Erfahrungsbericht über

Sony a (alpha) DSLR-A100

Gesamtbewertung (12): Gesamtbewertung Sony a (alpha) DSLR-A100

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Die Minolta im Sony-Pelz

5  21.04.2009 (22.04.2009)

Pro:
Preiswert, solide, Bildqualität, gute Bedienbarkeit

Kontra:
Rauschen bei hohen ISO - Einstellungen, Blitz als AF - Hilfslicht, Vorblitz mangelhaft

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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Schnelli

Über sich: Schreiben ist mein Beruf - allerdings in etwas anderer Form als bei Ciao!

Mitglied seit:20.04.2001

Erfahrungsberichte:14

Vertrauende:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eigentlich wollte ich mir ja ein neues Objektiv kaufen - aber dann kam alles ganz anders....

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Der Weg zur „Neuen“

Irgendwann im Januar 2009 stand ich in einem Geschäft eher zufällig vor den digitalen Spiegelreflexkameras - und dabei waren auch die Nachfolger meiner Minolta Dynax 5D, also die Sony Alpha Modelle aufgereiht. Neugierig wie ich bin, nahm ich mir als erstes die Sony Alpha 100 vor.
Einmal in die Hand genommen, musste ich staunen. Obwohl diese Kamera große Ähnlichkeit mit der Dynax 5D hat und auch die Abmessungen gleich sind, lag sie noch einmal besser in der Hand und die Materialien wirkten ganz anders als bei meiner Minolta. Auch die Bedienelemente erschienen mir etwas besser angeordnet. Ansonsten hatte ich mich bis dahin mangels Anlass nicht näher mit der Kamera beschäftigt, wusste also weder von ihren Vorzügen noch Nachteilen.

Wieder zuhause angekommen, nahm ich die Minolta in die Hand: Von da an hatte ich den Eindruck, dass das Innenleben dieser Kamera irgendwie zu schwer für das Gehäuse ist. Dagegen wirkte die Sony wesentlich stimmiger, wie aus einem Guss. Natürlich war das ein rein subjektives Empfinden, denn die Sony ist bei gleicher Größe kaum leichter, aber die Materialien, die Verarbeitung und der satte Griff hinterließen bei mir diesen deutlichen Eindruck.

Im Internet war zu meinem Erstaunen zu sehen, dass die Sony Alpha 100 als Restposten schon für 269€ „verramscht“ wurde. Ein Blick bei Ebay ließ mich noch mehr staunen: die Dynax 5D wurde dort reihenweise für Preise zwischen 190 und 230 Euro verkauft.

Ein „Update“ für nur 50-100€ ? Das erschien mir verlockend, denn bei aller Zufriedenheit hat die Dynax 5D auch einige Schwachpunkte, mit denen man zwar gut leben kann, ohne die es sich aber noch besser leben lässt.
Wo war da der Haken? Ist die Alpha 100 mit irgendeinem großen Makel behaftet?
Ich begann ein Studium von deutschen und englischen Testberichten, von denen es reichlich viele gibt. Dabei stellte sich folgende Bild heraus:
- Die Alpha 100 war zu ihrem Erscheinungsdatum im Jahr 2006 die einzige Kamera ihrer Klasse mit einer Auflösung von 10 MP (für mich wären 8 MP optimal) und wurde hoch gelobt.
- Die Bedienung ist Minolta-like, was ich genial finde
- Es wurden viele Schwachpunkte der Dynax 5D ausgeräumt (z.B. ein besser auflösendes Display)
- Die Bildqualität ist hervorragend
- Die Kamera rauscht ab ISO 800 stärker als die Konkurrenzmodelle.

