Sony DSC-S70

Erfahrungsbericht über

Sony DSC-S70

Gesamtbewertung (53): Gesamtbewertung Sony DSC-S70

 

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Sonys DSC - S70 im Gesamtüberblick

4  21.05.2001 (28.05.2002)

Pro:
Hochwertige Verarbeitung, Unzählige Zusatzfunktionen

Kontra:
Teure Zusatzgeräte, lahmer Reparaturservice, langsamer auslöser

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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scenic24

Über sich: Ja ich weiß - wird Zeit für was Neues ^^

Mitglied seit:18.05.2001

Erfahrungsberichte:111

Vertrauende:216

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 137 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nachdem mich das ständige nach kaufen von Filmen irgendwann nervte macht ich mich auf, mir mal Digitalkameras anzuschauen. Nachdem ich zig Geräte durchprobierte entschied ich mich für die Sony DSS-S70. Das Gerät ist das am besten ausgestattete Gerät aus der DSC-S Reihe.

Besonderheiten:
*************

- 3.34 Millionen Pixel Aufnahme
- 3fach opt/ 6fach digital Zoom
- Carl Zeiss Objektiv
- Vario Sonar 1.2,0 - 2,5/ 7-21mm
- Eingebautes Mikro und Lautsprecher
- Möglichkeit kleine Mpeg Videos zu drehen oder Töne aufzunehmen
- 5,1 LCD Bildschirm
- Akku
- Memorystick


Das Gerät in Verbindung mit technischen Daten:
***************************************
Mit einer Größe von 117x71x64 mm und einem Gewicht von 423g wirkt die Kamera erst mal ein bisschen größer als eine normale Kamera aber gleich beim ersten Blick outet sich das Gerät als eine Digitalkamera. Vorne sitzt das objektiv ziemlich rechts unten. Ausgestattet mit einem Carl Zeiss Objektiv leistet das Gerät wirklich gestochen scharfe Bilder. Möglich macht dies zudem eine Aufnahme mit über 3,3 Millionen Pixel. Das Objektiv hat einen 3fach optischen Zoom und einen 6fach digitalen Zoom. Der Zoom entspricht umgerechnet auf einer 35mm Kleinbildkamera 34 -102mm. An der Seite neben dem Objektiv kann man mittels Drehknopf die Schärfe des Suchers fürs eigene Auge einstellen. Daneben klein verborgen ist ein Lautsprecher integriert Darunter auf der linken Seite die Anschlüsse für den USB Zugang an den Rechner, einen Anschluss zum TV und ein Anschluss für einen zusätzlichen Blitz.

Auf der anderen Seite findet das Speichermedium, der Memorystick (MS) Platz - ein von Sony eigen entwickeltes Speichermedium. Standart mäßig hat der MS eine Speicherkapazität von 8mb. Dahinter und das ich eine weitere Besonderheit der Sony Kameras sitzt ein Akku und keine Batterien. Hinten dann der auffällige 5.1 cm große Farb LCD Monitor mit einer Auflösung von123200 Punkten (560x220), Daneben rechts der Hauptkontrollschalter. Ein Runder Knopf der sowohl in alle 4 Richtungen als auch gedrückt werden kann und durch das Hauptmenü führt. Unter dem Schalter ist der Hauptschalter um das Gerät einzuschalten. Ganz unten rechts ein Eingang für das Netzgerät um die Kamera entweder aufzuladen oder per Strom zu bedienen.
Über dem Monitor beginnt oben links das Sucherfenster - darunter der Schalter für den Focus, es folgt der Schalter für den Blitz daneben, ein Schalter um den Monitor ein und ausschalten zu können, ein Schalter für spezielle Programme, ein Lautstärke Wippschalter und ein Schalter um das Menü im Bildschirm ein und aus zuschalten, am Schluss der Wippschalter für Tele und Weitwinkel. Unten auf der Kamera kann ein Stativ angeschraubt werden. Oben auf der Kamera befindet sich das eingebaute Mikrofon daneben ein kleines Display für Daten wie Batterie Zustand und Aufnahmegröße, Anzahl der Bilder... (falls halt jemand den LCD Display lieber ausgeschaltet hat, um Batterie zu sparen. Daneben ein Drehknopf für 3 Positionen: Movie: Hier kann man kleine Filmchen aufnehmen, Still: Fürs knipsen von Bildern und allen möglichen Bearbeitungen, Play: Um die Bilder danach zu betrachten oder das Filmchen anzuschauen. An den Seiten befindet sich jeweils ein Halter fürs Einfädeln eines Tragriemens (mitgeliefert) und das anbringen der Objektiv Abdeckung (mitgeliefert).


