Erfahrungsbericht über "Sony PRS-T1WC"

veröffentlicht 30.09.2013 | geistreich
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Über sich :
Danke für den Diamanten zu meiner Roger-Cicero-Musikrezension! - Wahres Glück hängt nicht vom Kontostand ab. - Ich bin auch auf yopi, dooyoo und Trivago (dort zurzeit inaktiv) vertreten.
Ausgezeichnet
Pro Funktionalität, lange Akkulaufzeit beim Lesen, ausreichend Speicherplatz, liegt gut in der Hand
Kontra teils gewöhnungsbedürftige Touchscreen-Bedienung (z. B. beim Markieren), fehlerhafte PDF-Anzeige
besonders hilfreich
Bedienung:
Akkulaufzeit:
Verarbeitung:
Display:
Installation:

"Ein brauchbarer E-Book Reader"

Sony PRS-T1WC: Lieferumfang

Sony PRS-T1WC: Lieferumfang

Vor einigen Monaten war es soweit: Ich habe mir einen E-Book Reader angeschafft. Pünktlich vor dem Sommerurlaub wurde er ins Haus geliefert, so dass ich ihn dann einweihen konnte. Seither habe ich ihn bereits fleißig genutzt. Am praktischsten finde ich ihn zum Lesen unterwegs, da ich so nicht immer ein dickes und schweres Buch mitzuschleppen brauche. Ich könnte mir zwar nicht vorstellen, eines Tages nur noch elektronische Bücher zu lesen, zumal einerseits eine komplette digitale Bibliothek ja auch Speicherplatz verbrauchen würde. Zum Anderen würde ich es auf Dauer vermissen, Seiten manuell durchblättern zu können. Lesen ist für mich ein ganzheitliches Erlebnis, das die verschiedenen Sinne mit einbezieht. Als Ergänzung aus den genannten praktischen Gründen begrüße ich die Erfindung des E-Book Readers dennoch.

Die Kaufentscheidung

Vor dem Kauf habe ich mir verschiedene auf dem Markt befindliche E-Book Reader und die Nutzerbewertungen dazu angesehen. Letztendlich habe ich mich doch für Sony entschieden, da ich aufgrund der Berichte den Eindruck hatte, dass dieser Reader recht zuverlässig funktionieren würde. Da ich eh nur mit externem Licht lese, kann ich gut auf eine interne Displaybeleuchtung verzichten. Den zusätzlichen Schnickschnack brauche ich auch nicht unbedingt, zumal das Surfen im Internet mit so einem Teil eher umständlich ist und ich zum Musikhören andere Möglichkeiten habe. (Natürlich habe ich ihn trotzdem ausprobiert, wo diese Funktionen schon mal dabei waren.)

Um ein paar Euro zu sparen, stöberte ich bei Ebay und fand dabei schnell ein Exemplar, das mich ansprach. Die Farbe Weiß war bei meiner Entscheidung hingegen nicht wichtig; in Schwarz hätte er mir auch gefallen. Aber bei diesem hier schaffte ich es eben, Höchstbietende zu sein (wenn eine Auktion hingegen noch etwas länger dauert, kann es mir passieren, dass ich das Angebotsende verpasse und dann kurzfristig zum Schluss überboten werde). Nun, bei 78,- € plus 3,90 Versand für einen sehr gut erhaltenen gebrauchten Sony PRS-T1 Reader konnte ich nicht klagen.

Lieferumfang

1 Sony PRS-T1 E-Book Reader in Weiß
1 USB-Kabel, mit dem das Gerät zugleich aufgeladen wird
1 Stift zur Bedienung des Touchscreens
1 Kurzanleitung
1 Bedienungsanleitung in elektronischer Form
2 E-Books auf dem Reader (hier zwei Krimis: „Rotkehlchen“ und „Ballaststoff“)
Garantie

Anschlüsse

Micro-USB
Kopfhörerbuchse
Micro-SD Anschluss (seitlich)

Meine Eindrücke


Einstellungen

Auf dem Reader selbst konnte ich Datum und Uhrzeit einstellen. So kann ich sehen, wann ich welches Buch zum letzten Mal geöffnet hatte. Unbedingt notwendig ist das nicht, schließlich kann ich das bei einem gedruckten Buch ja auch nicht sehen. Aber gut. Vielleicht gibt es ja Leute, die beim Lesen von E-Books Wert darauf legen oder einen Nutzen daraus ziehen können.

