Alles in allem o.k.
31.01.2002 (12.02.2002)
Pro:
Preis
Kontra:
Laufgeräusch und Umspulgeschwindigkeit
Empfehlenswert:
Ja
 Ralphausnrw
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:39
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 68 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Und schon wieder (entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten) ein paar technische Leckerbissen: 1. Technische Daten / Anschlüsse
VHS-System, LP (Longplay) und SP (Standard Play) 6-Kopf-Hifi-Rekorder Show View 2 Scartanschlüsse Cinch out Leistungsaufnahme: 23 W ca. 4,8 kg (Herstellerangabe) Umspulgeschwindigkeit: keine Angabe vom Hersteller (siehe auch Punkt 6) Indexmarkierung (siehe Punkt 5) 2. Lieferumfang
Antennenkabel Fernbedienung inkl. Batterien 3. Die Bedienungsanleitung
Ein dickes Plus – einsprachig, genügend illustriert. Ich komme mit ihr gut klar. 4. Erste Inbetriebnahme
Die Sender sucht sich der Sony selbst und legt sie ungeordnet auf den jeweiligen Programmplätzen ab. Das Umsortieren bedeutet die erste intellektuelle Hürde – ist nicht ganz ohne. Etwas gewöhnungsbedürftig erweist sich bereits in diesem Stadium der „Joypad“ der Fernbedienung: rund, mit einer Wölbung nach innen und durch Drücken des tiefsten Punktes wird ein „OK“-Befehl gegeben. Leider drücke ich aus Versehen dabei natürlich auch einen der vier anderen Befehle. Diese Steuerungsmöglichkeit ist zwar etwas besonderes – aber nicht gut. Meine Frau kommt bis heute nicht damit klar. Super, geschafft. Ja, wie war denn das mit den Show-View-Leitzahlen? Was das ist? Keine Ahnung! Aber dank Bedienungsanleitung ohne Leitzahlen kein Show View. Na gut – schon habe ich die TV Spielfilm in der Hand, suche schnell die Ecke mit den Leitzahlen. Verdammt, ich habe die doch mal irgendwo gesehen – aaahhh ja: Treffer. Und jetzt heisst die Fleissaufgabe: weise jedem (!) Fernsehsender die korrekte (!) dreistellige Leitzahl zu. Und damit das nicht gar so einfach wird, machen wir das mit einer Art +/- Funktion. Dazu muss wieder die gewölbte Steuerung herhalten. Kruzefix! Nun denn, wer sagt es: schon nach rund einer Stunde ist alles erledigt (das ich mich hier oder da vertippt habe, merke ich selbstverständlich erst, wenn ich eine Aufnahme programmiere. Dann allerdings auch nur, wenn ich die Zeiten kontrolliere. Na aber spätestens, wenn ich das vermeintlich Aufgenommene betrachten will ... ja da merkte ich es dann tatsächlich. 5. Sonstige Features
Nicht allzu viele, da es sich hier um eine Art Einsteigermodell handelt. Ach so: alle Einstellungen werden bei Stromausfall immerhin eine halbe Stunde gespeichert (also so ca. ungefähr lt. Hersteller), natürlich auch die oben beschriebenen Leitzahlen. Bei unserem Umzug hiess es also: strategisch vorgehen und den Rekorder als letztes vom Strom trennen, zur neuen Wohnung düsen und an die erste verfügbare Steckdose hechten und? Geschafft! Eine Stunde Arbeit gespart (na ja – und wo die Bedienungsanleitung war hätte ich eh nicht gewusst). Hübsch indes ist das Setzen von Indexmarken, um später leichter und mit Komfort bestimmte Bandstellen wieder aufzufinden. Leider können die Marken nur durch den Beginn einer Aufnahme gesetzt und auch nicht mehr gelöscht werden. Sei es drum, dennoch ganz nett (hatte ich bis dato auch nicht). Eine Art Zeitlupe hat das Gerät auch zu bieten – im Longplaymodus überhaupt nicht zu gebrauchen, sonst o.k.. Das Standbild ist in Ordnung solange nicht zuviel Bewegung im Bild herrscht, aber damit kann ich auch heute noch leben. 6. Die Praxis