Details
******
1. Akku und Stromverbrauch

Lästiges Batterie kaufen ist nun vorbei. Der mit gelieferte Akku hat eine Betriebszeit von 120 min bei eingeschalteten Monitor und 150 min bei ausgeschalteten im Aufnahme Modus bei einer Bildergröße von 640x480 und 25 Grad Celsius. Im Wiedergabe Modus leistet die Kamera mit eingeschalteten Modu 220 Minuten. Im Moviemodus 130 bei eingeschalteten Monitor und 150 bei ausgeschalteten Monitor. Fazit: Der Akku hält also fast etwas mehr als 2 Stunden durch.

2. Der Memorystick

Anders als bei den Kameras mit Compact -Flash Media Karten oder Smart Media Karten verwendet Sony das eigenentwickelte Speichermedium den Memorystick. Ein kleines flaches lila Teil mit einer Speicherkapazität von 8 mb. Das entspricht je nach Bilderauflösung einer Bilderanzahl von 5-118 Bildern. Wer sich aber wohl eine 3 Millionen Pixel Kamera kauft will wohl meistens auch mit der höchstens Auflösung aufnehmen und bei 5 Bilder ist dann schnell Schluss. Aber Sony bietet hier zb einen 64 MB Stick an auf dem dann 40 Bilder Platz finden. Den Stick gibt es in den gängigen Größen von 8,16,32,64 MB. Nachteil ist, dass Stick ausschließlich von Sony hergestellt wird und auch nur mit Sony Geräten funktioniert. So ist die Zukunft etwas ungewiss nur glaub ich kaum, dass Sony plötzlich auf etwas anderes umsteigen wird. Immerhin findet der Stick auch in allen möglichen anderen Sony Produkten Verwendung wie zB die Notebook Reihe Vaio. Hier wird man dann natürlich als treuer Kunde belohnt, da man einfachste Bilderbearbeitung dank Kompatibilität hat. Es gibt auch einen Bilderrahmen in dem der MS eingefügt werden kann und der Rahmen dann immer andere Bilder anzeigt. Nur bei dem gigantischen Preis von knapp 2000 DM für den Rahmen alleine wird das wohl kaum viele Käufer finden. Nervig ist aber die Zugriffszeit auf das gespeicherte Medium, hier ist Verbesserung nötig, vergehen doch einige Sekunden bis das Bild auf dem Bildschirm erscheint. Ehrlicher Weise muss man hier auch festhalten, dass andere Hersteller ihre Kamera auch meist nur mit einem 8MB Speichermedium ausstatten. Außerdem gibt es einen neuen Memorystick. Die Speicherkapazität wurde von 64 MB auf 128 erhöht. Knipsen bis zum umfallen :-)

