Ein Sci-Fi Strategiespiel um wechselnde Beziehungen.
27.06.2012
Pro:
erstes Spiel mit Relationship Management System
Kontra:
Deutsche Anleitung ist recht schlecht übersetzt, Spielzüge können recht lange dauern
 Truhe
Über sich:
Mitglied seit:14.07.2000
Erfahrungsberichte:57
Vertrauende:10
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 47 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Aus dem relativ unbekannten Verlag Jira's Games, welches der CGE angehört, kommen Spiele wie Bizarrie, Fantastale und jetzt auch Space Bastards. Bisher konnte man diese Spiele nur auf Messen kaufen, aber nun findet man sie auch in online shops wie www.spiele-offensive.de. In diesem Spiel versucht jeder Spieler die Beziehungen verschiedener Alienrassen in einem kleinem Planentensystem auszunutzen, um genug Siegpunkte zu sammeln, denn dann gewinnt man das Spiel. Mitmachen können 2-5 Aliensoziologen ab 12 Jahren. === Wie geht das? === Jeder Spieler besitzt Aliens verschiedener Rassen in seiner Farbe, welche auf verschieden Planeten verstreut sind, auf denen sich auch Aliens der Mitspieler befinden. Weiterhin hat jeder ein Raumschiff. Sowohl Raumschiffe als auch Planeten bieten nur eine beschränkte Anzahl von Feldern, die von Aliens, welche widerum verschieden viele Felder beanspruchen, besetzt werden können. Neben dem Spielbrett liegen Karten aus, die die Verhältnisse der Alienrassen untereinander bestimmen, zB die drei Karten "Kaktus Herz Schnecke" in Kombination bedeuten, dass die Kaktus- und die Schneckenaliens sich so sehr lieb haben, dass es neue Aliens gibt, wenn beide sich auf einem Planeten befinden. Andere Rassen handeln miteinander, andere fressen andere, andere führen Krieg mit anderen.Die Spieler spielen jede Runde Befehlskarten aus, welche es erlauben, dass zB alle Aliens die einen Handelspartenr haben Geld verdienen können, oder Kriegführen usw. Außerdem können die Aliens in Raumschiffe verladen werden und so den Planeten wechseln. Für eine gesteigerte Dynamik und um die Mitspieler zu ärgern kann man geschickt die Beziehungskarten vertauschen, damit man plötzlich auf einem Planeten nicht mehr verspeist wird. Jippi ^^ Jeden Befehl gibt es im Befehlskartenset jedes Spielers nur einmal. Die gespielten Befehlskarten können nicht mehr genutzt werden, bis es eine Wertungsrunde gibt, welche nach jeder 4. Runde stattfinden. Insgesamt werden 12 Runden gespielt. Es gilt also sich gut zu überlegen, wann man welchen Befehl gibt. In den Wertungen gibt es Siegpunkte für Mehrheiten auf den Planeten. Am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Punkten aus Wertungsrunden und Diplomatie (Überraschung!).Wer sich gerne genauer informieren möchte kann sich die Anleitung auf der HP besorgen, wobei ich darauf Hinweise, dass die Anleitungen nicht besonders gut geschrieben sind. Am besten liest man die deutsche und englische Anleitung parallel oder man versteht Tschechisch. http://www.jirasgames.com/eng/games/space-bastards/download.html
Wie fühlt es sich so an? Also es handelt sich um ein überraschend strategisches Spiel, bei dem man die anderen Mitspieler auch mal super ärgern kann. Die wechselnden Beziehungen der Alienrassen sind ein witziger Mechanismus. Die Grafiken sind futuristisch und teilweise puristisch, aber sehr stimmig. Die Alienplättchen sind sehr witzig und immer mit kleinen Indivudalitäten versehen (Ein Kartoffelalien hat nen Schnurbart, nen anderes nen Schmollmund usw.). Leider gibt es so viele Möglichkeiten und Beziehungen und Planungen und und, dass das Spiel schnell unübersichtlich wird. Dadurch dauern die Züge recht lange, aber gleichzeitig kann ein Tauschen der Verhältnisse alle Planung wieder zu nichte machen. ******************************************************* Das Spiel ist wie gesagt überraschend strategisch bzw taktisch und hat einen interessanten Mechanismus. Wie bei den meisten Spielen von Jiragames fällt es mir schwer dieses Spiel bestimmten Spielern zu empfehlen. Hier hilft nur ausprobieren. Alleridngs sollte man sich wohl über längere Zeit konzentrieren können und nicht zu frustriert sein, wenn jemand einem die Pläne gnadenlos durchkreuzt. Außerdem muss sich vorher jemand aufopfern, der die Anleitung dechiffriert... bzw sich ein entsprechendes Video im Internet ansieht. Die Zeitangabe 25 min pro Spieler +/- 90 min ist wohl eher so zu verstehen, dass es immer +90 min vielleicht auch etwas mehr.
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