ISO 800 war für mich bisher immer nur eine Einstellung, die ich für Fotos gewählt habe, die mehr dokumentarischen Charakter hatten. „Schöne“ Fotos enden bei mir bei ISO 400. Ich stamme eben noch aus der analogen Welt. Wenn nicht genug Licht da ist, kann man eben nicht mehr ohne künstliches Licht fotografieren. Da ich ja zudem vorhatte, auf andere, lichtstärkere Objektive umzusteigen, gab es eigentlich keinen vernünftigen Grund, zu zögern.
Natürlich gab es im Januar 2009 interessante, neuere Kameras der Konkurrenz, aber nicht im Geringsten zu diesem Preis! Die Alpha 100 ist keine reine „Einsteigerkamera“, wie ich es eher beim Nachfolgemodell Alpha 200 sehe, sondern sie bietet einen großen Funktionsumfang in Kombination mit einer in meinen Augen hervorragenden Bedienbarkeit.

Letzten Endes haben das Objektiv und der Fotograf einen deutlich größeren Einfluss auf das Bild. Also habe ich die Kamera für 269 Euro bestellt und nach langem Warten und Verhandeln wahrscheinlich eines der letzten Exemplare zu diesem Preis erhalten. Kurz darauf verschwanden die Angebote mehr und mehr und die Preise stiegen wieder auf 300€ an. Meine gepflegte Dynax konnte ich für über 240 Euro verkaufen, so dass ich letzten Endes nicht einmal 30 Euro Aufpreis für den Wechsel auf eine nagelneue Kamera bezahlt habe.

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Einordnung

Für wen ist die Alpha 100 geeignet? Natürlich sind manche Kameras in Bezug auf die Autofokus-Geschwindigkeit, das Rauschen und die Auflösung besser als die Alpha 100, aber diese Kameras spielen zum einen preislich in einer anderen Liga, zum anderen sind die Unterschiede in der Bildqualität erst bei sehr großer Vergrößerung oder im Labor sichtbar und darüber hinaus sind diese Kameras in der Regel deutlich größer und schwerer, wie zum Beispiel eine Sony Alpha 700.
Insgesamt bietet die Alpha 100 alles, was man als engagierter Amateurfotograf benötigt. Die Bedienung ist hervorragend gelöst, wenn auch anders als bei manch anderer Kamera. Die Bilder sind über jeden Zweifel erhaben.
Die Alpha 100 ist bestens geeignet für Aufnahmen bei Tageslicht. Landschaften, Städte, Portraits etc. sind hervorragend möglich.
Probleme gibt es, wenn der ISO-Wert auf über 800 erhöht werden muss.
Der Autofokus ist nicht überragend schnell aber besser als bei der Dynax 5D, was die Eignung für die Aufnahme sehr schneller Motive vielleicht etwas einschränkt.
Insgesamt kann man die Kamera durchaus als „Allrounder“ mit Einschränkungen bei schlechten Lichtverhältnissen bezeichnen.

Die Alpha 100 bietet kein „LiveView“, d.h. das Bild wird nicht vor der Aufnahme auf dem Display angezeigt, sondern man kann ausschließlich mit dem Sucher arbeiten. Wer darauf nicht verzichten kann, muss sich entweder mit der Alpha 300 oder 350 auseinandersetzen oder eine andere Marke wählen. Den perfekten LiveView Modus ohne Einschränkungen beim Autofokus bieten derzeit allerdings nur die Alpha 300 und 350. Diese beiden Kameras haben allerdings nur ein sehr kleines Sucherbild, welches für Brillenträger schon fast nicht mehr brauchbar ist.

Wer mehr Funktion, mehr Robustheit, mehr Geschwindigkeit und noch eine Kleinigkeit mehr Bildqualität möchte, muss bei Sony zur Alpha 700 greifen. Aber zu bedenken ist, dass die Bildqualität entscheidend vom Objektiv abhängt. Je höher das Auflösungsvermögen der Kamera, desto wichtiger ist eine gute Optik. Die Alpha 900 als Vollformatkamera ist keine Alternative, sondern eine andere Welt. Für „Normalsterbliche“ Amateuere mit beschränktem Geldbeutel ist diese Kamera ziemlich sinnlos.