Ebenfalls konnte ich die Sprache für das Menü einstellen. Außer Deutsch stehen hier Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch und Italienisch zur Auswahl. Des Weiteren ist es möglich, einzustellen, ob für den Seitenwechsel per Touchscreen der Stift oder Finger nach links oder rechts gestrichen werden muss (und umgekehrt zum Zurückblättern) und wichtige Browsereinstellungen im Falle einer Internetnutzung vorzunehmen. Auch kann der Speicher formatiert werden, was man natürlich nur dann tun sollte, wenn die Dateien zuvor auf einem Computer oder sonstwo gesichert worden sind. Und der Textverlauf kann gelöscht werden.

Eine weitere Einstellung, welche für die Benutzung von Funktionen des Readers bedeutsam sein könnte, ist die Einrichtung einer WLAN-Verbindung. Wenn das Häkchen bei „WLAN aktivieren“ gesetzt ist, gelange ich über den letzten Punkt innerhalb der Kategorie „Drahtlose Netzwerk-Einstellungen“ in die WiFi Einstellungen, welche hiermit eingestellt werden können. Dort werden die verfügbaren WLAN-Netzwerke angezeigt. Im Folgenden ist es möglich, ein solches durch Eingabe der hierfür notwendigen Daten (Netzwerkschlüssel) einzurichten. Das geht ruckzuck und klappte in meinem Fall auch einwandfrei.

Als ich den Reader erstmalig über das mitgelieferte USB-Kabel mit dem PC verband, wurde er sofort erkannt. Im Folgenden konnte ich die Sony Reader Software installieren. Dazu konnte ich auf „Settings“ gehen – dieser Punkt tauchte separat neben dem angezeigten Reader auf. Alternativ kann man aber auch die Software auf der Website von Sony herunterladen. Ich musste jedenfalls einfach nur den Installationsschritten folgen, durch die der Computer mich führte. Beim erstmaligen Öffnen der erfolgreich installierten Software wurde dann nach einer ID von Adobe zur Autorisierung gefragt. Da ich noch nie einen Account bei Adobe hatte, musste ich dies hierzu erst einrichten. Das tat ich, indem ich mich auf der Website von Adobe anmeldete. Danach trug ich die geforderte ID in das Formularfeld ein. Diese ID muss nur einmalig eingetragen werden. Das heißt, so lange ich sie nicht aus der Software lösche, werde ich nicht erneut danach gefragt. Die Adobe-ID wird immer dann benötigt, wenn DRM-geschützte E-Books erworben werden.

Datenübertragung

Ist der Reader an den Computer angeschlossen, tippe ich vor einer Datenübertragung auf dem Reader den Dateiübertragungsmodus an. Der Reader erkennt automatisch, wenn er mit einem PC verbunden ist. Es muss nur noch dieser eine Schritt angetippt werden, damit Dateien vom und auf den Reader übertragen werden können. Die Datenübertragung verlief bis jetzt problemlos. Vor dem Trennen der Verbindung zwischen PC und Reader sollte sichergestellt werden, dass die Datenübertragung abgeschlossen ist. Ich schließe dann immer das Programm, mit dem ich hierbei gearbeitet habe, und trenne die Verbindung dann per Mausklick am Rechner, bevor ich das Kabel herausziehe.

Anfangs habe ich für die Übertragung auf die Sony Software zurückgegriffen. Dies funktionierte zwar auch (zumindest bei E-Books, was für mich die Hauptsache bei diesem Gerät ist), doch mir persönlich gefällt diese Software nicht sonderlich.

Software

Die Sony Reader Software ist einfach gehalten, aber mir fehlen hier ein paar Dinge. So zeigt sie im Bereich „Bücher“ nur die gekauften E-Books in den unterstützten Formaten an, nicht aber PDF-Dateien (die ja auch auf dem Reader gelesen werden können). Die Übertragung von Audiodateien klappte mit dieser Software nicht immer. Dies funktionierte mit dem Programm „Media Go“, das ich ursprünglich zu meinem Handy dazubekam und zur allgemeinen Verwaltung meiner Musikdateien verwende, zuverlässiger. Das Synchronisieren von Dateien, die vom Reader auf den Rechner übertragen werden sollen (etwa Notizen oder Handschrift), funktioniert mit der Reader Software nicht. Zumindest werden sie nicht dort gespeichert. Die Synchronisierung wäre aber nötig, um Notizen (oder Lesezeichen) selektiv vom Reader zu löschen, denn auf dem Reader ist das nicht möglich. Da kann ich nur den Textverlauf insgesamt oder eben die Lesezeichen durch einzelnes Anklicken der betreffenden Seiten löschen. Das finde ich umständlicher.

