Sony Ericsson K800i

Erfahrungsbericht über

Sony Ericsson K800i

Gesamtbewertung (221): Gesamtbewertung Sony Ericsson K800i

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Sony Ericsson K800i - ein liebenswertes Pummelchen

5  15.02.2008

Pro:
Technische Ausstattung, Farbbrillanz, Form, Klang

Kontra:
es kann nicht rasieren

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Ausstattung

Klang

Empfangsqualität

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Design

mehr


bjlghs

Über sich: Frühling lässt sein blaues Band wieder .....Lest doch mal bei meinen Vertrauten, was es Neues gibt. ...

Mitglied seit:01.12.2004

Erfahrungsberichte:103

Vertrauende:32

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Sony Ericsson K800i

Es heißt nicht nur cyber shot, es ist auch ein wenig so…. Das neue K800i von Sony Ericsson gelangte in meinen Besitz, als ich meinen Vertrag auf eine Handy-Flatrate umstellte. Und ich habe mir mit diesem Handy ein Stück weit belegt, wie wenig telefonieren bedeutet und wie viel alles andere, wenn ich mir die technischen Möglichkeiten dieses tollen kleinen Gerätes anschaue.

Zum Design

Über Äußerlichkeiten kann man bekanntlich trefflich streiten. Was hübsch ist, was toll aussieht oder was genial gebaut ist, wird von jedem von uns anders definiert und oft überflüssigerweise auch noch begründet. Ich kann zwar sagen, warum mir etwas gefällt, aber als Argument gelten für andere, dieses Teil gleich gut zu bewerten, kann diese meine Meinung eigentlich nicht.

So lag also dieses Telefon (zu Deutsch Fernsprechapparat - für all die, die nur noch von einem Handy reden) nach dem Auspacken auf dem Tisch vor mir und glänzte mich mit mattem Charme an. Velvit black nannte sich die Design-Farbe und hatte für mich verdammt viel Ähnlichkeit mit schlichtem Schwarz. Als erstes fuhr mir der Gedanke durch den Kopf, dass schlank irgendwie anders ist. In der Tat hat diese Gerät Ausmaße, die doch weit über den üblichen, oblatenartigen Handys neuerem Baudatums liegen. Ich denke da z.B. an ein Motorola-Handy, mit dem man außer telefonieren wohl auch Eis kratzen kann.

10,5 cm lang, 4,8 cm breit und vor allem an der dicksten Stelle immerhin mit über 2cm belastet macht dieses Handy eher einen dicklichen Eindruck. Dazu trägt vor allem die rückwärtig mit einem Schutzschieber versehene Kamera deutlich bei. Also Eis kratzen geht nun wirklich nicht damit.

Display, Tastatur und Funktionstasten sind aus meiner Sicht wie aus einem Guss und passen optisch hervorragend zusammen. Die kleine Lautsprecherblende am oberen Rand sieht dagegen etwas mickrig aus, bringt aber letztlich ausreichend Lautstärke ans Ohr.

Insgesamt liegt das recht üppig dimensionierte Pummelchen gut in der Hand. Für normal proportionierte Nutzer/Innen ist auch das spürbare Gewicht von gut 115 Gramm ertragbar, obwohl dieses Gewicht jedes Oberhemd derangiert, wenn man versuchen sollte, dieses Handy in der Brusttasche zu transportieren.


Zur Technik

Ich erspare mir eine ausschweifende Abkupferung der technischen Details und beschränke mich auf die Möglichkeiten, die den Alltag eines jeden Menschen, so er es will, bereichern könnten. Wer es supergenau und umfangreich haben will: hier der passende link dazu:

http://www.sonyericsson.com/cws/products/mobilephones/specifications/k8 00i?cc=de&lc=de

Der Bildschirm
In Zeiten von Breitwandbildschirmen fürs Wohnzimmer sind die Maße dieses Bildschirmes eher bescheiden. Etwa 4,3 mal 3,2 cm misst die "Sichtfläche" des Gerätes und immerhin sollen sich bis zu 76800 Pixel darauf herumtummeln (240 x320 Pixel). Aber was noch spannender ist sind die unendlich vielen Farben, die das menschliche Auge verwöhnen helfen sollen. Genau 262.144 Farben dringen durch die Pupille, wenn der Bildschirm zu arbeiten beginnt. Und Leute, glaubt mir, nach zwei langen Tagen des Zählens kann ich diese bescheidene Angabe von Sony-Ericsson nur bestätigen.