Die Alpha 100 ist damit vergleichbar mit der Canon EOS 400 oder der Nikon D60. Die EOS 450 verfügt über eine Art LiveView und ist damit nicht mehr ganz vergleichbar. Diese Kameras haben jeweils ihre Vor- und Nachteile, über die ich mich an dieser Stelle nicht auslassen möchte. Hier muss jeder selber eine Entscheidung treffen, am besten, nachdem er die Kameras in der Hand gehabt hat.

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Vergleich zur Dynax 5D

Die Grundlage für die Kamera ist offensichtlich die Konica Minolta Dynax 5D. Ich will also in erster Linie die beiden Kameras etwas vergleichen und die Verbesserungen oder auch die Verschlechterungen der Alpha 100 darstellen. Um den „Geist“ der Kamera zu verstehen, empfehle ich die Lektüre meines Berichtes zur Dynax 5D.

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Verarbeitung, Handgefühl

Der erste Eindruck der Alpha 100, wenn man sie in die Hand nimmt ist: Sie passt.
Zwar hat sie weniger gummierte Flächen als die Dynax 5D, aber trotzdem liegt sie durch einen geringfügig anders geformten, großen Griff besser in der Hand. Die Form der Kamera insgesamt ist deutlich gefälliger, runder und moderner als bei der kantigen Dynax 5D.
Die Dynax 5D wirkte für ihre Größe und die Materialauswahl des Gehäuses immer irgendwie zu schwer. Ich habe sie immer sehr vorsichtig abgesetzt. Bei der Alpha 100 passt das alles besser. Die Kamera ist geringfügig leichter und das Material wirkt viel solider, auch wenn es nur zu einem geringen Teil Metall ist. Es befindet sich rund um das Bajonett ein größerer Metallrahmen, welcher von der Unterseite des Blitzes bis zum Gehäuseboden reicht. Ich vernute, das dieser Rahmen mit dem Metallrahmen im Inneren der Kamera verbunden ist. Ich hätte jedenfalls keinerlei Bedenken, auch schwerere Objektive anzusetzen. Bei der Alpha 200 wirkt das alles weniger robust.
Die Verarbeitung ist perfekt. Die Fugen sind komplett geschlossen und es knirscht und knarzt nichts.

Einen separaten Batteriegriff vermisse ich nicht, denn zum einen ist der Griff der Kamera sehr groß und gibt in allen Positionen sichere Kontrolle, zum anderen ist der Akku leistungsfähig genug.
Der Griff ist allenfalls für wirklich sehr große Hände nicht ganz optimal, da dann die Finger an die Gehäusevorderseite der Kamera stoßen. Die Griffoberfläche ist mit einer Gumischicht versehen, die aber nicht zu sehr klebt. Eine Änderung der Position ist durch ein leichtes Lösen des Druckes beim Festhalten möglich, ohne dass die Kamera wegrutscht oder an der Haut „festklebt“, wie es bei der Dynax häufiger passieren konnte.

Alle Schalter und Drehräder wirken solide. Bei den beiden Moduswahlrädern an der Oberseite der Kamera könnte man sogar glauben, sie seien aus Metall.

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Display

Die Größe des Displays hat sich gegenüber der Dynnax nicht verändert (2,5“), aber die Auflösung wurde auf 230000 Pixel verdoppelt. Damit ergibt sich ein klares, helles und reflexfreies Bild, dass sich auch zur Beurteilungder Schärfe eines Bildes eignet.
Das Display dient auch der Bedienung der Kamera. Alle Einstelungen, Menüs, etc. werden dort abgebildet. Ein eingebauter Lagesensor dreht das Menü ebenso wie ein angezeigtes Bild automatisch in die passende Lage. Ein weiteres, separates LCD-Display gibt es nicht.
Diese zusätzlichen LCD-Displays sind Relikte aus der Analogzeit, die manch einer schmerzlich vermisst. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, vermisse es also nicht.
Wie schon die Dynax 5D verfügt die Alpha 100 über einen Augensensor der das Display automatisch ausschaltet, wenn man sich dem Sucher nähert.
Diese Features hat Minolta schon vor Jahren mit der Dynax 5D eingeführt - heute verwenden auch Canon und Nikon diese Augensensoren.
Was leider auch auffällt ist die starke Neigung des Displays zu verschmieren. Häufigeres Abwischen ist bei mir die Regel. Das kannte ich von der Dynax 5D nicht.