Mittlerweile bin ich begeisterte Calibre-Nutzerin, so dass ich die Sony Reader Software eigentlich nicht mehr brauche.

Die Software auf dem Reader selbst funktioniert bis jetzt sehr zuverlässig. Es gab bis jetzt noch keine Abstürze. Ich musste mich nur anfangs an die Bedienung gewöhnen.
Hauptmenü + Funktionen

Das Hauptmenü besteht aus zwei Seiten. Auf Seite 1 finde ich oben das Buch, welches ich zuletzt geöffnet hatte. Auf dieses kann ich hierüber direkt wieder zugreifen. Darunter stehen die drei zuletzt hinzugefügten Bücher. Es folgen die Menüpunkte „Bücher“, „Reader Store“, „Periodika“ (Zeitungen) und „Sammlungen“. Jedes hinzugefügte Buch wird automatisch zu der zutreffenden Sammlung hinzugefügt. Die Sammlungen sind: Ungelesene Bücher, ungelesene Periodika, gekaufte Bücher und Ratgeber.

Durch Antippen des Pfeils auf dem Touchscreen oder alternativ durch Drücken der Taste mit dem nach rechts zeigenden Pfeil gelange ich auf die zweite Seite des Hauptmenüs. Die dortigen Funktionen sind wie folgt eingeteilt:

Unter „Netzwerk“ finden sich die Menüpunkte „Browser“ und „Erworbene Inhalte“ (Letzteres ist wohl ein Zwischenspeicher für E-Books, die über den Reader Store gekauft wurden).
Darunter folgen die Menüpunkte „Alle Notizen“ (wobei manuell gesetzte Lesezeichen auch als Notizen gespeichert werden), „Wörterbuch“, „Handschrift“ und „Text-Memo“.
Zum Schluss stehen die Menüpunkte „Bilder“, „Audio“ und „Einstellungen“.

Das Menü empfinde ich als passend aufgebaut und übersichtlich. Ich habe mich jedenfalls von Anfang an damit zurechtgefunden und wusste stets, unter welchem Punkt ich welche Funktion finde, die ich gerade brauche. Sicher hätte man einige Funktionen einschlägiger bezeichnen können. Dass manuelle Lesezeichen unter „Notizen“ gespeichert werden, habe ich erst bei der Nutzung festgestellt. Ebenso, dass „Text-Memo“ nichts anderes als „Text-Notizen“ sind. Gut finde ich auf jeden Fall, dass das Wichtigste, die Bücher, zu Anfang steht. Als überflüssig erachte ich hingegen für mich persönlich den Extrapunkt für den Reader Store (dieser ließe sich genauso gut einfach online anpeilen) und die erworbenen Inhalte. Den Ordner für Zeitungen brauche ich auch nicht. Inwiefern das Horten von Bildern auf einem Schwarz-Weiß-Reader sinnvoll ist, der zudem nur einen eingeschränkten Speicherplatz von 2 GB hat, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich brauche diese Möglichkeit jedenfalls nicht und nutze den verfügbaren Platz lieber für Bücher und (so lange ich noch genug Platz habe) ein wenig Musik.
Bedienung mittels Touchscreen und Tasten

Eingeschaltet wird der E-Book Reader durch langes Drücken des Einschaltknopfes an der unteren Kante, wo sich übrigens auch die Anschlüsse und der Resetknopf befinden. Ein kurzes Drücken im eingeschalteten Zustand versetzt den Reader in einen Schlafmodus. Diesen nutze ich auch gerne als Tastensperre, wenn ich den Reader zwischendurch beiseite lege oder in meine Tasche packe. Nach einigen Minuten ohne irgendeine Aktivität fällt er auch automatisch in den Schlafmodus. Mit derselben Taste kann er jederzeit wieder „aufgeweckt“ werden.