3. Das Objektiv und die damit verbundenen Systeme

Das Carl Zeis Objektiv (bekannt für Brillengläser) liefert sehr gute und detaillierte Bilder. Der 3fach Zoom arbeitet etwas langsam aber das Objektiv stellt sich schnell ein. Ein 6fach digitaler Zoom erlaubt noch weiteres ranzoomen, nur nimmt dann die Qualität des Bildes rapide ab! Dank einer zuschaltbaren Macrofunktion kann man an ein Objekt bis auf circa 3 cm ran gehen. Selbst Ablichtungen von Fotobildern gehen einwandfrei ohne das Original zu erkennen. Texte aus Zeitschriften können ohne Mühe sehr genau fotografiert werden. Nach dem Einschalten der Kamera vollführt das Gerät einen kleinen Test. Hat man die mitgelieferte Abdeckung vergessen
runter zu nehmen, kann das Objektiv keine ?Testfahrt" machen und signalisiert die mit einem Piepston. Dann muss an das Gerät erneut einschalten. Das Gerät arbeitet dabei alles Einstellungen automatisch aus: Belichtungsregelung oder Weißabgleich, Blitz Notwendigkeit, Focusierung alles geht automatisch vor sich. Selbstverständlich kann man selbst den die Belichtung und den Weißabgleich einstellen. Die Belichtung ist einstellbar von + 2,0 EV bis -2,0 EV in Schritten von 1/3 EV. 4 Modi stehen für den Manuellen Weißabgleich zur Verfügung: Automatisch, In Door (bei heller Beleuchtung), Out Door (Für Sonnenuntergänge, Feuerwerk,
Leuchtreklame) und Hold (bei einfarbigen Hintergrund oder Motiv) Der Blitz kann automatisch erfolgen, Zwangsweise unterdrückt oder immer eingestellt werden. Die Kamera verfügt ebenfalls über einen Rote Augen Reduzierungs- Blitz - ein wahres Blitzgewitter sorgt hier vor dem eigentlichen Blitz für Eindruck J Die Macrofunktion erlaubt eine Focus Einstellung von 0,5, 1,0, 3,0 7,0m oder unendlich. Verschieden Programme lassen ebenfalls noch mal einige eigene Einstellungen zu:

-blendenprioritätsmodus: Hier stellen Sie bei einem Wert von 9 Blendenwerten von F2.0 bis F8.0 die Blende so ein, das sich das Motiv scharf von einem unscharfen Hintergrund abhebt.

-verschlusszeitprioritätsmodus: In 19 Stufen von 8" bis 1/1000 bei Standbildern oder in 13Stufen von 1/8 bis 1/1000 bei Laufbildaufnahmen kann man die Verschlusszeit einstellen, um so schnell bewegende Objekte scharf zu erfassen.

-Zwielicht Modus: Damit unterdrückt man zb die verwaschene Farbe eines hellen Motivs an einem dunklen Hintergrund, um das Motiv aufnehmen zu können ohne die dunkle Umgebung zu
verlieren

-Zwielicht plus Modus: Der Effekt wird weiter verstärkt

-Landschaftsmodus: Nur entfernte Motive werden geschärft

-Panfokus: Schnelle und einfache Focusierung von weiten zu nahen Objekten

-Spot Belichtungsmodus: Bei Gegenlicht oder starken Kontrasten nützlich. Ein Fadenkreuz im Monitor hilft dabei. Leider dauert es fast eine kleine Ewigkeit bis das Bild geknipst ist. Nach dem Niederdrücken des Auslöser erscheint noch einmal kurz ein Bild auf dem Monitor und es vergehen noch mal knapp 2 Sekunden bis das Bild im "Kasten" ist. Zu langsam für schnell bewegende Tiere oder Kinder.


Bildergrößen und Bearbeitungsmöglichkeiten am Gerät
*********************************************
Bilder kann man in folgenden Größen Aufnehmen:
(die Anzahl der Bilder entspricht einem 8mb MS)

Standbilder:
2048x1536 5
2048 (3:2) 5 (hier wird das Bild im gleichen Seitenverhältnis des Druckpapiers aufgenommen)
1600x1200 8
1280x960 12
640x480 118

Laufbilder:
320 High Quality: 20sek
320x240 85sek
160x112 345
(bei kontinuierlicher Aufnahme! Bei Automatischer Aufnahme mit Eintasten Druck beträgt die
Aufnahme 15 bzw 60 Sekunden)