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Bedienelemente / Bedienung

Schon die Bedienung der Dynax 5D war etwas „anders“ als bei anderen Kameras. Sony hat das ganze mit der Alpha 100 nochmals gesteigert, bei den nachfolgenden Kameras aber leider wieder in Richtung „Mainstream“ geändert.

Neben dem normalen Funktionsrad auf der rechten Oberseite der Kamera, das den Zugriff auf die üblichen Automatikmodi und Motivprogramme (aber leider keine benutzerdefinierten Programme) ermöglicht, gibt es ein weiteres Funktionsrad auf der linken Seite. Was bei der Dynax nur der Einstellung des Weissabgleiches diente ersetzt jetzt den bei vielen Kameras üblichen „Fn“ Knopf für die häufiger verwendeten Einstellungen.
Die Benutzung ist denkbar genial: Entweder man dreht das Rad auf die Funktion, die man anwählen möchte und drückt dann den im Rad befindlichen Knopf, oder man drückt den Knopf zuerst und dreht dann am Funktionsrad auf die gewünschte Funktion. In beiden Fällen erhält man die gewünschte Funktion auf dem Display angezeigt. Man erspart sich eine komplette Menüebene.
Bei mir steht das Rad immer auf der Funktion ISO. Drücke ich den Knopf, kann ich sofort die Empfindlichkeit einstellen. Die weiteren Funktionen wie z.B. Weissabgleich, Dynamische Kontrastkorrektur, Belichtungsmessung, Bildkorrektur etc. verwende ichnicht so häufig, kann sie aber über das Funktionsrad extrem schnell erreichen. Sicherlich ist dieses zweite Rad eine Frage des persönlichen Geschmackes. Sony hat es jedenfalls bei den aktuellen Modellen nicht mehr verwendet, da es wahrscheinlich auch mit höheren Kosten verbunden ist, als ein simpler Fn-Knopf und eine zusätzliche Menüebene in der Software.

Insgesamt sind alle Bedienelemente sinnvoll angeordnet, auch für große Finger ausreichend groß dimensioniert und solide.
Es soll Benutzer geben, die das linke Auge verwenden um durch den Sucher zu gukken. Dabei kann man anscheinend das Funktionstastenkreuz auf der Rückseite der Kamera mit der Nase berühren.
Dieses Funktionstastenkreuz - oder eigentlich eher ein 8-Wege Funktionstastenkreis - ist deutlich besser und weniger wackelig ausgeführt als bei der Dynax 5D. Der Druckpunkt ist besser fühlbar.

Und dann bleibt da noch die Frage nach dem Einstellrad beim Auslöser. In manch einem Kameretest wird bemängelt, dass das Rad vor dem Auslöser liegt, und nicht wie bei der Konkurrenz dahinter. Aber wer sagt denn, dass „dahinter“ besser ist? Es ist eine reine Gewöhnungssache, mehr nicht. Für mich ist es bei einer Canon einfach falsch herum...

Es gibt übrigens nur dieses eine Einstellrad. Ich hätte ein zweites für sehr sinnvoll gehalten, aber das ist bei Kameras dieser Preisklasse wohl nicht realisierbar.