Während ich Funktionen per Touchscreen auswählen muss, habe ich bei manchen Vorgängen bei der Nutzung die Wahl zwischen der Bedienung per Touchscreen und mit den Tasten. So zum Beispiel beim Umblättern (Pfeiltasten) und Zurückgehen (geschwungener Pfeil). Zum Hauptmenü kann ich schnell mit der Taste mit dem Haussymbol zurückkehren. Mit der ganz rechts befindlichen Taste kann ich beim Lesen in einem E-Book auf verschiedene Funktionen zurückgreifen, also die Seitennavigation nutzen (hier kann ich auch das Inhaltsverzeichnis des Buches anklicken, falls eines vorhanden ist), die Schriftgröße ändern, die Ansicht anpassen (heller oder dunkler sowie Kontrast), unter „Ausrichtung“ bei „Mehr“ zwischen Quer- und Längsformat wechseln, im Text nach bestimmten Wörtern suchen und auf die „Notizen“ zugreifen. Tippe ich mit dem Stift oben rechts auf den Bildschirm, erscheint ein Eselsohr. Damit ist ein manuelles Lesezeichen gesetzt. Durch erneutes Tippen an dieselbe Stelle kann ich es wieder entfernen. Indem ich mit dem Stift auf ein bestimmtes Wort tippe, aktiviere ich die Markierungsfunktion. Ich habe dann die Möglichkeit, dieses Wort in einem der integrierten Wörterbücher nachzuschlagen oder die Markierung der Textstelle auf dem Bildschirm nach beiden Seiten auszuweiten, um so den Text zu markieren. Auf demselben Wege kann die Markierung später wieder entfernt werden.

Was halte ich nun von der Bedienung? Nun, die Bedienung per Tasten empfinde ich als sehr einfach. Die Bedienung per Touchscreen war dagegen insbesondere zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Der Bildschirm reagiert gut auf die Anweisungen, aber manches wie das Markieren empfand ich am Anfang ein wenig als Friemelei. Auch das Surfen im Internet ist auf diese Weise eher umständlich. Das Antippen mit dem Stift ist auf jeden Fall punktgenauer als mit dem Zeigefinger. Manche Felder, wie etwa die Tasten bei der Bildschirmtastatur, sind ohnehin zu klein, um mit dem Finger sauber bedient zu werden.

Akku

Ich benutze den E-Book Reader hauptsächlich zum Lesen. Diese Funktion verbraucht sinnigerweise sehr wenig vom Akku, so dass dieser bei mir viele Wochen lang hält. Selbst, wenn ich ihn häufiger benutze, hält er auf diese Weise allemal einige Wochen. Musikhören frisst auch nicht viel Akkuleistung, aber ein klein wenig mehr als nur lesen. Wenn ich nur ab und zu mal kurz Musik laufen lasse, verringert sich die Akkuleistung aber nicht merklich dadurch. Der größte Akkufresser bei diesem Gerät ist das Internet. Schon nach wenigen Stunden Surfen leert sich der Akku deutlich. Aber da die Internetnutzung mit diesem Reader ohnehin recht mühselig ist und keinen Spaß macht, verzichte ich inzwischen darauf.
Speicherplatz

Mit aktuell insgesamt 13 Büchern und 2 Musikalben, dazu 16 als „Notizen“ abgespeicherte manuelle Lesezeichen, die ich noch nicht wieder gelöscht habe, ist auf dem E-Book Reader noch viel Platz. Okay, meine ganze E-Bibliothek wird irgendwann nicht mehr draufpassen. Doch da ich ja im Grunde nur das aktuell draufhaben muss, was ich in absehbarer Zeit lesen möchte, ist der Speicherplatz für mich mehr als ausreichend. Die vollständige E-Bibliothek befindet sich auf dem PC bzw. auch auf dem Medium, das ich zur Sicherung nutze. Sollte es irgendwann einmal nicht reichen, kann ich eine Micro SD Karte daran anschließen und als zusätzlichen Speicherplatz nutzen.

Lesen

Auf die verschiedenen Funktionen, die beim Lesen genutzt werden können, bin ich bereits eingegangen. Deswegen möchte ich an dieser Stelle nur noch kurz auf das Lesen an sich mit diesem E-Book Reader eingehen. Zunächst einmal fiel mir dabei ein wesentlicher Unterschied zum Lesen von gedruckten Büchern sofort ins Auge: Der graue Hintergrund ist etwas dunkler als das Papier bei Printbüchern. Dadurch hebt sich die schwarze Schrift vom Kontrast her bei schummrigeren Lichtverhältnissen nicht so deutlich vom Hintergrund ab. Durch die Vergrößerung der Schrift lässt sich das Lesen auch bei nicht ganz so hellem Licht noch angenehmer gestalten. Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten für die Ansicht nützen hierbei nichts, denn wenn man es heller einstellt, wird nur die Schrift heller und nicht der Hintergrund (fragt mich nicht, wo da die Logik ist). Nachdem ich mich an den grauen Hintergrund gewöhnt hatte, las es sich bei ausreichenden Lichtverhältnissen durchaus angenehm damit. Bis jetzt brauchte ich noch keine spezielle Leselampe dafür; auch bei gutem künstlichen Licht kann ich damit mühelos lesen, ohne mir die Augen zu verderben. Wer auch bei schlechtem Licht, zum Beispiel draußen, lesen will, sollte aber auf jeden Fall so eine am E-Book Reader zu befestigende Lampe mit sich führen. Lesen bei Sonnenschein ist kein Problem. Da der Bildschirm matt ist, ist das Risiko störenden Spiegelns sehr gering. Und wenn doch einmal eine Lichtspiegelung auf dem Bildschirm ist, genügt es, den Reader ein wenig zu drehen.

