Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spannend, mitreißen, emotional, faszinierend, interessant |
| Kontra: |
xxx |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vorwort
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Bedingt durch meine Eltern habe ich mich schon immer für die ehemalige Königsfamilie aus Persien (Iran) interessiert. Meine Eltern (vor allem meine Mutter) haben mir sehr oft schöne aber auch wahre Geschichten von den wahrscheinlich schönsten und berühmtesten Königinnen der Welt erzählt. Dabei handelt es sich um die zwei Ehefrauen von Schah Mohammed Resa Pahlevi, namentlich Soraya sowie Farah Diba-Pahlavi. Nach meiner Meinung zwei wirklich faszinierende bzw. mitreißende Persönlichkeiten und Frauen.
In meinem heutigen Bericht soll es um eine dieser bedeutenden Frauen gehen; und zwar Soraya. Ich möchte mich an dieser Stelle einem Roman von dem Autor Alexander Schuller zuwenden. Dabei handelt es sich um das Buch "Soraya". Der vorliegende Werk beschäftigt sich - wie es aus dem Titel unschwer zu erkennen ist - mit der zweiten Frau des Schahs.
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Das Buch
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Das vorliegende Taschenbuch besteht aus insgesamt 397 spannenden Seiten, hat die ISBN: 3-453-87520-6 und kostete mich 8,95 EUR, wobei sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass mein Geld optimal angelegt sowie die Zeit zum Lesen wirklich nicht verschwendet wurde. Über das Preis-Leistungsverhältnis kann ich mich daher überhaupt nicht beklagen. Die Originalausgabe des vorliegenden Buches erschien im Jahr 05/2004 bei Wilhelm Heyne Verlag in München. Der Roman "Soraya" basiert auf den gleichnamigen Fernsehfilm, welcher im Jahr 2004 in zwei Teilen von der ARD ausgestrahlt wurde und sich auch als eines der größten Fernsehereignisse herausstellte. Daher sind in dem vorliegenden Buch auch Farbfotos aus den unterschiedlichsten Szenen des Filmes abgedruckt, welche das Lesen des Buches nicht gerade unangenehm werden lassen. Ich persönlich habe den Film aber noch nicht gesehen, bin aber auch recht froh darüber, da ich mir immer gerne vorher den Roman zu dem Film durchlese, bevor ich mir den eigentlich Film dann anschaue. Da dieser Film jetzt auch auf DVD erhältlich ist, werde ich ihn mir bei Gelegenheit bestimmt auch anschauen.
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Der Autor
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Das Buch wurde von Alexander Schuller unter Mitarbeit von Monika Köpfer geschrieben und herausgegeben. Alexander Schuller ist Professor am Lehrstuhl für Soziologie in Berlin. Er studierte in Paris, London sowie München und ist Verfasser zahlreicher journalistischer Werke. Monika Köpfer hat das Buch "Der Fall Marilyn Monroe" von Luciano Mecacci aus dem italienischen ins deutsche übersetzt. Andere Informationen sind mir von ihr leider nicht bekannt. Von Alexander Schuller sind mir noch vier weitere Romane aus dem Wilhelm Heyne Verlag bekannt, welche ich Euch an dieser Stelle kurz aufzählen möchte. Dabei handelt es sich um die Bücher:
- Sturmflut über Hamburg
- Papa und Mama
- Vera - die Frau des Sizilianers
- Julia
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Soraya
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Bevor ich Euch mit dem Inhalt des vorliegenden Buches vertraut mache, möchte ich Euch an dieser Stelle so kurz wie möglich Soraya Esfandiari Bachtiar vorstellen.
