"Verdammt, sie sind genau über dir!"
15.05.2002 (04.07.2002)
Pro:
Einfaches, schnelles Gameplay
Kontra:
leider aus dem Programm genommen
Empfehlenswert:
Ja
 Finron
Über sich:
Treiben in Zeit und Raum - ich geb mir derzeit den vollen RL-Kick. Daher bin ich momentan wenig bei ...
Mitglied seit:14.05.2002
Erfahrungsberichte:50
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Den Satz kenn man aus dem Space-Gruselschocker "Alien". Wer selbst mal das beklemmende Gefühl haben will, in düsteren Gängen außerirdische Monster zu jagen (oder vor ihnen zu fliehen - je nach Blickwinkel), ist mit "Space Hulk" aus dem Hause Games Workshop bestens bedient. Die Story: Sie steuern einen (zwei, drei...) fünfköpfigen Trupp Blood Angels Marines durch die düsteren Gänge eines verlassenen Raumschiffs, als plötzlich der Bewegungssensor Ihres "Scanners" ausschlägt. Verdammt, die Bister sind also auch hier - und sie kommen direkt auf Sie zu...Der (oder die) Space Marine-Spieler haben im Rahmen eines Szenarios oder einer Minikampagne bestimmte Aufgaben (z.B.: Get your Ass out aka: Überleben! oder ein Artefakt bergen) zu erfüllen, während der Spieler der Genestealer (häßliche außerirdische Kreaturen, die in einer Mischung aus Borg und Alien die Marines im Nahkampf assimilieren - also unschädlich machen - sollen) dies verhindern sollte. Zur Erstauflage (mit klobigen Marines-Figuren) Anfang der 90er erschienen mehrere Zusatzboxen und -Bücher, auf deren Veröffentlichung bei der Neuauflage (Mit detaillierten Plastik-Figuren) Mitte der 90er leider verzichtet wurde (GW-Begründung auf Nachfrage: "Space Hulk soll der Einstieg ins Warhammer 40.000-Universum und kein eigenständiges komplexes Spiel mehr sein").©FinronMittlerweile ist ja auch die zweite Auflage aus dem Programm genommen, und so kann der Space Hulk-Spieler sich aus beiden Auflagen nun das Beste raus suchen kann. Dabei sind die Regeln in beiden Fällen ziemlich gleich geblieben: Die Marines haben pro Spielzug vier Bewegungspunkte, die Genestealer sechs. Die Marines haben Feuerkraft, während die Stealer nur im Nahkampf glänzen (wird ein Marine in einen Nahkampf verwickelt, kann er gleich sein letztes Gebet sprechen). Also gilt es, die Biester auf Distanz zu halten. Dafür sichert man einen Korridor, indem man ein Sperrfeuer legt, das zwölf Felder weit reicht. Allerdings: Die Waffe kann auch "jammen", also eine Fehlfunktion haben, die man erst wieder entriegeln muss. Glücklich, wer dafür noch ein paar Aktionspunkte übrig hat, während das Giger-Scheusal auf einen zukommt. Oder einen Nachbarn, der mit dem Flammenwerfer ein Barbecue veranstaltet. Ansonsten: Amen.Was leider in der zweiten Auflage vollkommen auf der Strecke geblieben ist, sind natürlich Zusatzregeln (z.B. Die Genestealers schießen zurück!) und das Zeitlimit. In der Erstauflage wurde den Marines-Spielern durch ein strenges Zeitlimit (2,5 Minuten pro Spielzug mit Anführer, 2 Minuten ohne) kräftig Dampf unterm Hintern gemacht. In der Neuauflage hat man Zeit zum Nasembohren und gelangweilt Kaffee schlürfen. Und das geht, mit Verlaub, vollkommen auf die Kosten der Atmosphäre. Wir hatten einmal sogar einen richtigen Hulk-Keller bei einem Freund eingerichtet: Kaputte Leuchtstoffröhre, Blaulicht, Stroboskop und passend dazu dudelte der Aliens-Soundtrack im Hintergrund. Spätestens hier taucht man vollkommen in die SPielwelt ein. Aber auch auf Billardtischen, in Wohnzimmern und sogar Cafés haben wir schon "gehulkt" - und immer war's eine Mords-Gaudi, auch wenn unsere Marines-Trupps auf ewige Zeiten im Stahlbauch des havarierten Raumschiffs verschwanden.Kurz und gut: Ein fantastisch schnelles Weltraum-Actionspiel, das für den Speilfeld-Aufbau zwar ein bißchen Zeit in Anspruch nimmt, dafür aber mit superdichter Atmosphäre (vor allem unter Zeitdruck)und einem extrem spannenden, weil meist nur hauchdünn endenden Spielverlauf entschädigt. Das ist in der Box: Bodenpläne (Räime, Gänge), Türen und Schotte, Würfel, 10 Marines-Figuren und 30 Genestealer-Figuren, Fire-Marker, Flammenwerfer-Schablonen, Regelbuch, Kampagnenbuch und: Blips (damit wird angezeigt, wo sich Aliens aufhalten. Wie viele wirklich dort vorne sind, erfährt man erst, wenn man lebensmüde genug ist, nachzuschaun...).Randvoll also, das Ding. Allerdings auch viel leinkram, der leicht verloren geht oder in Kindermägen landen kann... Dafür musste man früher auch stolze 120 Mark berappen. Heute kann man mit Glück bei Online-Auktionen oder auf Ausverkäufen erheblich günstiger an das Spiel kommen. Allerdings auch nur schwer, denn wer Space Hulk gespielt hat, gibt's nicht mehr so gerne her.©Finron
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02.09.2002 23:57
Jaja, die gute alte Zeit! Ich und zwei meiner Freunde haben damals die erste Version dieses Spiels (hieß Space Quest) bis zum Erbrechen gespielt! Grüße vom Ork
08.08.2002 17:12
Es gab dazu doch mal ein pc-spiel, kennst Du das ?
03.06.2002 21:53
"Alien" trifft es... - Das Computerspiel zu Space Hulk war auch nicht übel, mir gefiel die Brettspiel-Variante mehr.