Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
kompaktes Design, Soundqualität, Ausstattung |
| Kontra: |
Software, Preis |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Den letzten Monat bin ich in den Genuss gekommen den MiniDisc-Player Sony MZ-N10 eines Freundes zu testen und genau über dieses Produkt wird sich mein heutiger Bericht drehen.
LIEFERUMFANG
Im Lieferumfang sind folgende Komponenten enthalten:
- der MiniDisc-Player
- Netzteil
- USB – Kabel
- Dockingstation
- Digitalkabel (optisch)
- Handbücher in mehreren Sprachen
- Software CD-ROM
- Tragetasche mit Gürtelclip
TECHNISCHE DATEN
Das Gerät verfügt über folgende Leistungsmerkmale – nur zur Vollständigkeit, denn dies scheinen mir Fakten zu sein, mit denen man nur etwas anfangen kann, wenn man sich mit der Technik gut auskennt. Ganz ehrlich gesagt, ist dies bei mir nicht ganz so der Fall.
- NetMD Technologie, bis zu 64-facher Download von PC auf MD
- 6-Band Equalizer
- Virtual Surround System (VPT)
- DPC (Digital Pitch Control)
- Bookmark Funktion
- ATRAC TYPE S DSP
- MP3/WMA/WAV Kompatibel
- MDLP (2-fach/4-fach Longplaymodus)
Die Akkulaufzeit beträgt nach Angaben des Herstellers circa 25 – 30 Stunden. Nach eigenen Erfahrungen hat der Player bei mir ca. 22 Stunden gehalten, was ich jedoch für einen sehr guten Wert halte.
Die MiniDisc hat ein Fassungsvermögen von 80 Minuten – was im ersten Moment nicht gerade viel erscheint, da man so im Durchschnitt lediglich 23 Musikstücke speichern kann. Soweit richtig, aber der Player kann auch im Longplay-Formt (LP) benutzt werden. Durch dieses Verfahren werden die Musikstücke komprimiert, wodurch die Abspieldauer verlängert werden kann. Man hat dabei die Wahl zwischen LP2 und LP4, der Zahlenwert steht jeweils für den Wert mit dem das Grundfassungsvermögen von 80 Minuten multipliziert wird. Wählt man nun also den Modus LP4, wird das Grundfassungsvermögen mit 4 multipliziert, was ein neues Fassungsvermögen von 320 Minuten ergibt und das sind immerhin fast 5 Stunden und 30 Minuten. Umgerechnet können nun gut 92 Musikstücke auf dem Player gespeichert werden. Nachteil der Komprimierung ist selbstverständlich, dass sich die Soundqualität verringert, doch im Praxistest ist dies kaum spürbar!
INSTALLATION
Die Installation aller Bestandteile ist sehr einfach gehalten. Beim Anschluss der Docking-Station mit dem Computer kann man eigentlich nichts falsch machen, da diese über lediglich zwei Anschlüsse verfügt und zwar über einen Anschluss für das Netzteil und einen für das Datenkabel. Angeschlossen wird die Docking-Station an den PC mithilfe des mitgelieferten USB-Kabels – einfach in die dafür vorgesehenen Ports stecken und fertig!
Die Verbindung des Players mit der Docking-Station ist ebenfalls sehr einfach – einfach den Player in die Docking-Station schieben – durch ein Einrasten wird signalisiert, dass der Player korrekt angeschossen ist. Das Entfernen ist ebenso leicht. Durch betätigen der Release-Taste wird der Player aus der Docking-Station entfernt.
MITGELIEFERTE SOFTWARE / SOFTWARE INSTALLATION
Auf der mitgelieferten CD-ROM sind alle notwendigen Treiber und die Software „Sonic Stage“ enthalten. Die Software „Sonic Stage“ ist unbedingt erforderlich, da mithilfe dieser Software die Verbindung zwischen dem PC und dem MiniDisc-Player herstellt wird, d.h. durch diese Software werden die Musikdateien auf die MiniDisc des Players gespielt. Auf die Software soll jedoch später noch ein wenig genauer eingegangen werden
Die Installation der Treiber und der Software ist kinderleicht und ist selbst von ungeübten Anwendern in ein paar Minuten erledigt. Falsch machen kann man praktisch nichts, da die Installation durch ein dialoggesteuertes Programm unterstützt wird.
Die Software und die Treiber laufen sehr stabil und haben bei mir bisher noch keine Probleme verursacht. Da ich Windows XP benutze kann ich selbstverständlich nur von diesem Betriebssystem sprechen. Laut Hersteller laufen Treiber und Software auch mit anderen Windowsversionen (Windows 98, ME, NT, 2000). Eine schlechte Nachricht gibt es jedoch für Linux und Macintosh Nutzer, da diese laut Hersteller nicht unterstützt werden.
OPTIK / DESIGN
Das Erscheinungsbild des Players ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Das Gehäuse ist komplett aus Magnesium gefertigt und macht durch seine silberne Erscheinung einen modernen Eindruck. In der Fernbedienung und im Gehäuse des Players befindet sich jeweils ein Display, dessen Darstellung und Kontrast hervorragend sind. Die Displays sind auch im Hellen sehr gut zu erkennen. Positiv zu bemerken wäre, dass der Kontrast des Displays verändert werden kann, falls dies einmal notwendig sein sollte. Diese Einstellung ist allerdings nur beim Display am Gehäuse möglich. Bei der Verarbeitung gibt es eigentlich keinen Grund zur Beanstandung, der Player ist sehr gut verarbeitet.