Soraya wurde am 22.06.1932 in Isfahan (Iran) geboren. Sie war das erstes Kind der nicht ganz unbedeutenden iranischen Stammesfürstenfamilie der Bachtiaren-Nomaden Khalil Esfandiari Bachtiar sowie der in Moskau geborenen Deutschen Eva Karl. Soraya wurde als potentielle Ehefrau im Jahr 1950 dem Schah von Persien vorgestellt, welcher auch im gleichen Jahr die Verlobung veranlasste. Nach gut sieben Jahren Ehe wurde die Beziehung zwischen Soraya sowie dem Schah jedoch wieder beendet, weil Soraya dem Schah keinen Thronfolger gebären konnte. Die Trennung wurde dann im März 1958 vom persischen Königshof bekannt gegeben. Nach der Trennung versuchte sich Soraya als Schauspielerin, welche sich mit der Schauspielerei bereits vor Ihrer Beziehung mit dem Schah auseinandergesetzt hatte. Bedauerlicherweise scheiterte jedoch Ihre Karriere bei dem Versuch ihre Lebensgeschichte zu verfilmen. Was die Männerwelt anbetraf, so hatte Soraya nach der Trennung ihres Ehemannes drei weitere langjährige Lebenspartner. Der Erste war der italienische Regisseur Franco Indovina, welcher aber unglücklicherweise im Jahr 1972 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam und die zwei weiteren Lebensabschnittsgefährten waren der Schweizer Bankier Edmond Artar und Vicomte de Barbot, welche aber beide auf tragische Art und Weise Selbstmord begingen. Es ist daher unschwer zu erkennen, dass Sorayas Leben in Bezug auf Männer nicht besonders glücklich verlaufen ist. Soraya Esfandiari Bachtiar starb am 25. Oktober 2001 im Alter von 69 Jahren in ihrer Wohnung in Paris.
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Inhalt
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Nachdem ich Euch das Leben von Soraya in Schnelldurchlauf etwas näher gebraucht habe, möchte ich mich an dieser Stelle nun dem Inhalt des Romas zuwenden. Wie unschwer zu erkennen ist, beschäftigt sich das Buch mit dem Leben von Soraya sowie ihre Beziehung zu Schah Mohammed Resa Pahlevi. In dem Buch wird Soraya als ein junges, ehrgeiziges Mädchen vorgestellt und ihre Entwicklung zu einer jungen hübschen Frau geschildert. Auch ihre Vorlieben und Hobbys kommen zur Aussprache. Gerade das Kennen lernen mit dem Schah sowie die Beziehung und die Hochzeit stehen im Mittelpunkt dieses Romans. Eine ausführliche Schilderung der Beziehung vor und nach der Hochzeit ist somit Inhalt des Buches. Aber auch die politische Situation während dieser Zeit ist nicht ganz unbedeutend und findet daher auch Erwähnung in dem Buch. Gerade die außenpolitische Beziehung zu England sowie später auch Amerika stehen im Vordergrund.
Aber mehr möchte ich Euch an dieser Stelle auch nicht verraten. Für nähere Informationen ist an dieser Stelle Eigeninitiative gefragt.
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Meine Meinung
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Es ist unschwer zu erkennen, dass mich das vorliegende Werk sehr angesprochen hat. Ich habe nur ganze zwei Tage mit dem Lesen dieses Buches verbracht, weil es für meinen Geschmack sehr spannend und interessant geschrieben war. Vor allem hat mich die Thematik dieses Buches besonders interessiert, so dass ich immer sehr aufmerksam und schnell gelesen und die Informationen gerade zu verschlungen habe. Gerade für Menschen mit wenigen Vorkenntnissen in Bezug auf die politische Situation damals, ist das Buch hervorragend geeignet. Hinzu kommen noch der sehr leichte Schreibstil und die ausschmückende Erzählung der Beziehung von Soraya und dem Schah von Persien, welche das Lesen dieses Buches vereinfacht, aber trotzdem genug geschichtliche Informationen bietet ohne trocken und langweilig zu werden. Zwar ist das vorliegende Werk absolut nicht mit einem guten Geschichtsbuch vergleichbar, aber eine nette und leicht verständliche Alternative.
