Erfahrungsbericht über

Sony PRS-T1WC

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Sony PRS-T1WC

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Mein neues mobiles Bücherregal

5  07.04.2012

Pro:
Top zum Lesen geeignet, gute PDF - Darstellung, lange Akkulaufzeit

Kontra:
Software für den PC !  !

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Bedienung:

Akkulaufzeit:

Verarbeitung:

Display:

Installation:


boggart

Über sich: Gerne Leserunden oder CIS, im PGB melden :)

Mitglied seit:05.01.2006

Erfahrungsberichte:61

Vertrauende:13

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 129 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Wie kam ich zu dem Reader

Bisher bin ich immer super mit den klassischen Büchern ausgekommen, in meinem Bücherschrank hat sich inzwischen auch eine stattliche Menge von Büchern verschiedener Themen gebildet.
Dann kam der Studienbeginn und in den bisherigen Semestern wurde ich in den meisten Fächern mit einer endlosen Anzahl an Vortragsfolien bombardiert. Zur Klausurenzeit, die ich dank Bachelor am Ende jedes Semesters habe, erwarten die Professoren natürlich, dass man den Stoff ihres Skripts runterbeten kann. Was gibts für Möglichkeiten?
Möglichkeit 1: Ab zum Copyshop und unter der Last der ausgedruckten Präsentationen fast zusammenbrechen.
Möglichkeit 2: Aach, ich brauch ja nichts auszudrucken, kann ja alles schön am PC lernen.
Habe bisher immer Möglichkeit 2 gewählt und jeder, der schon einmal am PC gelernt hat, weiß wie das abläuft. Achja, nur noch schnell Mails checken. Und auf Facebook war ich auch schon lang nicht mehr. Ui, da gibts ein neues Youtube-Video. Aber jetz ran an die Folien…Ach und hab bestimmt wieder Mails erhalten usw…
Nachdem die meisten Lernsessions bei mir ungefähr nach dem obigen Muster abliefen, war die Zeit reif für …
Möglichkeit 3: Ein e-Book Reader, der alle meine Skripte verschlingt und nebenbei auch noch Bücher toll darstellen kann

Warum der Sony Reader

Als mögliche Kandidaten kamen bei mir nur Reader ohne Hintergrundbeleuchtung in Frage. Viel längere Akkulaufzeiten und keine schmerzenden Augen nach ein paar Stunden Lesen versprachen derartige Geräte. Und zwar solle dies durch eine Art „elektronische Tinte“ geschehen, die extrem batterie- und augenschonend ist.
Nach ein bisschen Internetrecherche kristallisierten sich schnell zwei Produkte heraus:
das (oder heißt es der?) Kindle von Amazon und der Reader von Sony. Was mir am Kindle von Amazon missfällt ist, dass das ganze Produkt auf den Amazon-Shop ausgelegt ist und es schwer ist, e-Books von anderen Shops und in anderen Formaten darzustellen. So fiel meine Wahl auf das Sony PRS-T1, was das epub-Format lesen kann, das von den meisten anderen Shops verwendet wird.
Letzte Auswahlhürde war die Farbe, ich entschied mich gegen schwarz und weinrot und besorgte mir ein klassisches weißes Gerät.
Ausgegeben habe ich dafür mit Versand 138€, UVP liegt bei 149€.
technische Daten

6-Zoll Touchscreen
600 x 800 Pixel Auflösung
2GB integrierter Speicher mit micro-SD-Kartenslot
bis zu einem Monat Akkulaufzeit
integriertes WLAN
lesbare Formate: epub, Adobe PDF, txt
Audioformate: mp3, AAC
Bilddateien: JPEG, GIF, PNG, BMP
Abmessungen: 110mm x 173mm x 8,9 mm
Kompatible Betriebssysteme: Microsoft Windows 7, Windows Vista, Windows XP, die neueren MacOS Systeme