Woran ich mich - neben dem genannten optischen Aspekt des grauen Bildschirms - ebenfalls gewöhnen musste, war die Empfindlichkeit des Bildschirms. So konnte es sein, dass bei stärkerem Wind sich mal Seiten von selbst umblätterten. Seitdem achte ich darauf, dass ich mich beim Lesen möglichst so platziere, dass kein starker Wind auf den Reader kommt.

Wenn ich die Lektüre eines E-Books unterbreche, merkt sich der Reader die Seite, die ich zuletzt aufgerufen habe. Rufe ich das E-Book erneut auf oder lese nach einer Pause weiter, gelange ich automatisch zur zuletzt aufgerufenen Seite. Zum Lesen verschiedener Dateiformate ist zu sagen, dass die gängigen E-Book Formate, die unterstützt werden, damit recht zuverlässig wiedergegeben werden. Bei epub-Büchern habe ich hier noch keine Anzeigefehler oder dergleichen festgestellt. Nur bei einem E-Book hatte ich vereinzelt mal eine leere Seite dazwischen, was aber an der Formatierung des E-Books liegen könnte. Eine fehlerhafte Anzeige hatte ich allerdings bei E-Books, die mir als PDF-Dateien vorlagen und die ich auf den Reader gepackt habe. So wurden einige Textstellen wahllos fettgedruckt angezeigt, die eigentlich nicht fettgedruckt sein sollten. Diese Anzeigefehler waren jedenfalls in der Original-Ansicht auf dem PC nicht vorhanden. Ich empfehle daher die Konvertierung solcher E-Books ins epub-Format.
Notizen, Handschrift, Wörterbücher

Notizen können entweder aus Text bestehen oder manuell gesetzte Lesezeichen sein. Den Notiztext kann ich mittels einer Bildschirmtastatur, die ich mit dem Stift bediene, schreiben. Da ich so immer nur eine Taste gleichzeitig betätigen kann und diese Bildschirmtastatur natürlich zu klein für das Zehn-Finger-System ist, dauert das Schreiben damit natürlich deutlich länger als am großen PC. Sogar handschriftliche Notizen kann ich ein wenig schneller schreiben als mit dieser elektronischen Variante. Diese Funktion eignet sich daher aus meiner Sicht allenfalls für kürzere Notizen, es sei denn, man hat sehr viel Zeit.

Mit der Handschrift-Funktion kann man eine kleine Skizze oder Zeichnung erstellen. Der Touchscreen erfasst die Bewegungen des Stifts ausreichend genau für einfache Zeichnungen wie zum Beispiel Wegskizzen. Für komplexere Zeichnungen oder Kunst wäre diese Funktion allerdings eher nicht so geeignet. Da gibt es wohl bessere Programme für große PCs.

Die Wörterbücher sind für das Nachschlagen von Wörtern beim Lesen fremdsprachlicher Literatur durchaus brauchbar, wenngleich für eine Vollständigkeit keine Garantie übernommen werden kann. Zur Verfügung stehen: Oxford Wörterbücher für amerikanisches und britisches Englisch, Hachette Französisch-Englisch / Englisch-Französisch, Collins Englisch-Deutsch / Deutsch-Englisch, Oxford Spanisch-Englisch / Englisch-Spanisch, Collins Italienisch-Englisch / Englisch-Italienisch, Van Dale Taschenwörterbuch Niederländisch-Englisch / Englisch-Niederländisch.