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Eingebauter Blitz

Ja, er fährt immer noch sehr viel höher aus als die Blitze der Konkurrenz und nein, er fährt noch immer nicht automatisch hoch, sondern muss aufgeklappt werden. Ausserdem dient er als Autofocus-Hilfslicht.
„Ironiemodus an“: Der Vorblitz zur Reduzierung von roten Augen funktioniert hervorragend: Er blendet dermaßen, dass alle Personen in seiner Reichweite die Augen schließen (die berühmten Minolta-Schlafaugen). Rote Augen sind so definitiv ausgeschlossen. „Ironiemodus aus.“
Fazit: Da der Biltz so hoch ausklappt, ist die Gefahr von roten Augen so gering, dass man den Vorblitz am besten einfach ausgeschaltet lässt.

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Autofocus

Der Autofocus bei der Dynax 5D war für mich nie ganz zufriedenstellend, was mit Sicherheit auch am verwendeten Objektiv (Sigma 18-125) liegt. Dieses macht offensichtlich bei vielen Kameras gerade bei schlechten Lichtverhältnissen Probleme mit dem Autofocus. Der Autofocus der Alpha 100 arbeitet mit dem gleichen Objektiv besser, obwohl die Anordnung der 9 Sensoren absolut identisch zu sein scheint. Offensichtlich gab es hier doch einige Verbesserungen im Detail. Mittlerweile habe ich mir zusätzlich noch ein Tamron 17-50mm, 2,8 gegönnt. Mit diesem Objektiv funktioniert der Autofocus erheblich besser. Durch den kurzen Weg (rund 45°) von kürzester Distanz bis Unendlich ist der Autofocus bei diesem Objektiv richtig schnell. Der Stangenantrieb fällt in bezug aif die Lautstärke kaum noch auf, da der Antrieb meistens nur Sekundenbruchteile läuft, wenn man nicht gerade von Unendlich auf Nahaufnahme wechselt.

Neu ist die Verwendung des Augensensors für den Autofocus (nicht ganz neu - das gab es bei den analogen SLRs von Minolta wohl auch schon früher). Er schaltet nicht nur das Display aus, wenn man sich dem Sucher nähert, sondern aktiviert gleichzeitig den Autofocus. Dieser sogenannte Eye-Start macht die Kamera bei Bedarf also schneller. In vielen Tests wurde bemängelt, dass der Autofocus auf diese Weise ständig aktiv ist, wenn die Kamera am Hals oder an der Schulter baumelt. Das ist sicherlich richtig, aber wenn es stört, kann man die Funktion im Menü problemlos abschalten und sie aktivieren, wenn man in Situationen ist, in denen immer wieder Tempo vonnöten ist.

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Super Steady Shot - Verwacklungsschutz

Minolta hatte ihn als erstes und Sony hat ihn übernommen: den im Gehäuse eingebauten Verwacklungsschutz. Realistisch kann man 1-2 Belichtungsstufen gewinnen, wenn die Super Steady Shot Funktion (SSS) eingeachaltet ist. Bei Belichtungszeiten von 1/10s aus der Hand bei kürzeren Brennweiten ist die Chance auf eine scharfe Aufnahme recht hoch. Selbst längere Zeiten sind mir schon gelungen, wenn ich mich irgendwo angelehnt habe. Nicht jedes Bild gelingt auf diese Weise, aber es sind überraschend viele. Natürlich hilft SSS nicht bei der Vermeidung von Bewegungsunschärfen. Bei Verwendung eines Stativs sollte man die Funktion ausschalten, da dann die Bilder eher unschärfer werden.
Die in die Objektive integrieren Systeme, wie sie für Canon und Nikon erforderlich sind, haben bei längeren Brennweiten offensichtlich Vorteile - aber man muss eben erst einmal ein solches Objektiv haben. Bei den in die Gehäuse integrierten Systemen hat man bei allen Objektiven eine deutliche Wirkung - ohne Aufpreis.