Auch die Docking-Station kann sich sehen lassen und bestätigt den bisher gewonnenen Eindruck. Der Unterboden der Docking-Station ist so gefertigt, dass sie nicht verrutschen kann – das ist wichtig, denn wer möchte schon, dass dieses Teil jedes Mal, wenn man am Schreibtisch arbeitet hin und her rutscht. Die Verbindung des Players mit der Docking-Station ist sehr einfach – einfach den Player in die Docking-Station schieben – durch ein Einrasten wird signalisiert, dass der Player korrekt angeschossen ist. Das Entfernen ist ebenso leicht. Einfach die Release-Taste betätigen und der Player wird aus der Docking-Station entfernt.
FERNBEDIENUNG
Die Fernbedienung ist ebenfalls im silbernen Design gehalten und verfügt, wie bereits erwähnt, über ein eingebautes Display. Bei den Kopfhörern gibt es keine Abstriche – sie sitzen gut im Ohr und bieten einen hervorragenden Klang.
Die Fernbedienung kann mithilfe eines Clips – der sich an der Rückseite der Fernbedienung befindet – an der Kleidung etc. befestigt werden. Positiv fällt hier auf, dass dieser Clip wahlweise rechts oder links aufgesteckt werden kann.
Mit der Fernbedienung können die folgenden Funktionen ganz leicht gesteuert werden:
- Lautstärke (Drehschalter)
- Musik abspielen (PLAY)
- Musik anhalten (STOP)
- Einen Titel vor
- Einen Titel zurück
Neben diesen Standardfunktionen kann unter anderem noch der Anzeigemodus des Displays verstellt werden. In dem Display wird neben der Akkukapazität, dem gewählten Equalizer und dem eingestellten Playmode auch je nach Einstellung der abgespielte Titel, die Gruppe, das Aufnahmeformat, das Datum oder die Abspielzeit angezeigt.
Bei dem Playmode kann zwischen „alle Titel wiederholen“, „nur ein Titel wiederholen“, „Gruppe wiedergeben“ und „zufällige Wiedergabe“ gewählt werden.
Damit nicht ungewünscht im Alltagsbetrieb Tasten der Fernbedienung betätigt werden, verfügt diese wie ein Handy über eine Tastensperre – die sogenannte Hold-Funktion.
SOFTWARE „SONIC STAGE“
Wie bereits erwähnt ist die Software „Sonic Stage“ erforderlich um die gewünschten Musikdateien über das USB-Kabel auf die MiniDisc des Players zu überspielen. Die Software ist grundsätzlich sehr leicht zu bedienen, da das Programm menügesteuert ist und alle notwenigen Schritt in einzelnen Masken angezeigt werden. Negativ aufgefallen ist mir lediglich die umständliche Systematik der Übertragung der Daten auf den Player. Bevor die Daten auf den Player gespielt werden können, müssen diese jedes Mal in einen speziellen Ordner – den sogenannten „Music Drive“ übertragen werden. Dabei ist es völlig egal, ob sich die Musik bereits auf der Festplatte befinden, oder nicht. Für mich eine völlig unnötige und auch teilweise nervige Sache! Hat man diese Hürde jedoch überwunden gestaltet sich die Übertragung der Daten recht einfach. Der ganze Vorgang ist gleichzusetzen mit dem Verschieben von Dateien im Windows Explorer. Auf der linken Fensterseite sieht man die vorhandenen Daten und auf der rechten Fensterseite wird der Inhalt der Zielquelle – hier also des Minidisc-Players – angezeigt. Nun muss man nur noch die gewünschten Dateien markieren und kann diese per Drag & Drop – wahlweise auch durch Betätigung des „Abschicken“ - Button – auf den Player übertragen. Selbstverständlich kann man so auch wieder Dateien vom Player auf den Computer überspielen.
Die Software ermöglicht auch, dass bestimmte Gruppen angelegt werden z.B. nach dem Musikstil (Rock, Pop etc.) oder nach Musikgruppen, welche dann abgespielt werden können. Wie ich finde eine geniale Funktion, welche beiträgt Struktur in seine Musikstücke zu bringen.
Die Software bietet selbstverständlich noch eine Reihe von weiteren Einstellungsmöglichkeiten, auf die hier jedoch nicht weiter eingegangen werden kann – zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass mithilfe der Software auch der bereits erwähnte Abspielmodus Normalmodus (SP), Longplay 2 und Longplay 4 eingestellt werden kann.
FAZIT
Zusammenfassend kann ich sagen: Ein wirklich klasse Gerät und ein wirklich praktisches obendrein! Der Player bietet ein modernes Design, lange Laufzeit und eine hervorragende Soundqualität. Das Gerät ist mittlerweile für 270 € bis 300 € zu haben und ist damit zwar nicht gerade billig, aber den Preis ist der Player allemal wert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stufe ich als gut ein und verleihe dem Produkt mit 5 Sternen die volle Punktzahl. Den Player kann ich ohne Bedenken weiterempfehlen!
Mit freundliche Grüßen,
Alex!
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sehr hilfreich
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(04.07.2005)
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