Sony D-151

Erfahrungsbericht über

Sony D-151

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Sony D-151

 

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Ohne Anti Shock macht ein Discman keinen Spass

2  25.02.2001 (26.02.2001)

Pro:
Batterieverbrauch, guter Klang, Ausstattung, Akku, akzeptable Grösse und Gewicht

Kontra:
mangelhafte Rüttelfestigkeit, laute Laufwerksgeräusche, für Sony schlechte Verarbeitung

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Andreas_Adelsberger

Über sich: Halten Firmen immer alle Versprechen. Ist alles so gut und schlecht wie man immer denkt? ciao.com bi...

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vor rund 4 Jahren war es soweit, ich legte mir meinen ersten Discman zu. Es war ein Sony D-155. Bis auf eine erweiterte Ausstattung ist er mit dem D-151 identisch. Mit einem Preis von damals 199 DM (101,75 Euro) war er Dank seiner guten Ausstattung ein guter Fang. Heute bekommt man ihn allenfalls noch als Auslaufmodell oder gebraucht. Vor 1 ½ Jahren habe ich an meinen Bruder weiterverkauft und mir einen Sony D-E 403 zugelegt, Gründe siehe unten. Zu einem kleinen Test für ciao konnte ich ihn natürlich wieder mal ausleihen ;).

Damals war der D-155 mit seinen Ausmassen von 135 * 30,5 * 156 mm und dem Gewicht von 250g (ohne Akku) ein recht kleiner und leichter Player. Vor allem gemessen am niedrigen Preis. Und auch heute sind günstige CD Portis kaum kleiner. Von superdünnen CD Spielern für unterwegs halte ich ohnehin nicht viel, denn Dank der bedingt durch die CD generell relativ grossen Grundfläche ist ein CD Porti immer eine recht sperrige Sache.

Das Gehäuse ist rundlich geformt, erinnert irgendwie an eine fliegende Untertasse. Ein unbestreitbarer Vorteil dieses Designs gegenüber einem eckigen Players ist, dass sich der Sony beim Transport in ein Jackentasche nie verkantet; er flutscht einfach rein und kann ebenso einfach wieder herausgeholt werden. So wertig wie der D-E 403 mit seiner schönen Metalliclackierung in silber wirkt der D-155 allerdings noch nicht. Die Basis ist in schwarz und der Deckel ist in graublau gehalten. Dass gespart werden musste zeigt auch die etwas wacklige Verankerung der verwindungsfreudigen Klappe, die durch eine Spiralfeder geöffnet wird und der nur aufgedruckte (nicht erhabene) Sony Schriftzug. Seine Walkmen gestaltete Sony damals erheblich edler. Schade auch, dass die Klappe nicht richtig schliesst: während beim D-E 403 in den Spalt zwischen Klappe und Gehäuse an der Seite gerade mal zwei Blätter Papier passen ist er beim D-155 gleich 1 mm gross!

Am Laufwerk musste Sony ebenfalls gespart haben: Es funktioniert zwar immer noch zuverlässig, gibt aber schon von Beginn an sehr laute Geräusche bei der Titelsuche von sich. Andere Discmen sind wesentlich leiser. Und das Lautstärkepotenziometer dürfte ebenfalls nicht das teuerste Exemplar gewesen sein, es fängt mittlerweile an zu kratzen. Immerhin kommt das Laufwerk auch mit verkratzten und gebrannten CDs zurecht, CD-RW natürlich ausgenommen.

Die Klangqualität des Sony kann überzeugen, wenngleich der D-E 403 (solange man ESP und den DSP ausgeschalten hat) etwas klarere Höhen bietet. Wer will kann den Bass noch in 2 Stufen mittels Digitalem MEGA BASS anheben. Bei einem Test mit der Car & Hi-Fi EACP Test CD (offizielle Test CD der European Car Audio Press) Titel 14 und 15 (Sweep 20 - 20000 kHz li. und re.) wurde ich dabei positiv überrascht: Höhen hat der D-155 wie gesagt zwar nicht so gern (das Signal nimmt dort stärker und schneller ab), dafür sind die Klangeinbussen durch den MEGA BASS nicht so extrem wie durch den Groove Bass beim D-E 403. Man hört zwar auch hier ein paar "Schlieren" heraus, sie sind aber lange nicht so präsent wie beim neuren Player. In der Praxis fallen solche Fehler Dank lauter Umgebungsgeräusche praktisch nicht ins Gewicht.

Die mitgelieferten Ohrhörer mit Kabelfernbedienung haben ebenfalls einen guten Klang und sitzen gut. Ein Kritikpunkt ist allerdings der Kopfhörerausgang der Fernbedienung: Sony macht, was lobenswert ist, aus Ohrstöpsel und Remote keine Einheit, dafür verwendet man um Platz zu sparen ein proprietäres Anschlussformat. Man muss sich also zwischen Fernbedienung und den Ohr- bzw. Kopfhörern eines Fremdherstellern entscheiden. Diese Kabelfernbedienung ist ein Ausstattungsvorteil gegenüber dem D-151.