Die gebotenen Farben sind intensiv und es macht Freude, auf diesem Bildschirm all die Funktionen abzurufen, die machbar sind. Immer sind sehenswerte Farben im Spiel, die Leben in dieses Stück edler Technik bringen. Besonders auffällig ist das intensive Farbenspiel, wenn man das Menü mit seinen Arbeitsikons aufruft. Eine wirklich sehenswert gestaltete Grafik….

Gerade in Sachen Fotos wirkt sich der Bildschirm mit seiner Farbenpalette wirklich stark aus. Aber dazu kommen wir beim Punkte Kamera.

Die Kamera
Die hier eingebaute Kamera ist für mich als Foto-Amateur zwar eher nur ein nettes Spielzeug, aber meine ersten und folgenden Versuche haben mich gelehrt, dass man diese Kamera für kleine Schnappschüsse, für Fotos zum Dokumentieren von daily events oder auch für das Ablichten geheimer Dokumente sehr gut nutzen kann. Die Linse ist durch einen dicklichen Kunststoffschieber geschützt, der dem Handy den Charme des Pummelchens verpasst.

3,2 Megapixel sind zwar bei normalen Digis schon wieder im Bereich der Kamera-Geschichte angesiedelt, aber in einem Handy mit den gegebenen Platzbeschränkungen leistet diese Kamera schon Beachtliches. Das Fokussieren dauert zwar ein wenig, aber die Fotos aus der Hand erreichen eine beachtliche Schärfe und wer sich mit einem mittleren Promillegrad ins Fotovergnügen stürzt, den unterstützt ein eingebauter Bildstabilisator beim Erstellen von Fotos, auf denen das Glas Bier noch erkennbar ist.

Das Zoom beschränkt sich aufs Digitale, will heißen, man kann nichts heranzoomen, aber das gemachte Foto kann man soweit vergrößern, dass man die Pickel im Gesicht der Geliebten durchaus sichtbar machen könnte (aber wer will das schon sehen?). Und die Kamera besitzt eine Nah-Einstellung, die es diesem optischen Zwerg erlaubt, auch aus näherer Entfernung Scharfes zu erstellen. Damit lassen sich Dokumente, wie die Tagebuchaufzeichnungen der pubertären Tochter schnell und sehr deutlich ablichten. Bis etwa auf 10 cm kann man an ein Objekt herangehen, um noch scharf fokussieren zu können.

Das eingebaute Objektiv entspricht einem 35mm Objektiv einer analogen "Altkamera" und weist mit einem Wert von 2,8 eine beachtliche Lichtstärke auf. Dazu kommt, dass diese Kamera auch noch auf die Unterstützung eines Blitzes zählen kann, der Motive / Objekte bis etwa einen Meter noch ganz ordentlich ausleuchtet. Wie bei anderen Digis der modernen Flachbauweise auch, sind die Rauschwerte bei etwas schwächerem Licht beachtlich. Zu Nachtaufnahmen ist mit diesem Handy eher nicht zu raten. ISO-Werte reichen von 80 bis 800 (für die Fotofreaks unter den Lesern/Innen).

Der automatische Weißabgleich der Kamera arbeitet gut, die Farbwiedergabe ist okay. Die Serienfunktion (BestPic-Funktion) ist erstaunlich, denn man kann bis zu neun Fotos hintereinander erstellen und das in voller eingestellter Auflösung. Ein beachtliches Feature. Die sehr geringe Auslösezeit erlaubt auch Schnappschüsse, was man auch heute noch nicht jeder 7-8 Megapixel-Digi zuordnen kann. Diese Handy-Kamera löst jedenfalls sauschnell aus, nachdem sie drei Sekunden benötigt hat, um scharf zu stellen. Man kann halt nicht alles haben….

Insgesamt hat mich die gebotene Ausstattung dieser Mini-Kamera überrascht und natürlich erfreut, denn nun habe ich eine ordentliche Kamera dabei, ohne meine sensiblen "Spiegelreflexe" mit schleppen zu müssen. Die Bezeichnung Kamera-Handy hat dieser Technikknochen jedenfalls allemal verdient.

Sonstige Technik

Bluetooth und Laden
Man kann Funkübertragung einrichten (bluetooth), schließ man das Handy mittels eines mitgelieferten USB-Kabels an den PC an, wird es sofort als USB-Massenspeicher erkannt und man kann die gemachten Fotos herunter laden oder auch Persönliches aufs Handy laden, wer es denn braucht. Wisst ihr eigentlich, woher der Begriff bluetooth kommt: über den oben genannten link kommt man zu Sony-Ericsson Deutschland und die erklären das so: (Zitat)

Warum heißt es Bluetooth™?
Der Wikingerkönig Harald Blauzahn (engl. Bluetooth) vereinte Norwegen und Dänemark. Er war bekannt für seine Kommunikationsfähigkeit und seine Begabung, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen - aber er hätte wohl nie geahnt, dass er tausend Jahre später Namensgeber für eine leistungsstarke Technologie sein würde! (Zitatende)

Netze
Mit diesem Mini-Fernsprechapparat oder auch Riesen-Handy kann man in verschiedenen Netzen sein Unwesen treiben. Die technischen Daten besagen, dass neben UTMS 2100 auch noch in GSM 900, GSM 1800 und GSM 1900 gewildert werden könnte. Was immer man dort antrifft, es wird in brillanten Farben dargestellt.

