Zusatzakkus sind aber sehr teuer, man wird mit dem einen erst mal reichen müssen - ein Minus deswegen. Man kann mit ausgeklapptem LCD ca. 40 Minuten aufnehmen, nutzt man den normalen Sucher etwa 60. Damit wird es unmöglich mit dem einen Akku z.B. ein 90 Minuten-Band am Stück aufzunehmen. Zum Vergleich: Mit dem stärksten Akku wo gibt in der Serie L (NP-F950) kann man mit LCD 295, mit Sucher 360 Minuten aufnehmen.
Das Laden des Akkus gestaltet sich im Übrigen auch sehr einfach: Man braucht nur den Stecker des mitgelieferten Netzteiles in die Kamera zu stecken und der Akku lädt dann automatisch (sofern die Kamera abgeschaltet ist). So muss man ihn theoretisch nicht wieder abnehmen: Ein Bequemlichkeitsplus dafür.

Nachdem man nun ein paar Probeaufnahmen gemacht hat um sich mit der Kamera vertraut zu machen möchte man sich das sicher gerne ansehen ... kein Problem. Einfach die Kamera in den „Player“ - Modus schalten ... oben auf dem Gerät erscheinen dann die Funktionstasten (Play, Stop, FFD, Rew. usw.) die man so braucht. Band zurückspulen und mal probegucken ... Das gestaltet sich dank des Farb-LCD und des eingebauten Lautsprechers auch ohne Fernseher recht angenehm. Die Wiedergabezeit bei vollem Akku beträgt mit ausgeklapptem LCD 80 min. und mit geschlossenem 95 min.
Ein A/V-Verbindungskabel ist wie gesagt gleich mit dabei ... ebenso ein Adapter auf Scart (Ich gehe mal davon aus dass die wenigsten einen Videorecorder mit Chinch Anschlüssen haben). So kann man sehr einfach die Kamera mit dem Recorder koppeln und alles auf VHS überspielen (zum rumzeigen ... muahahaha „URLAUBSVIDEOS“ *kreisch)

Dazu ist nicht mal ein Kabel nötig. Diese Kamera hat das „LaserLink“-System bereits eingebaut ... Das ist ein System zur Übertragung der Signale per Infrarot. Dazu gibt es Empfänger für den Fernseher zu kaufen (so ein Ding ist notwendig), kostet so um die 150 DM extra.

Neben diesen Grundfunktionen besitzt die Kamera viele weitere Funktionen ... einige Spielerei, andere nützlich. Die möchte ich noch kurz auflisten:

- 80-fach Zoom (ab 20x wird digital gezoomt, so dass das Bild dann
etwas körniger wird)
- Gegenlichtfunktion (damit keine schwarzen Schatten mehr vor einer
Corona gleißenden
Lichts stehen ... wir alle kennen solche verhunzten Aufnahmen)
- Ein Restlichtverstärker (in schickem grün - für Bilder wie sie der
Geheimdienst macht. In der Anleitung steht „Die Funktion eignet sich
beispielsweise für nächtliche Tierbeobachtungen“ ... hmm, dafür auch ;-)
- Das Suchen von Leerstellen oder gesetzten Markierungen auf dem Band
- Die Photo-Funktion (ein 7 sec. langes Standbild mit Ton ... DAS ist ´ne
lustige Sache sag ich euch ...)
- Professionelles ein- und ausblenden durch diverse Fadermodi (weiches
ein- und ausblenden, Mosaikblende, Overlap u. a.)
- Picture Effekte (Einige Effekte zum Aufmotzen der Bilder ... z.B.
Negativ, strecken, stauchen, Mosaik, Pastell u.a.)
- Digitale Effekte (diese Effekte gestalten die Aufnahmen etwas
abwechslungsreicher, hier gibt es z.B. Luminancekey, Old Movie, Trail
oder Flash ... und noch ein paar mehr. Das sind zumeist
Überblendungseffekte)
- Eingespeicherte Settings für viele individuelle Situationen (die
Program Auto Exposure - Funktion (Program AE) ... hier findet man u.a.:
Sportmodus, Landschaftsmodus, Strand- und Skimodus oder den Low Lux-
Modus. Regelt Helligkeit und Fokussierung)
- Schneidefunktionen (in eingeschränktem Maße, klar. Dazu gehört z.B. das
exakte Suchen einer Bandstelle)
- Man kann das Band nach mehreren Kriterien durchsuchen lassen (Datum,
Photos)
- Ein umfassendes Menü (wo alles wichtige von der Uhrzeit bis zum
abschalten des roten Lämpchens vorne eingestellt werden kann. Gute
Bedienung durch ein Rädchen.)

Alles wichtige ist fernbedienbar ... natürlich gilt für diese Kamera was für alle Elektrogeräte gilt: Nicht ins Wasser und nicht in die Sonne! Das dürfte allen klar sein.

Noch ein Wort zur Objektivschutzkappe ... das Ding hängt an einer Schnur an der Kamera und wird dann vorne angeclipst. Soweit okay ... aaaber: Wenn man filmen will baumelt das Ding einem an der Hand rum und klackert beim Laufen an die Kamera. Das gibt ein Minus ... gab es keine Bessere Lösung?

Ein weiteres Minus gibt es für das recht hohe Gewicht. Nach einiger Zeit wird einem die Hand lahm und man ist direkt froh sie um den Hals hängen zu können (obwohl man dann immer nach unten schaut ... aber dann lassen einen die Leute wenigstens in Ruhe).

Die Konkurrenzprodukte von Panasonic und Samsung in derselben Preisklasse waren alle kleiner und leichter. (Dafür ist die Bildqualität wie gesagt unerreicht)

Fazit: nicht die beste (=teuerste) Kamera des Großkonzerns Sony, aber eine Gute! Ich empfehle trotzdem jedem, der mit dem Gedanken spielt sich so was zuzulegen sich gleich eine Digicam zu kaufen. Die sind zwar etwas teurer, dafür sind die Möglichkeiten dank PC (natürlich mit TV-out und Internet) vielfältiger. Aber auf keinen Fall eine veraltete Hi8 oder Super8 oder so einen Schrott kaufen. Wenn das Budget für eine Digicam nicht reicht dann doch Digital8, weil es meiner Meinung nach im Moment der beste Kompromiss zwischen guten Videos und gutem Preis ist.

Danke dass du diese Meinung bis zu Ende gelesen hast, ich weiss es zu schätzen. Diese Meinung hat 1241 Wörter von denen 18 das Wort „Kamera“ ist ... man merkt also sofort worum es mir geht
W^-^W

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
nokia6210

nokia6210

23.01.2001 19:47

laut sony, sind die "Digital8" bänder die gleichen wie die "hi8" is ja logisch da die cameroa ja so gemacht wurde das sie auch video8 und hi8 aufnehmen kann

halbschatten

halbschatten

24.09.2000 18:52

Spricht mir aus der Seele. Ich hab sie auch und bin echt zufrieden mit dem Kauf. Dein Bericht ist zwar lang aber es mußte auch alles gesagt werden, gut geschrieben!

viertelvordrei

viertelvordrei

29.08.2000 12:25

Puhhh - geschafft

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