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Bildqualität

Zur Qualität der JPG-Dateien kann ich keine Aussage treffen, da ich diese so gut wie nie verwendet habe. Ich verwende, seitdem ich eine Digitale Spiegelreflexkamera habe nur das RAW-Format. Es macht einfach riesigen Spass, die Bilder am Rechner nachzubearbeiten. Das Potential, dass an dabei aus den Bildern herausholen kann ist erstaunlich. Arbeitet man dagegen mit JPG-Dateien, so basiert man auf bereits vorverarbeiteten, komprimierten Daten, welche sich nicht mehr so gut nachbearbeiten lassen. Die anfallende Arbeit nehme ich gerne in Kauf, wenn ich mir die Resultate ansehe.

Die RAW-Bilder sehen ähnlich neutral (man könnte auch sagen „flau“) aus wie bei der Dynax 5D. Die Farbwiedergabe wirkt insgesamt etwas kälter.
Seitdem ich das Tamron 17-50 verwende, bin ich von der erzielbaren Schärfe absolut begeistert. Im Gegensatz zu meinem alten Sigma 18-125 kann das Tamron in seiner optischen Auflösung mit dem Sensor offensichtlich problemlos mithalten.
Ich verwende Adobe Lightroom zur Nachbearbeitung und Konvertierung der RAW-Dateien und erziele damit sehr zufriedenstellende Ergebnisse. Die Farben und die Schärfe sind nur geringfügig zu korrigieren um lebendige aber nicht poppige Farben zu erzielen und eine beeindruckende Schärfe (ohne zu überschärfen) zu erreichen.
Ich las mehrfach, dass der Sensor der Alpha 100 nur mit einem sehr dünnen Filter versehen sei, was eine enorme Schärfe ermöglich soll. Vielleicht ist da etwas dran. Das Tamron und die Alpha 100 sind in dieser Hinsicht jedenfalls ein Traumpaar.

Ein erhöhtes Rauschen fällt bei normalen Lichtverhältnissen (ISO 100, ISO 200) nicht auf. Bei Aufnahmen im Schnee (dunkel gekleidete Personen vor weißem Hintergrund) und bei schlechten Lichtverhältnissen habe ich die Kamera an die Grenzen ihrer Dynamik gebracht. Trotzdem gelang es, durch vorsichtige Nachbearbeitung auch die dunklen Stellen soweit anzuheben, dass Details gut erkennbar wurden. Dabei war in den dunklen Bereichen Rauschen erkennbar, wenn ich die entsprechenden Ausschnitte (stark) vergrößert habe. Auf Ausbelichtungen dürfte davon auch ohne Korrektur nichts zu sehen sein. Habe ich vor der Anhebung das Bild entrauscht, so war das Rauschen gut zu reduzieren, ohne dass zuviele Details verloren gingen. RAW-Daten sind aus der Kamera heraus in keiner Weise entrauscht, so dass ein Vergleich mit JPGs nicht sinnvoll ist.

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Akku

Der Akku der Sony Alpha 100 ist ein Zwitter. Er verfügt über eine höhere Kapazität als die alten Minolta Akkus, jedoch bietet er noch nicht die Sony-typische Möglichkeit im Zusammenspiel mit der Kamera eine prozentgenaue Kapazitätsanzeige zu liefern, wie es die neueren Alphas mit ihren Akkus können. Deren Akkus können übrigens auch ohne Einschränkung in der Alpha 100 verwendet werden. Umgekehrt geht das nicht.

Sony gibt 750 Aufnahmen pro Akkuladung an. Meiner Ansicht nach hält der Akku deutlich länger als der der Dynax 5D und die Kapazitätsanzeige ist deutlich besser. Bei der Minolta musste man den Ersatzakku schon bereit liegen haben, wenn der erste Balken in der Anzeige verschwand, da der Akku danach schneller abbaute. Bei der Sony ist die Anzeige wesentlich genauer.
Bisher hatte ich jedenfalls noch nicht den Bedarf, mir einen Ersatzakku zu kaufen. Man kommt lange genug aus und kann das nachladen planen. Die Ladezeit ist allerdings mit rund 3 Stunden zu veranschlagen.