Persönliche Erfahrungen

Die Schachtel des Readers ist relativ klein, überrascht mich aber nicht, denn der Reader selbst ist ja auch kein Tablet-PC. Mitgeliefert werden ein USB-Anschluss Kabel, ein Touchscreen-Stift für Notizen, eine Kurzanleitung in mehreren Sprachen und natürlich der Reader selbst. Alles benötigte enthalten, was vielleicht manchen Käufern fehlen wird, ist ein Adapter um den Reader an der Steckdose zu laden. Da ich aber bereits mehrere USB-zu-Steckdosen Adapter zuhause habe, konnte ich das verschmerzen.

Natürlich habe ich den Reader gleich mal eingeschalten, er war nach Uhrzeit und Datumeinstellung sofort startklar. Es waren bereits drei Bücher installiert:
Neben der vollständigen Betriebsanleitung sind zwei kurze Bücher (Rotkehlchen und Ballaststoff) vorinstalliert. Beides noch nie gehört, aber zum Testen musste es reichen. Mir als iPhone-Nutzer fiel sofort der Touchscreen auf. Man muss schon etwas mehr Druck aufwenden als beim iPhone. Aber ich denke ich bin einfach nur zu verwöhnt von Apple Touchscreens. So gleich das erste Buch aufgemacht und zur ersten Seite geblättert – und wurde gleich sehr positiv überrascht.
Von der e-Ink Technologie habe ich zwar bereits viel Positives gehört, aber ich war von der Darstellung sofort überzeugt. Die Texte werden tatsächliche ohne jegliche Hintergrundbeleuchtung dargestellt und der Begriff Tinte entspricht schon ziemlich genau dem, was man sich vorzustellen hat.
Der Text ist gestochen scharf und es stellt sich ein echt angenehmes Lesegefühl ein. Zum Umblättern reicht ein Wisch über die Seite. dann kehrt das Display kurz die Farben um und die nächste Seite wird angezeigt. Alternativ gibt es unter dem Display auch zwei Tasten fürs vor- und zurückblättern. An den Effekt beim Umblättern musste ich mich ein bisschen gewöhnen, aber das muss wohl bei der e-Ink Technologie so sein.
Als nächstes wollte ich natürlich gleich mal meine eigenen e-Books und viel wichtiger meine Vorlesungsskripte auf den Reader kopieren. Nach dem Anschluss am PC wird automatisch die nötige Software installiert.
Und die ist der größte Kritikpunkt, den ich am Reader habe. Total unübersichtlich aufgebaut, das Hinzufügen zum Reader funktioniert sehr umständlich, zumindest habe ich noch keine einfache Variante á la Drag-and-Drop gefunden.Hilft alles nichts, hab es trotzdem geschafft einige Dateien auf den Reader zu schaufeln, die Übertragungsgeschwindigkeit war auch in Ordnung.
Zurück auf dem Reader fehlte mir gleich mal die Funktion, Ordner anzulegen. Die Bücher lassen sich als Liste nach Interpret, Datum, Autor und Titel sortieren. (Später fand ich raus, dass man in der Software selbst die Ordner anlegen muss, allerdings ohne Unterordner)
Ich war sehr gespannt,w ie gut PDF-Dateien dargestellt werden (besonders farbige Folien).
Und wurde wieder sehr positiv überrascht. Auch die PDFs werden klar und scharf angezeigt, man kann im Menü auch aufs Querformat umstellen, was für die meisten Vorlesungsskripte besser passt.
Farbige Folien werden gut durch verschieden Grautöne dargestellt, zum Lernen vollends zufriedenstellend.
Wenn ein paar Sachen zu klein sind, kann man wie beim iPhone oder ähnlichen Geräten durch Auseinanderziehen von zwei Fingern zoomen. Auch da bin ich wohl zu Apple verwöhnt, denn das geschieht etwas träge. Und wenn man gezoomt hat, kann man durchs „Wischen“ nicht umblättern, sondern der Ausschnitt verändert sich.
Toll finde ich auch die Funktion, Wörter zu unterstreichen oder Notizen anzulegen. Für meine Vorlesungsunterlagen unbedingt notwendig. Der mitgelieferte Stift funktioniert ganz gut, ich kann meine Schrift danach gut entziffern.
Ingesamt zum Lernen von Vorlesungsunterlagen top geeignet, die oben erwähnten Möglichkeiten 1 und 2 werden ab sofort ein Nischendasein führen. Ab dem nächsten Semester werde ich den Reader wohl auch in die Uni mitnehmen und direkt in den Vorlesungen bereits Notizen machen.

