Wichtig für uns und für Deutschland
02.01.2002
Pro:
Absicherung des einzelnen, Regelungen zum Wohl der Bürger
Kontra:
Finanzierung
Empfehlenswert:
Ja
 tempoAW
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Ciao-Gemeinde..... Es geht um die Sozialpolitik, eine sehr grosse Stütze unseres Landes. Immer noch gehört Deutschland zu den führenden Nationen in der Sozialpolitik. Früher Nummer eins in der Welt, holten einige Staaten auf und einige (Schweden, Niederlande, etc.) überholten uns. Deren Sozialpolitiker erkannten frühzeitiger soziale Brennpunkte udn Ansätze.Aber was ist überhaupt Sozialpolitik? ===================================== -1818 begann alles, man setzte sich in Preußen gegen die Missstände der Kinderarbeit ein, daraus folgte dann 1839 das Kinderschutzgesetz. -1891 wurde durch Bismark das Arbeiterschutzgesetz erlassen -1903 folgte die Reform des Kinderschutzgesetzes Bis 1932 ging es bei der Sozialpolitik hautpsächlich um die Regelung der Arbeitszeit und der Löhne. -1918 wurde der Achtstundentag ins Leben gerufen -1920 Wurden Betriebsräte eingeführt Erst 1927 folgten die Arbeitslosenversicherung und die Errichtung der ersten Arbeitsämter. Anschließend erlitt die Sozialpolitik durch den 2.Weltkrieg einen Knick. Erst nach 1945 ging es weiter, die Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Betriebsräte wurden wieder neu errichtet. -1957 erfolgte eine Neuregelung der Rentenversicherung (die max. Arbeitszeit wurde kurzzeitig erhöht, also konnte man erst später in rente gehen.So waren die Anfänge der Sozialpolitik. Die Sozialpolitik umfasst die einzelne Person, die Familie, den Arbeitnehmer, den Arbeitgeber, den Arbeitslosen, den Mittellosen, die Kinder, den studierenden, .....Beispiel Kindergeld: gab es noch in den 70´er Jahren für das erste Kind 70,-DM, so stehen wir mittlerweile bei 300,-DM. Löhne: Durch die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände wurden tarifliche Mindestlöhne sichergestellt. Zudem gibt es feste Wochenarbeitszeiten und entsprechende Zulagentabellen. Alles wurde sozial geregelt.Arbeitslosengeld und -hilfe: Bundesbürger haben das Recht, bei Verlust der Arbeitsstelle, Arbeitslosengeld zu empfangen. Später geht diese in Arbeitslosenhilfe über. Rente: Jeder Arbeitnehmer erhält mit Eintritt in das Rentenalter eine Rente ausgezahlt.Das waren nur ein paar Beispiele..... Finanzierung: Wer meckert nicht wenn er seinen Lohnzettel sieht, Abzüge zur Sozialversicherung. Sie schmälern das Bruttogehalt nicht unwesentlich. Hierbei schichtet der Staat geschickt um und wir stehen bei einigen Angelegenheiten ganz schön im Regen. So wie bei der Rentenversicherung. Wer in der heutigen Zeit nicht zusätzlich eine private Rentenversicherung abschliesst ist selbst schuld. Der Staat kann nicht mehr jedem Arbeitnehmer ganrantieren das er später seine volle Rente bekommt und so seinen Lebensabend zu finanzieren. Denn obwohl man vielleicht monatlich 500,-DM in die Rentenversicherung einzahlt, dann 30 Jahre arbeitet á 12 Monate und die rente nur minimal mit 2 % verzinst wird, erhält man nicht die angesparte Summe. Anders bei der freiwilligen Rentenversicherung.Die Anzahl der Sozialhilfeempfänger schwankt in Deutschland, immer auch abhängig von der jeweiligen Zuwanderung in unser Land. Die Sozialleistungen umfassen hier z.B. die Sozialhilfe, das Sozialgeld, das Wohnungsgeld, das Schulgeld, BaFög, das Erziehungsgeld für Neugeborene........ Gerade bei den Familien hat sich in den letzten Jahren einigen getan. Politiker setzen fast im 2 Jahresabstand das Kindergeld und den Kinderfreibetrag hoch. Es gibt das Erziehungsgeld, welches von dem jeweiligen Bundesland für die max. ersten zwei Lebensjahre des Kindes gezahlt wird. Die Mutter geniesst einen unkündbaren, 3 Jährigen Erziehungsurlaub.Krankenversicherung: Es besteht bis zu einem festgeschriebenen gehalt eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Die Beiträge werden hierzu vom Bruttogehalt abgezogen. Auch hier sollte sich jeder zusatzversichern, denn die Leistungen denken bei weitem nicht mehr alles ab. Zuzahlungen bei Brillen, Zahnersatz, Medikamenten und Krankenhausaufenthalten. Vergleich zu anderen Staaten: In sehr vielen Ländern der Erde gibt es keine Sozialversichung. Ist man dort mittellos oder Arbeitslos muss man selber sehen wo man bleibt. es handelt sich hierbei aber nicht nur um Länder der 3. oder 2. Welt. Wir sehen ja wie es in der USA aussieht. Es besteht keine Krankenversicherungspflicht, etc.. Dort ist alles auf ein freiwilliges System aufgebaut. Dies hat zur Folge, dass ein Arbeitnehmer viel weniger Ortgebunden ist bei der Arbeitssuche. Er geht zur Arbeit und wartet nicht, bis die Arbeit zu ihm kommt. Zusätzlich gibt es viel mehr "jobs", anstatt richtiger Anstellungen. Eine Vielzahl besitzt 2-3 "Jobs" und finanziert sich so sein Leben. Im Krankenhaus wird man zuerst nach der Kreditkarte gefragt, anschliessend er folgt dann die Behandlung. Als Abschluss zu diesem weitem, grossen Thema kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass es bei uns eine Sozialpolitik für jeden Menschen gibt. Auch wenn ich öfters mecker, mit manchen anderen Ländern möchte ich nicht tauschen.... In diesem Sinne........
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31.03.2002 19:31
Der Sozialstaat ist eine feine Sache, doch angesichts eines Schuldenberges von 1,4 Billionen Euro (das sind in etwa 14700 Euro pro Kopf) sollte man über einige Einschnitte nachdenken.
02.01.2002 20:03
Unser System lahmt an allen Enden und man versucht es sparen in den Griff zu kriegen. Naja sparen ist ja nichts schlechtes, aber spart man immer an den Bedürftigen (alten, kranken Menschen). Der Staatsapparat verschlingt Millarden, aber da sparen wir natürlich nicht. Sehr sozial, alle sparen nur der Staat nicht wirklich. Kleine Zwischenfrage welche ist die kürzeste Debatte im Bundestag, die über die Gehälter der Abgeordneten. MFG MRSA
02.01.2002 20:02
Leider hat das System so seine Macken! Nach meinem Wehrdienst habe ich mich arbeitslos gemeldet und auch 3 Monate lang über 700 € bekommen, bis ich mit meinem Studium angefangen habe. Bafög bekomme ich allerdings nicht, so daß man schon fast von einer Bestrafung reden kann! Objektiv gesehen ,wäre es lohnender gewesen, ein Semester später anzufangen und die volle 6 Monate Arbeitslosengeld zu beziehen... Den Zeitunterschied holt man locker wieder auf, weil man neben dem Studium ja nicht arbeiten muß! Habe ich natürlich nicht gemacht, aber sch**** ist das System trotzdem! Gruß 00Wotan