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Sonstiges

Für geräuschempfindliche Naturen empfiehlt sich die Alpha 100 nicht: Der Spiegelschlag klingt ziemlich satt - für manche aber einfach nur laut. Mich stört das weniger, auf Aufnahmen während Gottesdiensten oder Kammerkonzerten würde ich jedoch absehen. Dort stören andere Spiegelreflexkameras allerdings auch.

Wird die Kamera per USB-Kabel direkt an den Rechner angschlossen, entwickelt sie ungeahnte Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung. Sie hängt alle Kartenleser ab, die ich kenne. Diese Information fand ich auch in einem der von mir studierten englischsprachigen Tests. Die Übertragung hunderter von RAW-Dateien wird dadurch erheblich beschleunigt. Ich selber nehme die Karte zum Auslesen nicht mehr aus der Kamera. Das Kabel liegt immer bereit.

Für viele ist die Geschwindigkeit bei Serienaufnahmen wichtig. Für mich gilt das nicht, wehalb ich hier auch nicht mit Messwerten aufwarten kann. Nach meiner Erfahrung sind mehrere (für mich mehr als genug) RAW-Bilder mit voller Geschwindigkeit möglich. Bei JPGs kann man anscheinend weitgehend unlimitiert „draufhalten“. Wen das genauer interessiert, möge bitte die Datentabellen der Testberichte wälzen.

Die Kamera kann mit CF-Karten gefüttert werden und nimmt über einen mitgelieferten Adapter auch Memory Sticks. Am erforderlichen Adapter sieht man, dass es sich noch nicht um eine komplette Sony-Kamera handelt, sondern um eine Weiterentwicklung der Dynax 5D, die noch nicht viel Charakter von Sony mitbekommen hat.

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Fazit

Bei einem Aufpreis von 30€ von der Dynax 5D zur Alpha 100 konnte ich nichts falsch machen. Die Investition hat sich zweifellos gelohnt. Natürlich ist der Umstieg von der Dynax 5D zur Alpha 100 kein Quantensprung, denn die Alpha hat nicht nur Vorteile, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.
Die Kamera bietet eine hervorragende Bildqualität (sieht man vom Rauschen ab ISO 800 ab), ist wie gewohnt sehr gut bedienbar und liegt hervorragend in der Hand. Dazu habe ich wieder 2 Jahre Garantie und die Unterstützung eines noch existierenden Herstellers. Für die Minolta gab es keine Software Updates, die Ersatzteilversorgung wird irgendwann zum Problem werden und es ist unklar, wie lange Sony die Reparaturen der Minolta-Kameras noch offiziell unterstützt, denn augenscheinlich erhält man nur für diesen Zweck ein Reparaturunternehmen in Bremen, am Standort des ehemaligen Minolta-Services. Sony-Kameras werden bereits an anderer Stelle repariert.
Ein weiterer Fakt ist, dass mir die aktuellen Sony-Modelle mit Ausnahme der nicht gerade preiswerten Alpha 700 nicht gefallen. Auf diese Weise bin ich erst einmal für ein paar Jahre auf der sicheren Seite und kann in neue Objektive investieren.
Auch wenn ich die Objektive sowieso austauschen wollte, somit also ein Herstellerwechsel möglich gewesen wäre, bin ich bei Sony geblieben, denn der Umstieg zu Canon oder Nikon hätte mich deutlich mehr gekostet und in Sachen Bedienbarkeit und Aussattung ist die Alpha 100 für mich immer noch hervorragend.
Als nächstes steht der Erwerb einer längeren Brennweite an. Ich habe wieder richtig Spass am fotografieren!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
schipperke

schipperke

22.04.2009 00:47

Ja, seit langem mal ein Kamerabericht hier auf Ciao, wo das Lesen Spaß gemacht hat!

Mungi60

Mungi60

21.04.2009 22:14

Da steckt wirklich alles in diesem Bericht. Gruß Achim :-)

lueckingb

lueckingb

21.04.2009 21:21

super Bericht

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