Mittlerweile habe ich auch einige „normale“ Bücher gelesen. Das ewige Mantra der Bücherfreunde: „Ich will etwas in der Hand haben, ich will umblättern…“ kann ich zwar verstehen, aber auch das Lesen auf dem PRS-T1 ist sehr angenehm. Das Gerät liegt super in der Hand, man kann es sogar mit einer Hand halten. Auch die Schriftgröße und –art lässt sich auf die eigenen Wünsche anpassen, aber ich bin mit der voreingestellten Darstellung bereits sehr zufrieden.
Nur im Dunkeln ists wie bei jedem „echten“ Buch. Man braucht eine Beleuchtung. Meine nächste Anschaffung wird daher eine kleine Taschenlampe zum anclippen sein, um auch im Bett noch ohne große Beleuchtung schmökern zu können.
Woran ich mich auch etwas gewöhnen musste, ist die Menüführung. Meiner Meinung nach auch nicht ganz glücklich gewählt, die Übersichtlichkeit fehlt etwas. Aber nach ein paar Wochen kommt man dann doch gut zu recht.

Die integrierte MP3-Player-Funktion habe ich noch nicht benutzt, das ist die Aufgabe meines iPhones, weiß nicht was sich Sony dabei gedacht hat ;-).

Die Akkulaufzeit des Readers ist hingegen sehr überzeugend. Während bei meinem iPhone eine tägliche Aufladekur fast Pflicht ist, hält der Akku des Readers wirklich bis zu mehreren Wochen bei durchaus regelmäßiger Nutzung. Und das Aufladen ist schnell passiert, in ca. 2-3 Stunden ist das Gerät schon wieder mit voller Kraft einsatzbereit.

Die Verarbeitung ist erstklassig, das Material fühlt sich gut an, auch die Tasten haben einen guten Druckpunkt

Fazit

Ich bereue den Kauf des Sony-Readers überhaupt nicht. Er erfüllt seine Aufgabe zu meiner vollsten Zufriedenheit, auch wenn er vom Handling und von der Software nicht an die hohe Messlatte meiner Apple-Geräte herankommt. Das Leseerlebnis ist echt toll, vor allem zum Lernen von Vorlesungsskripten, was ja mit ein Grund für die Anschaffung war, ist er super geeignet. Gepaart mit der ewigen Akkulaufzeit ein echt tolles mobiles Bücherregal.
Werde natürlich weiterhin viele "normale" Bücher lesen und vor allem Sachbücher gehören für mich in ein echtes Regal.
Ich hoffen nur, dass Sony die Software für den PC nachbessert und vielleicht ein bisschen bei iTunes abschaut.
Ansonsten eine wärmste Kaufempfehlung für alle, die auf den eBook-Trend aufspringen wollen oder an Studenten, die das Schleppen von dicken Skript-Geheften oder das Lernen am PC satt haben.
Werde natürlich weiterhin viele "normale" Bücher lesen und vor allem Sachbücher gehören für mich in ein echtes Regal.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Noire__

Noire__

08.09.2012 12:01

Wirklich sehr hilfreich.

debbi87

debbi87

05.07.2012 17:37

BH auch hier.

pascha84

pascha84

30.04.2012 08:09

ich hab ein kindle:-) BH

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