Die meisten Dienste verrichtet der Sony zuverlässig und weitestgehend ohne Widerstand. Das Laufgeräusch macht sich indes schon bemerkbar, auch ist bei geringer Aussteuerung durchaus das Kopfumschaltgeräusch über die Hifi-Anlage gut zu vernehmen. Positiv kann man daraus schliessen, dass Köpfe drin sind, negativ allerdings dass es zuweilen z.B. den Musikgenuss schmälert. Bislang nervte mich der Klang der Tonspur – die Zeiten sind vorbei. Der Klang, den der Sony auf die Tonspur bringt ist noch grottenschlechter als der von meinem alten Grundig – aber ich benötige diesen Ton ja gar nicht mehr. Die Umspulgeschwindigkeit wird vom Hersteller nicht angegeben – ich konnte sie zumindest nicht finden. Im Zusammenhang mit dem Umspulen der Bänder kann man von Geschwindigkeit auch nur im weitesten Sinne sprechen. Bis ich einen Panasonic-S-VHS-Rekorder hatte, war ich mit dem Sony in vielen Punkten zufriedener, auch in Punkto Geschwindigkeit. Allerdings spult der Neue fast 3 Kassetten zurück, während der Sony zuverlässig die eine umspult. Das Menü des Rekorders bei der Programmierung (auch über Show View) ist gut verständlich, wechselt allerdings nach jedem auch noch so kurzen Stromausfall ins Englische. Na ja, Peanuts... Irritierend indes fand ich, dass im 2-Kanal-Ton aufgenommene Sendungen vom Rekorder auch im 2-Kanal-Ton (links Chinesisch, rechts Deutsch) wiedergegeben werden. Nach einem kurzen Blick in die Anleitung ist dann auch schnell der Knopf auf der Fernbedienung ausgemacht, der die Option „Nur Deutsch“ bzw. „Nur linker/rechter Kanal“ bietet. Die Tonqualität hatte ich ja zu Beginn von Punkt 6 bereits ein wenig beschrieben: abgesehen von den erwähnten Kopfumschaltgeräuschen ist der aber völlig in Ordnung. Die Bildqualität ist für einen VHS-Rekorder auch akzeptabel, im LP-Modus lässt sie insbesondere bei archivierten Aufnahmen deutlich nach (ist zumindest meine Erfahrung). Schön indes, dass man bei Abwesenheit jetzt bis zu 10 Stunden aufnehmen kann. Aus lauter Begeisterung habe ich am Anfang natürlich programmiert was das Zeug hielt – aber irgendwie kamen wir dann nicht dazu das auch anzuschauen. Irgendwie haben sich unsere Sehgewohnheiten doch geändert.
7. Die Fernbedienung Bis auf den bereits beschriebene „Gamepad“, der sehr sehr gewöhnungsbedürftig daherkommt, ist mit der Fernbedienung kein größeres Problem verbunden. Natürlich ist sie nicht beleuchtet oder so etwas und sie steuert auch keine TV-Geräte ausser denen von Sony, aber sie ist völlig o.k.. Als Besonderheit bietet die FB auch eine „Eject“-Taste für den ferngesteuerten Kassettenauswurf. Ist ja gut und schön – aber ich brauche das nicht, da dann eh Aufstehen angesagt ist.
Insgesamt ein Kauf, den ich aufgrund des Anschaffungspreises (vor 2-3 Jahren rund 600,- DM) nicht bereut habe (Panasonic verlangte für sein Einsteigermodell rund 200,- DM mehr), auch wenn das Gerät Schwächen aufweist.
Nachtrag vom 12.02.2002: So ist das... Kaum lobt man ein Gerät: der Tuner für den TV-Empfang scheint eine ernsthafte Macke zu haben: hässliche Bildblitze und kurze Tonausfälle sind die Folge. Allerdings werden die Signale zum TV normal durchgeschleust. Der Sony spielt aber Cassetten einwandfrei ab, solange es sich um alte Aufnahmen oder um mit einem anderen Gerät gemachte Aufnahmen handelt.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Sony SLV-SE 720
|
|
12.02.2002 15:22
Sehr informativer Bericht. Sony ist sicher keine schlechte Marke. Schöne Grüße, Gabi
01.02.2002 11:31
...mir fällt gerade auf, das meine vorkommentatoren reichlich mager kommentiert haben. besonders solche kommentare wie "schöner bericht - man liest sich" finde ich zum kotzen... um es mal krass zu formulieren... aber so etwas kennt man ja. mich verleites so etwas absolut nicht zum lesen. so einen kommentar finde ich eher abschreckend...
01.02.2002 11:22
salute! wenn du deinem stil treu bleibst und weiterhin derartig gute berichte schreibst, wirst du hier noch viel freude haben. dein bericht hat alles, was der leser haben will. da ich technisch net so versiert bin habe ich mich bislang noch net so an technischen berichten gewagt... na mal schauen, wenn würde ich vielleicht mal über mein Ascom Avena schreiben...ein funktionell gutes Funktelefon...aber momentan habe ich ja eine kreative pause eingelegt, die man höchstens mal mit einem neuen bericht unterbrechen könnte :-) - mal schauen und staunen *ggg* - vielleicht gibt's ja bald auch von mir mal wieder einen neuen bericht, aber net vor ende februar...