2048 entspricht der Aufnahme mit 3,34 Millionen Pixel und garantiert beste Qualität. Am Gerät selbst wird das Bild als jpg. Datei aufgenommen. Filme werden in mpeg aufgezeichnet. Texte können im Gif modus aufgenommen werden um ein deutlicheres Bild in Schwarz Weis zu erhalten. Hier kann im 2048 Modus je nach Größe zwischen 15 bis 125 Bilder aufgenommen werden. Sie können auch nur Töne aufnehmen. Hier alle Speicherkapazitäten aufzuschreiben würde den Rahmen sprengen auf Grunde der immer verschiedenartigen Bildergrößen. Zusätzlich können sie neben der 2048 Größe auch jeweils ein Bild in 320x240 Größe Aufnehmen lassen , wobei die Gesamtzahl der aufnehmbaren Bilder dann natürlich sinkt.

Am Gerät selbst kann man nach dem Knipsen im Still Modus das letzt aufgenommen Bild aufrufen ohne in den Play Modus zu gehen und bei nicht gefallen löschen. Wollen Sie mehrere Bilder anschauen müssen Sie in den Play Modus. Hier steht Ihnen zusätzlich eine Art Index Übersicht zur Verfügung, womit man die Bilder direkt aus einer Übersicht anwählen kann. Ein aufgenommenes Bild kann auf dem Monitor noch nachträglich verkleinert oder vergrößert werden. Zu beachten gilt, dass bei kleineren Bilder die nachträglich vergrößert werden die Bildqualität sinkt! Ebenso ist es möglich ein aufgenommenes Bild nochmals anzuzoomen und Ausschnitte dadurch in beeindruckender Qualität bis zu 5fach Vergrößern. Ein aufgenommenes Gesicht kann
somit detailliert ans Auge gezoomt werden und zusätzlich abgespeichert werden. Eine tolle Sache.

Die Bilder selbst können sie im Gerät noch gegen versehentliches Löschen sichern!

Die beiliegende Bilderbearbeitungssoftware besteht aus der MGI Photosuite 8.06 und der MGI Videowave SE+. Hier können Sie ihre Bilder von der Kamera auf ihren Computer laden selbst zurück kopieren auf die Kamera ist möglich. Dank USB Anschluss ist die Kamera schnell und zuverlässig mit dem Rechner verbunden. Es ist vorteilhaft das Bild immer in der größtmöglichen Aufnahmequalität abzuspeichern, falls man nachträglich ein Bild im Labor drucken lassen will. Etliche Bildeffekte wie Sprechblasen oder Mosaik stehen hier einem zur Verfügung. Man muss aber beim Benutzen der vorgegeben Größen aufpassen. Hat man mit 2048x1024 aufgenommen stimmt das Verhältnis der Objekte bei 640x480 natürlich nicht mehr. Da hat man schnell ein
langes und schmales Gesicht auf dem Schirm :-) --> daher lieber selber genau ausrechnen.

Die Kamera erlaubt aber bereits beim Aufnehmen Bildeffekte:

-Solarize: Der Kontrast wird erhöht und das Bild wirkt wie eine Zeichnung
-B&W: Ein Schwarzweiß Bild wird aufgezeichnet
-Sepia: Das Bild erhält eine nostalgische Sepiafärbung
-Neg.Art: Negativ Aufnahme


Sonstiges und Eigenerfahrung
************************
Die DSC S70 erlaubt es auch kleine Video zu drehen. Je nach Einstellung können hier entweder 5,10 oder 15 Sekunden lange Videos aufgezeichnet werden. Oder man hält die Taster gedrückt und kann bis zu 1ner Minute aufnehmen. Das Video ähnelt den Videos auf dem Rechner den man mit dem Mediaplayer betrachten kann. Ebenfalls wird das Video mit Ton versehen. Eine Videokamera kann das zwar nicht ersetzen ist aber ein nette Beigabe zur bereits gut ausgestatteten Kamera.