Akku und Zeiten
Die vom Hersteller angegebenen 350 Stunden standby-Zeiten erscheinen mir eher ein Auszug aus Grimms Märchen zu sein, denn 14 Tage laufende Stromabnahme sind auf keinen Fall zu erreichen. Ich habe dieses technische Zauberwerk bislang schon einmal rund 4 Tage im standby nicht genutzt und schon danach zeigte die Stromzustandsanzeige mehr als die Hälfte der Akku-Kapazität als verbraucht an. Auch eine durchgehende Sprechzeit von 7 Stunden ist wohl eher über 1000 und eine Nacht in die technischen Beschreibungen gelangt.

Aber trotzdem erscheint der mitgelieferte Akku durchaus willens und in der Lage, die Strom fressenden Handlungen an und mit diesem Kamera-Handy, wie täglich so um die 6-10 mal telefonieren, 1 x sms schreiben und vielleicht ein paar Daten anschauen oder eingeben, für 2-3 Tage ohne Aufladung zu unterstützen. Lediglich farbintensive Darstellung der installierten Spiele z.B. knabbert deutlicher an den Stromreserven und zwingt dann zwangsläufig früher an die Steckdose zur Reanimation des Akkus.

Radio
Wenn man dieses Feature über das Menü aufruft und das mitgelieferte kleine Headset anschließt, kann man auch Radio hören mit diesem Allround-Talent. Natürlich kann man auch Musik eigener Auswahl auf dieses Handy herunter laden. Und Spiele, wenn man mag und sonst nichts um die Ohren hat.

Internet
Fast schon selbstverständlich ist der Zugriff auf das world wide web, durch den man in die Lage versetzt wird, seine persönlichen E-Mails abzurufen oder benötigte Informationen zu suchen oder wie es so schön neudeutsch heißt zu surfen…Auch das Internet wird natürlich in der gegebenen Anzahl an Farben exzellent dargestellt und die Augen verwöhnt.

Alarme
Die polyphonen Klingeltöne, die in unseren Zeiten ja immer wieder zur Kommunikation unter jungen Leuten beitragen (hör mal, was ich drauf habe…) werden in kleiner Menge angeboten. Schließlich sollen Interessierte sich ja kostenpflichtige Töne herunter laden dürfen. Der bekannte Vibrationsalarm ist auch bei diesem "Technik-Knochen" möglich, wer denn das zusätzliche Kribbeln in der Hose braucht.

Telefonieren
In diesem ebenfalls machbaren technischen Segment dieses handlichen Fernsprechapparates ist eine Freisprechanlage eingebaut, die diesen Namen auch verdient. Wenn man in einem nicht so lauten Umfeld die Freisprechanlage aufruft, kann man den Gesprächspartner/ die Gesprächspartnerin wirklich recht ordentlich verstehen. Nicht so gut zu verwenden ist dieses Feature beim Autofahren, denn die Umfeldgeräusche (Wind / Reifen / Fahrgeräusche anderer Fahrzeuge / Hupen des Hintermanns / Martinshorn des verfolgenden Polizeiautos / klatschende Regentropfen, die an das Fenster klopfen) nehmen doch dem freien Sprechen etliches an Verständlichkeit.

Joystick
Dieser kleine "Freudenstengel" oberhalb der Tastatur ist in der Tat ein nützliches Instrument des Handy-Handlings - Man kann damit seine eigene Telefonliste (nach unten drücken), Bluetooth (nach oben drücken), den Kalender (nach rechts drücken) und den Nachrichtenbereich mit SMS, MMS, Sprachnachrichten und E-Mail (nach links drücken) schnellstens aktivieren. Das direkte Daraufdrücken zaubert das farblich so schön gestaltete Menü auf den Bildschirm. Mir gefällt dieser Joystick jedenfalls besser, als die "Wiege" meines alten Nokia-Handys, dass ich in einem Bericht bereits beschrieben habe.