Ein wirkliches Manko und auch der Grund warum ich mich vom D-155 trennte ist das fehlende Shock Proof Memory (bei Sony ESP genannt). Für einen Player ohne Pufferspeicher ist die Rüttelfestigkeit zwar nicht direkt schlecht (auch wenn der D-E 403 schon bei abgeschaltetem ESP besser ist). Wer aber einmal einen Discman zum joggen verwendet hat wird wissen, dass dies kein Prädikat ist. Die Rüttelfestigkeit ist in der Praxis mangelhaft. Die leichten Klangeinbussen, die ein ESP System verursachen kann (leichte Einschränkungen bei den Höhen) fallen dann auch weniger ins Gewicht als die nie enden wollenden Knackgeräusche ohne. Bei seinen aktuellen CD Portis (mit den Systemen Super ESP² oder G-Protection Sytem) kommt es laut Sony sogar zu gar keiner Verschlechterung des Klangs.

Ebenfalls nicht gerade toll ist der Line-Out des Players. Über ihn kann man den Porti ohne Klangverschlechterung durch Mega Bass und eingebauten Verstärker und Lautstärkeregler direkt an eine Hi-Fi Anlage anschliessen. Ein entsprechendes Kabel (3,5 mm Klinke auf Cinch) liegt dem Player sogar bei. Allerdings kann man den Anschluss kaum brauchen, da der Ausgangspegel zu leise ist.

Ansonsten bietet der Sony ein Display mit Titelanzeige und Timer (leider nicht rückwärts und keine Index Anwahl) und Batterie Indikator. Letzterer ist aber fast unbrauchbar da er nicht den Füllstand in mehreren Stufen anzeigt (wie bei neueren Sony Geräten) sondern nur bei einer fast leeren Batterie warnt (und dann ist die Batterie so leer dass der Player ohnehin bald stoppt). Als zusätzliche Spielmodi beherrscht er noch Anspielautomatik, Wiedergabe nur eines Titels, Programmwiedergabe (maximal 22 Titel) und Zufallswiedergabe. Ausserdem gibt es noch eine Titelwiederholung. Die Bedienung erklärt sich eigentlich von selbst. Schade finde ich es, dass man für die Bedienung des Mega Bass Schiebers spitze Fingernägel braucht, gut finde ich den (heute leider nicht mehr so gebauten) kombinierten Hold und Open Knopf. Er ist leicht bedienbar und im Hold Modus ist sogar der Deckel vor unbeabsichtigtem Öffnen geschützt.

Der Batterieverbrauch ist zwar etwas höher als bei neueren Sony Geräten, im Vergleich zur Konkurrenz aber recht niedrig. Mit 2 Alkalinebatterien kommt man (ohne häufige Titelsprünge) bis zu 10 Stunden weit! Mit dem (nur beim D-155) mitgelieferten Ni-Cd Akku BP-DM 10 maximal 3,5 Stunden, er kann mittels Netzteil im Gerät geladen werden (dauert ca. 3 Stunden). Eine Codierung am Akku und ein Schalter im Ladefach verhindert, dass man auch normale Akkus laden kann (eigentlich eine Sicherheitsvorkehrung um keine Alkaline Batterien aufzuladen welche dabei auslaufen können, man kann aber einen defekten Akku nicht durch 2 billige NiCd Zellen ersetzen). Auch wenn NiCd nicht mehr Stand der Technik ist habe ich noch keine Probleme mit dem Memoryeffekt. Trotz vieler Ladevorgänge schwächelt der Akku nicht. Bei längerem Nichtgebrauch sollte man die Batterie besser entfernen, da sie sich sonst entlädt.

Trotz einiger Schwächen war der D-155 vor allem in seiner Preisklasse damals eines der besten Geräte. Heute würde ich ihn aufgrund der mangelhaften Rüttelfestigkeit nicht mehr kaufen (auch zu einem absolut niedrigen Preis), genauso wie einen anderen Player ohne Rüttelspeicher (wer den Player gern zum joggen nimmt sollte auch darauf achten dass es kein kleiner Alibi Speicher ist, er sollte dann wie der meines Sony D-E 403 ausreichend gross sein, dessen ESP² kann Dank einer Grösse von 16 MB z. B. rund 40 Sekunden überbrücken), vor allem weil Geräte mit Rüttelspeicher sogar schon in der Einstiegsklasse im Bereich von 40 Euro (ca. 80 DM) aufwärts erhältlich sind, dann ist es aber oft ein kleiner Speicher bis ca. 8 Sekunden, was beim Gehen oder im Auto aber ausreicht. Dank meiner Erfahrungen mit meinem neueren Discman (siehe auch Test des D-E 403 vom 18.12.2000) kann ich Sony Geräte aber auf jeden Fall weiterempfehlen, der Erfinder des Walkman baut hier wohl immer noch die besten Geräte.

Written by Andreas_Adelsberger 25.02.2001 (andreas.adelsberger@topmail.de)
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bmx-er

bmx-er

09.04.2001 19:50

ich kann meinen sony discman auch ohne "anti- shock" wackel wie blöde. die musik spielt einfach weiter, als ob nichts wäre. der stabilisator ist bei mir daher immer ausgeschalten. mfg bmx-er

Dexter15

Dexter15

25.03.2001 16:44

Gut geschrieben! Mit dieser Meinung hast du vollkommen Recht, ích habe selbst das Teil :)

mo-85

mo-85

14.03.2001 00:46

Echt super geschrieben!! ;-)

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