Ende Oktober, nur noch wenige Monate bis zu den finalen Abiturklausuren. Meine Mitschüler haben schon lange angefangen zu pauken. Integralrechnung, Proteinbiosynthese, jegliche Eckdaten vergangener Kriege Europas. Über so etwas kann ich nur lachen....ich gehöre nämlich zu den wenigen Politikinteressierten, die Sozialkunde als Leistungskurs gewählt haben. Es ist nunmal ganz einfach eine Tatsache die unverrückbar ist:
Sozialkunde ist und bleibt ein Laber- und kein Lernfach!
Man lernt fürs Leben und nicht für die Schule, klar! Aber mit Sozi als LK habe ich es mir bequem gemacht und lerne auch tatsächlich etwas.
Was kommt vor?
Laut rheinland-pfälzischem Lehrplan nach Semestern geordnet:
"11/2: Politik als Unterrichtsgegenstand"
Strukturen der Gesellschaft
Gesellschaft im Wandel
Die industrielle Gesellschaft im Wandel
Das erste Semester war im Prinzip bloß eine Einführung in die Politik und Gemeinschaftskunde.
"11/2: Wirtschaft"
Wirtschaftspolitische Aufgaben in einer sozialen Marktwirtschaft
Verflochtene Wirtschaft
Ökonomie und Ökologie
Diese Themen war vor allem für angehende BWL'er und Banker interessant.
"12/1: Politische Ordnung"
Demokratie als Zumutung und Herausforderung
Der politische Prozess in Deutschland
Poltik auf verschiedenen Ebenen
Für mich besonders interessant, da ich bald ein duales Studium in der Verwaltung antreten werden und somit fundiertes Grundwissen über das politische Geschehen habe.
"12/2: Demokratie und ihre Ursprünge"
Lehren der Politik und Demokratie
Quasi die Anfänge der Demokratie. Ganz interessant, da mal auch etwas weiter zurück in die Geschichte gegangen wird.
"13: Internationale Politik"
Macht- und Ideologiekonflikt im 20. Jahrhundert
Konflikte und Krisen
Abschließend ganz aktuell den Kaukasuskonflikt
Wie sieht der Unterricht aus?
Was man die meiste Zeit macht? Diskutieren! Man diskutiert wirklich über alles und jeden, den Schulstoff, aktuelle Geschehnisse und Gott und die Welt. Relativ selten wurden Texte gelesen, wenn dann aber richtig, über viele Seiten und nicht selten in komplizierter Fachsprach, aber nach einiger Zeit hat man sich daran gewöhnt und kommt recht gut zurecht damit. Es wird auch vergleichsweise viel Zeit im Computerraum und Internet verbracht, die natürlich zur Arbeit genutzt werden sollten ;)
Und die Arbeiten?
Für die Arbeiten konnte man kaum lernen, was aber in meinen Augen ziemlich gut und vor allem praktisch war. In den Arbeiten bekamen wir Texte und Aufgaben, die meistens nur darin bestanden, den Text zu verstehen und zu reproduzieren. In der letzten Aufgabe muss man dann noch seine Meinung aufschreiben und fertig. Klingt einfach? Ist es auch :D
Was bringt die Zukunft?
Sozialkunde als Leistungskurs empfehle ich vor allem angehenden Wirtschaftern, Politikern und Beamten. Man lernt viel über politische Apparate und Vorgänge sowie auch die Wirtschaft. Zudem nimmt man aus dem Unterricht viel Allgemeinwissen mit und wir im Diskutieren geschult, was bei Einstellungstests und Assesment Center sehr hilfreich ist!
Ich kann Sozialkunde eigentlich jedem empfehlen. Es ist vergleichsweise einfach, es gibt nicht viel zu lernen, aber man lernt umso mehr.
Ja, man lernt fürs Leben!
13.11.2008 18:29
echt guter bericht
27.10.2008 09:29
Na gott sei Dank hab ich das seit Jahren hinter mir
26.10.2008 20:54
Gabs bei uns gar nicht. Aber wäre wohl auch nicht auf mein Interesse gestoßen, GK hat mir gereicht.