Außerdem sollte in dem Roman nicht die Politik sondern die Beziehung von Soraya und dem Schah in Vordergrund stehen, welche ebenfalls gelungen ist und in einer ausschmückenden Art und Weise geschrieben wurde, ohne kitschig oder lästig zu werden. Diese Geschichte ist nach meiner Meinung einfach nur einzigartig, emotional, absolut faszinierend aber zugleich auch sehr tragisch. Diese Tatsache hat mir oft genug Gänsehaut bereitet und meine Augen mit Tränen gefüllt. Gerade der vierseitige Epilog am Ende dieses Buches, welcher sich mit dem Leben von Soraya nach ihrer Beziehung mit dem Schah beschäftigt, hat mich zu triefst gerührt. Gerade in solchen Momenten sind mir die Worte meiner Mutter und auch vor allem die meiner Oma in den Sinn gekommen, welche die Gesamtsituation für mich noch emotionaler und intensiver haben werden lassen. Ich hatte die Möglichkeit, anhand der Daten aus dem Buch mir das Leben und die Situation meiner Eltern und vor allem die meiner Großeltern vorzustellen, was das Buch für mich noch persönlicher und gleichzeitig mitreißender machte.
Was mich noch weiterhin positiv überrascht hat, war der Umgangston sowie der Wortwahl der Konversationen zwischen Soraya und dem Schah. Zwar gehörte sie zur Ausnahme von wenigen Menschen (wie z. B. auch die Mutter des Schahs), die den Schah mit Vornahmen ansprechen durften, jedoch waren die beiden stets bemüht sich zu siezen und einen geradezu ehrerbietigen Umgangston anzunehmen, aber trotzdem nicht unpersönlich oder gar kühl wurden. Im Gegenteil, ihre Liebe war ganz und gar leidenschaftlich. Der Leser merkt aber auch - zumindest hatte ich das Gefühl - dass der Schriftsteller einen Schreibstil gewählt hat, welcher sehr respektvoll und höflich aber nicht unbedingt reserviert gegenüber der Beziehung der beiden ist. Auch diese Tatsache fand ich sehr ansprechend und interessant.
Besonders gut und respektvoll fand ich Sorayas Entwicklung und ihre Umgangsweise mit der königlichen Familie. Sie war mit ihren 18 Jahren zwar recht jung, handelte aber stets diplomatisch und sehr vernünftig. Für meinen Geschmack war sie eine sehr starke Persönlichkeit und bewundernswert. Sie hatte ihren eigenen Willen, war aber anpassungsfähig und sehr umgänglich. Diese Charaktereigenschaften führten dazu, dass ihre Person in der Öffentlichkeit sowie in der Bevölkerung sehr positiv begrüßt wurde. Das Volk liebte und verehrte sie. Nicht ganz unwesentlich waren hierbei ihre karitativen Organisationen, welche stets mit offenen Armen begrüßt wurden.
Nichts desto trotz glaube ich aber auch, dass sie ein sehr hartes und unglückliches Leben hatte. Sie stand oft unter Druck und hatte viele Verpflichtungen. Die Scheidung machte die Gesamtsituation dann auch nicht besser. Aber nachdem, was ich alles über sie gelesen und gehört habe, hat sie es auf jeden Fall verdient mit viel Respekt beachtet zu werden.
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Fazit
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Nach dem Gesagten kann ich mich an dieser Stelle nur wiederholen und Euch mitteilen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und ich es Euch auf jeden Fall ans Herz legen möchte. Die Geschichte ist sehr spannend, faszinierend und tragisch zugleich, aber auf jeden Fall lesenswert. Daher kann ich dem vorliegenden Werk ohne Bedenken fünf Sterne verleihen und meine Empfehlung aussprechen.
Ich hoffe, ich konnte Euch für den Roman "Soraya" begeistern und wünsche Euch - im Falle eines Kaufen und damit für die Entscheidung das Buch zu Lesen - sehr viel Spaß dabei.
Ich bedanke mich recht herzlich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
LG Placebo21