Erfahrungsbericht über

Sony SLV-SE 720

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Sony SLV-SE 720

 

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ON/OFF - soll'sch da mal draufdrücke oder was?!

4  22.11.2002 (23.11.2002)

Pro:
Gutes Preis - /Leistungsverhältnis

Kontra:
Bildqualität im Longplaymodus läßt ein kleines bißchen zu wünschen übrig

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

CommuniKate

Über sich: Kurzbeschreibung von CommuniKate? okay, nach guter ciao-Manier: ~~ Pro: vielseitig interessiert und...

Mitglied seit:02.06.2000

Erfahrungsberichte:160

Vertrauende:29

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

„Diesmal ist es endgültig. Ich kann deinen Videorecorder nicht mehr reparieren, der ist hin.“ Hase (der in Wirklichkeit gar nicht Hase heisst) musste aufgeben, nachdem das gute Stück ungefähr das sechste Band „aufgefressen“ hat. Eigentlich kein Drama. Jedenfalls dann nicht, wenn man Lust hat, sich durch Testberichte, Angebotsblätter und Geschäfte zu fräsen.

Nun hat CommuniKate alle möglichen Interessen – das Lesen von Testberichten über technische Geräte gehört jedoch nicht dazu. Also ab zu Mediamarkt mit der klaren Ansage von Hase, auf gar keinen Fall ein Gerät von Orion zu erstehen und von Sharp eher auch keins in die engere Wahl zu nehmen. Panasonic sei der Mercedes unter den Videorecordern und Sony oder Grundig könne ich ebenfalls unbedenklich kaufen.

Nachdem ich unterwegs gedanklich meine bescheidenen Anforderungen (Stereo, Longplay und möglichst blondinenfreundliche Speicherprogrammierung sowie automatische Uhrzeit-Einstellung) zusammengefasst hatte, fand ich mich vor einem ziemlich grossen Sortiment wieder. Nach Ausschlussverfahren (zu teuer! - was zum Teufel ist NTSC*? - wer braucht schon Nachvertonung?!) hatte ich drei Geräte von Panasonic, Sony und Grundig (damit Hase nachher nicht sagen kann: „ich hab’s dir ja gleich gesagt“ ;-)) in die engere Wahl gezogen.

An dieser Stelle noch ein kostenloser Tipp, wie man an einen kompetenten Mediamarkt-Verkäufer gerät. Meine Erfahrung hat mich gelehrt: bloss nie von selbst einen ansprechen! („Ja, also die Uhrzeit stellt sich eigentlich bei fast allen Geräten von selbst ein – ausser vielleicht nach einem Stromausfall, also da kann es sein, dass es einige nicht können, aber sonst können das die meisten schon.“ – „Aaaah ja, vielen Dank, ich komm schon zurecht.“), sondern einfach lange genug planlos zwischen den Gängen hin- und herlaufen, bis einer kommt und Dich anspricht. Der hat dann im besten Fall nicht nur Lust, Dir zu helfen, sondern auch noch Ahnung von der Materie – oder er weiss zumindest, wo er nachgucken kann.

Lange Vorrede, kurzer Sinn – die automatische Uhrzeiteinstellung gab den Ausschlag. Sony konnte zwar nicht dafür garantieren - laut Bedienungsanleitung kommt es auf den Standort an, aber immerhin. Das Modell von Sony zu € 179,00 sollte es also sein. Jetzt galt es noch die schwierigste Entscheidung von allen zu treffen: schwarz oder silber? In einer für mich rasanten Geschwindigkeit entschied ich mich für das silberne Modell - SE720 (klingt für mich auch irgendwie nach Mercedes ;-)).

Also ab nach Hause damit und erst mal gucken, was bei ciao so über das gute Stück zu finden ist – hm, eine Meinung und die scheint von einem Montagsgerät zu handeln. Davon völlig unbeeindruckt habe ich das gute Stück gleich mal fachfrauisch eingestöpselt.

Die Sender- und Uhrzeiteinstellung hat schon mal problemlos geklappt. Mein erster Eindruck war ziemlich gut. Die Fernbedienung ist zeitlos hübschhässlich, aber übersichtlich. Die on-screen-Menüführung ist sehr bedienerfreundlich und (in mehreren Sprachen) selbsterklärend. Das umständliche Lesen der Bedienungsanleitung konnte ich mir also weitgehend ersparen. Das Gerät verfügt über Stereo, Longplay, Indexfunktion, Restzeitanzeige (hurra!), Smart Trilogic und einen Stromsparmodus. Letzterer unterdrückt die Displayanzeige, um den Stromverbrauch zu reduzieren. Aber was ist eigentlich Smart Trilogic?