Internet

Abgesehen davon, dass alles in Schwarz-Weiß angezeigt wird, ist das Surfen im Internet recht umständlich, aber mit ausreichend Geduld und Nerven machbar. Wenn ich die Ansicht so anpasse, dass ich vernünftig den Inhalt lesen kann, wird immer nur ein Ausschnitt angezeigt, in welchem ich hin- und her navigieren muss. Auch die Bedienung im Browser allgemein war zu Beginn mit einigem Herumprobieren verbunden, zumal hierfür der Touchscreen benutzt werden muss. Außerdem sind die Ladezeiten für Internetseiten hierbei ziemlich lang.
Musik hören + Bilder

Zum Musikhören muss ein Kopfhörer eingestöpselt sein. Der E-Book Reader hat offenbar keine Lautsprecher, mit denen auch ohne Kopfhörer Musik gehört werden könnte. Dies ist bei diesem Gerät aber auch nicht notwendig. Tippe ich im Ordner „Audio“ ein Album und dann einen Song an, startet der Player. Zugleich gelange ich in ein Menü, in dem ich die Einstellungen dazu vornehmen kann. Dort befindet sich oben auf dem Display der Lautstärkeregler, in der Mitte ist ein großes Feld, in dem das Cover und der Titel des Albums angezeigt wird und ich die Zufallswiedergabe und Wiederholfunktion ein- und ausschalten kann, im unteren Bereich sind schließlich die Navigationsknöpfe, um zwischen Songs zu wechseln und der Knopf, um die Wiedergabe zu pausieren und fortzusetzen. Ganz unten ist der Balken angesiedelt, mit dem ich vor- und zurückspulen kann. Dort sehe ich auch die Gesamtdauer des laufenden Songs sowie, an welcher Stelle die Wiedergabe zurzeit angelangt ist. Die Soundqualität empfinde ich als okay. Es besteht keine Gefahr, die Musik zu laut einzustellen, da der Lautstärke deutliche Grenzen gesetzt sind. Unter ruhigen Bedingungen genügt sie vollkommen. Von vorbeifahrenden Zügen oder lautem Straßenverkehr wird die Musik daraus aber eindeutig übertönt, so dass ich in solchen Fällen kurzzeitig nichts mehr von der Musik mitbekomme. Da ist der Hörgenuss mit meinem Handy im Vergleich besser. Die Bilderfunktion nutze ich nicht.

Bedienungsanleitung

Neben einer Kurzanleitung auf Papier gibt es eine ausführliche Bedienungsanleitung auf dem E-Book Reader selbst. Beides ist verständlich aufbereitet und logisch gegliedert. Die verschiedenen Vorgänge und Funktionen werden in der elektronischen Bedienungsanleitung ausführlich erklärt. In der Kurzanleitung steht das Wichtigste kompakt zusammengefasst und mit einfachen Illustrationen veranschaulicht. Die meisten dieser Dinge konnte ich mir in der Praxis aber auch durch schlichtes Ausprobieren erschließen, so dass ich dafür keine Anleitung komplett durchzulesen brauchte. Ich habe nur am Anfang ein paar einzelne Sachen nachgelesen, die mir nicht klar waren. Was ich in der Bedienungsanleitung allerdings vermisst habe, waren Ausführungen zur Adobe Autorisierung, die eingerichtet werden muss, wenn man die Sony Reader Software nutzt. Diese Infos konnte ich zwar leicht aus dem Internet erhalten, doch eigentlich müsste so etwas schon in der Bedienungsanleitung auffindbar sein.

Fazit

Ich bin mit diesem überaus handlichen E-Book Reader bis jetzt sehr zufrieden. Grundlegend zu verbessern sind hier nur die möglichen Formatierungsfehler bei PDF-Dateien. Internetsurfen ist hiermit eher umständlich, aber diese Funktion ist auch nicht unbedingt notwendig. Etwas schade finde ich es, dass kein Strom-Ladekabel im Lieferumfang enthalten war, weil ich diese Ladevariante bevorzuge. Dieses musste ich extra kaufen.


Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • tommynews veröffentlicht 14.03.2016
    BH, wie angekündigt
  • tommynews veröffentlicht 13.03.2016
    BH folgt
  • tommynews veröffentlicht 13.03.2016
    Mir reicht mein IPAD vollkommen.
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Produktdaten : Sony PRS-T1WC

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

EAN: 4905524797145

Hersteller: Sony

MPN: prst1wc, prst1wccew

Bildschirmgröße in Zoll: 6

Unterstützte Dateiformate: EPUB, PDF, TXT

Touchscreen: mit Touchscreen

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 22/09/2011