Selbstverständlich können die Bilder entweder mit Uhrzeit oder Datum versehen werden. Die Bilder können als Serie aufgenommen werden die mit jeder Entnahme des MS wieder bei Null beginnt oder fortlaufend die Bilder durchnumeriert. Am Bildschirm kann man selbstverständlich hochkant geknipste Bilder drehen und in alle Richtungen rotieren lassen und so abspeichern.

Toll auch die Anschlussmöglichkeit am TV. Hier kann man sowohl das Bild im LCD Schirm auf dem TV verfolgen also auch bereits gespeicherte Bilder betrachten. Auch die Zoomabtastung des Bildes ist hier möglich. Ebenfalls wird der Index angezeigt und die Menüführung vom LCD zusätzlich auf dem TV angezeigt. Eine integrierte Diashow vereinfacht einiges. Man kann ein Intervall angeben zwischen 1 min, 30sec, 10sec, 5sec und 3 Sekunden. Mit dem Befehl Format können sämtliche Bilder auf der Kamera mit einem Tastendruck gelöscht werden.

Ebenfalls ist es möglich Daten eines fremden Memorysticks mit der Kamera auf dem eigenen zu kopieren. Die Kamera lagert das Bild im internen Speicher aus, MS wechseln und fertig.

Sony bietet für die Kamera noch etliches an, aber leider teure Zusatzteile. Von der Tasche über zusätzlichen Blitz, Weitwinkelobjektive als auch Linsenscheiben um Effekt zu schaffen bis zu eigene Speicherleser für den MS um ohne Kamera darauf zu zugreifen ist alles vertreten.

Bei dunklerer Umgebung sieht man leider schnell nichts mehr auf dem LCD Bildschirm. Entweder man nutzt dann den Sucher oder verlässt sich auf die Umrisse. Der anschließende Blitz erhellt dann aber das Bild zu genüge. Bei starker Gegensonne sieht man auch nichts auf dem Bildschirm. Auf dem Monitor täuscht auch etwas das BIld ohne Blitz, nach der Aufnahme ist es doch etwas dunkler.

Ist der Bildschirm an, verschlingt das Teil ziemlich viel Strom. Oft an und aus schalten lassen die Batterie zudem schnell schlapp werden. Im ganzen komme ich bei meiner Handhabung auf circa 1 Stunden Batteriehaltbarkeit. Die angegebenen 2 Std werden wohl auch nur erreicht, wenn die Kamera ständig gleich an bleibt, kaum ein Zoom genutzt wird.

Der Objektiv zoomt gut, manchmal hat es aber Problem sich scharf zu stellen. Dann muß man den Abstand etwas korrigieren, obwohl man eigentlich doch genug weit entfernt ist. Einmal hatte die Kameraprobleme, als ein Freund ein schwarz-weiß gestreiftes Hemd an hatte. Die Streifen wurden auf dem Bild leicht verschwommen. Ablichtungen von Texttafeln funktionieren einwandfrei (auch Zeitungsberichte).

Der Auslöser braucht ungemein lange. Kurz nach dem Niederdrücken dauert es noch etwas, dann ist das Bild geknipst. Für schnelle Aufnahmen wie Kinder oder Tierbewegungen leider zu langsam. Will mal zum Beispiel Delfine beim Sprung aufnehmen, muß man selbst voraus denken und 2 Sekunden eher drücken, sonst erwischt man das Tier nicht mehr.
Hat man auch noch die email Zusatzkopie aktiviert (zum großen Bild wird ein kleines Bild in email Größe gespeichert), vergehen alleine nach dem langen Auslösen einige Sekunden bis das Bild gespeichert ist und die Kamera wieder bereit ist. Viel zu langsam um schnell Bilder hintereinander zu machen.

Trotzdem hält sie sich so wacker, arbeitet fleißig und zuverlässig. Die Bild sind eigentlich immer scharf, auch nachträgliche Vergrößerungen sind völlig ok.
Mit dem 8 Mb Stick kommt man überhaupt nicht weit. Ich rate jedem gleich den 64 Mb Stick zu kaufen. Die Aufnahmen der Videos ist recht brauchbar und nützlich.