Ich habe eine uralte Cassette eingelegt und nachdem ich zuerst dachte „auweia, die ist hin“, stellte sich plötzlich das Bild scharf – ziemlich scharf, wenn man bedenkt, dass die Aufnahme mindestens über 10 Jahre alt ist (Tootsie mit Dustin Hoffman, weltklasse :-)). Aaaah das ist also Smart Trilogic, entnehme ich der Anleitung. Wenn ich glaube, das besser zu können, kann ich die Bildschärfe aber auch manuell einstellen.

Eine direkte Aufnahme ohne Programmierung, aber mit zeitlicher Begrenzung ist möglich, d.h. durch mehrmaliges Drücken der Rec-Taste erscheint die auszuwählende Aufnahmedauer (30, 60 Minuten usw.)

Weitere Voreinstellungen sind möglich:

16:9-Bild
Cassettenlänge (180, 240 usw.)
Farbsystem
Automatische Zugabe zur Showviewzeit (z.B. +10)
Automatisches Ausschalten (z.B. nach 2 Stunden)

Im täglichen Gebrauch habe ich dann nach und nach festgestellt, was mir im Vergleich zu meinem alten Gerät eher nicht so gut gefällt:

- Die Uhrzeitumstellung von Sommer auf Winter macht er nicht selbsttätig mit.

- Es gibt keinen Timer-Ausschaltknopf, d.h. wenn eine Programmierung drin ist, gibt es keine Sperre, wenn man das Gerät anschalten will. Falls ©CommuniKate also einen Film programmiert hat, weggeht und Hase den Videorecorder anschaltet, ohne auf das kleine Symbol zu achten, das auf eine Programmierung hindeutet, muss Hase später in die Videothek fahren, um den Abend zu retten ;-).

- Wenn der Videorecorder aus- und später wieder eingeschaltet wird, stellt sich der Sender automatisch wieder auf die Nummer 1 (nach der automatischen Programmierung also auf ARD) ein.

- Bei der manuellen Programmierung wird der Sender nicht angezeigt, nur die Programmposition, d.h. wenn man vorher nicht weiss, auf welcher Nummer der WDR3 eingespeichert ist, muss man vorher danach suchen.

- Der schnelle Vor- und Rücklauf ist dermaßen rasant, dass man auf Zack sein muss, wenn man z.B. nur 20 Minuten vorspulen möchte. Die Reaktionszeit vom Knopfdruck bis zum tatsächlichen Stopp beträgt über 5 Minuten Laufzeit. (Bei einem unbespielten Bandabschnitt bleibt der Zähler im Display übrigens stehen).

- Während der Videorecorder läuft, lässt sich die Uhrzeit nicht ablesen.

- Die Aufnahmen im Longplaymodus sind von sichtbar schlechterer Qualität als die Aufnahmen im Shortplaymodus (oder heißt es Singleplay?), die als gut einzustufen sind.


Alles in allem bin ich trotzdem recht zufrieden mit dem Gerät. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist in Ordnung und für meine - in dieser Hinsicht - relativ bescheidenen Bedürfnisse völlig ausreichend. Inzwischen habe ich den Videorecorder auch schon im Angebot für € 149,00 gesehen (wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? – wer zu früh kauft, den wohl auch ...).

Hase hat übrigens am selben Tag noch einem Freund gegenüber lässig fallen lassen: „WIR haben uns heute einen neuen Videorecorder gekauft, tolles Ding“ ...

Na wenn das kein Plädoyer für die Richtigkeit meiner Kaufentscheidung war... :-)

* NTSC = kann amerikanische Formate abspielen
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Menyet

Menyet

01.11.2004 12:14

Das war mit Abstand der amüsanteste Bericht, den ich in letzter Zeit gelesen habe... Dankeschön! :-)

Leabest

Leabest

25.07.2003 15:00

mhm, unser funktioniert noch ;)

Jolozu

Jolozu

05.05.2003 01:28

Super Headline, und informativer Bericht!

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"besonders hilfreich" von (2%):
  1. Menyet

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  1. pritvisa
  2. clegruen
  3. OlafZ
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  1. coffi92

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