Speicher
64 MB soll der Handy-interne Speicher haben. Wollen wir es einfach einmal glauben. Aber jeder Eintrag in bzw. auf das Gerät verringert natürlich diese Speicherkapazität und 64 MB, das weiss heute jedes pisageschädigte Kind, sind rasch aufgebraucht. In einen Slot an der Seite des Handys sind mittels eines Mikro-Chips, genannt Memory Stick M2 Micro, weitere 2 GB als Speicher einzubauen. Damit hat man dann auch für die Speicherplatz raubenden Fotos mehr Platz. Oder man kann seiner persönlichen Spielsucht frönen und ein Platz raubendes Spiel hochladen…Natürlich gehört dieses zusätzliche Speicherelement nicht zum Lieferumfang, denn von irgendetwas muss Sony-Ericsson schließlich leben.

Spiele
Nun ja, ich bin nur dann Spieler, denn es nicht um Handy-Spiele geht. So kann ich zur Lust oder Freude, die die gegebenen Spiele unter Umständen bereiten könnten, nichts sagen, was den Hauch von Erfahrung atmet. Es sollen jedoch einige Spiele vorhanden sein, die als 3D-Spiele angeboten werden. Ich spiele lieber im richtigen Leben. Auch da sind diese Spiele immer in 3D-Version vorhanden, insbesondere, wenn sie über die reinen Handflächen hinausgehen.

Und sonst
Sicher gibt es noch etliche andere technischen Möglichkeiten, die ich in diesem meinem Leben nicht mehr nutzen werde, aber zu denen kann ich nichts Relevantes sagen, denn es fehlen die Erfahrungen dazu. Jeder hat ja so seine eigenen Prioritäten in der Nutzung solcher Geräte.

Schutz des Handys
Nachdem ich sowohl bei den Samsung als auch beim letzten Nokia durch vehementes Berühren von Tischecken die jeweiligen Displays angeknackt habe, was den optischen Eindruck eines Handys durchaus verschlechtern kann, hab ich mir vorbeugend für das K800i eine passende Kunststoffhülle gekauft (5,99 € für in Form gegossenes, durchsichtiges und ohne Handy flatterig wirkendes Plastik) und habe damit mein liebenswertes Technik-Pummelchen ummantelt in der Hoffnung, nun weiteren Begegnungen mit Tischecken besser gewappnet entgegen sehen zu können. Natürlich wird auch das Gehäuse damit geschont.

Lieferumfang
Neben dem zum Fernmündeln geeigneten Gerät war ein Verbindungskabel zum PC vorhanden, eine CD-Rom, Beschreibungsheftchen und ein höchst neckisches Handschläuflein, dass man an eine silber metallene Öse am unteren Ende des Handys anbringen könnte, wenn man denn Anschluss sucht. Da ich peinliche Missverständnisse in der Öffentlichkeit vermeiden möchte, habe ich von der Montage dieser ekligen Schlaufe Abstand genommen.

Fazit
Ich liebe mein neues Pummelchen, nicht wegen der 262.144 Farben, denn die bietet ein etwas umfangreicher ausgestatteter Tuschkasten auch (man muss nur ordentlich mischen), nicht wegen der 3D-Spiele, die mir lebendig lieber sind, und nicht wegen der Netze und anderer technischen Feinheiten. Ich liebe es, weil es ein wenig anders ist, als die derzeit gängigen Modelle, weil es eine für diese Räumlichkeiten gute Kamera bietet, die sogar blitzunterstützt wird, und weil das Telefonieren in all seinen Facetten technisch aus meiner Sicht sehr gut vonstatten geht.

Lautsprecher-Einrichtung, Menüführung, Joystick-Funktionen, Bluetooth, Radio und Zusatzspeicher sind Features, die zwar zu toppen sind, aber alles in allem zu einem sehr guten Handy zusammengeführt wurden, dass sich wohltuend von den superflachen "Wurfmessern" der Wettbewerber abhebt. Ich kann dieses Technik-Pummelchen nur empfehlen. Übrigens gibt es schon ein Nachfolgemodell mit einer 5 Mega-Pixel Kamera. Und eines Tages werde ich mich mit einem der Nachfolgemodelle wohl auch rasieren können. Ohne mein Pummelchen gehe ich jedenfalls nicht mehr aus dem Haus.

bjlghs

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
lila25l

lila25l

26.07.2008 11:03

Für mich ist der Bericht BH!

Rheinkieker

Rheinkieker

28.02.2008 01:01

sehr schöner bericht klasse

jaros

jaros

21.02.2008 08:49

"Innerhalb von 24 Stunden können Sie maximal 5 Erfahrungsberichte als "besonders hilfreich" bewerten." - schon wieder, schade, Gruß!

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