Wer gerne Bilder in seine Homepage einbaut, sollte doch mit dem emailmodus aufnehmen. Das nachträgliche Verkleinern verpixelt zum einen etwas das Bild und bleibt im Speicherbedarf sehr hoch. Das zusätzliche email Bild dagegen braucht nur wenige kb und ist gestochen scharf.

Auch beim durchblättern von den Aufnahmen braucht die Kamera etwas lange, um das Bild auf den Schirm zu holen. Wer mal sein Ohr an die Kamera hält, hört übrigens den Chip oder So arbeiten (leichtes tüten ;-) ):

Ein bißchen enttäuscht bin ich von der Software. Bei zu starken Verkleinerungen verschmiert sie das Bild. Mit Microsofts Photodraw passierte das nicht.

Einmal mußte ich das Gerät nachbessern lassen. Zwar verschickt Sony eine Reparaturbescheinigung und das ungefähre Lieferdatum. Trotzdem mußte ich insgesamt fast 8 Wochen auf mein Gerät warten. Viel zu lange!

Fazit:
****
Sehr toll ausgestattete Kamera. Wer alle Funktionen mal ausprobieren will ist damit eine ganze Zeitlang beschäftigt. Der integrierte Akku spart lästiges Batterien kaufen. Die Videofunktion ist ein netter Zusatz. Einzig nervig die etwas lange Zugriffszeit des Memorysticks und die vergangene Zeit vom Niederdrücken des Auslösers bis zum gespeicherten Bild. Dafür ist der Memorystick günstiger als andere Speichereinheiten. Wobei leider das Memorysystem nur von Sony unterstützt wird und dadurch normale Fotodrucker nicht direkt damit bedient werden können - gibt es eh eigene von Sony natürlich ;-) (Damit meine ich nur, dass der Memorystick nicht in den Drucker geschoben kann- wie Flash Cards - sondern man per USB zb über die Kamera die Bilder ziehen muss) Dafür macht die Kamera richtig Spaß und ersetzt meines Achtens für normale Anwendungen locker eine normale Kamera. Ich hab den Kauf bisher nicht bereut. Eigentlich gäbe es 5 Sterne, aber der Reparaturservice und Auslöser braucht zu lange!


Ausblick:
*******
Sony hat bereits das verbesserte Modell DSC S75 herausgegeben. Die Veränderung liegt zum Teil im Äußeren und Inneren, Von Außen gleicht die Kamera nun mehr einer gewöhnlichen Kamera: Das Gehäuse ist dunkelgräulich, das Objektiv in die Mitte gerückt. Die technische Neuerung ist nun die verbesserte Auslösung des Bildes. Nun soll es möglich sein innerhalb von 1sek 2 Bilder dank Serienbilderfunktion zu knipsen. Sparfüchse können daher die DSC S70 vielleicht mit Hinweis auf das neuere Modell etwas runterhandeln.

Nun gibts auch schon die DSC S85. Sie kann innerhallb 1sek 3 Bilder knipsen und mit 4,1 Mill Pixel aufnehmen.

Tipp: Von der DSC s70 soll die Qualität von der Gerätenummer abhängen angeblich. Geräte mit die mit 35 beginnen würden, wäre besser als die, die mit 26 beginnen: Sattere Farben. Einen interessanten Vergleich (englisch) mit anderen Kameras findet man hier übrigens: http://www.dpreview.com/reviews/sonydscs70/

Danke fürs Lesen - Scenic24:o)
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
StefanLaser

StefanLaser

30.04.2002 16:41

Habe die DSC - S70 auch schon seit einigen Jahren. Bin eigentlich ganz zufriden damit. Nur die Memory Sticks sind mir etwas teuer. Stefan

Amoroso2002

Amoroso2002

17.03.2002 20:03

Finde deinen berichr schön ausführlich und genau beschrieben

CharlotteKo

CharlotteKo

07.01.2002 19:40

Ein sehr guter Bericht. Mein Sohn hat mir deine Berichte wärmstens empfohlen. Charlotte

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